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Blackflower

Blackflower
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Hallo,

ich würde gerne mal wissen wie ihr darüber denkt.

Ich hatte immer ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern, besonders zu meiner Mutter, da sie bis 2024 wie meine Freundin war. Ich hatte nie irgendwelche Freunde mit denen ich mich austauschen und was unternehmen konnte. Ich wohnte immer in der Nähe meiner Eltern. Zuletzt hatten meine Eltern das eine Endhaus wo sie noch immer wohnen und ich hatte das andere Endhaus wo nur 2 Häuser zwischen uns waren.

Seit 6 Jahren bin ich in einer Beziehung wo es sehr viele Höhen und Tiefen gab. Doch seit 2024 bin ich in die Nähe von meinem Partner gezogen wo ich nun seit 3 Monaten mittlerweile fest bei ihm wohne.

Seit ich ausgezogen bin melden sich meine Eltern überhaupt nicht mehr. Es sei denn es ist irgendwer gestorben (das stimmt wirklich, denn gerade gestern rief meine Mutter an das meine Tante gestorben ist zu der ich überhaupt kein Verhältnis habe) oder meine Eltern brauchen irgendwelche Unterlagen. Ansonsten kommt nicht mal zwischen durch per WhatsApp wie es mir geht und das belastet mich sehr. Ich habe schon paar mal zu meiner Mutter gesagt das ich mich freuen würde wenn ich nicht immer die bin die sich meldet, sondern meine Eltern auch Interesse zeigen, aber nichts, gar nichts. Und einst sagte sie mir mal dass sie es satt hat ihrem Sohn immer hinter her zu rennen. Als wir telefonierten und meine Mutter mich fragte wie es mir geht, erzählte ich von meinem heutigen Tag und das einzige was sie sagte war ganz trocken das der Tag ja nun vorbei ist. Na toll. Kurz und knapp abgewiesen.

So wirklich freudig und interessiert klang sie überhaupt nicht. Und ich spüre die Enttäuschung in mir. Wir hatten damals so ein tolles Verhältnis und jetzt?


Ich weiß einfach nicht wie ich damit umgehen soll. Ich muss dazu sagen das ich leider toxische Eltern habe.

Blackflower

27.06.2026 x 3 #1


11 Antworten ↓

Gaulin
Zitat von Blackflower:
Ich muss dazu sagen das ich leider toxische Eltern habe.

Das erklärt zumindest schon mal einiges... Erwartungen zu haben, kann immer auch enttäuschend sein. Leider

x 2 #2


A


Meine Eltern melden sich nur, wenn sie was wollen

x 3


Gedeon
Zitat von Blackflower:
Ich muss dazu sagen das ich leider toxische Eltern habe.

Schon immer etwas speziell gewesen?

Ich vermute mal, dass sie jetzt die beleidigte Leberwurst spielen, weil Du es gewagt hast, ihren Dunstkreis zu verlassen.
Wieviele km seid ihr denn nun voneinander entfernt?
Wie alt sind denn deine Eltern und wie alt bist du und dein Bruder? Wohnt der auch weiter weg?

x 4 #3


OddThomas
Hi @Blackflower!

Das klingt wirklich schmerzhaft, besonders weil du weißt, wie es früher war und der Kontrast so deutlich ist.

Was du beschreibst, ist eine häufige, aber selten ausgesprochene Dynamik: Eltern, die sich sehr stark über die räumliche Nähe und Verfügbarkeit eines Kindes definieren. Solange du in der Nähe warst, lief die Beziehung, jetzt, wo du dein eigenes Leben priorisierst, zieht sie sich zurück. Das ist kein Zufall, sondern oft ein (unbewusster) Kontrollmechanismus.

Der Satz deiner Mutter "ich hab's satt, meinem Sohn hinterherzulaufen" sagt eigentlich: "Ich erwarte, dass du kommst, nicht ich." Das ist keine gleichwertige Beziehung. Dass du dich trotzdem meldest, zeigst du Liebe. Gleichzeitig darfst du auch bemerken, wie viel Energie das kostet und ob du das langfristig willst.

Ein paar Gedanken, die helfen könnten:

Erwartungen anpassen: nicht aufgeben, aber realistischer werden. Diese Beziehung funktioniert anscheinend anders als du sie dir wünschst. Das ist traurig, aber es hilft, es klar zu sehen statt es immer wieder zu hoffen.

Das Gespräch suchen: einmal, direkt – nicht über WhatsApp, sondern in Ruhe. Nicht anklagend, sondern ehrlich: "Ich vermisse euch. Ich wünsche mir, dass ihr euch auch meldet. Was ist da bei euch los?" Und dann hören, was kommt.

Trauer zulassen: was du verloren hast (oder verlierst), ist real. Das darf wehtun.

Du bist nicht falsch, weil du ausgezogen bist. Erwachsen werden und ein eigenes Leben führen ist kein Verrat.

x 4 #4


Schlaflose
Zitat von Blackflower:
Ich muss dazu sagen das ich leider toxische Eltern habe.

Und trotzdem war deine Mutter deine Freundin 🤔
Zitat von Blackflower:
Wir hatten damals so ein tolles Verhältnis und jetzt?

Das widerspricht sich auch mit toxisch. Wenn Eltern toxisch sind, hat man kein tolles Verhältnis.

Ich habe mein Leben lang mit meiner Mutter zusammen gewohnt, da ich nie eine Partnetschaft oder eine eigene Familie hatte. Wir haben uns sehr geliebt, aber wir waren niemals Freundinnen. Es war immer eine Mutter-Kind Beziehung.
Ich würde sagen, deine Eltern können ganz offensichtlich nicht ertragen, dass du jetzt dein eigenes Leben führst und lassen dich das spüren, indem sie dich links liegen lassen.

x 3 #5


Blackflower
Zitat von Schlaflose:
Und trotzdem war deine Mutter deine Freundin

Meine Mutter war nicht so krass wie mein Vater. Deshalb konnte ich immer mit ihr am besten.

x 1 #6


Blackflower
Erstmal Danke für eure Antworten und Meinungen. Ich antworte bei Gelegenheit noch mal in Ruhe. Da ich bei Gedeon etwas geantwortet habe, es aber nicht gesendet wurde.

x 2 #7


Gaulin
Zitat von Schlaflose:
Das widerspricht sich auch mit toxisch. Wenn Eltern toxisch sind, hat man kein tolles Verhältnis.

Könnte dann auch eine Abhängigkeit sein. Das passiert nicht bewusst oder zumindest fehlt da meist noch die nötige Einsicht.

x 1 #8


Falko78
Hier schließe ich mich den Worten von Gedeon an: Sie sind vermutlich enttäuscht, dass Du Dein eigenes Leben - und auch noch woanders - lebst. Aber das gehört um Leben dazu.

Ich denke, ich würde mich trotzdem von selbst melden bei den Eltern. Sehe es nicht als "hinterher rennen", sondern eher "das ist doof, aber ist so". Halte den Kontakt zu den Eltern, wie vorher auch. Bricht nicht den Kontakt hab, á la "wer den härteren Schädel hat". Es könnte irgendwann zu spät sein.
Das ist nur mein Gedanke dazu.

x 1 #9


Feuerschale
Bei manchen Eltern ist es so, dass das Zuhause von damals das Nest, das Zentrum ist.
Ist man dann draußen, ist es so wie "außerhalb der Weltscheibe, außerhalb des Möglichen" was dann tw wie aus den Augen aus dem Sinn wirkt.

Bei mir war es nicht unähnlich. Ich kam mir nur existent für meine Eltern vor, wenn ich in ihrer Matrix war.
Ist ja vermutlich nicht böse gemeint. Nur dass sie sich auf andere Lebweisen nicht sehr einstellen können und das selbst aufgebaute Leben nicht wirklich verstehen oder anerkennen- eher ignorieren, was natürlich tw etwas traurig ist.

Aber sie haben als Eltern ihren Job gemacht.
Dass Kinder sich tw anders entwickeln, als die Eltern und einen anderen Ort bewohnen oder eine andere Lebart leben, ist ja der Lauf der Welt. Und dass es dann auch sowas wie eine Abnabelung gibt.

Und Treffen geht dann nur in der gemeinsamen Schnittmenge, also dann in ihrer Welt.
Mich hatte das tw schon geärgert, weil ich was von Gleichheit im Sinn hatte, Entgegenkommen, oder dass die sich auch mal für meine Wohnung o ä interessieren. Aber war nicht so.

Sie KÖNNEN und konnten es wohl nicht.
Außerdem haben sie ja auch schon einiges gegeben in ihrem Leben, da ist es im Alter dann auch fair, wenn mal als "Kind" - erwachsenes Kind - entgegenkommt, denke ich, halt bis zu ner gewissen Schmerzgrenze.

#10


Gedeon
Vielleicht machen sich deine Eltern auch Gedanken, was sein wird, wenn sie mal älter werden, hilfebedürftig oder sogar pflegebedürftig.
Wenn beide Kinder dann nicht mehr in Ihrer Nähe wohnen, wer kümmert sich dann um die kleinen oder größeren Problemchen?
Mag sein, dass das deinen Eltern Sorgen bereitet. Allerdings dürfen sie es auch nicht als selbstverständlich erachten, dass die Kinder sich kümmern.
Und dann sind die Kinder undankbar oder ich weiß nicht was.....wenn sie sich nicht kümmern wollen oder nicht kümmern können.
Für die Generation meiner Eltern war es selbstverständlich und verpflichtend, sich um die alten Eltern zu kümmern.
Ohne wenn und aber.

x 1 #11


Cornelie
Es besteht auch einfach die Möglichkeit das sich deine Eltern erst einmal an die veränderte Situation gewöhnen müssen.

Sein Erwachsenen Kind in der Sichtnähe ( ich nenne es mal so)

Zu wissen ist etwas anderes als wenn sie weiter weg wohnen.

Wie dir beim Lesen bewusst wird.

Ich habe erwachsene Kinder

Eine zeitlang habe bei in der Nähe gewohnt

Und es war für alle okay. Sogar schön wenn sie nach der Arbeit. Oder dem Einkauf kurz reingeschneit sind.

Mein Sohn wohnt jetzt 1 Autostunde entfernt.
Die Umstellung war groß

Seine Umgebung ist eine andere. Wenn er erzählt kann ich manchmal nicht mehr folgen
Ob jetzt der super Bäcker oder der Gemüsehändler drei mal links um die Ecke war.
Sein Bekanntenkreis hat sich verändert...
Alles normale Dinge . Aber es viel mir oft schwer das auf die Reihe zu kriegen.

Ich hatte ja keinen Bezug.

Als er vor Ort wohnte kannte ich alle Freunde. / oft noch aus der Schulzeit.
Sie kamen auch immer mal eben vorbei

Ich kannte den Ort wo er arbeitete


Das alles ist auch für deine Eltern eine Umstellung.
Vielleicht haben sie einfach nur Probleme dir / gedanklich zu folgen.

Mir fiel es leichter als ich seine Bekannten kennengelernt habe/ auch mehrfach.
Da mal spazieren gegangen bin....

Ich halte es für möglich das sowas eine Rolle spielen könnte und das ihr eure Schnittstellen neu überdenken müsst

#12


A


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