Zitat von Flame:Ich darf mich glaub ich auch nicht mit Sabine vergleichen,habe ja einen ganz anderen Background.
Schon alleine, dass du das Kind deiner Eltern bist und wirklich geliebt wirst. Dein Problem ist nur, dass du dich nicht für liebenswert hälst. Und wenn DU DICH schon nicht toll finden kannst, kann das ja auch kein anderer. Denke, das ist dein Selbstwertproblem. Und letztlich haben wir alle damit zu kämpfen. Nur hat da jeder unterschiedliche Bewältigungsstrategien dafür. Du erniedrigst dich selbst, weil du dir eben diese Strategie angeeignet hast. Ein anderer muss den grossen Maxe spielen, um diese Gefühl gar nicht erst zuzulassen.
Alle Menschen streben nach Glück und Zufriedenheit. Nur, dieses ist alleine in uns selbst zu finden. Und selbst da bestehen Unterschiede, was Glück und Zufriedenheit für jeden bedeutet.
Man kann sich darüber bis zur Unendlichkeit den Kopf zerbrechen, was jetzt besser sein könnte, was nicht. Und was bedeutet das alles nur im Detail usw. Davon Kann man beinahe irre werden.
Akzeptanz, meine Liebe. Das ist es. Auch mal unsere weniger heroischen Befindlichkeiten und unsere Unzulänglichkeiten. Gut, auch diese Selbstunsicherheiten. Lass mal gut sein. Haben wir eben. Ist einfach so.
Meine sind mir jeden Tag bewusst. Und sie gehören zu mir. Manchmal fällt es mir leicht, sie zu akzeptieren, manchmal brauch ich meine ganze Energie um sie umzuprogrammieren, weil sie mir weh tun, mich auch quälen. Ist so, damit werde ich mich mein Leben lang auseinadersetzen müssen, damit es mir soweit gut geht. Und dieses Gutgehen ist meine alleinige Definition.
Ein anderer wäre mit meiner Einstellung nicht zufrieden. Aber, der andere ist nicht ich. Sabine ist nicht du. Sabine braucht wahrscheinlich deine Mutter, weil sie Sorgen hat. Auch ein gewisser Egoismus spielt da rein. Auch bei deiner Mutter. Ein Gebrauchwerden der anderen Art.
Gebrauchwerden wollen kann sehr egoistisch sein. Das spielt sich gerade bei dir auch ab. Wieder so eine Eigenschaft, mit der man nicht glänzen kann. Aber einen runterzieht. Man weiss es, aber es tut weh. Also akzeptiere auch deinen Egoismus. Damit ist er erkannt und kann analysiert werden. Usw. Willkommen in meiner Welt.
Und all dies, diese Akzeptieren unserer negativen Gefühlen, hin zum Analysieren derselben geben dir früher oder später ein Selbstwertgefühl. Denn wo es Schatten gibt, ist auch Licht.
Mir tut es gut, einem schlechten Bauchgefühl einen Namen zu geben. Vorher liegt das wie ein schwarzer Schatten auf mir drauf. Ist es dann nur Neid, Zorn, Wut, Egoismus, Hilflosigkeit usw., hat der Schatten einen Namen. Und damit kann ich umgehen. Selbstreflektion und Selbstanalyse ist zu einer Grundeinstellung meines Lebens geworden. Denn sonst würden mich meine Ängste weiter um den Verstand bringen.