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Alice321

Alice321
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Hi, ich studiere derzeit dual im öffentlichen Dienst und bin kurz vorm Ende es Studiums.
Aufgrund von Krankheit musste ich das Studium ein Jahr pausieren und bin nun wieder arbeiten in meinem Praxissemester.

Und ich muss ehrlich sagen, dass mich der Job mehr und mehr nervt. Dieses Arbeiten in einer Behörde ist einfach super mühsam und super viel Papierkram und unnötiger Bürokratie verbunden. Den Schichtdienst vertrage ich grundsätzlich gut, bin aber sehr schnell sehr müde in meinen freien Tagen, wodurch Freunde viel zu kurz kommen.
Und nur im Büro 9-5 finde ich aber auch total schlimm.

Das einzige was ich momentan mag ist die Sicherheit der Jobs und dass man privat Krankenversichert ist.

Wenn ich aber jetzt schon so frustriert/ unglücklich bin, würde es sich vielleicht noch lohnen was komplett neues zu machen?

Oder kommt diese Demotivation nicht nur vom Job sondern auch von meiner Psyche?
Hab angst das abzubrechen und dann ist es woanders genauso und ich steh mit leeren Händen da.

Wenn ich aber daran denke wie es in 10 Jahren ist, sehe ich mich in diesem Job überhaupt nicht mehr ehrlichgesagt.

Ich habe damals das duale Studium bewusst gewählt, weil ich Struktur wollte und angst hatte an einer normalen Uni nicht zurecht zu kommen.

Mittlerweile ist es so dass mir diese Struktur bzw. dieses gebunden sein total zu schaffen macht.

Meine Therapeutin jat den Verdacht auf ADHS. wenn sich der Verdacht bestätigt und ich medikamentös eingestellt werden würde, würde ich mich vielleicht auch leichter tun an einer normalen Uni zu sein.

Weil Potential und Intelligenz besitze ich, mir fällt es nur immer total schwer dran zu bleiben und mich aufzuraffen mit Dingen anzufangen.

Was denkt ihr?

• • 31.10.2026 #1


1 Antwort ↓

Z
Hey, ich kann deine Gedanken gut nachvollziehen. Ich habe vor längerer Zeit auch ein duales Studium im öffentlichen Dienst beendet... Es ist einfach so, dass der Job nun mal sehr viel aus Bürokratie etc. besteht.. wenn Du jetzt bereits denkst, dass das nichts für dich ist, würde ich den Gedanken sehr ernst nehmen.

Ich habe damals das Studium durchgezogen und sehr lange in einer Behörde gearbeitet. Es gibt da auch abwechslungsreiche und ganz interessante Aufgaben und wenn du Glück hast, auch nette Leute. Aber das ist ja in jedem Job so. Aber den Wunsch etwas anderes zu machen, habe ich nie ganz ablegen können...

Was das alles für Einfluss besonders auf meine Psyche genommen hat, kann ich nicht genau sagen. Ich hatte während des Studiums schlimme psychische Probleme und danach dann auch wieder. Ich weiß aber nicht, was wovon kam. Vielleicht wäre es in einem anderen Bereich gar nicht so aufgetreten und ich wäre glücklicher gewesen. Es hätte ja aber auch trotzdem zu den psychischen Problemen kommen können... Schwierig. Der Vorteil ist natürlich, dass man gerade bei Krankheit im öffentlichen Dienst gut versorgt ist, das kommt mir jetzt zu Gute..

Wenn ich nochmal entscheiden könnte, würde ich definitiv einen Beruf ergreifen der mich einigermaßen ausfüllt und zufrieden macht.

An Deiner Stelle, kurz vor Abschluss des Studiums, würde ich allerdings den Abschluss jetzt auch noch machen. Dann kannst Du danach schauen, wie du es angehen willst. Vielleicht ja auch ein wenig in den Job rein schnuppern und dich ggf. dann neu entscheiden, evtl auch mit den ADHS Medikamenten. Jetzt hinwerfen fänd ich zu schade für die ganze Arbeit, die Du schon investiert hast.

Alles Gute Dir!

• #2





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