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Las

Las
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Hat jemand Erfahrung mit so einer Konstellation?

Ich wohne noch zu Hause und bin ohne Geschwister aufgewachsen - und versuche die Situation für mich einzuordnen. Ich hatte hier schon mal einen Thread u.a. wegen emotionaler Parentifizierung. Vor einigen Monaten kam ich darauf, dass besonders in Krisenzeiten einige Kriterien von verdeckten Narzissmus auf meine Mutter zutreffen. Mich belastet die familiäre Situation - auch wenn ich es rein oberflächlich bzw. von außen betrachtet recht gut habe. Nette Eltern - Besitz - finanzieller Support. Aber irgendwie fehlt mir grundlegend die psychische Resilienz um in meinem Leben so richtig was zu Stande zu bringen. Ich habe weder Führerschein noch Ausbildung noch feste Arbeitsstelle. Und fühle mich wie eine lahme Schnecke, da mein Hang zu depressiver Stimmung / Nachdenklichkeit / Ängsten alles hemmt. Diese Woche ist meine gut 5 jährige Psychotherapie zuende gegangen und ich merke irgendwie dass viele „meiner“ (Verhaltens- / Denk-)Muster nicht unbedingt meine eigenen sind sondern eher familiären Ursprungs - wenn ihr versteht was ich meine.

Mir geht es hier weniger um Ratschläge - denn eigentlich weiß ich ja was wichtig für mich wäre. Es geht mir eher um Menschen mit ähnlichen Erfahrungen / Vorraussetzungen.
Wie war das bei euch?
Habt ihr es je geschafft euch von „zu Hause“ zu lösen? Falls ja, worin lag bei euch rückblickend die größte Hürde?

16.08.2026 x 2 #1


4 Antworten ↓

Abendschein
Ich habe ähnliches erlebt wie Du. ich kann nur sagen, mach all die Dinge, die Du machen möchtest. Es ist Dein Leben, nicht das Deiner Eltern, oder Geschwister, oder Freunde. Ich habe viel zu lange unter dem Scheffel meiner Mutter gestanden. Es war ihr Leben und sie hat mich dazu benutzt, nichts aus meinem Leben zu machen. Leider. Aber Heute bin ich groß und erwachsen und es ist nie zu spät, aber mit dem Alter wird es schwieriger. Mach was Du möchtest, warte nicht. Ich habe mein Leben und ich lasse mir von niemanden mehr etwas vorschreiben, wie ich zu leben habe.
Das kann ich Dir nur auf dem Weg geben. Ich habe in jungen Jahren, im Kindesalter meine Angst und Panikattacken
bekommen. Hinter denen konnte ich mich ersteinmal verstecken (Unbewußt), aber ich habe noch die Kurve bekommen. Heute bin ich sehr zufrieden mit meinem Leben. Aus mir ist doch noch was geworden 😂
Was ich jetzt so schnell dahin schreibe, ist lebenslange Arbeit an mir selber.

#2


A


Emotional abwesender Vater - überpräsente Mutter

x 3


Dunkelbunte
Zitat von Las:
Habt ihr es je geschafft euch von „zu Hause“ zu lösen? Falls ja, worin lag bei euch rückblickend die größte Hürde?

Ich war Einzelkind und nur mit Mutter. Vater unbekannt.
Mein Glück war, das Misshandlung und seelischer Missbrauch durch die Mutter (Narzisstin vor dem Herrn) stattfand und ich mich sehr früh räumlich löste.

Wie alt bist du denn jetzt?

Um eine eigene Identität zu entwickeln ist die Ablöse wichtig.

Der Preis dafür ist jede Konsequenz zu tragen und eine Mutter, die einem alles unter die Nase reibt, emotionelle Erpressung in Perfektion vollführt und du immer Undankbarkeit gesagt bekommst. Das lese ich jetzt schon raus.

Due Freiheit für deine Seele kommt als Belohnung erst in vielen Jahren.

#3


cats49
Ich kenne das nur zu gut.
War in vielen Punkten bei mir ähnlich.
Führerschein habe ich aber ansonsten nichts
erreicht im Leben.
Den Absprung,das Lösen von Zuhause habe ich nie
geschafft.
Das ich eine eigene Identität entwickle hat meine
Mutter erfolgreich verhindert.
Nächstes Jahr ist sie 20 Jahre tot aber das ändert nichts.
Das mit dem familiären Ursprung der Denk-/Verhaltensmuster,ja.
Auch das kenne ich nur zu gut.
Völlig undenkbar nicht in allem exakt die Ansichten meiner
Eltern zu teilen,so zu denken wie sie,alles immer genauso zu
machen wie sie es getan haben.

#4


Islandfan
Zitat von Las:
Mich belastet die familiäre Situation - auch wenn ich es rein oberflächlich bzw. von außen betrachtet recht gut habe. Nette Eltern - Besitz - finanzieller Support

War bei mir ähnlich, nach außen eine vorzeigbare Familie, mir wurde alles bezahlt, ich wurde bis vor 3 Jahren finanziell verwöhnt, aber ich wurde emotional vernachlässigt, wodurch ich dann psychisch krank wurde. Bis heute leide ich unter zum Teil Minderwertigkeitsgefühlen, dem Wunsch bestraft zu werden, weil ich nur so zum Teil etwas fühlen kann. Das ist nicht immer so, aber phasenweise. Mit meinem Vater war es rückblickend besser, auch wenn er oft abwesend war und im Grunde genommen auch unter meiner Mutter gelitten hat.
Ich habe mein Leben lang versucht mich zu distanzieren, habe immer wieder über Kontaktabbrüche nachgedacht, habe es aber nie geschafft. Meine Mutter hat mir viel angetan und mich oft abgewertet. Sie ist letzten Monat gestorben und darunter habe ich sehr gelitten, was eigentlich unerklärlich ist, aber irgendwie war sie mir doch wichtig. Es war ein lebenslanges Geliebt und Gewolltwerden, was ich kaum zu spüren bekam.
Mittlerweile ist es für mich okay nach ihrem Tod etwas Frieden in meine Vergangenheit zu bekommen, auch wenn die psychischen Symptome auch meinen Alltag zum Teil beeinflussen. Ich habe massive Verlustangst zb und das Gefühl, sich manchmal wertlos zu fühlen, ist auch anstrengend.

#5





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