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Zitat von Mandelbaum:
Nein, ich nehme es dir nicht übel!
Du bist sehr offen und reflektiert und das gefällt mir.
Wenn ich deine Ausführungen lese, dann stelle ich fest, dass meine Mutter deiner Mutter sehr ähnlich ist.
Es stimmt auch, dass meine Mutter nicht nur sehr, sondern extrem konservativ ist. Küche, Kinder, Kirche -
das ist ihre Welt.


Unsere Mütter sind wohl beide sehr dominant. Allerdings klammert meine nicht, dafür ist sie viel zu aktiv.
Sie ist nicht unbedingt konservativ, schon gar nicht, was Küche, Kinder und Kirche angeht, aber sie bildet sich sehr viel
auf ihren Intellekt ein und erhöht sich gerne.

Ich wünsche Dir jedenfalls, dass Du die für Dich richtigen Entscheidungen triffst und damit auch gut zurechtkommst.

10.11.2015 18:11 • #21


So was habe ich auch erleben müssen nach dem Tod meines Vaters. Mutter, Baujahr 1932, schlechte Schulbildung bedingt durch Kriegsjahre, klammerte nach dem Tod meines Vaters so stark das sich bei mir depressive Strukturen zeigten. Angstgefühle, Panikattacken sowie Schlaf-Störungen waren die Folge. Außerdem meinte Mutter meine Freizeit verplanen zu müssen. Die ewigen Schuldzuweisungen haben mich zu einem gebrochenen Mann werden lassen. Jobverlust, und das Ende meiner Ehe waren die Folgeerscheinungen. Ich hab mir Hilfe geholt, bin zur Reha gefahren und habe bis in die heutigen Zeit, sechs Jahre nach der Reha keinen Kontakt mehr zur Mutter aufgenommen. Heutzutage kann ich wieder Projekt- Arbeiten machen, der Job macht wieder Freude. Allerdings bis in die heutige Zeit bin ich nicht in der Lage mit der jetzt kranken Mutter Kontakt aufzunehmen.

08.01.2017 16:47 • #22



Alte Mutter klammert extrem

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Hallo, profototeam,
danke für Deine Nachricht. Ich war lange nicht mehr hier. Inzwischen ist bekannt, dass meine Mutter dement ist. War sie wahrscheinlich schon lange. Nun ist sie seit 3 Wochen endlich in Behandlung in der Klinik. Es war ein riesiger Kraftakt, sie überhaupt dorthin zu bekommen. Näheres möchte ich hier gar nicht berichten. Meine Mutter ist in ihren eigenen Augen natürlich überhaupt nicht krank, sondern alle anderen sind es. Ich werde mich dafür einsetzen, dass sie nach der Klinik in ein Heim kommt, denn ich kann die Pflege nicht übernehmen. Das würde mich psychisch und auch körperlich krank machen.

10.01.2017 23:42 • #23


Hallo,

ich finde ja, man sollte differenzieren.

Wenn die Eltern für ihre Kinder alles gegeben haben, sich aufgeopfert, verzichtet haben, nur damit es ihren Kindern an nichts mangelt, auch an Liebe nicht, dann ist man als Kind schon in der Pflicht, sich um seine Eltern zu kümmern. Natürlich nur im Bereich des Möglichen, zeitlich, oertlich und finanziell. Eben, was geht, sollte man schon versuchen zu tun.

Voraussetzung ist natürlich ein gutes Verhältnis untereinander. Wenn es das nie gegeben hat, sind ja o.g. Bedingungen eh nicht erfüllt.

Meine Mutter ist aehnlich euren Müttern, wie ihr sie hier beschrieben habt.

Ich bin bei meinen Großeltern aufgewachsen, sprich die meiste Zeit habe ich dort verbracht. Bin ja auch nur ein Zeltunfall und so hat sich meine brrrrr Mutter auch um mich gekümmert. Bis vor ca 1 Jahr habe ich oft versucht, auf sie zuzugehen, ihr Chancen gegeben, in der Hoffnung, sie hätte sich etwas geändert. No way.

Irgendwann im letzten Jahr trafen wir uns zufällig, sie zeterte gleich wieder los mit ihrem erhobenen Zeigefinger, sie hat immer Recht. Ich hab ihr dann kurz meine Meinung gesagt mit fester lauter Stimme, dann war Ruhe.

Seitdem hab ich sie nicht mehr gesehen, sie wohnt nebenan. Glaube auch, sie ist eingeschnappt, aber das ist mir schnurzpiepegal.

Sie sagte auch immer, sie geht in kein Heim. Und? Was will sie damit sagen? Dass ich mich um sie kümmern muss? Pffftt, entschuldigt, aber die Frau kann mich mal...kreuzweise.

Und danke an @Soraya für die super Tipps! Tolle Argumente!

Zum Glück bin ich nicht verpflichtet, Erbe wird ausgeschlagen und das wars.

Soll mein Bruder sich um sie kümmern, dem hat sie alles hinten rein geblasen, ist ja ein Wunschkind.

Und Freunde hat sie auch keine, hockt nur in ihrer Wohnung. Keine Aktivitäten nichts.

Noch ein Beispiel zum Schluss.

Sie hat noch eine Zwillingsschwester, die ganz anders ist, ein bisschen wie meine Ersatzmutter.

Sie haben im Oktober Geburtstag, meine Tante holt immer alles ran, Fresschen, Getränke etc. Sie schiesst das immer vor, obwohl sie wenig Geld hat. Sie findet es halt schön, wenn die Familie mal zusammen ist.

So, und meine Mutter:

Kommt, frisst, saeuft, labert die Leute dumm an. Geht.

Es kommt von ihr nichts, keine finanzielle Beteiligung, geschweige denn mal abwaschen oder aufräumen, garnichts. Seit dem letzten Mal ist sie nun ganz unten durch bei mir. Man muss sich wirklich für sie schämen.

Einen hab ich doch noch.

Meine Tante nahm sie mal mit zu einer Bekannten. Es gab Weinchen u.a.
Da meckert doch meine Mutter echt an dem Wein rum, der wäre ja so sauer und ob sie keinen anderen hätte. OMG! Wie peinlich.

Sry, so lang sollte es nicht werden.

LG

11.01.2017 01:24 • #24




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