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Hände in den Himmel

201820.02




Es war einer jener Nächte
Die Lippen blutig von Rotwein
Den Bettler gesehen
Mit seinen einsamen Augen.

Dir meine Jacke umgehängt
Wir gingen zurück
Gaben sie dem Bettler
Und waren nicht stolz drauf

Denn wir sind die wahren Bettler
Um Liebe Anerkennung Geborgenheit
Dem Bettler aber auf der Straße
Verweigern wir Respekt.

Er will nur überleben
Für diese eine Nacht
Und wir verschliessen die Augen
Nicht unser Problem.

Ein fremder Mann schlendert zu seinem Auto
Sorglos unbekümmert
Das elektronische Klicken der Zentralverriegelung
vermittelt ihm ein Gefühl von Sicherheit.

Nur die Tränen in seinen Augen
Er möchte sie abstreifen
Es gelingt nicht
Weil sie zu Eis gefroren sind.

Sie hatte sich zu seinen Füssen gewunden
Zuletzt und da wo es so kalt und bitter wurde
Hatte ihn zwei Jahre gekannt und nie ergründet
Und dann dieses kalte unbarmherzig verschlingende Loch.

Ich habe mich doch geändert
Und alles getan
Es war wie durch nebelferne Mauern
Wie wenn Schall unsichtbar bricht.

Der fremde Mann setzt sich in sein Auto
Als habe er keinen einzigen Ort
Da schmilzt das Eis in seinen Tränen
Er schlägt die Hände vor sein Gesicht.

Allen gewidmet - vor allem Narandia - very special thanks.
Danke an alle.

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