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Mir hat "somatic experience" sehr weiter geholfen. Nicht nur körperlich, auch im Kopf.
Wichtig:
Bitte fallt dabei NICHT auf irgendwelche Coaches rein. Das ist kein geschützter Begriff, daher darf jeder Depp "somatic experience" in sein Profil schreiben. Achtet drauf dass der/diejenige eine Ausbildung in dem Bereich hat. Da gibt's Zertifikate für. Ohne Zertifikat würde ich da nichts machen.
Meine Trainerin hatte sich zusätzlich auf traumasensibilität fortgebildet. Was durchaus hilfreich war, weil sie mir damit viel mehr sanftheit in die Stunden und auch in meinen Körper gebracht hat.
Ich habe zb auch durch mehrfach sport die woche etc da raus zu kommen, merkte aber nach dem Sport geht es mir jedes Mal schlechter.
Wenn ich mit meinem damaligen Therapeuten darüber gesprochen habe sagte dieser nur "ja das ist weil sie sich da rein steigern dass sie nen erhöhten puls haben beim sport".
Gefühlt traf dies aber nicht zu.
Dann kam ich zum traumasensiblen somatic experience. Kleine, ruhige Bewegungen, in sich rein hören was einem gerade gut tut und ob man mit der Bewegung in Resonanz geht oder ob sie einen Widerstand auslöst...
Und genau das war bei mir der Punkt. Immer bei "Sport" (es reichte joggen) zig sich alles immer mehr in mir zusammen.
Es dauerte bis ich das "warum" gefunden hatte.
Ich bin jahrelang schlecht mit meinem Körper umgegangen, weil ich ihn durch alle möglichen Alltags Situationen ("reiß dich mal zusammen...!") durch geprügelt habe, bis er zusammen geklappt ist.
Deswegen ist alles was ich körperlich mache, was ich "gegen meinen Willen" mache, sondern nur weil "alle sagen das musst du machen weil das gut ist", wie eine kleine Retraumatisierung ist.
Daher hilft mir alles was ruhig, langsam und achtsam ist.
Yin Yoga (normales Yoga ist schon wieder zuviel), Qi gong, sanftes faszien Training (nicht Rolle. Training.)...
Vielleicht hilft der Ansatz auch jemand anderem der merkt "also nee irgendwie klappt sport bei mir nicht" (und es nicht nur ein, zwei mal gemacht hat sondern über wochen und Monate beobachtet hat).
Und wichtig, vielleicht das wichtigste überhaupt:
DRAN BLEIBEN!
Es gibt keine schnelle Heilung von Ängsten, Depressionen und Co. Die ersten Wochen ist man immer der Meinung "mir hilft das nicht, das bringt nix".
Das kann man aber wirklich erst nach mehreren Malen bis Wochen beurteilen.
Ich dachte mir beim somatic experience nämlich auch am Anfang "ähm...und das bringt jetzt genau was? Ich merk nix."...weil ich eben auch son captain Ungeduld bin, der bei jeder Übung in sich rein hört ob es "denn jetzt endlich schon besser ist", statt meinen Körper einfach mal in Ruhe machen Und "heilen" zu lassen.