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37

S

Sily
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Hallo, meine Frage, sind hier auch Leute die es geschafft haben und einigermaßen gut Leben können. Ich meine, dass irgendwann die Schmerzen weniger geworden sind und die Angst vor schweren Krankheiten in Griff bekommen haben auch ohne Medikamente. Da bei mir kein AD wirkt und ich nur Erleichterung bekomme wenn ich hin und wieder eine Tavor nehme.
LG Sily

30.07.2018 #1


35 Antworten ↓
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Eduard
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Zitat von Martina88:
Nun habe ich eine Frage an Eduard. Wie hast du es erkannt dass es an deiner Beziehung liegt?

Ich habe es erst erkennen können als die Beziehung gescheitert war. Mit meinem Auszug in mein eigenen Leben waren alle Beschwerden verschwunden und nach einiger Zeit als die ganzen Emotionen wieder abgeklungen waren hatte ich einen klaren Blick auf das was eigentlich passiert war. Mit der gewonnen Distanz zu meiner für mich destruktiven Ehe konnte ich endlich klar sehen was passiert war und warum ich wie darauf körperlich reagiert habe. Natürlich ist auch das nicht angenehm mit seinen eigenen Scheitern konfrontiert zu werden, aber jetzt geht es mir gut. Ich denke mir mal das es schwer ist die eigene Situation als Ursache zu erkennen wenn man nicht die Alternative kennt. Beispiel ein Fisch im Aquarium wird sich vermutlich in seiner Situation recht wohl fühlen, er hat Futter immer warmes und frisches Wasser. Gleichzeitig kennt er aber die Alternative zu einem Leben in Freiheit nicht, wo es zwar mehr Probleme gibt, er aber im Gegenzug ein Art gerechtes Leben führen kann.
Nun die Frage, wie soll der Fisch nun erkennen das er sich eigentlich Unwohl fühlt aufgrund der Gefangenschaft wenn er die Alternative nicht kennt oder erlebt hat?

Zitat von Martina88:
Ich bin mittlerweile auch der Meinung dass viele mit meiner Ehe zusammen hängt, habe aber Angst mich davon zu lösen. Wir haben auch 2 kleine Kinder und eigentlich wünsche ich mir dass die in einer normalen Familie aufwachsen.

Kinder sollten kein Grund sein eine Beziehung zu führen. In der Steinzeit war es für Frauen mit Kinder durchaus eine Lebensgefährliche Situation ohne Mann zu leben, heute gibt es aber keine Probleme mehr. Dazu kommt noch das Kinder sehr sensibel sind und es mitbekommen wenn zwischen den Eltern etwas nicht stimmt. So klein diese Biester sind man darf ihre Fähigkeiten nicht unterschätzen, Kinder sind empfindsamer als die meisten Erwachsenen. Die Einstellung das du bereit bist dich für das Wohl der Kinder aufzuopfern und eine Beziehung zu führen in der du unglücklich bist ehrt dich zwar auf den ersten Blick, jedoch ist es nicht zum Wohle der Kinder wenn die Mutter sich selbst in eine Situation bringt in der sie leidet.

Ich habe ja auch zwei Töchter, 4 Jahre und 10 Jahre. Meine Frau und ich haben die Trennung an dem Punkt vollzogen als wir uns noch nicht als Feinde gegenüber standen. Klar gab es viele Verletzungen auf beiden Seiten, aber der Hass auf den anderen hat noch nicht die Kontrolle übernommen. So sind wir in der Lage uns trotz allem noch wie normale Eltern zu verhalten die ihre Kinder aus den eigenen Differenzen raus halten. Die Kinder werden also z.B niemals von uns erfahren das meine Frau mich betrogen hat und keiner redet über den anderen schlecht. So etwas geht natürlich nur wenn man den Ausstieg am richtigen Punkt schafft. Für die Kinder selbst ist es natürliche eine Veränderung, aber wenn man sich als Eltern richtig verhält und die Hilfe z.B einer Beratung in Anspruch nimmt muss es keine traumatische Veränderung sein. In diesem Zusammenhang ist es für kleine Kinder noch scheinbar leichter als für ältere.

Lange rede kurzer Unsinn. Gehe in dich hinein und lasse Emotionen und Gefühle mal weg um dich zu fragen wie du dich in deiner Beziehung überhaupt fühlst. Ich selbst habe das Gefühl von Gewohnheit und Angst vor Veränderungen auch als Liebe empfunden...

30.07.2018 14:45 • x 1 #31


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Gibt es Leute die es geschafft haben und gut Leben

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Eduard
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Zitat von Martina88:
Ich gratuliere dir herzlich dafür, dass du deine Angst besiegt hast und ein glücklicheres leben wieder führen kannst. Lg

Die Gratulation habe ich nicht verdient. Die Situation war eben so das ich keine Alternative mehr hatte diesen Weg einzuschreiten. Klar ich hatte auch vermutlich das erste mal richtig Angst vor dem Unbekannten und dachte auch es kann nicht gehen ich will das nicht, ich will keine Veränderung und schaffe das nicht... Aber ich kann dir versichern das Leben geht weiter. Es ist zwar ein anderes Leben aber es geht immer weiter.

Vielleicht solltest du deine Einstellung etwas ändern. Sehe dein Leben nicht als etwas schlechtes oder als Last, sehe es als Spiel mit vielen Mitspielern. In diesem Spiel kannst du gewinnen oder verlieren, aber egal ob du Sieger oder Verlierer bist die nächste Spielrunde hat schon begonnen. Wenn du das verinnerlicht hast, dann wird einiges leichter. Schaffe dir eine solide Basis auf die du dich verlassen kannst, z.B einen Rückzugsort an dem du dich wohlfühlst. Wenn dann wieder eine Niederlage kommt dann kannst du von dort aus das Spiel wieder neu beginnen. Ich habe die letzten Spielrunden einfach noch nicht begriffen das es ein Spiel ist und habe alles auf eine Karte gesetzt und alles verloren. Ein erzwungener Neustart aus dem ich lernen konnte diesen Fehler in den kommenden Spielrunden nicht zu wiederholen. Verinnerliche das Spielprinzip und du bist wirklich gelassener im Spiel des Lebens.

Zitat von Martina88:
Ach so, was ich vielleicht noch erwähnen sollte: mein Mann und ich haben uns vor 5 Jahren schon mal getrennt. Doch dann habe ich nach relativ kurze Zeit das Gefühl gehabt, dass es ein Fehler war und wollte ihn dann unbedingt zurück. Er mich ja irgendwie auch.

Ich trenne mich weil ich meinen Partner nicht verlieren will. Finde nun den Fehler im Satz Wink Ich gehe davon aus das eure Beziehung nicht die beste ist, sonst würde man sich nicht trennen wollen. Nach einer Trennung ist es aber auch so das man wie beim verliebt sein alles verschwommen und verzerrt zieht. Der Partner von dem man sich ja nicht grundlos getrennt hat ist plötzlich das wichtigste und einzige was man sich wünscht. Diese Gefühle hatte ich auch mehr als einmal und es sind miese und sehr starke Gefühle. Hier muss man seine Gefühle einfach mit seinem Verstand hinterfragen ob diese berechtigt und richtig sind. Oft ist es so das man hier einfach dem gewohnten nachtrauert einfach weil man es nicht anders kennt und wir Menschen sind Gewohnheitstiere die je nach Persönlichkeit Veränderungen mehr oder weniger schätzen.

Vielleicht wäre eine Paartherapie eine Idee wo ich beide mit fachlicher Anleitung mal über euch sprechen könnt, da es hier ja scheinbar Probleme auf beiden Seiten gibt... Zumindest wäre das eine Alternative bevor man eine Ehe einfach wegwirft und bevor ihr beide auch in die Situation kommt das der eine dem anderen keine Alternative zur Trennung mehr lässt.

30.07.2018 15:22 • x 1 #33


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SpeedySb2017
Ja gibt welche

Peppolino z.b hat es geschafft

#2


S
Ich hoffe, dass ich es auch schaffe, ich tu alles dafür, denn so will ich nicht leben
Lg Sily

#3


B
Hallöle, welche ADs hast du denn schon genommen? Ich hab auch immer solche Panikattacken, macht manchmal keinen Spaß mehr. Du musst nur an dich glauben, drück dir ganz fest den Daumen, das du es schaffst. LG

#4


E
ja, ich. ich nehme keine AD, hab ich auch nie und mir gehts gut. damit will ich nicht sagen, dass immer alles gut ist, aber ich führe ein ganz normales leben

#5


S
Zitat von Blacky2014:
Hallöle, welche ADs hast du denn schon genommen? Ich hab auch immer solche Panikattacken, macht manchmal keinen Spaß mehr. Du musst nur an dich glauben, drück dir ganz fest den Daumen, das du es schaffst. LG

Hallo, Duloxetin, Venlaflaxin, Milnacipran, Tianeurax momentan 15 mg Mirtazapin zu schlafen. Tavor hilft mir, aber ich nehme es nur im Notfall wegen der Abhängigkeit..
Die ersten 3 habe ich nicht vertragen, das Tianeurax hat nichts gebracht. LG Sily

#6


B
Ich nehm im Momemt 50 mg Sertralin und abends 15 mg Mirzatapin zum schlafen, hatte vorher versucht das Sertralin abzusetzen, ging aber nicht, die Panikattacken kamen wieder, begleitend mach ich eine Verhaltenstherapie. Will hoffen, das es irgendwann mal ohne AD geht. Vielleicht wäre so eine Therapie auch was für dich, hab mich auch erst nicht darauf einlassen wollen, vielleicht erfahr ich ja hier mehr, was in meinem Körper so vor sich geht. LG Blacky

#7


S
Ich habe nächsten Montag einen Termin beim Neurologen, werde ihn ansprechen wegen Sertralin oder was ähnliches. Psychotherapie hab ich angefangen, bis jetzt erst 4 Stunden gehabt. LG Sily

#8


Rudi
Hallo Sily,

Ja das gibt es .Ich habe es von ganz unten wieder nach oben geschafft. Zurück im Leben, die Freude am Leben ist wieder da. Es geht.

LG
Rudi

x 2 #9


A
Zitat von Rudi:
Hallo Sily,

Ja das gibt es .Ich habe es von ganz unten wieder nach oben geschafft. Zurück im Leben, die Freude am Leben ist wieder da. Es geht.

LG
Rudi


Kannst du mir/uns sagen,wielange das ungefähr gedauert hat? Danke! LG,Anny.

#10


Cessi
Mir gehts mittlerweile trotz Depressionen und Angst auch gut, ich führe ein normales, schönes Leben.

Damit will ich nicht sagen, dass immer alles gut ist. Auch ich habe noch schlechte Tage oder Phasen. Aber ich habe gelernt das zu akzeptieren und gelernt, dass mein Leben trotzdem ganz toll ist. - für mich ein sehr wichtiger Schritt in dem ganzen Prozess, "gut zu leben"

AD's hab ich nie dauerhaft genommen, mittlerweile gar nicht mehr.

x 5 #11


Rudi
Hallo Anny,
Es hat drei Jahre gedauert, aber dann ging es immer besser und schneller.

LG
Rudi

x 2 #12


aldia249
jap , ich auch..
ich lebe zufrieden mit meinen Defiziten

x 3 #13


S
Zitat von aldia249:
jap , ich auch..
ich lebe zufrieden mit meinen Defiziten

Hattest du auch Schmerzen, Schwindel u. s. w. Und nimmst du Medikamente LG Sily

#14


aldia249
Zitat von Sily:
Hattest du auch Schmerzen, Schwindel u. s. w. Und nimmst du Medikamente LG Sily

ich hatte psychosomatische Beschwerden mit dem Magen/Darm-Trakt, teilweise Schwindel in den ersten Jahren.. Im Vordergund stehen/standen bei mir aber eher die depressiven Zustände und spezifische Ängste z.B. Reiseangst
Ich nehme Valdoxan 25mg und Trimipramin

#15


A
Hatte jemand von euch mit psychosomatischer Übelkeit zu kämpfen und konnte diese überwinden? Über Antworten wäre ich echt dankbar!LG!

x 1 #16


monochrom
Hallo liebe Sily Freunde

Ich bin mittlerweile auch auf der glücklicheren Seite angekommen, auch wenn ich das damals nicht geglaubt hätte...
Damit will ich nicht sagen, dass ich jetzt gar keine Angst mehr habe, ganz im Gegenteil. Die Angst ist ein Teil von mir,
der sich immer und immer melden wird. Aber ich weiß, dass die Angst fast nur kommt, wenn ich zu viel Stress habe
oder sich etwas gravierend in meinem Leben ändert (neuer Job zB).

Ansonsten sind meine ganzen Wehwehchen, die ich sonst so hatte (Ziehen und Stechen überall am Körper, ständiger
Kopfschmerz, Übelkeit, Durchfall, Sodbrennen) weitestgehend verschwunden und melden sich nur in o.g. Situationen.
Dann allerdings nur noch über die Magen/Darm Geschichte.

Wie auch in meinem anderen Thread geschrieben hab ich Tage, an denen wirft mich zum Beispiel die Angst um meinen
Kater aus der Bahn. Da denke ich dann auch mehrere Tage "Sch... geht das jetzt wieder los?". Und dann schaffe ich es
doch wieder und denke "Das Leben geht weiter!".

Und Angst ist schließlich auch etwas Gutes, sie schützt uns ja auch. Womit wir umgehen lernen müssen ist die Art, wie
wir auf die Signale reagieren...

Alles Gute für dich und gib NIEMALS auf!
LG, mono Trost

x 1 #17

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dieRückfällige
Hallo Sily, habe auch wieder ein schönes Leben, aber auch bei mir hat es mehrere Jahre gedauert.
Ich war trotz aller Schwierigkeiten immer ein positiver Mensch und habe immer gehofft das bessere Zeiten für mich kommen werden,
auch wenn ich zwischendurch oft den Glauben daran verloren hatte.
Ich hatte auch meine Ängsten angenommen und habe mich ihnen gestellt.
Und meine Vergangenheit habe ich nach jahrelanger Therapie endlich als ein Teil meines Lebens angenommen, sie gehörte nun mal zu mir,
ich kann sie auch nicht ändern.
Habe dann aber kapiert dass ich auf meine Zukunft doch einen gewissen Einfluss haben kann. Ich musste nur den Mut haben sie anzugehen,
auch wenn es Rückschläge geben sollte, ja und die hat es ja auch gegeben.
Habe aber dadurch gelernt und es auch aktzeptiert dass man immer mal wieder hinfallen darf, aber jetzt nicht mehr liegen bleiben,
sondern die Kraft aufbringen und wieder aufstehen und weiter an deiner Zukunft mitzuwirken.
Ich habe zwar heute immer mal wieder Panikatacken, doch kann jetzt gut mit ihnen umgehen.
Und ich bin dadurch stärker geworden als ich es je war.

x 4 #18


S
Ja, hier.
In Bezug auf die Psyche.

Allerdings bin ich mittlerweile körperlich krank.

Aber psychisch habe ich es gut hingekommen.
3 Psychotherapien und 8 Jahre an mir gearbeitet.

x 1 #19


S
Vielen Dank für eure tollen Beiträge, freut mich sehr, dass ihr es geschafft habt. Ich bin momentan sehr verzweifelt, weil ich immer mehr Schmerzen und dazu noch den schrecklichen Schwindel habe.
@monochrom darf ich fragen wie du es geschafft hast und bist du auch Schmerzpatient?
LG Sily
Vielen vielen Dank

#20


A


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