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BellaM85
Hi!
Ich hab die Psyche auch ziemlich im Griff bekommen. Während der SS kamen zwar die Ängste nochmal hoch aber Angst vor gewissen Dingen haben Schwangere eh mehr, viele bilden sich deswegen auch mehr ein.
Ich hatte eine Zeit da ging es mir auch ziemlich beschissen ( wohl Jahre her) ich hatte mit Zwangsgedanken zu tun und wollte mich selbst schon "weg machen" weil ich dachte es passiert was schlimmes bei anderen durch mich verursacht dann!
Hab damals auch Medikamente genommen und Therapie gemacht hat super geholfen

Nur nie den Mut verlieren, es geht immer irgendwie.
Heute führe ich ein gutes Leben, bin auch ziemlich happy jeden Tag
Und das alles ohne Medikamente!
Ängste haben eh alle Menschen nur nicht jeder spricht da so offen drüber!

LG!

19.07.2018 23:32 • x 3 #21


monochrom
Zitat von Sily:
@monochrom darf ich fragen wie du es geschafft hast und bist du auch Schmerzpatient?


Schmerzpatient im Sinne von chronische Schmerzen, aber die meiste Zeit gehts gut. Bei mir hat sich ganz viel gebessert, seit die Ängste weniger wurden und ich weniger verspannt war.
Es war ja wirklich wie Teufelskreis, je mehr Angst desto mehr Verspannung, desto mehr Schmerzen, desto mehr Angst...

Und ich dachte damals wirklich, dass nichts mehr hilft und die Schmerzen nur noch schlimmer werden, aber es ist möglich wieder ein normales Leben zu führen

20.07.2018 13:03 • x 4 #22



Gibt es Leute die es geschafft haben und gut Leben

x 3


Mir hat geholfen, die Grenzen, welche von der Krankheit vorgegeben wurden, zu akzeptieren.
Was anderes ging nicht. Wenn zuweit gegangen, wurde ich immer kaputter, wenn gar nichts gemacht, war das Leben zu langweilig und dröge.
Inzwischen habe ich meinen Mittelweg gefunden, der für mich funktioniert. Von einem normalen Leben, zwar weit entfernt, aber für mich paßt es.

20.07.2018 13:18 • x 1 #23


Zitat von monochrom:

Schmerzpatient im Sinne von chronische Schmerzen, aber die meiste Zeit gehts gut. Bei mir hat sich ganz viel gebessert, seit die Ängste weniger wurden und ich weniger verspannt war.
Es war ja wirklich wie Teufelskreis, je mehr Angst desto mehr Verspannung, desto mehr Schmerzen, desto mehr Angst...

Und ich dachte damals wirklich, dass nichts mehr hilft und die Schmerzen nur noch schlimmer werden, aber es ist möglich wieder ein normales Leben zu führen

Hast du Medikamente genommen, bzw nimmst du noch welche und was hat dir am Besten geholfen?
LG Sily

20.07.2018 15:24 • #24


monochrom
Zitat von Sily:


Medis für den Kopf hab ich gänzlich abgelehnt. Ich hätte zu viel Angst davor. Die Beschwerden hab ich mit viel Wärme gelindert: Wärmekissen, Pferdesalbe, Baden... Magen/Darm hat mir täglich Iberogast und Rennie geholfen. An richtig schlechten Tagen halt mal ne halbe 400er Ibu. Mehr ging nicht weil Angst vor den Nebenwirkungen

23.07.2018 20:34 • x 1 #25


Hallo, es hängt von der Schwere der Erkrankung ab. Angstzustände hab ich z.B. längere Zeit in den Griff bekommen. Hab die Erfahrung gemacht, dass die Probleme oft wiederkommen. Es es is besser ein Lösung zu finden um mit der Krankheit zu leben. Psychiatrie tappt im großen und ganzen im Dunkeln. Ich habs z.B. leider nicht geschafft.

23.07.2018 22:17 • x 1 #26


koenig
Die Angst vor Krankheiten - das glaube ich - wird in meinem Leben immer wieder kommen. Sie war seit der Jugend immer mal da. Aber ich kann besser damit umgehen. Auslöser sind manchmal auch einfach nur andere Stressfaktoren, die Angst dann nur eine Ablenkung.

Ich habe nie Medis genommen, aber Therapien gemacht.

24.07.2018 06:34 • x 3 #27


Rudi
Hallo Sily,
Es hat drei Jahre gedauert.

25.07.2018 19:24 • x 1 #28


Ich habe es auch geschafft. Es ging im Prinzip über Nacht und hat alle meine Beschwerden betroffen wie Ängste, Zwänge, Ticks und Selbstverletzung.

Nachdem die Situation die es bei mir ausgelöst hat verschwunden war geht es mir gut, alles so wie es sein sollte. Wobei mir erst danach klar wurde was genau das ganze bei mir ausgelöst hat. In meinem Fall war es meine Beziehung, mit dem scheitern war alles gut. Vorher habe ich auch Jahre lang nach der Ursache gesucht.

25.07.2018 19:47 • x 1 #29


Hallo ihr lieben, ich kämpfe seit ein paar Monaten auch mit Angst und Panik und wünsche mir so sehr dass es mir besser geht. Ich habe mit einer Verhaltenstherapie angefangen und hoffe sehr dass diese mir weiterhilft.
Nun habe ich eine Frage an Eduard. Wie hast du es erkannt dass es an deiner Beziehung liegt?
Ich bin mittlerweile auch der Meinung dass viele mit meiner Ehe zusammen hängt, habe aber Angst mich davon zu lösen. Wir haben auch 2 kleine Kinder und eigentlich wünsche ich mir dass die in einer normalen Familie aufwachsen.
Lg und viel Kraft an alle.

29.07.2018 23:10 • #30


Zitat von Martina88:
Nun habe ich eine Frage an Eduard. Wie hast du es erkannt dass es an deiner Beziehung liegt?

Ich habe es erst erkennen können als die Beziehung gescheitert war. Mit meinem Auszug in mein eigenen Leben waren alle Beschwerden verschwunden und nach einiger Zeit als die ganzen Emotionen wieder abgeklungen waren hatte ich einen klaren Blick auf das was eigentlich passiert war. Mit der gewonnen Distanz zu meiner für mich destruktiven Ehe konnte ich endlich klar sehen was passiert war und warum ich wie darauf körperlich reagiert habe. Natürlich ist auch das nicht angenehm mit seinen eigenen Scheitern konfrontiert zu werden, aber jetzt geht es mir gut. Ich denke mir mal das es schwer ist die eigene Situation als Ursache zu erkennen wenn man nicht die Alternative kennt. Beispiel ein Fisch im Aquarium wird sich vermutlich in seiner Situation recht wohl fühlen, er hat Futter immer warmes und frisches Wasser. Gleichzeitig kennt er aber die Alternative zu einem Leben in Freiheit nicht, wo es zwar mehr Probleme gibt, er aber im Gegenzug ein Art gerechtes Leben führen kann.
Nun die Frage, wie soll der Fisch nun erkennen das er sich eigentlich Unwohl fühlt aufgrund der Gefangenschaft wenn er die Alternative nicht kennt oder erlebt hat?

Zitat von Martina88:
Ich bin mittlerweile auch der Meinung dass viele mit meiner Ehe zusammen hängt, habe aber Angst mich davon zu lösen. Wir haben auch 2 kleine Kinder und eigentlich wünsche ich mir dass die in einer normalen Familie aufwachsen.

Kinder sollten kein Grund sein eine Beziehung zu führen. In der Steinzeit war es für Frauen mit Kinder durchaus eine Lebensgefährliche Situation ohne Mann zu leben, heute gibt es aber keine Probleme mehr. Dazu kommt noch das Kinder sehr sensibel sind und es mitbekommen wenn zwischen den Eltern etwas nicht stimmt. So klein diese Biester sind man darf ihre Fähigkeiten nicht unterschätzen, Kinder sind empfindsamer als die meisten Erwachsenen. Die Einstellung das du bereit bist dich für das Wohl der Kinder aufzuopfern und eine Beziehung zu führen in der du unglücklich bist ehrt dich zwar auf den ersten Blick, jedoch ist es nicht zum Wohle der Kinder wenn die Mutter sich selbst in eine Situation bringt in der sie leidet.

Ich habe ja auch zwei Töchter, 4 Jahre und 10 Jahre. Meine Frau und ich haben die Trennung an dem Punkt vollzogen als wir uns noch nicht als Feinde gegenüber standen. Klar gab es viele Verletzungen auf beiden Seiten, aber der Hass auf den anderen hat noch nicht die Kontrolle übernommen. So sind wir in der Lage uns trotz allem noch wie normale Eltern zu verhalten die ihre Kinder aus den eigenen Differenzen raus halten. Die Kinder werden also z.B niemals von uns erfahren das meine Frau mich betrogen hat und keiner redet über den anderen schlecht. So etwas geht natürlich nur wenn man den Ausstieg am richtigen Punkt schafft. Für die Kinder selbst ist es natürliche eine Veränderung, aber wenn man sich als Eltern richtig verhält und die Hilfe z.B einer Beratung in Anspruch nimmt muss es keine traumatische Veränderung sein. In diesem Zusammenhang ist es für kleine Kinder noch scheinbar leichter als für ältere.

Lange rede kurzer Unsinn. Gehe in dich hinein und lasse Emotionen und Gefühle mal weg um dich zu fragen wie du dich in deiner Beziehung überhaupt fühlst. Ich selbst habe das Gefühl von Gewohnheit und Angst vor Veränderungen auch als Liebe empfunden...

30.07.2018 14:45 • x 1 #31


Hallo Eduard, ich Danke dir herzlich für deine Antwort. Du hast vollkommen recht wenn du sagst, dass die Kinder eigentlich alles merken/spüren, selbst wenn man es versucht zu vertuschen. Es ist auch eine große belastung für mich, dass die beiden ( 2 Söhne,2 u. 3. J) mich manchmal so erleben. Und da ist auf jeden Fall viel dran was Angst vor Veränderung angeht. Schätze ich muss mal wirklich in mich hineinhorchen. Diese Angst, Panik und gedankenkarussel machen es einem echt schwer. Ich gratuliere dir herzlich dafür, dass du deine Angst besiegt hast und ein glücklicheres leben wieder führen kannst. Lg
Ach so, was ich vielleicht noch erwähnen sollte: mein Mann und ich haben uns vor 5 Jahren schon mal getrennt. Doch dann habe ich nach relativ kurze Zeit das Gefühl gehabt, dass es ein Fehler war und wollte ihn dann unbedingt zurück. Er mich ja irgendwie auch. Deswegen bin ich glaube ich noch mehr hin und hergerissen.

30.07.2018 14:58 • #32


Zitat von Martina88:
Ich gratuliere dir herzlich dafür, dass du deine Angst besiegt hast und ein glücklicheres leben wieder führen kannst. Lg

Die Gratulation habe ich nicht verdient. Die Situation war eben so das ich keine Alternative mehr hatte diesen Weg einzuschreiten. Klar ich hatte auch vermutlich das erste mal richtig Angst vor dem Unbekannten und dachte auch es kann nicht gehen ich will das nicht, ich will keine Veränderung und schaffe das nicht... Aber ich kann dir versichern das Leben geht weiter. Es ist zwar ein anderes Leben aber es geht immer weiter.

Vielleicht solltest du deine Einstellung etwas ändern. Sehe dein Leben nicht als etwas schlechtes oder als Last, sehe es als Spiel mit vielen Mitspielern. In diesem Spiel kannst du gewinnen oder verlieren, aber egal ob du Sieger oder Verlierer bist die nächste Spielrunde hat schon begonnen. Wenn du das verinnerlicht hast, dann wird einiges leichter. Schaffe dir eine solide Basis auf die du dich verlassen kannst, z.B einen Rückzugsort an dem du dich wohlfühlst. Wenn dann wieder eine Niederlage kommt dann kannst du von dort aus das Spiel wieder neu beginnen. Ich habe die letzten Spielrunden einfach noch nicht begriffen das es ein Spiel ist und habe alles auf eine Karte gesetzt und alles verloren. Ein erzwungener Neustart aus dem ich lernen konnte diesen Fehler in den kommenden Spielrunden nicht zu wiederholen. Verinnerliche das Spielprinzip und du bist wirklich gelassener im Spiel des Lebens.

Zitat von Martina88:
Ach so, was ich vielleicht noch erwähnen sollte: mein Mann und ich haben uns vor 5 Jahren schon mal getrennt. Doch dann habe ich nach relativ kurze Zeit das Gefühl gehabt, dass es ein Fehler war und wollte ihn dann unbedingt zurück. Er mich ja irgendwie auch.

Ich trenne mich weil ich meinen Partner nicht verlieren will. Finde nun den Fehler im Satz Ich gehe davon aus das eure Beziehung nicht die beste ist, sonst würde man sich nicht trennen wollen. Nach einer Trennung ist es aber auch so das man wie beim verliebt sein alles verschwommen und verzerrt zieht. Der Partner von dem man sich ja nicht grundlos getrennt hat ist plötzlich das wichtigste und einzige was man sich wünscht. Diese Gefühle hatte ich auch mehr als einmal und es sind miese und sehr starke Gefühle. Hier muss man seine Gefühle einfach mit seinem Verstand hinterfragen ob diese berechtigt und richtig sind. Oft ist es so das man hier einfach dem gewohnten nachtrauert einfach weil man es nicht anders kennt und wir Menschen sind Gewohnheitstiere die je nach Persönlichkeit Veränderungen mehr oder weniger schätzen.

Vielleicht wäre eine Paartherapie eine Idee wo ich beide mit fachlicher Anleitung mal über euch sprechen könnt, da es hier ja scheinbar Probleme auf beiden Seiten gibt... Zumindest wäre das eine Alternative bevor man eine Ehe einfach wegwirft und bevor ihr beide auch in die Situation kommt das der eine dem anderen keine Alternative zur Trennung mehr lässt.

30.07.2018 15:22 • x 1 #33


Ja eine ehetherapie haben wir mal begonnen, allerdings hält mein Mann nichts davon, wenn es nach ihm geht weiß er sowieso nicht warum es in mir so brodelt oder warum es mir so geht. Er ist ein rein rationaler Mensch. Zur Zeit beneide ich ihn sehr dafür. Was ich in letzter Zeit so bei mir selbst erkenne ist, dass ich kaum noch weiß was mir wirklich Freude bereitet, was mir Spaß macht. Es ist alles irgendwie gleich.

30.07.2018 15:33 • #34


Zitat von Martina88:
wenn es nach ihm geht weiß er sowieso nicht warum es in mir so brodelt oder warum es mir so geht. Er ist ein rein rationaler Mensch.

Rationalität und Gleichgültigkeit liegen dicht beieinander... Sofern deinem Mann dein Wohlbefinden wichtig ist würde er diese Maßnahmen ernst nehmen da er ja selbst Interesse am Bestand der Beziehung haben sollte. Und vor allem sollte er bemüht sein das es dir auch gut geht.

30.07.2018 15:36 • x 1 #35


Das ist wohl wahr. Jedenfalls möchte ich mal wieder lernen mehr Freude am Leben zu haben. Ich hoffe das gelingt mir, mit oder ohne meinen Mann. Letztendlich kann er nicht das einzige in meinem Leben sein.

30.07.2018 17:07 • #36



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