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Feuerschale

Feuerschale
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Hallo,

ich hatte kürzlich einen Ansatz gelesen, wo es darum geht, sich innerlich "auszurichten" -
was einen erholsamen Effekt hat, was einen auch mit sich selbst mehr verbindet oder mit wichtigem.

https://projekte-leicht-gemacht.de/blog...nt/dramma/

Es nennt sich DRAMMA

D-(etachement) - sich von Pflichten, Arbeit, Getriebenem eine Weile distanzieren
R (elaxation) - sich entspannen, körperlich, emotional, mental
A-(utonomy) - etwas selbst bestimmtes, autonomes, kreatives o ä tun
M -(astery)- etwas lernen, sich entwickeln, neue Ergebnisse, ggf. mehr Selbstwert erleben
M -(eaning) - eine sinnvolle Ausrichtung
A -(ffiliation) - unterstützende Gemeinschaft haben und leben, Teil von etwas sein, mit dem man sich verbunden fühlt

Ich wollte jetzt mal die Punkte beleuchten - was mache ich für welchen Punkt - ist es wirksam - wo braucht es noch Ideen?

Und wer möchte, kann sich gerne auch beteiligen 👍

also Feuerschales Dramma - Stand heute

D - Distanz kann ich erleben durch Atemtechniken, Natur beobachten, spazieren, Körperscan.
Es wirkt teilweise, manchmal bräuchte es einen deutlicheren Cut oder auch etwas aktives, was ausfüllt, denk ich
nicht so gutes Skill: rauchen. oder: am Körper rumfriemeln, was dann ausfüllt/ablenkt.

R- Entspannung geht bei mir oft über Körperscan- Dehnübungen, Atem ggf. , manchmal schreiben, manchmal Austausch, wenn es denn wertemäßig passt. oft auch reizarme Dinge. schlafen.

A- mir ist schon lieber, wenn ich den Tag frei habe und wenig feste Sachen. Ich denke nur oft, ich mache sehr oft nichts.
Was auch ok ist. manchmal denke ich, könnte ich nicht die Zeit mehr nutzen? Aber was mir einfällt sind oft Dinge, die andere tun. Wenn ich sie selber tue, hab ich gemerkt, sie geben mir nichts. Sodass ich sie dann nicht mehr autonom tue. und als erstes war da das Experiment - ich erfülle die Formen von anderen. Kopiere, weil- vielleicht bringts ja was.
Hätte es mir gefallen, könnte ich es autonom wieder einbauen 🤔

M- in letzter Zeit hab ich mich oft überwunden, was zu kochen oder backen. Was mit den Händen zu tun, ein Prozess, ein Ergebnis. Es fällt mir in der depressiven Lethargie oft schwer. Aber die Male wo ich es getan hatte, war ich jetzt auch ganz froh darum. So Sachen wie im Haushalt was reparieren oder sauber machen machen mir eher kein gutes Gefühl. also das Erleben oder Selbstwert ist danach eher, joah endlich gemacht aber määäääh ich will auf die Couch oder so. Ich denke da gäbe es noch Raum irgendwie, etwas zu entwickeln, zu lernen, zu erleben, was in einer guten oder neutralen Zone ist. Der Zugang dazu, was reizt mich, fordert mich raus, fällt mir eher schwer.

M- Bedeutung, Sinn - fällt mir ganz ganz schwer irgendwie. Oft sind es eher so kleinere Dinge, basale Dinge.
wie - Tagesstruktur, was liegt an, das durchziehen. was essen. Auszeiten. Katze.
Ich habe auch Werte, die mir vielleicht gar nicht immer bewusst sind. Oder eine Art Verwurzelung z B mit dem Leben/Sein an sich. Aber dass ich das tagtäglich ansteuere, bewusst hab, fokussiere, eher nicht. Da würde ich mir noch mehr Deutlichkeit wünschen. Über das was ist mir wirklich wichtig, hat Sinn und Bedeutung. Und über die geübte gelebte Verbindung dazu.

A - Gemeinschaft, ggf. sinnstiftend. auch ganz schwierig für mich. Familie. stellenweise ja, stellenweise sehe ich es kritisch. da wo Familie sinnlose Einschränkungen auflegt. Oder Erwachsene noch wie Kinder behandelt, beschneidet.
Nachbarn, Kontakt ist eher lose. .Kollegen. zwischen lose und ab und an auch mal tiefergehende Gespräche.
Am ehesten hatte ich so ein Gefühl mal bei Seminaren wo es "um was eingemachtes ging". wo die Leute ihre Masken ablegten. oder in SHGs. Oder in der Gemeinde. da war dann so eine Art Fokus und Haltung, die verband und die sich für mich stellenweise dann auch gut und verbindend anfühlte. Bei vielen Gruppen und Veranstaltungen fühle ich mich unverbunden, befremdet, eher wie ein Alien. ich brauche mehr so das ruhigere, besonnenere, tiefergehende wenn möglich.

30.05.2026 x 5 #1


7 Antworten ↓

Greta__
Tolles Thema, genau zur rechten Zeit. 😊

Ich werde beobachten und vielleicht schaff ich es mich auch damit zu beschäftigen.

x 3 #2


A


Erholung, inneres Gleichgewicht- die DRAMMA Methode

x 3


Feuerschale
Ich merke, dass es mir heute nicht so gut geht, und dann ist auch schneller die Neigung da zu Drama und nicht zu Dramma.Also Fokus auf das negative, was geht schief, was funktioniert nicht.
Oder auch beliebt: die Täter - Opfer - Retter- Verfolger Spirale.
Aber das ist Drama und kein Dramma.

Weil Dramma halt mehr ist, bei sich zu sein, aus sich selbst zu schöpfen...oder mit was anderem verbunden zu sein,
etwas essentiellerem.

Ich denke, dass ich meine Verbindung so oft verloren hatte oder sie als unsicher und schwammig, nicht belegbar galt, dass ich dann oft auch zu Abhängigkeiten geneigt habe oder zu so Zwangskreiseln oder nur das Schauspiel von Ängsten und Depression vor Augen hatte. Ich komme ja aus einem abhängigen Umfeld und habe selber stark co abhängig reagiert. (Als Kind ohne Wahl- heute muss ich mir klar machen, dass ich da kein Opfer bin, sondern versuchen kann, etwas autonomes mir aufzubauen, einen Schutzkokon und etwas, was meine Werte vertritt).

Ebenso wurde meine eigene Wahrnehmung, also die "gerade Wahrnehmung" oder mein subjektives Sein oder Autonomie ja null bestätigt oder sogar offensiv angegangen. D H ich konnte mir das nur heimlich erhalten, ohne große Verstärkung und Feedback und tw nur aus Geschichten und Phantasien, was andererseits dann auch den Realitätsverlust fördert.Die "Realität" also das System um mich rum spiegelte mir was total schräges, und das was ich mir zur Not erhalten hab, ist ggf. unfundiert, unsicher, unklar und kann sich nicht mit der Realität verbinden, die daran kein Interesse hatte. Umso mehr enttäuschte Erfahrungen hatte ich, wenn ich auf etwas inneres baute oder auf mich, Wahrnehmung ect....Heute sind aber keine Menschen mehre unbedingt erforderlich dazu, in der Kindrolle und Wahrnehmung war dies anders. Und bei erlebtem Bindungstrauma blieb auch die Entwicklung weitestgehend stecken, fand ich aber inakzeptabel und war immer auf der Suche nach Therapie, Selbsthilfe.

Heute ist es nicht alles schwarz weiß.
Ich habe selber all zu viele Features, die schräg sind, die zu Abhängigkeiten, Süchten neigen, Gedanken und Aggressionen aus einer Innenwelt, erlebtem und Unsicherheit.

ABER - ich mache es nicht und versuche bewusst, das mit dem DRAMMA durchzuziehen, bzw auf die Genesung einen Schwerpunkt zu legen, auch wenn das ganze wirre auch da ist.

1.) Loslassen - eben war ich kurz auf der Terrasse....mein Kopf war eher voll, es war eher Anspannung da.
Hab versucht mich auf meinen Atem und Körperwahrnehmung zu konzentrieren, so wie wir das auch im Focusing gemacht haben. Erstmal nur wahrnehmen. Den Kopf mal eine Weile auf Aus- Pause "komm später wieder".

2.) Entspannung - naja so halbwegs. Drumrum war eigentlich alles gut, Sonne, eher ruhig, freie Zeit.
Hab das umfeld beobachtet und gesehen dass etwas zu reparieren ist, das hat mir etwas geholfen abzuschalten also mehr in das Hier und Jetzt zu kommen. In dem Text zum Dramma steht auch das Entspannung nichte still sein und nichts tun sein muss....sondern wenn sich da iwas zusammenbraut....dann etwas tun, wsa einen in eine neutralere Zone bringt.
Also kann ja auch Werkelei sein oder spazieren oder joggen o ä.

3) Autonomie - hier ist es glaub ich andersrum wie oben mit aktiv/passiv. Ich denke Autonomie müssten immer die großen Aktionen mit Paukenschlag sein. Das große Drama quasi...und ein lautes ICH - WILL.
In der Fokussing Therapie hatte ich aber gelernt, dass Autonomie auch nur ein Reinhorchen sein kann. Wo und wie fühlt sich ein Thema an (Wahrnehmung, Körperempfindung, eigene).
Und dann ggf. die Frage- was sagt es und was braucht es.
Ein Zuhören, eine Zuwendung, ein rausfinden - was ist los da im Inneren.

4) etwas lernen oder bewältigen - Für mich ist das in dem Fall auch das Aushalten....dass da so ne Art Gebundenheit ist, dass die Stimmen die fern von mir sind "so laut" sind....ich bewältige aber, dass ich mich dem zuneige, zuhöre...ggf. rausfinde was ich brauche oder was los ist. Diese Schritte ab Schritt 4 sind in meiner Konstellation so schwierig. Weil mir eben dieses bestärktsein fehlt, dieses Angebunden sein, dieses - meine Wahrheit ist auch wichtig und ich habe teil.
Vermutlich ist es so eine Art Nachbeelterung - mich einbeziehen, zuhören, das war ich in meinem realen Umfeld nie erlebt hatte oder eher das Gegenteil. Vernachlässigung und unnatürliche Einwirkung.

5) Bedeutung/Sinn- ja so schwer für mich...entweder sind es so kleine Dinge. Ich lebe meinen Tag, gestalte den Tag,
mache mir was gutes zu essen.
Es hat aber auch für mich Bedeutung und Sinn, mit meiner "natürlichen Wahrheit" in Kontakt zu kommen. Egal ob sie laut ist oder leise. Egal ob deutlich und hervorgehoben oder mitten im Sturm und fast untergehend.

6) Verbundenheit - das Bild "der anderen" ist da wieder dass man eine Gruppe an Menschen hat mit denen man verbunden und vertraut ist oder chilled und lacht und sowas. Was ja durchaus auch nett und erfüllend sein kann.
Aber Verbundenheit, und das ist glaub ich meine erste Baustelle - möchte ich erstmal zu mir, Umfeld, hier und jetzt, wahrnehmen, Natürlichkeit erleben.

Es gibt ja so Ratgeber wenn man auf Arbeit Stress hat oder einem alles zu nahe geht, soll man sich auf die wichtigen Dinge konzentrieren. Aber da war meine Verbindung unterbrochen und so war ich ein Fähnchen im Wind bei allem Stress der vor sich geht. Oder war unsicher und verängstigt, weil keine Verbindung zum inneren da ist, keine innere Sicherheit.

Mit einer inneren Sicherheit, einer Art Anker, kann man vieles anders bewerten oder auch Distanz herstellen oder sich abwenden.Und ich denke, diese Erfahrungen müssen oft und wiederholt werden.
Eigentlich sind sie auch fast der Start dafür, sich in diesen Prozess einzulassen (ruhig innehalten, loslassen), was etwas widersprüchlich ist. Ich starte also quasi eher unruhig, eher blind, eher unverbunden, in der Hoffnung, dass die Verbindung entsteht und sich erweitert. Das ist meine innere Absicht und zu verlieren hab ich ja im Grunde nichts.

x 3 #3


Greta__
Du kannst wundervoll formulieren. Ich erkenne mich in so vielen deiner Worte wieder. Danke das du das teilst.

x 3 #4


Feuerschale
Zitat von Greta__:
Ich erkenne mich in so vielen deiner Worte wieder. Danke das du das teilst.

gerne 🙂

#5


Feuerschale
Heute hab ich irgendwie einen anderen Zugang.

1)Ablösen....erstmal von den Gedanken ablassen und im Körper und Emotion ankommen....wahrnehmen.

2)Entspannung - über Körper, z B Anspannen Entspannen oder über den Atem....oder etwas erdendes tun

3) Autonomie - in die Bauch und Herzregion hineinfühlen....schauen ob da Impulse sind...dem Raum geben.
Erinnert mich auch an das Focusing, was ich in Therapie länger gemacht hatte.

4) "Mastership" - in Richtung ich bin nicht ausgeliefert und ich kann Stress regulieren

5) "Meaning" - der Zugang fällt mir noch schwer. Ich denke dann immer es hat was mit einem gedachten
Konzept zu tun oder einem großen Sinn....vielleicht kann es auch nur sein "ich bin da"
(wahrnehmend, fühlend, in der jetzigen Zeit und am jetzigen Ort)
Und ich kann vertrauen, wenn ich meinen Fokus auf den Körper setze

6) Zugehörigkeit/Verbundenheit - da hadere ich auch noch mit oder weiß nicht genau wo und wie.
Denke da oft an soziales und Gruppenzugehörigkeit und das hab ich eher nicht. In der Hinsicht bin
ich zwischen überfordert, oft lustlos oder ohne Interesse, in vielen Dingen war ich da eher Außenseiterin.
Bzgl. meiner heutigen Erfahrung und weg vom Kopf und von Konzepten und sozialen Definitionen.... 🤔
ist es dann z Zt für mich eher sowas wie eine basale Verbundenheit....Geist, Körper, Umwelt, Emotionen, Energien...Unterscheidung fehlt mir glaub ich noch teilweise....denn wenn ich "alles aufnehme" oder
"auf allen Hochzeiten tanze" bin ich nur verwirrt und überfordert und nicht alles tut gut.

x 2 #6


Feuerschale
Neuere Situation, Thema mit Blick auf Enge/Angst, Starre und Entscheidung statt Ohnmacht....

1) Ablösen....Blick abwenden. Körper bewegen, Spielraum nutzen, vor allem körperlich. Energie vom Kopf/Ängsten in den Körper bringen mit Bewegungen, die als sicher empfunden werden

2) Entspannung - Körperpartien bewusst werden, ggf. leicht anspannen und dann deutlich loslassen....ggf. auch Atem einbeziehen mit Fokus auf ausatmen

3) Autonomie....ich kann etwas Raum greifendes tun....z B bewusst weit atmen, die Arme breiter vom Körper wegstrecken....gehen mit Fokus auf Schwung nach vorne o ä...breiter hinstellen. den Blick lösen und in verschiedene Richtungen steuern.

4) Meistern, bewältigen.....handeln und Skills ausprobieren, wirklich machen, ich kann mich entscheiden...TUN

5) Meaning....ich setze den Fokus im Hier und Jetzt....ich setze einen Fokus für die nächsten Handlungen, die nächsten Minuten. ggf. setze ich einen Fokus für die nächsten Stunden....und habe Zeiten von Ruhe, Erleben ohne Fremdtaktung.
Ich lasse mich nicht hängen (im Sinne von Ohnmacht, Nachlässigkeit, keine Verantwortung) sondern versuche, den guten Raum zu erweitern/zu erhalten. Ich stärke den Glauben, dass ich das kann.

6) Affiliation.... Bezug zu meinem Körper, meinen Emotionen, im Jetzt....mein Bewusstsein hat die Wahl, womit es sich verbindet.

x 2 #7


Sprotte
Das klingt sehr gut und du kannst es auch gut beschreiben - lese gern mit . Grüße aus Kiel.

x 2 #8





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