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cube_melon

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Zitat von Black Sheep:
Die Gedanken drehen sich meist um Sachen denen ich ausgeliefert bin, die ich nicht steuern kann, gegen die ich mich nicht wehren kann.

Dein Unterbewusstsein versucht dich vor Schaden zu bewahren. Ob das realistisch betrachtet wahr ist oder nicht ist auf deine Frage bezogen irrelevant. Das Unterbewusstsein lebt in einer anderen Realität als das Bewusstsein. Das Unterbewusstsein möchte dich schützen und drängt sich zu reagieren. Das nimmst Du als Gedanken wahr. Wenn du dann die Realität deines Unterbewusstseins mit den Gedanken deines Bewusstseins bestätigst, kommt der finale Angstschub.
Morgens nehme ich immer leichte Angst beim Aufwachen wahr. Dann kommen Gedanken entsprechend dem wie weit ich noch mit der Realität des Unterbewusstseins eingenebeld bin. Entsprechend starkt fällt dann das Abdriften der Gedanken in die negative Richtung aus. Das Erste was ich morgens tue, ist mich in das Hier und Jetzt zu versetzen. Ansonsten lösen die Gedanken noch weit schlimmere Angstzustände oder gar Panikattacken aus.

18.11.2016 23:21 • #21


Black Sheep

Black Sheep


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Zitat:
Sorry Black Sheep, aber wenn es dir darum geht, anderen zu helfen, dann ist dies ein falscher Ansatz.


Da du ja schon früher Sachen von mir gelesen hast müsstest du den besagten Satz doch verstehen, ich besuche dieses Forum nur um mir selbst zu helfen....das habe ich früher oft genug geschrieben, wenn andere damit was anfangen können.....um so besser

Wenn ich schreibe es geht um dich, nicht um mich, ist damit gemeint das es in diesem Thema nicht um meine Probleme geht......es geht darum das jeder etwas über sich selbst schreibt, jeder etwas preisgibt, und es teilt damit wir zusammen, zielführend nach Lösungen suchen können.

Allerdings sehe ich das jetzt schon fast als gescheitert an.

Wie gesagt, die Tragödie meines Lebens, keiner versteht mich...

18.11.2016 23:37 • #22


Hotin

Hotin


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Hallo Black Sheep,

danke für Deine Antwort.

Zitat:
welcher Gedanke treibt dich an hier zu schreiben


Nachdem ich vor etwa 30 Jahren das Gefühl hatte, meine Ängste besser zu verstehen, habe ich versucht sie auch
schwächer zu machen. Es hat einige Jahre gedauert, bis ich verstanden hatte, wie ich das schaffe.
Mein halbes Leben habe ich damit verbracht, in meiner Freizeit herauszufinden, wie das mit den Ängsten funktioniert.
Nur durch meine Ehrlichkeit und den Versuch, im Alltag möglichst fair zu spielen,
kam ich ständig mit Menschen in Gespräche, in denen es fast immer um eins ging.
Das Thema Nr. 1 "Wie gehe ich mit meiner Angst um."
Hier schreibe ich weil, und so lange ich das Gefühl habe, dass jemand etwas mit meiner Meinung anfangen kann.
Noch versuche ich bessere Beispiel und Erklärungsmodelle zu finden, damit
Angststörungen zunächst schneller verstanden und danach aufgelöst werden können.
Zitat:
deine starke oder deine schwache Seite, die gute oder die böse


Da ich im Leben fast immer helfen wollte (mir selbst ist es mal viele Jahre psychisch sehr schlecht gegangen) sehe ich
das helfen als eine starke Seite von mir an.
Lebensziele sind für mich Fairness, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit und vor allem nicht auf Kosten anderer Vorteile zu erreichen
und mein Lebensglück darin zu finden anderen etwas wegzunehmen, sondern etwas mit ihnen zu teilen und zu tauschen.

Da Menschen ständig meine Fairness und Gutmütigkeit als Schwäche ansehen und mich häufig versuchen zu übervorteilen,
bin ich sehr auf Lügen und Betrug sensibilisiert.
Heute kann ich mich auch ganz gut dagegen wehren, früher leider schlecht.

Eine böse Seite glaube ich nicht zu haben. Aber ich habe auch kaum eine gute Seite.
Ich bin Mensch, mit allen Stärken und Schwächen, Träumen und Sehnsüchten.
Meine, vermutlich selbst geschaffene Ersatzbefriedigung ist es, immer für Gerechtigkeit einzutreten, wo ich gerade bin.
So habe ich meinem Leben selbst einen Sinn gegeben. Einen Sinn, der mich verflixt viel Kraft, Geld und sehr viel Zeit
gekostet hat. Nachahmung nicht unbedingt zu empfehlen.
Zitat:
wie triffst du die Entscheidung was du den Leuten Schreibst....was passiert in deinem Kopf?


Dies ist sehr, sehr einfach. Ich rufe einfach aus meinem Unterbewusstsein fertige Textbausteine ab, Wissen,von dem ich
überzeugt bin, und was in der Vergangenheit von den anderen als gut und hilfreich bezeichnet wurde.
Ich glaube immer daran, dass ich das Beste aus meinem derzeitigen Wissen weitergebe. Sehr viele Menschen erzählten
mir wie sehr ihnen das eine oder andere geholfen hat.
Ständig versuche ich mein Wissen zu verbessern. Dies ist eine Triebfeder für mich, auch hier zu schreiben. Ich behaupte,
es wird nur wenige Menschen geben, die besser verstehen, wie das in der Praxis mit der Angst funktioniert.
Aber wenn Du etwas nicht verstehen solltest, dann liegt es wahrscheinlich oft daran das ich es immer noch nicht gut
genug beschreiben kann.
Ich werde nach weiteren Erklärungen suchen und ich werde sie finden.

Ist das eine Antwort für Dich?

Grüß

Bernhard

18.11.2016 23:44 • x 1 #23


Black Sheep

Black Sheep


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Zitat von Hotin:
Ist das eine Antwort für Dich?


Für mich persönlich, der beste Beitrag den ich von dir gelesen habe, und daraus ergeben sich für mich auch neue Fragen, Begriffe über die man reden sollte, die Abneigung gegen Lügen, der Gerechtigkeitssinn...das ist es was mich so interessiert, geht es uns allen so, wo sind die Gemeinsamkeiten, und bei was unterscheiden wir uns....

Danke für deinen ausführlichen Beitrag

19.11.2016 00:01 • x 1 #24


Black Sheep

Black Sheep


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Hey Cube

Vielen Dank für deine Beiträge, ich bin mir nicht sicher ob du wirklich geschrieben hast wie das Denken bei dir funktioniert, du hast mich ein bisschen schwindlig geschrieben, aber ich finde es gut das du mal was über dich geschrieben hast, ich konnte dich schon fast durch die Zeilen sehen...

19.11.2016 00:10 • #25


Cati

Cati


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Hallo Black Sheep,

auf jeden Fall verhält sich die ängstliche Seite in mir recht kindlich.
' Ich will nicht, ich mag nicht, keine Lust, ich hab Angst, mag da nicht hingehen ', wie
ein ängstliches, trotziges Kind.

Die andere Seite verhält sich ' erwachsen, vernünftig, rational '...

19.11.2016 00:40 • #26


Cati

Cati


10023
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Black Sheep, du fragtest ja, was macht man mit dieser ängstlichen, kindlichen
Seite ?

Im Moment würde ich dieser kindlichen Seite in mir am liebsten sagen, " Werd
endlich erwachsen. "

19.11.2016 07:48 • #27


Cati

Cati


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Ja, ich glaube, das sollte ich tun.

Ich sollte der ängstlichen, kindlichen Seite in mir sagen, " Schau dich doch an.
Wie du da in deiner Ecke sitzt und vor allem Angst hast. Möchtest du dein Leben
so verbringen ? Macht dich das glücklich ? Ich diskutiere und streite mit dir nicht
länger rum. Bleib da sitzen oder wag dich endlich raus. Werd erwachsen."

19.11.2016 08:28 • #28


Black Sheep

Black Sheep


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Zitat von Cati:
Ja, ich glaube, das sollte ich tun.

Ich sollte der ängstlichen, kindlichen Seite in mir sagen, " Schau dich doch an.
Wie du da in deiner Ecke sitzt und vor allem Angst hast. Möchtest du dein Leben
so verbringen ? Macht dich das glücklich ? Ich diskutiere und streite mit dir nicht
länger rum. Bleib da sitzen oder wag dich endlich raus. Werd erwachsen."


Guten Morgen Cati

Ja genau das könnte man machen....allerdings bei näherer Betrachtung, mache ich das schon ein Leben lang, ich übergehe diese kindliche Seite - ein Indianer kennt kein Schmerz -, irgendwie sage ich dieser Seite immer wieder sie soll sich nicht so haben - steh auf und tu es einfach -

Bei meiner kleinen Tochter regele ich das völlig anders, wenn sie Angst hat tröste ich sie, erkläre ihr warum sie keine Angst haben braucht, zeige ihr den Weg, das wovor sie sich fürchtet besser kennenzulernen damit die Angst vergeht...

19.11.2016 08:57 • #29


Cati

Cati


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Ja, natürlich, Black Sheep, bei deiner kleinen Tochter reagierst du ganz anders.
Sie weiß ja auch noch nicht soviel von der Welt.

Aber meine kindliche ängstliche Seite weiß, daβ ihre Ängste übertrieben sind und
sie weiß, daβ es nicht möglich ist, sich vor dem Leben zu verstecken.
Und totzdem denkt meine kindliche Seite offenbar, " Wenn ich mir die Bettdecke
über den Kopf ziehe, und einfach nichts mache, kann mir nichts geschehen. "
Das kann man mal machen. Das Problem ist nur, irgendwann muss man
unter der Bettdecke wieder rauskommen.
Je länger man sich drunter versteckt, umso schwerer überwindet man sich, da
wieder rauszukommen.

19.11.2016 09:33 • x 1 #30


hereingeschneit


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Zitat von Black Sheep:
Wenn ich schreibe es geht um dich, nicht um mich, ist damit gemeint das es in diesem Thema nicht um meine Probleme geht......es geht darum das jeder etwas über sich selbst schreibt, jeder etwas preisgibt, und es teilt damit wir zusammen, zielführend nach Lösungen suchen können.

Thema denken:
Ich lese: es geht um dich, nicht um mich = für mich Trigger Wut steigt hoch.
meine Gedanken: Boooh, was ist denn das für einer. So ein A. Das haben wir gerne. Man soll sein Innerstes erzählen und selbst will man nix preisgeben. Der kann mich mal. Mit mir nicht.
Nach ner Weile: Hey Moment, das ist doch Black Sheep, den kennste doch. Der hat das sicherlich nur doof formuliert. Setz dich mal mit dem Thema genauer auseinander, was will er denn eigentlich wirklich? Ok, ganz versteh ich es nicht, aber ein bisschen was fällt mir schon ein, vielleicht kann er was damit anfangen, schreib ich mal.
Würde ich dich nicht kennen, hätte ich bestimmt nicht geschrieben.
Zitat von Black Sheep:
.es geht darum das jeder etwas über sich selbst schreibt, jeder etwas preisgibt, und es teilt damit wir zusammen, zielführend nach Lösungen suchen können.

Das ist jetzt nur ein gut gemeinter Tip von mir. Wenn dich ein Thema beschäftigt und du darüber reden willst, dann mach ruhig einen Thread auf, das ist gut und richtig, aber bleib dabei bei dir. Die anderen machen sowieso was sie wollen, denen kann man nix vorschreiben.
Das würde in etwa bedeuten: Hey Leute, mich beschäftigt grad das Thema Denken. Bei mir schwirren die und die Gedanken rum, wie seht ihr das, wie denkt ihr? Habt ihr auch so zwei Streithammel?........
So wie du es formulierst habe ich immer den Eindruck, du willst im Hintergrund sein, aber mehr oder weniger die Leute aushorchen. Vielleicht formulierst du es auch so, weil es unbewusst so ist, du es dir aber nicht eingestehen willst. Kannst ja mal darüber nachdenken. (Es war nicht nur hier so, ist mir schon öfters aufgefallen)

Zum Thema kindliche Seite:
Warum soll diese Seite erwachsen sein? Diese Seite will einfach das erfahren, was Kinder erfahren sollte. Liebe, angenommen werden, sein dürfen, wie man ist. Versucht doch mal sie so zu behandeln, wie ihr denkt, dass es richtig wäre, wenn es wirklich um ein Kind geht, das euch um Hilfe.... bittet. Das seid ihr, seid nicht so streng mit euch, aber konsequent und belohnend.

19.11.2016 09:56 • x 1 #31


Black Sheep

Black Sheep


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Zitat von Cati:
Ja, natürlich, Black Sheep, bei deiner kleinen Tochter reagierst du ganz anders.
Sie weiß ja auch noch nicht soviel von der Welt.


Genau das ist es worauf ich hinaus will, haben wir uns den die Mühe gemacht der Kindlichen Seite die Welt zu zeigen, die Welt zu erklären, haben wir sie an die Hand genommen, und ihr geholfen die Angst vorm Leben zu überwinden...

Vielleicht wurde im Lauf der Jahre die harte Seite in uns immer härter....einfach weil sie das musste um das Leben zu bestreiten, im Gegenzug wurde die ängstliche Seite immer ängstlicher weil ihr immer gesagt wurde - Augen zu und durch -

...Ein Kommunikationsproblem

19.11.2016 10:00 • #32


Cati

Cati


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Ja, Black Sheep, so könnte es sein.

Mir fehlt ja sowieso in vielen Dingen die gesunde Mitte.
Ich springe zwischen den Extremen.
So vielleicht auch in diesem Bereich.

19.11.2016 10:05 • #33


Black Sheep

Black Sheep


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Zitat von hereingeschneit:
So wie du es formulierst habe ich immer den Eindruck, du willst im Hintergrund sein, aber mehr oder weniger die Leute aushorchen. Vielleicht formulierst du es auch so, weil es unbewusst so ist, du es dir aber nicht eingestehen willst.


Zitat von Black Sheep:
….für mich selbst, ist das Denken die Wurzel allen Übels, der Auslöser der Ängste, und aller Symptome mit denen ich mich rumschlage, aber wie denkt man eigentlich, ich tue das schon lange, und oft, habe mich aber nie gefragt ob ich es richtig mache oder ob andere Menschen das genauso machen.

Bei mir ist denken, als ob ich mir selbst eine Geschichte erzähle, es ist wie ein Zwiegespräch zwischen zwei Seiten die ich in mir trage, die eine Seite ist sehr ängstlich, traut sich überhaupt nichts zu, ist ständig am nörgeln, ich kann dies nicht, und das andere erst recht nicht, das sollte man nicht tun, das ist gegen die Regeln, das geht gar nicht….

Diese Seite möchte mich immer zum sicheren Stillstand meines Lebens bewegen, wer nichts mehr tut dem kann auch nichts Schlechtes passieren, das einzige was diese Seite nicht fürchtet ist der tot….den sie fürchtet sich vorm Leben.

Die andere Seite in mir ist zum Glück völlig anders, sie wiederspricht der ängstlichen Seite permanent, sie traut sich alles zu, reißt mich von der Couch, und schubst mich ins Leben, sie bringt mich jeden Morgen auf die Arbeit, und hat auch dafür gesorgt das ich mich meinen Ängsten stelle, sie hilft mir die Symptome zu akzeptieren…..lässt das Verschwinden was die ängstliche Seite erschafft.

Allerdings hat auch diese Seite so ihre Nachteile, sie ist oft wütend, unversöhnlich, egoistisch, und hasst Ungerechtigkeit.

Manchmal stellen sich diese beiden Seiten auch anders dar, dann ist es eher wie gut und böse, wobei die Ängstliche Seite den Part der guten mitfühlenden Seite Übernimmt….oft Päpstlicher als der Papst selbst, die Starke Seite dagegen ist für jeden auch noch so verbotenen Spaß zu haben.

Zwischen diesen beiden Seiten sitzt irgendwo mein Bewusstsein, und muss ungezählte Male am Tag entscheiden welcher Seite ich nun Glauben schenke.

Wenn ich abgelenkt bin, oder arbeite, oder mich auf eine Sache konzentrieren kann, gibt es keine zwei Seiten…..dann ist alles irgendwie Mitte.

Es gäbe bestimmt noch viel dazu zu sagen, aber das soll ja ein Erfahrungsaustausch werden....


Danke.....das du mir mein Leben erklärst

19.11.2016 10:28 • #34


hereingeschneit


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Ich denke gerade, ich sollte nicht schreiben, wenn ich getriggert werde, das schwingt wohl in meinen Antworten mit und ich blende vieles Wichtige aus. Überhaupt sollte ich mehr meinen Gefühlen vertrauen und das was ich als Zeichen deute.

19.11.2016 11:27 • x 1 #35


cube_melon

cube_melon


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Zitat von Black Sheep:
du hast mich ein bisschen schwindlig geschrieben,

Ach und ich habe mich aber wirklich kurz gehalten *lach* /scherz.

Ich kann dir versichern, dass es bei mir nahezu so abläuft wie ich es beschreibe.

Über das Leben stelle ich mir so gut wie keine Fragen mehr. Mein Focus liegt auf der Lebensfreude.
Was ich verändern kann verändere ich. Ansonsten ist das eine Mischung aus Kompromiss und Rückzug. Ich gehe meinen Weg. Wenn es sein muss alleine.

Ich denke, dass ich grob verstanden habe worum es dir geht. Aber dieses Denken, bzw. die Gedanken nach denen Du fragst, habe ich in der Form so gut wie nicht mehr.

Vor 10 Jahren wäre das anders gewesen. Aber daran denke ich nicht mehr. Bewusst zählt für mich das Hier und Jetzt, ein wenig die Zukunft. Von der Vergangenheit nur die positiven Dinge.
Es bringt mich nicht mehr vorwärts über die Vergangenheit zu senielen. Auch ist meine bieherige Geschichte für andere denkbar ungeeignet. Ich kenne Menschen die schlimmeres mitgemacht haben als ich. Andere die weniger erleben mussten. Wie stark ein Mensch emotional leidet ist keinesfalls im Verhältnis 1-1 zu seiner Geschichte festzusetzen. So kann es passieren, das ein Mensch der leidet denkt er hat, auf Grund seiner "harmlosen" Geschichte, nicht das Recht zu klagen und sich zurückzieht.

19.11.2016 14:30 • #36


Maro


Zitat von Black Sheep:
...Ein Kommunikationsproblem


Exakt. Und das geht so. Man erzählt etwas über sich, sagt klar und deutlich: ich bin so und so, ich will das und das und dieses und jenes ist mir absolut unwichtig. Und was bekommt man als Antwort? Nein, du bist nicht so, du machst dir und uns was vor und in Wahrheit hast du genau davor Angst, wovon du behauptest, dass es dir unwichtig sei. Mit anderen Worten: es wird einem nicht nur ein anderes Wertekonzept mit verbaler Gewalt aufgezwungen, sondern obendrauf auch noch versucht den Schreiber als Betrüger hinzustellen. So war das seit meinen ersten Beiträgen auf diesem Board. Kann man unter diesen Umständen kommunizieren? Nein!

19.11.2016 18:26 • #37


hereingeschneit


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Meine Gedanken zu Maros Beitrag.
Hm, irgendwie bezieht sich das hier jetzt auf mich. Hat er Recht? Teilweise. Ich habe in Black Sheep wohl Sachen hineininterpretiert, die vielleicht nicht stimmen. Aber andererseits wollte er wissen, was wir denken und genau das habe ich geschrieben. Ich habe geschrieben, dass bei mir erst das Gefühl kommt und dann die Gedanken. Ich habe geschrieben, was ich fühle und welche Gedanken dann gekommen sind. War halt speziell auf ihn bezogen dennoch sind es meine Gedanken. Eigentlich ist das genau das, was er wollte.
Bezieht sich nur nicht speziell auf Angst oder Depression, aber vielleicht dennoch interessant.

Deshalb denke ich nun, ich hatte das Gefühl ihn verletzt zu haben und das war absolut nicht in meiner Absicht. Ich habe daher mein Geschiebenes unter die Lupe genommen und kann zwar verstehen, dass es falsch ankommen kann, aber wenn man sich Mühe gibt oder näher hinschaut, dann kann man viel daraus entnehmen, ganz speziell für dieses Thema Denken. Das liegt aber nicht in meiner Hand und diese Entscheidung trifft jeder für sich selbst.
Somit kann ich dies für mich wieder mit einem guten Gefühl abschließen und meine Gedanken werden wieder still. Die Neugier, was hier geschrieben wird, wird auf ein normales Mass reduziert.

19.11.2016 19:04 • x 1 #38


Hotin

Hotin


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@ Marao

Natürlich geht es bei Angststörungen immer auch vor allem um Kommunikationsprobleme.
Zitat:
Mit anderen Worten: es wird einem nicht nur ein anderes Wertekonzept mit verbaler Gewalt aufgezwungen,


Das ist etwa so, wie Du es sagst. Nur mit einem kleinen, aber entscheidenden Unterschied. Aufgezwungen wird Dir
hier im Forum wenig. Es wird jedoch erwartet, dass Du die Respekt-Regeln beachtest.
Wenn Dir das zu viel ist, dann musst Du nicht hier schreiben.
Schreibe doch in einem anderen Forum, welches Deine Ansichten akzeptiert.
Wer im Kirchenchor singen will, der darf nicht davon ausgehen, dass er die anderen dazu bringt demnächst Volkslieder zu singen.
Zitat:
sondern obendrauf auch noch versucht den Schreiber als Betrüger hinzustellen.


Dafür hast Du doch bestimmt Beispiele, wo das so war.
Zitat:
Kann man unter diesen Umständen kommunizieren? Nein!


Wenn Du Dich fragst, ob Du unter diesen Voraussetzungen eine für Dich
angenehme Kommunikation aufbauen kannst, wirst Du Recht haben.

Allerdings, jeder der anwesend ist, kommuniziert etwas, auch wenn er nichts sagt.
Somit finde ich, alles was man tut, oder nicht tut, ist Kommunikation.

Bernhard

19.11.2016 19:08 • x 1 #39


MissPanicRoom


Denken ist der Fluß des Lebens...wollen wir dagegen ankämpfen...entsteht ein Strudel...gegen den Strom...die Tiefe bestimmen wir selbst...den Inhalt machen unsere Erfahrungen...und die Emotionen sind der Spiegel dafür...

19.11.2016 21:01 • x 1 #40




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