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201823.02




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Hallo zusammen.
Da mir so ein ähnlicher Text ziemlich aus der Patsche geholfen hat hoffe ich mit diesem mindestens jemandem helfen zu können :-)

Das ganze fing bei mir mit etwa 23 Jahren an. Ich war schon immer etwas ein Angsthase aber hab mich dann meistens doch irgendwie durchgekämpft.

Als ich etwa 21 Jahre alt war wurde meine Mutter krank. Am Anfang hiess es noch es ist ein gutartiger Tumor welcher einfach entfernt werden kann.
Etwa ein Jahr später kam der Krebs allerdings zurück und das mit voller Wucht. Von der Diagnose bis zum Ende waren es glaube ich etwa 4 Monate.

Ich wollte es irgendwie nicht wahr haben und hab es total verdrängt.

Jedenfalls hatte ich in der Zeit der zweiten Diagnose meine erste Panickattacke am Montag Morgen auf der Baustelle. Mit der Ambulanz ins Krankenhaus und durchgecheckt Da ich am Wochenende noch eine grosse Party mitorganisiert und dazu noch ordentlich mitgefeiert hatte, dachte ich erst es sei einfach eine Auswirkung des Wochenendes.
Als ich dann regelmässig Panickattacken hatte wurde mir klar dass muss was anderes sein.
Ich hatte sie beim Einkaufen, im Kino, im Restaurant etc.
Einfach überall mit grossen Menschenmengen oder wenn ich eingesperrt war zB im Tunnel, im Lift oder im Stau.
Es war als wäre ich Zuhause gefangen da ich nirgendwo mehr hinkonnte.
Bei der Arbeit klappte es meistens ohne, doch musste ich das Problem irgendwie in den Griff bekommen.

Mir wurde bald bewusst dass ich durch den Tod meiner Mutter total Angst vor dem Tod hatte.

Der Hausarzt stellte einen zu hohen Blutdruck fest und verschrieb mir Medikamente. Später stellte sich nach mehreren 24h Messungen heraus dass der Blutdruck nur beim Arzt so ausschlug und ich eigentlich Gesund war.
Nachdem ich wirklich kurz vor dem Aufgeben war und mich schon fast mit dem Zustand abgefunden hatte, probierte ich es noch mit einem Psychiater.
Fazit: Keine Depressionen, alles gut nur eine Angststörung aber erst mal Antidepressiva verschreiben das soll helfen.

Diese Aussage und die Tatsache dass mich meine damalige Freundin verliess (wer will schon einen Freund der sich beim gemeinsamen Essen im Restaurant auf der Toilette verstecken muss zusammen sein?)bewegte mich aber dazu die Sache selbst in die Hand zu nehmen.
Es kann doch nicht sein dass ich diese Probleme nicht selber lösen kann.
Ich durchforschte das Netz nach Leuten mit dem gleichen Problem
.
Die angebliche Lösung: KONFRONTATION

Klingt einfach ist aber eine grosse Sache doch es funktiioniert!

Ich ging Einkaufen wenn der Laden am vollsten war, teilweise nur für eine Flasche Wasser.
Ich machte alleine Spaziergänge und ging wieder ins Kino mit Freunden.
Das war teilweise schon sehr hart mit Schweissausbrüchen und allem was dazugehört. Mann muss es einfach durchziehen, der Angst nicht nachgeben und bleiben.
Was kann passieren? Genau... nichts!
Im allerschlimmsten Fall klappt man zusammen (ist mir nie passiert und ich habe auch von niemenadem gelesen dem das passiert ist) aber dann hat es ja sicher genug Leute die einem helfen ;-)
Es klappte immer besser bis ich nach etwa 2 Jahren sagen konnte ich habs geschafft.

Das ganze mit der Konfrontation ging dann aber noch viel weiter im positiven Sinne.
Ich schreibe den Text gerade irgendwo hoch über den USA zwischen Los Angeles und Houston aus einem Flugzeug das dazu gesagt gerade ziemlich durch Turbulenzen geschüttelt wird was mich ein zufriedenes Lächeln kostet. Ich bin hier alleine in den Ferien für 5 Wochen ohne viel zu planen, schlafe bei Leuten auf der Couch die ich nicht kenne (Couchsurfing) und erkunde grosse Städte und die Natur voll mit Pumas und Klapperschlangen. Hätte mir das damals Jemand gesagt hätte ich ihn ausgelacht.

Ich kann tatsächlich sagen all die Panickattacken bzw die Überwindung waren positiv für mein weiteres Leben.
Ich habe praktisch vor nichts mehr Angst und geniesse mein Leben in vollen Zügen und das wünsche ich all den Leuten die unter Panickattacken leiden und diesen Text lesen.

Geht raus und stellt euch der Angst es lohnt sich!

Noch was :)
Ich hatte auch Panickattacken in Zügen und habe noch bevor ich ganz "geheilt" war mit der Ausbildung zum Lokführer begonnen und bin auch seit nun 3 Jahren im Beruf tätig. Das hätte ich mir damals nie vorstellen können.

Auf das Thema antworten
Danke11xDanke


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nrw
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  24.02.2018 17:36  
Ich versuche es auch gerade mit Konfrontation und muss sagen, es geht mir schon viel besser. Ich hab zwar noch Baustellen, aber die schaffe ich auch noch. Lg. Tommilu



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  24.02.2018 18:51  
Daumen hoch...ich finde auch, man muss sich selber am Schopf packen....wenn man das hinkriegt.

Das mit der Konfrontation krieg ich allerdings bei meinem Problem, übersteigerte, dramatisierte Existenzangst nicht angewandt



907
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nrw
166
  24.02.2018 18:55  
Aber man kann seine negativen Gedanken in positive umwandeln. Das hat mir geholfen bei meiner angst vor Krankheiten

Danke2xDanke


309
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  24.02.2018 19:29  
? da bin ich glaub noch nicht so weit, ich krieg das grad echt nicht hin. Wie soll das bloß gehen



907
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nrw
166
  24.02.2018 20:12  
Nimmst du denn Medikamente oder bist du in therapie?



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  24.02.2018 20:15  
Nein, ich bin kein Freund von Medikamenten. Betäuben und lösen das Problem nicht. Ich möchte gerne eine Gesprächstherapie machen. Ich will an die wurzel des Übels



907
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nrw
166
  24.02.2018 20:26  
Ich nehme auch nix. Will da so wieder raus



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  24.02.2018 20:29  
Ich habe vor Jahren mal Medikamente genommen. Was zum Schlafen, weil ich nicht mehr durchschlafen konnte. Das war okay, denn Schlaf ist wichtig. Aber das andere hat mich zu einem zombie gemacht



907
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nrw
166
  24.02.2018 21:32  
Ich hatte mal mirtazapin zum schlafen. Da krieg ich wahn
Vorstellungen von


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