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Frische_Brise
Mitglied

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„Hallo zusammen,
nach 30 Jahren, in denen ich hauptsächlich für andere ‚funktioniert‘ habe, befinde ich mich gerade in einem spannenden Umbruch. Ich lerne zum ersten Mal, meine Energie nicht mehr nur im Außen zu investieren, sondern bei mir selbst anzufangen.
Ein wichtiger Teil davon ist meine radikale Umstellung auf bewusste, frische Ernährung. Früher gab es oft nur Fertiggerichte zwischen Tür und Angel – heute genieße ich es, mir Zeit für gesundes Kochen zu nehmen. Es fühlt sich an wie ein tägliches Versprechen an mich selbst: ‚Ich bin es mir wert.‘
Parallel dazu suche ich nach einer
neuen Qualität in der Kommunikation. Mein Motto lautet: ‚Ich vertraue mir, du vertraust mir – Mensch zu Mensch auf Augenhöhe.‘ Ich möchte weg von oberflächlichem Drama und Menschen, die in ihrer Opferrolle feststecken. Ich suche den Austausch mit Menschen, die ebenfalls Verantwortung für ihr Wohlbefinden übernehmen – sei es durch Ernährung, Achtsamkeit oder klare Grenzen. Ich bin Natur und Tierverbunden.
Wie schafft ihr es, diese neue Achtsamkeit im Alltag (vielleicht auch im Job) beizubehalten? Und habt ihr vielleicht tolle Impulse für eine Ernährung, die nicht nur den Körper, sondern auch die Seele nährt?
Ich freue mich auf einen wertvollen Austausch!
Herzliche Grüße,
Frische_Brise

13.02.2026 x 1 #1


6 Antworten ↓


Kruemel_68
@Frische_Brise Hallo Frische Brise, das ist ja ein sehr spannender und lohnender Weg, den Du da eingeschlagen hast. Finde ich super!

Ich bin tatsächlich zu einem Richtungswechsel durch meine Angststörung "gewzungen" worden. Ich war mein leben lang eine brave Tochter, ein braves Mitglied dieser Gesellschaft, ein braves Mädchen, eine "gute" Ehefrau und Mutter. Ich habe immer das getan, was von mir erwartet wurde und mich immer hintenan gestellt. Auch die langjährigen, subtilen Hinweise meiner Seele und meines Körpers habe ich nicht wahr genommen. Bis ich 2019 komplett zusammengeklappt bin. Seitdem suche ich meinen neuen Weg.

Der führte mich erst durch die üblichen Kanäle unsere gesetzlichen Versicherungssystems mit Medikamenten, Verhaltenstherapie und Reha. Was aber nix nütze. Die Medikamente haben alles noch schlimmer gemacht. Bis ich dann durch einen glücklichen Zufall 2020 bei einem privaten Therapeuten gelandet bin, der körperorientierte Psychotherapie anbietet. Und der mir als erster erklären konnte, was eigentlich hinter den Ängsten liegt, wie unsere unbewussten Glaubenssätze uns stressen können und wie das ganze auf unser vegetatives Nervensystem wirkt. Das war bei mir völlig außer Kontrolle geraten.

Und mit ihm habe ich dann mein riesiges Wollknäul aus fremden Anforderungen, Entwicklungstraumata, falschen Glaubenssätzen und Druckmustern nach und nach entwirrt. Mittlerweile schaffe ich es sogar Grenzen zu setzen, weil ich mir mittlerweile wichtiger bin als andere Menschen (mein Sohn mal ausgenommen - der ist für mich immer noch Prio 1).

Um meine Achtsamkeit im Alltag zu halten, nutze ich persönlich Atemtechniken sowie ein bewusstes Wahrnehmen meiner Lebensenergie (des Qi - kennst Du vielleicht aus dem Qi Gong) sowie Meditation (wobei ich das in letzter Zeit schleifen lasse). Das sind alles Methoden, die mein Therapeut mir beigebracht hat.

Wenn Du Dich für diese Themen interessierst, kann ich Dir wärmstens die Zeitschrift "Natur & Heilen" ans Herz legen. Da gibt es monatlich eine Ausgabe und es geht genau um diese Themen - Achtsamkeit im Alltag, Naturheilverfahren, pflanzliche Medizin, gesunde und naturverbundene Ernährung für Körper und Seele. Ich habe da schon viele spannende Impulse raus ziehen können.

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Vom Funktionieren zur Selbstfürsorge Auf der Suche na

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Schlaflose
Zitat von Frische_Brise:
nach 30 Jahren, in denen ich hauptsächlich für andere ‚funktioniert‘ habe

Ich habe immer nur für mich funktioniert und habe es trotzdem an der Psyche. Ich musste funktionieren, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen und das hat mich krank gemacht.

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F
@Kruemel_68 Wie schön, das du es geschafft hast, du kannst stolz auf dich sein. Atemübungen und Energiearbeit praktiziere ich auch. Weißt du, unser Körper arbeitet immer für uns und niemals gegen uns, und das zu erkennen ist der erste große Schritt.

#4


R
Es hört sich nett an, aber es stimmt nicht ganz, bei einer Autoimmunerkrankung bildet das Immunsystem Antikörper gegen körpereigene Stoffe, der eigene Körper wird zum Feind und das kann seelische Ursachen haben. Das ist eine ganz blöde Situation, wenn die Antikörper des Immunsystems Stoffe des eigenen Körpers angreifen. Da ist dringend ein Verhalten nötig, um wieder Harmonie im Inneren herzustellen und das ist von Umstand zu Umstand verschieden.

Stets für andere funktionieren recht sich natürlich irgendwann, denn die eigene Stabilität geht verloren. Manche nennen es Egoismus, aber ich bin der Ansicht, zuerst sich selber stärken heißt die Aufgabe und dann für andere sorgen. Sich um die Ernährung kümmern ist schon mal gut, auch selber kochen, das ist existenziell. Jedoch extra Essen für die Seele gibt es nicht, von Süßigkeiten abgesehen, die Nahrung der Seele besteht hauptsächlich über die Wahrnehmung der Sinne, aus Empfinden von Kunst und Ästhetik sowie Erlebnisse in der Natur. Die Seele ist nicht nur an den Stoffwechsel gebunden, sondern agiert eher wie der Geist ganz frei in allen Bereichen des Lebens.

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F
Ja, das stimmt schon, doch die Frage die sich mir stellt, welcher Konflikt steht vor der Erkrankung? Was hat es ausgelöst? Es bringt mich mehr dazu über mich nachzudenken.

#6


R
Nachdenken ist doch gut, solange es nicht in den Strudel des Grübelns verfällt. Welcher Konflikt steht vor der Erkrankung, ist eine gute Frage. Meistens beobachte ich, wie die Leidensgeschichte mit dem Auslöser des Leidens beginnt, mit dem Zusammenbruch. Jedoch die Ursachen liegen doch in der Entwicklung weit vor diesem Zeitpunkt. Die Frage nach der Vorgeschichte mögen viele Menschen nicht, dort, wo das Verhalten liegt, dass zur Krankheit geführt hat. Das lässt sich auch nicht so leicht beantworten, es ist viel Analyse notwendig und genaues Hinschauen und es ist sehr individuell bei jedem anders. Wir können hier im Forum Deine Frage nach dem Konflikt vor der Erkrankung nicht beantworten, das kannst Du nur selber, oder mit den Menschen die Dich in der Zeit begleitet haben. Es gibt allgemeine Erkenntnisse darüber, was einer Depression vorausging, das wird in einer SHG auch angesprochen, aber hier im Virtuellen wäre es reine Spekulation. Welche Entwicklung ging der Krankheit voraus, ist wirklich interessant, dagegen ist der Auslöser zweitrangig. Du könntest 'laut denken' und aufschreiben, was Du meinst, welcher Konflikt bei Dir zugrunde liegt.

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Dr. Reinhard Pichler
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