Danke für die Ansätze. Also kurz zu unseren Anfängen: wir kennen uns seit 3 ½ Jahren. Im Juni 2014 bin ich in meine neue Wohnung, gleichzeitig meine erste eigene, gezogen. Er zog quasi gleich mit ein, und danach kamen wir erst zusammen. Wir leben also schon seit vor der Beziehung zusammen. Immerhin bald zwei Jahre. Und was ich an ihm immer besonders mochte, er war noch nie typisch Mann. Klar, ein paar Dinge hat er natürlich schon, aber diese Klischeedinge hat er nicht. Von daher würde ich sagen, ist das bei ihm nicht so mit dem erlegten Wild und der Jagerei

Ich meine, dafür leben wir schon zu lange zusammen, er hat mich schon lange sicher, wie du sagst. Sein Verhalten macht mir Sorgen seit er den neuen Job hat. Irgendwie hat es damit angefangen. An den Tagen und Wochen zuvor war alles wie immer. Klar hatte ich mich auch da mal zwischendurch beklagt, aber im Vergleich zu jetzt war das Pipifax. Wie abgeschnitten ist sein Verhalten plötzlich so. Wir hatten vorher schon Alltag, trotzdem fühlte er sich nicht so schlimm an wie jetzt. Und auch vor dem jetzigen Job hatte er einen anderen, der fast die gleichen Uhrzeiten hatte. Ich weiß noch wie toll die Wochenenden vor seinem Jobbeginn waren. Er hatte zwischen den beiden Jobs nur anderthalb Wochen Pause. An dem letzten Wochenende vor dem neuen Job hatten wir einen regelrechten Marathon, griechisch feiern, Sex, Spaß ohne Ende usw. Mir ist klar dass das kein Maßstab ist. Aber dieses Plötzliche ist heftig. Wie abgeschnitten, echt.
Er ruft mich jeden Morgen vor der Arbeit an, wenn er schon seit einer Stunde arbeitet. Und er sagte vorhin, dass ihm das nicht schmecken würde, dass er momentan so viel schläft. Gestern Abend auch wieder, er hat den ganzen Abend verschlafen. Er meinte, er würde sich immer recht erholt fühlen, aber gleichzeitig findet er es auch mehr als komisch, dass er das macht. Bis auf ein oder zwei Male gings ihm in der Regel wohl gut nachdem er aufgewacht ist. Er meint, dass vielleicht das Hin und Her mit den Jobs der letzten zwei Monate sich jetzt auf sein Gemüt ausschlägt, weil er nun das Gefühl hat, in seiner Arbeitsstelle endlich angekommen zu sein. Dass er jetzt erst die Spuren in seiner Psyche richtig wahrnimmt.
Wie auch immer, ich glaube einfach, was typisch Männermäßiges ist es nicht. Weil vor zwei, drei Wochen noch alles in Ordnung war, überwiegend… Er kam auch mal damit dass er ja nun auch ‘ne Ecke älter sei als ich. Aber ein Mann mit 43 im besten Alter sollte doch so kaputt nicht sein. Zumal er körperlich kaum arbeitet, und auch der Stress eher die Ausnahme im Job ist.
Wie kann ich ihm bloß helfen? Es tut mir in der Seele weh ihn so zu sehen, er wirkt so erschöpft...