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knuffilein

knuffilein
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Hallo zusammen

ich wollte mich hier einmal austauschen nach einlange zeit mal wieder, weil mich momentan einige Dinge ziemlich belasten.

Meine Probleme zeigen sich durch Kontrollieren, ein starkes Bedürfnis nach Sicherheit, „Was-wäre-wenn“-Gedanken und das Gefühl, Dinge so lange machen zu müssen, bis es sich richtig anfühlt.

Zum Beispiel muss ich beim Verlassen der Wohnung manchmal die Tür mehrmals kontrollieren. Ich ziehe wiederholt an der Türklinke bzw. Klingel, obwohl ich eigentlich weiß, dass die Tür zu ist. Teilweise muss ich danach noch einmal gegen die Tür drücken oder sie beim Weggehen aus einem bestimmten Winkel anschauen. Rational weiß ich, dass sie geschlossen ist, aber innerlich habe ich trotzdem noch dieses Gefühl von Unsicherheit.

Erst wenn ich die Handlung auf eine bestimmte Art wiederholt habe, fühlt es sich für mich richtig an und ich kann weitergehen.
Ähnlich ist es manchmal bei meinem Portemonnaie oder anderen Dingen. Ich weiß eigentlich, dass alles da bzw. in Ordnung ist, aber trotzdem kommt der Drang, noch einmal zu kontrollieren.

Was mich ebenfalls sehr beschäftigt, sind Zukunfts- und „Was-wäre-wenn“-Gedanken. Vor wichtigen Terminen oder Ereignissen spiele ich unzählige mögliche Szenarien im Kopf durch. Ich überlege, was passieren könnte, was schiefgehen könnte und wie ich darauf reagieren würde. Besonders schwer fällt mir alles, was ich nicht vollständig kontrollieren kann.

Manchmal geht das auch in Richtung ängstlicher Szenarien, die sich für mich sehr real anfühlen können. Zum Beispiel kann ich nachts plötzlich den Gedanken bekommen: „Was, wenn gerade jemand in die Wohnung einbricht?“ Danach achte ich extrem auf jedes kleine Geräusch im Raum und interpretiere Geräusche teilweise als Hinweis darauf, dass jemand da sein könnte. Manchmal bilde ich mir sogar kurz ein, eine Person oder eine Bewegung wahrzunehmen, obwohl ich gleichzeitig weiß, dass das wahrscheinlich nur meine Angst bzw. meine Vorstellung ist.

Dadurch bin ich dann sehr angespannt und aufmerksam und kann nur schwer wieder abschalten.

Ich weiß selbst nicht, ob solche Gedanken noch in den Bereich von Zwangsgedanken bzw. Angstgedanken fallen oder ob das etwas anderes ist. Deshalb würde mich besonders interessieren, ob jemand solche Erfahrungen kennt.

Dazu kommt ein extrem hoher Leistungsdruck. Ich habe sehr hohe Ansprüche an mich selbst und habe oft das Gefühl, funktionieren und leisten zu müssen, auch wenn ich psychisch oder emotional eigentlich erschöpft bin. Gerade beim Lernen habe ich schnell ein schlechtes Gewissen, wenn ich nicht genug gemacht habe.

Teilweise geht das sogar so weit, dass ich beim Essen oder bei Dingen, die mir eigentlich Freude machen, denke, dass ich sie mir nicht verdient habe, wenn ich vorher nicht genug gelernt oder geleistet habe. Dann entsteht der Gedanke, dass ich danach wieder lernen muss, um mir das Essen oder die Erholung quasi zu „verdienen“.
Außerdem habe ich seit meiner Kindheit ein Skin-Picking-ähnliches Verhalten an der Kopfhaut. Ich zupfe an Schuppen oder Hautstellen und kratze sie ab. Das passiert besonders bei Langeweile, Stress oder wenn ich intensiv nachdenke. Oft mache ich es automatisch und bemerke es erst, wenn ich schon angefangen habe. Ich möchte damit eigentlich aufhören, aber es ist sehr schwer, es zu unterbrechen.

Insgesamt habe ich das Gefühl, dass bei mir sehr viel über Kontrolle, Sicherheit und Leistung läuft. Ich weiß bei vielen Dingen rational, dass ich sie eigentlich nicht noch einmal überprüfen oder gedanklich durchspielen müsste, aber dieses innere Gefühl sagt mir trotzdem, dass ich es tun muss.

Aufgrund meiner Vergangenheit und anderer psychischer Belastungen ist momentan sowieso sehr viel los.

Ich würde mich sehr über eure Erfahrungen freuen, besonders darüber, wie ihr mit solchen Gedanken, dem Kontrollbedürfnis und dem Skin Picking umgeht. lachen

gerne auch schreiben wie bei euch die Zwangsstörung ausgeprägt ist.

22.08.2026 #1




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