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Lizzy_Lizz

Lizzy_Lizz
Mitglied

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63
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10
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40
Mitglied seit:
Hallo zusammen,
Es fällt mir nicht leicht hier zu schreiben, da ich weiß wie kontrovers dieses Thema ist.
Mein Partner und ich sind seit 14 Jahren zusammen. Er hat mir vor 6 Monaten gestanden, dass er mich vor 9 Jahren einmalig betrogen hat. Ich war natürlich am Boden zerstört es hat lange gebraucht bis ich aus der emotionalen Krise rauskam. Ich habe mich für die Beziehung entschieden. Er übernimmt die Verantwortung, arbeitet an seinen Themen (Psychotherapie) und ist für mich da.
Nun ist es so, dass ich seit meiner Jugend an Zwangsgedanken leide. Erst ging es um die Sexualität, dann Beziehungszwänge, dann Schlafzwänge. bin sehr kreativ lachen Ich hatte ein paar Jahre Ruhe. Nun, seitdem er mir Gestanden hat, dass er mich betrogen hat habe ich wieder Beziehungszwänge. Und das, was es so kompliziert macht ist, dass ich nie unterscheiden kann, ob es jetzt ein berechtigter Zweifel ist (wegen der echten Verletzung) oder ob ich zwanghaft Zweifel. Ich habe Angst eine falsche Entscheidung für mich und mein Leben zu fällen. Was wenn ich bleibe und für immer unglücklich bin? Was wenn ich gehe und ein Fehler begehe? Es ist wirklich schlimm. Auch schäme ich mich sehr für die Thematik an sich. Ich habe echt Angst vor den Reaktionen anderer. ganz nach dem Motto "wer es einmal macht, macht es nochmal".
Ich hoffe irgendwie, dass mich hier einer versteht, oder vielleicht das selbe durchgemacht hat. Ich bin dankbar für jede Antwort.
L

22.05.2026 x 2 #1


16 Antworten ↓

Schlaflose
Zitat von Lizzy_Lizz:
Ich hoffe irgendwie, dass mich hier einer versteht,

Was ich absolut nicht verstehe ist, warum du deinen Thread in die Kategorie "Behörden, Arbeit, Rente und Krankenkasse" gepostet hast 🤔

x 3 #2


A


Beziehungszwang und realer Betrug

x 3


Lizzy_Lizz
@Lizzy_Lizz Jap ist mir auch direkt aufgefallen, kann es aber auch nicht ändern. Hast du etwas zum Thema beizutragen? Oder kannst mir sagen wie ich das ändere?

x 1 #3


Feuerschale
@Lizzy_Lizz Wie kam das Thema denn jetzt auf?

Wie ist eure Beziehung sonst so?

Also ich würde nicht rigide anwenden, wer einmal macht macht es immer (Zwang, Gesetz),
sondern eher schauen, wie ist eure Beziehung, wie fühlt es sich an, was verbindet euch,
gibt es grundsätzlich Vertrauen. Insofern sich das während des Zwangs wahrnehmen lässt.

x 3 #4


Lizzy_Lizz
@Feuerschale danke für deine Antwort.
Die Beziehung ist toll. Wir haben eine respektvollen Umgang miteinander und Vertrauen ist auch da. Ich würde sagen, das ich die Beziehung sehr gut finde und deswegen auch geblieben bin…
Was meinst du mit „Zwang, Gesetz“?

x 3 #5


Feuerschale
@Lizzy_Lizz Das klingt doch super, nach einer schönen Beziehung.

Wegen Zwang - Gesetz- du schriebst ja dass vermutlich dein Zwang es ist der dir vorbetet "wer einmal betrügt, macht es wieder" und beim ersten Beitrag klang es danach dass man dann rigide abschließen muss.
Das wäre für mich ein Gesetz.

Ohne zu schauen wie sich sonst die Beziehung anfühlt und wie sie ist. Das letztere würde ich vorziehen, weil du sonst was beendest, was eigentlich ja schön ist.

x 2 #6


Lizzy_Lizz
@Feuerschale Ja da hast du absolut recht. Es fällt mir aktuell nur sehr schwer, weil mein Kopf direkt anspringt wenn ich ihn sehe. Erst freue ich mich und dann ist da dieser Gedanke „Achtung er ist ein Lügner“. Das belastet mich sehr und ich habe so Angst, dass es so bleibt.

x 1 #7


NeonPixie
Der Unterschied zwischen echtem berechtigtem Zweifel und Zwangsgedanken ist oft die Qualität des Gedankens: Zwangsgedanken fühlen sich aufgezwungen an, wiederholen sich, erzeugen Angst und Drang zu prüfen. Berechtigte Zweifel sind eher ruhiger, kommen situativ.

x 1 #8


Feuerschale
Zitat von Lizzy_Lizz:
Es fällt mir aktuell nur sehr schwer, weil mein Kopf direkt anspringt wenn ich ihn sehe. Erst freue ich mich und dann ist da dieser Gedanke „Achtung er ist ein Lügner“. Das belastet mich sehr und ich habe so Angst, dass es so bleibt.

Das klingt für mich eher dann wie ein Symptom des Zwangs, weil ja nichts akutes ist.

Vermutlich wäre es dann sinnvoller, nicht das Objekt des Zwangs zu prüfen (Beziehung), sondern den Zwang zur Wurzel zurückzuverfolgen und dort anzusetzen.

Hast du denn bzgl. der Zwänge Therapie gemacht und hast Skills dafür?

x 1 #9


Laurentius85
@Lizzy_Lizz

Hallo Lilly_Lizz,

ich habe auch mit Zwangsgedanken und Zwangshandlungen zu kämpfen.

Könnte man nicht alle deine beschriebenen Zwänge eventuell herunterbrechen und sie als Entscheidungszwänge betrachten?

Hast du Änsgte, eine falsche Entscheidung zu treffen oder falsch zu handeln?

Ständige Zweifel an kommenden und ebenso schon getroffenen Entscheidungen.

Ich habe gefühlt kaum eine Entscheidung kognitiv treffen können. Die meisten Entscheidungen werden unter starken Emotionen getroffen.

Wiederum werde ich dann verunsichert, in dem anderen meine emotionalen Entscheidungen auch noch unberechtigt kritisieren, bewerten und in Frage stellen.

Ich habe das Gefühl, das fast jede Entscheidung etwas negatives verursacht.

Die Frage ist vielleicht am Ende, wie man herausfindet, ob man eine gute oder schlechte Entscheidung für sich getroffen hat. Ich bin aber sehr abhängig von anderen Menschen, weil meine Perspektive zu wenig gesehen wird.

Es geht mir gerade sehr schlecht, ich weiß nicht ob ich dir damit irgendwie helfen konnte.

Liebe Grüße aus Hannover
Lars

x 1 #10


Lizzy_Lizz
Zitat von Feuerschale:
Das klingt für mich eher dann wie ein Symptom des Zwangs, weil ja nichts akutes ist. Vermutlich wäre es dann sinnvoller, nicht das Objekt des ...

Ich bin seit 1,5 Jahren in Tiefenpsychologischer Psychotherapie im Gruppensetting. Habe auch vereinzelt Einzeltherapie. Meine Therapeutin sagt auch, dass es der Zwang ist und weniger die Beziehung. Mein Partner und ich waren sogar zusammen bei ihr… und sie hat so tolle Sachen über uns gesagt. Aber es reicht nicht…. Ich bin echt verzweifelt.
Ich habe Erfahrung mit Zwängen und jede Menge Skills. Es ist mir immer gut gelungen mit ihnen umzugehen und ich hatte jahrelang Ruhe. Aber diese Beziehungssache bringt mich total an meine Grenzen.
Ich werde auf jeden Fall versuchen das ganze als Zwangsthema zu betrachten.

x 1 #11


Lizzy_Lizz
@Laurentius85 Hey, danke für deine Antwort.
Ich habe eigentlich keine Probleme Entscheidungen zu fällen. Eher im Gegenteil, durch mein ADHS neige ich zu Übersprungshandlungen😄
Wenn ich meine Zwänge runterbreche, ist es die Angst vor ewigem Leid. Zum Beispiel habe ich auch Zwänge ggü. meiner Psyche, Angst davor verrückt zu werden und für immer in eine Einrichtung zu müssen. Oder eben für immer in einer unglücklichen Beziehung zu sein.
Wie gehst du mit den Entscheidungszwängen um? Bist du in Therapie?

x 1 #12


Schlaflose
Zitat von Lizzy_Lizz:
Jap ist mir auch direkt aufgefallen, kann es aber auch nicht ändern. Hast du etwas zum Thema beizutragen? Oder kannst mir sagen wie ich das ändere?

Du selbst kannst das nicht ändern. Man muss das Psychic Team darum bitten, es in die passende Kategorie zu verschieben.

#13


E
Zitat von Lizzy_Lizz:
Ich bin seit 1,5 Jahren in Tiefenpsychologischer Psychotherapie im Gruppensetting. Habe auch vereinzelt Einzeltherapie. Meine Therapeutin sagt auch, dass es der Zwang ist und weniger die Beziehung. Mein Partner und ich waren sogar zusammen bei ihr… und sie hat so tolle Sachen über uns gesagt. Aber es reicht ...

Ist dein Problem dass du Angst hast er könnte dich wieder Betrügen? Und nun weisst du nicht ob du bleiben willst oder doch lieber die Beziehung beendest. Es stimmt schon, das alles ist doch recht lange her, es entschuldigt es sicher nicht, doch ist es wie du selber weisst schon länger her und ihr führt eine gute Beziehung.

Wenn du dich jetzt trennen würdest weil du unsicher bist, würdest du dich im Grunde Prophylaktisch trennen aus einer Hypothetische Möglichkeit heraus, etwas was du nicht kontrollieren kannst, auch nicht wenn du einen anderen Partner hättest oder finden würdest, hiesse das nicht dass eine weitere Möglichkeit bestehen würde dass du von jemand anderen auch betrogen werden könntest und da sind wir bei könntest, du weisst es einfach nicht und aus diesem Grund Schluss machen ist kein Argument was bestand hat, also es ist keine Tatsache, es beruht nur auf deine Gedanken.

x 2 #14


Laurentius85
Zitat von Lizzy_Lizz:
@Laurentius85 Hey, danke für deine Antwort. Ich habe eigentlich keine Probleme Entscheidungen zu fällen. Eher im Gegenteil, durch mein ADHS neige ...

Es tut mir leid. Ich habe gerade versehentlich mich verdrückt und mein Text ist verschwunden. Das triggert mich jetzt gewaltig.

Ich habe nicht die Kraft noch einmal zu antworten.

Wenn du Angst hast in einer unglücklichen Beziehung zu sein, dann ist es doch im Prinzip die Entscheidung in einer Beziehung zu bleiben oder?

Dann weiß ich nicht, ob es ich richtig verstanden habe.

Man hat mir schon 20 Jahre nicht helfen können und gerade warte ich seit 6 Wochen auf einen Platz in meiner Klinik vor Ort, während ich gestern mitbekommen habe, das andere sofort einen Platz bekommen haben. Ich verstehe den Sinn der Warteliste nicht.

Ich bin in einer Institutsambulanz, da bekommst du aber auch nur unterstützende Gespräche und keine Psychotherapie.

Ich musste das jetzt verkürzen. 😟

#15


Lizzy_Lizz
@Elemente Die Angst, dass er es nochmal tun könnte ist irgendwie gar nicht da… ich bin total verwirrt und weiß manchmal selbst nicht was das Problem ist. Vielleicht ist es einfach die Tatsache, dass er in der Lage war es 9 Jahre zu verbergen. Oder dass ich denke ich sei zu schwach so etwas zu vergeben mit dem Zwang.

x 1 #16


E
Zitat von Lizzy_Lizz:
@Elemente Die Angst, dass er es nochmal tun könnte ist irgendwie gar nicht da… ich bin total verwirrt und weiß manchmal selbst nicht was das Problem ist. Vielleicht ist es einfach die Tatsache, dass er in der Lage war es 9 Jahre zu verbergen. Oder dass ich denke ich sei zu schwach so etwas zu vergeben mit dem ...

Ich hatte mich gefragt warum er es dir nach 9 Jahren erzählt hat und nicht früher und ob er extra lange abgewartet hat, damit es dann sich eher weit entfernt anfühlt und weshalb hat er es dir überhaupt dann noch nach 9 Jahren erzählte, hätte er ja auch bleiben lassen können. War es für dich wichtig dass er es dir nach 9 Jahren erzählt hatte, wäre es für dich besser gewesen er hätte es für sich behalten?

Deine Zwänge verstehe ich nicht so ganz, was können sie genau anrichten? Du hast diese Gedanken des Betrogen geworden zu sein, ist es das und du bekommst es gerade nicht mehr weg? Es braucht halt auch etwas Zeit um so was zu verarbeiten, das geht ja nicht so schnell und wer betrogen wird fühlt sich ja oft dann auch hintergangen und es nagt am Selbstbewusstsein.

Dieses du musst ihm nun Verzeihen ist wohl zu viel Druck gerade, du musst ihm nicht Verzeihen, sondern du musst mit der Situation klar kommen und sie so annehmen wie sie gerade ist, das mit dem Verzeihen das ist doch eher ein Prozess was irgend wann dann abgeschlossen ist und dann hat man Verziehen, das geht ja nicht gleich auf Kommando.

x 1 #17


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