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L

Lady1988
Gast

Hallo Ihr Lieben,

mich würde mal interessieren was Ihr so beruflich macht und ob Ihr mit Angst täglich auf Arbeit geht. Oder ob Ihr auch wegen dieser Angst Euch etwas neues suchen musstet. Wie geht ihr damit um. Wissen Eure Kollegen Eure Sorgen?

LG

22.08.2010 #1


58 Antworten ↓
P

Pretty_Woman
Mitglied

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Du Lady, was machst du denn für einen Beruf?

Also mir gehts eigentlich ganz gut, bis auf heute irgendwie ein ganz bescheuerter Tag.
Immer diese Schanttergedanken Und dann immer diese Frage, passiert mir wieder was?? Ich bin kurz vor dem ausrasten, weil ich diese beschissenen Gedanken und die PAs einfach nicht mehr haben will.

Ich selber gehe jeden Tag brav in meine Arbeit aber in der Arbeit ist niee niee niee etwas, immer nur wenn ich zur Ruhe komm, oder mich sowas von aufregen muss, ich bin ein so temperament voller Mensch.

Was ich nur sagen wollte, denen ich das erzähle , die gehen alle positiv damit um, habe von anderen hier im Forum aber schon gehört, dass es anders sein kann.

Und das ist auch ganz einfach zu erklären, die Leute die das nicht kennen und zum psychologen gehen, gehen deshalb dahin weil es "IN" ist.
Und die Leute können das auch nicht nachvollziehen, weil se sowas (Ängste, PA´s, Depris usw.) noch nie hatten. Die meisten sagen ach du spinnst, aber die sehen einfach nicht, dass das Psychisch ist, geh doch mal zu einem hin und sage dein Arm ist gebrochen, dass versteht er weild as kann man anfassen und heilt in 6 Wochen auch wieder zusammen. Versteht ihr was ich meine.

Ich will damit nur sagen, dass wenn du einen gebrochenen Arm hast, dann sehen das die Leute, das ist real aber die Psyche kann man nicht sehen.

Lady und nun nochwas ich leide an Angst und PAs seit meiner Kindheit, die in der Pupertät wieder nachgelassen haben und ich jetzt wieder davon betroffen bin und ich bin auch 21. Warum so viele "junge" Menschen darunter leiden verstehe ich nicht wirklich.
Aber Angst usw. entwickelt sich leider zu einer Volkskrankheit, weil sich jeder selber den Stress macht.

Ich bin mittlerweile, seit ich bei meiner Psychologin bin, bestimmt um 30% ruhiger geworden aber jder der mich vorher kannte, fragt mich immer ob ich krank bin, weil se das von mir nicht gewohnt sind, dass ich auch mal ruhig sein kann. Ich war immer ein Stehaufmännchen/frauchen

Ich wünsche euch einen schönen Abend

09.08.2010 21:49 • #38


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A


Arbeit/Beruf. Was macht Ihr und wie geht ihr damit um?

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Vida
Mitglied

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Ich glaube, es ist verdammt wichtig, dass du aufhörst dir die Warum-Frage zu stellen. Dein Leben ist gelaufen, wie es gelaufen ist. Meins auch. Es geht nun darum, das JETZT zu verändern, nicht das Vergangene.

Ich persönlich weiß, warum ich eine Panikstörung entwickelt habe und ich finde auch, dass der Körper es schon richtig macht sich Gehör durch PAs und Ängste zu verschaffen. Das hat die Natur schon gut eingerichtet. Es zeigt konkret, dass etwas schief läuft oder in eine falsche Richtung. Zeit die Richtung gerade zu rücken, sich zu fokussieren, auf das was man vom Leben will. Oder wie man leben möchte. Und mit wem. Eigentlich eine wahnsinnig gute Erfahrung. Ganz ehrlich? Ich verdanke meiner Panikstörung sogar etwas. Ich habe endlich kapiert was mir wichtig ist:

- Ich bin mit meinem Mann zurück in meine Heimatstadt gezogen, die ich so sehr vermisst habe
- Ich bin aus meinem Agenturjob ausgestiegen und habe mich von Glamour und Medienpräsenz verabschiedet
- Ich habe mich selbstständig gemacht
- Ich habe entschieden ein Kind zu adoptieren
- Ich fange im Herbst mein Zweitsudium an

Grandiose Dinge, die ich ohne wachrütteln nie gemacht oder immer vor mir hergeschoben hätte.

12.08.2010 20:55 • #57


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T
Huhu,

bei mir ist genau mein Job der Grund meiner Probleme. Da kannst du dir sicher denken, wie schwer es ist..oder besser war. Im Moment bin ich krank geschrieben, nachdem ich während der Arbeit tätlich angegriffen wurde. Für mich ist mein Job vorbei, habs lang versucht, mit Kur etc, hat mich in eine Depression gebracht, mir vieles meiner Gesundheit ruiniert und nun ziehe ich langsam die Konsequenzen. Ich werde mich nicht nur beruflich verändern, sondern auch räumlich, in die Nähe von Freunden ziehen, quasi einen völligen Neuanfang machen.

#2


L
oje das hört sich ja schlimm an, aber Du machst es richtig und fängst neu an.

Meine Arbeit war eher langweilig, nichts zu tun, nur rumgammels und das ist auf Dauer nichts. Und deshalb starte ich auch nochmal durch

#3


T
Wo kann man sich da bewerben?^^

Nein, nichts tun ist auf Dauer auch nichts.

Ich habe in den letzten Monaten einfach festgestellt, das Geld nicht alles ist...natürlich braucht man es, aber wenn man nicht zu materialistisch ist, dann kann man sich auch mal ne Zeit lang einschränken...meine Gesundheit geht vor...das hab ich jahrelang nicht so gesehen bzw nicht erkannt.

So einschneidend wie bei mir geht das nat. nicht bei jedem, grad wenn man Familie hat oder eine Beziehung.

Wie gehen denn die anderen mit ihren Ängsten grad während der Arbeitszeit um?

#4


C
Hallo

ich hatte einen Job in der Verwaltung und nebenher 2 nebenjobs...Irgendwann quälte ich mich nur noch dorthin...obwohl das Arbeitsklima sehr gut war...bekam Panikattacken dort.Der Arzt meinte ich wäre überarbeitet und ich lies mich kündigen...
Seitdem waren meine Pa verschwunden .
Mittlerweile hab ich wieder einen 400 Euro Job und mach online was ,für meinen Freunds Firma...
Ganz ohne Arbeit war auch nichts für mich....nur zuhause sitzen und den Haushalt schmeissen ist nicht mein Ding ,ausserdem fand ich den Gedanken grauenvoll, finanziell abhänig zu sein...

lg.Eva

#5


V
Ich liebe meinen Beruf, allerdings haben mich die Umstände krank gemacht. Jahrelang 60-100 Stunden Wochen sind nicht gesund. Mittlerweile habe ich mich selbständig gemacht und arbeite auch für meine alten Arbeitgeber. Set der Druck raus ist geht es mir viel besser.
Während meiner Arbeit habe ich keine PAs mehr. Auch sonst nicht.

#6


L
Als was arbeitet Ihr denn?


@Thomas Du willst Dich wohl in so einer Firma bewerben wo es nichts zu tun gibt

Da stimmt auf jeden Fall, geld ist nicht alles. Gesundheit geht vor.


Mich hat Arbeit irgendwie abgelenkt, da mussste ich nicht immer an die Angst denken.

#7


V
Als Redakteurin und Konzeptionerin bei Agenturen, Verlagen und TV-Sendern.

#8


C
Bei mir war nichts kontinuierlich. Paar Jahre Bank, dann verschiedene Jobs im Verkauf, zuletzt im Verlag, immer mit Phasen der Arbeitslosigkeit dazwischen. Lust am Job und Zielstrebigkeit hat bei mir eigentlich immer gefehlt.

#9


T
Zitat von Lady1988:


@Thomas Du willst Dich wohl in so einer Firma bewerben wo es nichts zu tun gibt



Naja, manchmal hab ich mir as gewünscht, aber mehr als eine Woche würd ichs da nicht aushalten


Mein Beruf: Zugbegleiter....noch...

#10


L
Oh interesanter Beruf als ich so 14 Jahre war wollte ich immer Stewardess werden, aber durch die Angst ging das dann nicht mehr und das Fliegen wurde zum Albtraum, leider.

Hast Du Angst durch den Angriff auf Dich bekommen oder schon vorher Angst gehabt?

#11


T
Im Nachhinein betrachtet hatte ich vorher gelegentlich schon mal solche Angstsituationen, kann mich da an einen verpassten Anruf aus der Personalabteilung meiner Firma erinnern...habe dann bis zum nächsten Tag warten müssen eh ich da jemanden erreiche und habe mir die übelsten Vorstellungen gemacht, habe voll Panik geschoben und war zu nix zu gebrauchen...hinterher wars völlig harmlos..

Aber das war einmalig..nach dem tätlichen Angriff stell ich es vermehrt fest, in verschiedensten Lebenssituationen, selbst bein Einkauf gestern hatte ich ein beklemmendes Gefühl, kam ins Schwitzen und war irgendwie gehetzt und angespannt.

#12


C
Zitat von Thomas1973:
selbst bein Einkauf gestern hatte ich ein beklemmendes Gefühl, kam ins Schwitzen und war irgendwie gehetzt und angespannt.
Ja, so geht es mir auch oft, eben gerade auch. War mit dem Hund unten, dann wieder hoch, gleich runter ins Einkaufszentrum und erst auf dem Rückweg bekomme ich Schweißausbruch und Unruhe. Passiert mir in den unterschiedlichsten Situation, auch ohne Einkauf oder Menschen, daran liegt es auch nicht.

Mir fällt häufig auf, es fängt an, wenn ich mich in Gange setze, also wenn einfach der Kreislauf etwas mehr belastet wird. Bewegung hab ich aber genug, am Ungewohnten kann es nicht liegen.

Mein ehemaliger Hausarzt sagte immer, ich muss ruhiger werden. Ich hab mich immer gefragt, was der meint. Ja, vielleicht bin ich einfach auch zu hektisch. Man muss wahrscheinlich wirklich ruhiger werden.

#13


T
Au ja, ruhiger werden müsste eigtl die ganze Welt mal wieder. Die Menschen sind total reizüberflutet, sei es durch ständige Erreichbarkeit per Handy oder sonstewas.

Ich hab bis 1998 im Berliner Raum gelebt und gearbeitet, bin dann ins beschauliche Südbaden gezogen. Wenn ich mal wieder in Berlin bin, dann merke ich erst, wie hektisch da alles ist..inzwischen bin ich da ein Fehlkörper, stehe jedem im Weg

#14


L
Oh ja Berlin, da waren wir erst zu Besuch. Wennm ich nur an das Auto fahren denke, die fahren wie die Bekloppten da lässt dich keiner mal rein oder so.

Auch wir waren grad einkaufen, merkte auch wie ich so hektisch wurde und so wie auf Wolken laufen halt so als wär ich gar nicht ich so komisch. Ich denke das liegt daran weil ich mich schon wieder fertig machen wegen Montag. Da fange ich ja meine neue Ausbildung an.

#15


T
Weil du grad auta fahren in Berlin ansprichst...da fällt mir meine Fahrschule ein, Fahrt auf der AVUS, grad an jenem Abend, als die Stones in der Deutschlandhalle ihr Konzert gaben...da kamen mir Autos auf der eigenen Fahrbahn entgegen^^ Und aus dem Kreisverkehr an der Siegessäule (Goldelse sagten wir dazu) kam ich gefühlte 8 Stunden nicht raus

Und für Montag drück ich dir mal alle Daumen die ich hab, sind überschaubar von der Anzahl her, aber immerhin 100%

Erzähl mal Montag Abend, wie es war:)

#16


C
Autofahren in Berlin, ach, sieht schlimmer aus, als es ist.

#17

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L
Das werde ich machen. Aber warum ich mich jetzt schon wieder verrückt mache, es ist furchtbar. Dachte die Tabletten helfen mal...



Also in Berlin würde ich mir schon vorher überlegen auf welche Spur ich dann muss. Es lässt ja niemand rein. Und ich warte immer erst bis ich genau weiß dass der Hintermann mich reinlässt. Naja und manchmal, also meist auf Autobahnen warte ich bis frei ist und setze dann erst den Blinker und drängel mich nirgends rein....

Aber sobald ich aus unseren Bundesland raus bin sieht das leider schon wieder anders aus.

#18


T
Für Dienstag hat sich mein Vermieter mit der Nebenkostenabrechnung des letzten Jahres angekündigt. Der Mann klingt sehr nett am Telefon, und doch konnte ich fast drei Tage nach dem Anruf nicht schlafen, hatte irre Angst, wovor auch immer...und auch jetzt steigert sich dieses Gefühl langsam wieder...nur noch 4 Tage...

Ich glaub, es ist die Angst vor dem Ungewissen, vor Situationen die wir evtl nicht beherrschen..so hab ich zumindest bei mir das Gefühl. Bei Terminen, von denen ich weiß, das sie mir gut tun, Ärzte zb oder Familie, da hab ich das nicht.

Schreib dir die Gefühle aus der Seele morgen und übermorgen, wir sind hier, wir hören dir zu und lassen dich nicht allein:)

#19


L
Es ist schon erstaunlich wievielen Menschen es so geht. Aber das liegt wahrscheinlich auch ander Wandel der Zeit. Viele Menschen denken egoistisch, leben im Stress usw...

Normalerweise müsste man all die anderen menschen, die uns etwas angetan haben zum Therapeuten schicken.

Das ist schön dass ich mir alles von der Seele schreiben kann

Naja ich werde das schon schaffen.

#20


A


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