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Meyer
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Suche Austausch mit Menschen mit Darmfixierung / körperbezogener Angst
Hallo zusammen,
ich bin auf der Suche nach Menschen, die ähnliche Erfahrungen mit einer starken Darmfixierung bzw. körperbezogenen Angst machen und sich gerne austauschen möchten.
Bei mir besteht dieses Thema mittlerweile seit fast drei Jahren, wahrscheinlich hat es schleichend schon früher angefangen. Anfangs hatte ich eher eine Verstopfungsneigung und habe meinen Darm schon immer etwas genauer beobachtet. Mit der Zeit ist daraus aber eine richtige Fixierung entwickelt.
Mittlerweile merke ich immer mehr, dass es eigentlich gar nicht nur um den Darm geht. Dahinter steckt vor allem der Wunsch, etwas kontrollieren zu können und Unsicherheit nicht aushalten zu müssen.
Ich möchte wissen, wann ich auf die Toilette muss, wie mein Stuhl aussieht, welche Konsistenz er hat, ob ich zu oft oder zu selten gehe, ob ich genug abgeführt habe, ob ich sauber genug bin usw. Sobald etwas von meiner persönlichen Vorstellung von „normal“ abweicht, entsteht dieses ungute Gefühl und der Drang, etwas verändern oder korrigieren zu müssen.
Dazu gehört auch dieses ständige Herumexperimentieren mit dem eigenen Körper:
Wenn der Stuhl härter ist vielleicht wieder Macrogol oder mehr Flohsamenschalen.
Wenn er weicher wird Flohsamenschalen wieder reduzieren oder absetzen.
Wenn ich mehr abwischen muss denke ich teilweise schon, dass der Stuhl „zu weich“ ist.
Dann kommen Gedanken über Prä- und Probiotika, Ernährung, Darmgesundheit usw. Dazu wird gegoogelt und analysiert.
Rückblickend war ich sehr lange davon überzeugt:
„Ich muss meinen Darm endlich richtig gesund bekommen, dann wird es mir auch psychisch besser gehen.“
Inzwischen lerne ich aber, dass es wahrscheinlich eher andersherum ist: Ich muss lernen, meinen Kopf aus dieser ständigen Kontrolle herauszubekommen, Unsicherheit auszuhalten und nicht jede kleine Schwankung meines Körpers korrigieren zu wollen.
Mein Gehirn weiß mittlerweile eigentlich, dass Verdauung schwankt und dass nicht jeder Tag gleich sein muss. Trotzdem löst eine kleine Veränderung bei mir schnell ein starkes ungutes Gefühl aus.
Ein großes Thema ist bei mir außerdem die Angst vor dem Begriff bzw. der Diagnose Reizdarm. Ich merke, dass ich diese Diagnose unbedingt vermeiden möchte, weil ich damit sofort Gedanken an dauerhafte Beschwerden und einen Verlust von Lebensqualität verbinde.
Das Verrückte daran ist: Die Angst vor einem möglichen Lebensqualitätsverlust hat meine Lebensqualität durch die ständige Fixierung bereits erheblich eingeschränkt.
Ich beschäftige mich seit Jahren damit, obwohl mein eigentliches körperliches Beschwerdebild gar nicht so dramatisch ist. Ich habe beispielsweise keine typischen starken Bauchschmerzen, keinen ständigen Durchfall und auch nicht dauerhaft starke Blähungen. Meine Verstopfungsneigung ist grundsätzlich okay und einigermaßen im Griff.
Was mich körperlich allerdings wirklich beschäftigt, ist vor allem ein ständiges bzw. häufig wiederkehrendes Druckgefühl im Enddarm.
Ich habe teilweise das Gefühl, dass mein Körper sich schon bei kleinsten Mengen bzw. minimalen Stuhlresten wieder entleeren möchte. Dieses Gefühl kann ich häufig durchaus aushalten – manchmal auch über längere Zeit. Gleichzeitig kommt dann aber sofort der Gedanke:
„Es muss doch irgendwann raus. Das kann doch nicht gesund sein, wenn ich diesem Gefühl nicht nachgebe.“
Und genau da beginnt dann wieder die Unsicherheit: Muss ich wirklich auf die Toilette? Ist das nur ein normales Körpergefühl? Halte ich etwas zurück? Sollte ich meinen Stuhlgang verändern? Oder ist es eigentlich völlig okay, das Gefühl einfach da sein zu lassen?
Ich würde deshalb sehr gerne Menschen finden, die ähnliche körperliche Symptome UND diese gedankliche Fixierung kennen.
Mich interessieren besonders eure Erfahrungen mit:
Enddarmdruck bzw. ständigem Gefühl, noch einmal zu müssen
dem Gefühl, schon bei kleinen Stuhlmengen einen Entleerungsreiz zu haben
Verstopfungsneigung
ständigem Beobachten von Stuhlfrequenz und Konsistenz
übermäßigem Abwischen bzw. Kontrollieren
Googeln von Symptomen
Experimentieren mit Macrogol, Flohsamenschalen, Prä- und Probiotika
der Angst vor bestimmten Diagnosen wie Reizdarm
und vor allem dem Thema Kontrolle und Unsicherheit aushalten
Ich würde mich wirklich über einen offenen Austausch freuen – weniger darüber, welche Krankheit hinter welchem Symptom stecken könnte, sondern vielmehr darüber, wie ihr mit dieser Fixierung umgeht und wie ihr wieder gelernt habt, eurem Körper zu vertrauen.
Vielleicht gibt es hier jemanden, der genau diesen Kreislauf kennt und erzählen kann, was ihm oder ihr geholfen hat.
Gerne auch per PN.

21.08.2026 #1


3 Antworten ↓

Burn
Hallo
Ich hätte mal eine Frage: warst du denn mit Deinen Problemen je beim Internisten?
Hast du überhaupt eine Diagnostische Abklärung gehabt inklusive Magen Darm Spiegelung und stuhlproben auf Pilze und Fehlbesiedelung?
Hast du bis auf Wechsel zwischen Stuhlgang wirklich belastete Symptome?
Starke Krämpfe, Übelkeit, Gewichtsverlust weil du z.b kein Essen ohne Krämpfe bei dir behalten kannst?
Durchfälle oder wirklich Verstopfung bis zu 5-8 Tagen mit pressen und Afterverletzungen oder ähnlichem?

#2


A


Suche Austausch mit Menschen mit Darmfixierung / körper

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M
@Burn
wie gesagt es geht nicht darum welche Krankheit es ist, ist es nämlich nicht. Sondern rein um die Fixierung auf den Darm. Ich habe weder starke Verstopfung, noch ansatzweise Durchfall.
kann alles essen- keine Unverträglichkeiten etc.

#3


M
@Burn Achso, blähbauch/ Krämpfe etc. auch nicht.
Ich denke halt körperliche Empfindungen die jeder mal hat.
Also, mal 1 Tag kein Stuhlgang, dafür ein anderen Tag 2 mal.
Leichter blähbauch.
Eine darmspieglung wurde gemacht.
Diagnose: chronische Obstipation. Seit Kindheit. Diese ist aber besser als früher.
Das, was mich halt belastet, sind die Vorgänge im Körper und damit verbundene Angst, Unruhe. Bedeutet, ich muss jeder Schwankung, egal ob vom Stuhlfrequenz, Stuhl, Beschaffenheit, Gefühle im Bauch direkt googeln etc.

#4





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