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B
Aber ich warte regelrecht auf diese Schläge! Ich habe jetzt von meinem Kardiologen einen ganz leichten Beta Blocker verschrieben bekommen..
Ich bin auch ständig müde und total unter Anspannung! Aber alle Ärzte sagen alles ist in Ordnung! Heute morgen habe ich von meinem Kardiologen noch mal ein Langzeit EKG bekommen... Ich habe solche Angst

#241


P
Hallo undzwar wollte ich euch mal Fragen wie ihr mit euren Ängsten umgeht?
Momentan stehe ich in einem Punkt in meinem Leben wo ich mir sooooo viele Gedanken und Sorgen mache.
Die dazu führen das ich förmlichst angst bekomme vor der Zukunft.
Ich hab angst das es mir nicht gut geht(Angst vor jeglichen Krankheiten).
Angst davor was für Auswirkungen meine Taten haben auf mich, meine Zukunft, meiner Familien und Freunden.
Diese ständige Angst und Sorgen machen mich fertig.
Ich bin gerade mal mitte 20.
Das sollte doch nicht so sein?
Habt ihr Tipps?
Wie geht ihr damit um?

#242


A


Ständige Angst

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Icefalki
Im Prinzip spielt sich das alles in deinem Inneren ab. Und das ist das Problem. Man ist in einer Endlosschleife von Erwartungen und Befürchtungen gefangen. Hier schreiben wir immer vom Kopfkino. Und wie im echten Kino sind das alles erdachte, befürchtete "Filme", die dann gesehen werden und dementsprechende Gefühle auslösen.

Der Trick liegt im Hier und Jetzt bleiben. Realitätscheck durchführen. Was ist jetzt definitiv Wirklichkeit. Dir klarmachen, dass im echten Kino auch nur eine erfundene Geschichte läuft, die man dann Unterhaltung nennt.

Passiert bei uns auch, wir leben mit unseren eigenen Horrorgeschichten und finden den Ausschaltknopf nicht, dabei ist nix, aber auch gar nix davon eingetreten. Drum Realitätscheck durchführen.

Und dich zur Therapie anmelden. Ängste sind immer ein Zeichen innerer Hilflosigkeit.

x 1 #243


Y

Ständige Angst - Leben läuft langsam den Bach runter

Nachdem ich jetzt eine ganze Weile als stiller Leser mich durchs Forum geklickt habe, hab ich mich kurzfristig entschlossen, einfach mal selber mich mit meinem Problem an euch zu richten, in der Hoffnung, dass mir vielleicht jemand weiterhelfen kann. Ich entschuldig mich im Voraus schon mal für den längeren Text. Very Happy

Alles fing Ende Februar an, als ich in der Berufsschule plötzlich Herzrasen bekam, mir schwindelig und übel wurde. Auf der Arbeit dann kurze Zeit später das gleiche Spiel, wurde dann nach Hause geschickt und zum Vertretungsarzt, weil meiner zu der Zeit selber krank war. Diagnose Herzrasen, Tabletten gegen Bluthochdruck bekommen. Haben nichts gebracht, stattdessen wurde mein Blutdruck noch niedriger. Eine Woche später die selbe Prozedur, wieder eine Panikattacke auf der Arbeit, wieder nach Hause, wieder zum Vertretungsarzt. Dieses Mal Neurexan um ruhiger zu werden. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht so recht, dass es sich um Panikattacken handelt, bin da mehr oder weniger selber durch das Internet drauf gekommen.

Am Wochenende war ich mit meinem Freund chinesisch essen. Keine Ahnung, ob ich das Essen nicht vertragen habe oder am Abend eine fürchterliche Panikattacke hatte, in die ich mich immer weiter reingesteigert hab (hatte wieder Herzrasen und dieses nervöse Hin- und Her) jedoch war mir an dem Abend richtig schlecht (dachte, gleich kommts oben wieder raus, obwohl nichts passiert ist) und da ich eine Phobie vor dem Übergeben habe natürlich die Hölle schlechthin. Folge: Ich aß die kommenden Tage so gut wie nichts mehr.

Konnte am Wochenende dann endlich zu meinem Hausarzt, wurde durchgecheckt und wie erwartet: Körperlich alles im grünen Bereich. Es sei viel mehr psychisch, was ich da habe. Meinte, ich hätte Angst vor der Angst und solle die Neurexan weiternehmen. Habe ich dann auch gemacht, es wurde jedoch nicht besser. Paar Tage später dachte ich, mir würde ein Tapetenwechsel ganz gut tun, wollte dann eine Nacht bei meiner Oma verbringen. Vorher war ich mit meinem Freund unterwegs (war zwei Wochen krankgeschrieben), stieg aus seinem Auto und musste trocken würgen. Mehrfach an diesem Tag. Wusste nicht wieso, aber schon hatte sich die nächste Angst bei mir entwickelt, nämlich das ich wieder würgen muss. Meine Gedanken spielten sich wochenlang nur um das eine Thema (muss ich würgen, was ist wenn usw.), so dass ich anfing, bestimmte Sachen zu vemeiden, so auch das Autofahren, weil ich könnte ja wieder würgen, wenn ich aussteige! Es folgten Panikattacken beim Fahren, auf der Arbeit (die anfangs die Hölle schlechthin war, da Angstschwindel, Übelkeit, ständige Angst usw). Morgens mit Herzrasen aufwachen war Standard geworden, mein Puls lag selbst im ruhenden über 100.

Arbeiten wurde immer mehr zur Qual, hab mich mehr oder weniger nur noch durch den Tag gequält, da ich immer Angst hatte, was mich erwartet (vor allem, ob ich wieder würgen muss, ob mir schlecht wird). Abends war es meists besser als morgens. Irgendwann Ende März hab ich mich dann zur Psychiaterin geschleppt, die mir Mirtalich 15mg gegen meine Schlafstörungen gab, die mir auch gut geholfen haben. Schlafen kann ich wieder und zwischendurch hab ich auch das Gefühl, dass es mir stimmungstechnisch ein bisschen besser geht, doch immer wenn ich denke, dass es bergauf geht, kommt wieder ein kleiner Rückschlag, der mich wieder aus der Bahn wirft.

Zwar haben die Panikattacken großteils aufgehört, Autofahren kann ich auch wieder und ich hab nicht mehr diese krasse Herzrasen, doch ich esse kaum noch, da ich mir ständig Gedanken darum mache, ob ich das Essen vertrag oder nicht, ob mir schlecht wird oder nicht (hab ich mir früher nie einen Kopf drum gemacht, mittlerweile sind 7kg runter), bin nur noch am weinen und isolier mich zunehmend. Zuhause fühl ich mich nicht mehr wohl, genauso wenig wie auf der Arbeit. Bin zurzeit in Ausbildung (beim Anwalt, 3. Jahr, kurz vor der Prüfung), muss aber seit ca. zwei Monaten alles alleine machen, weil meine Kollegin an Burn-Out erkrankt ist. Hab mich da immer wohl gefühlt, auch weil mein Chef super nett ist, aber mittlerweile geh ich nur noch mit Bauchschmerzen hin, hab heute sogar vor meiner Kollegin geweint, weil mir das da einfach alles viel zu viel wird. Die ganze Verantwortung lastet auf meinen Schultern und mit der Arbeit komme ich kaum hinterher, was ich dann von den Mandanten zu hören bekomme. Wegen meiner Prüfung mache ich mir genau so Sorgen, da ich gar nicht weiß, wie ich die schaffen soll. Auch habe ich auf der Arbeit oft ein Würgegefühl im Hals, was dann verschwindet, wenn ich wieder daheim bin. Oft sitzt meine Übelkeit mehr oder weniger im Hals, trotzdem kann ich nicht mehr unterscheiden, wann sie organisch oder nur psychisch ist. Übergeben muss ich mich auch extrem selten, weswegen ich nicht weiß, warum ich mir da so einen Kopf drum mache, kann aber auch nicht aufhören damit.

Ich mach mir durch meine Sorgen und Ängste das ganze Leben schwer, stress mich dadurch zunehmend und merk auch, wie mir der Stress auf den Magen und allgemein auf die Gesundheit schlägt. Nach einer Psychotherapie hab ich mich bereits erkundigt und steh auch auf einer Warteliste (die leider über ein Jahr beträgt), andere sind nicht zu erreichen oder melden sich nicht zurück. Ich merk, dass ich psychisch völlig am Ende bin und verzweifel nur noch. Möchte einfach wieder normal leben und normal essen, ohne mir den Kopf zu zerbrechen, was mich erwartet, vor allem, da ich ja weiß, dass mir nichts schlimmeres passieren kann und ich schon weitaus schlimmeres hinter mir habe.

Tut mir leid für den Brocken an Text, würde mich trotzdem darüber freuen, wenn jemand einen Rat oder Tipps hat, damit ich endlich aus dieser Angst- und Stressphase rauskomme und anfangen kann, meinen Körper wieder zu vertrauen, denn ich hab jegliches Vertrauen in meinen Körper durch diesen ganzen Angst-Scheiß verloren. :/

#244


Icefalki
Hallole, willkommen bei uns. Das was mit dir geschieht ist ein typischer Weg in die Angsterkrankung, die hier, ich denke mal, die meisten kennen.

Der Ausbruch geschieht irgendwann plötzlich, allerdings ist schon lange im Hintergrund eine Angst vorhanden, die man immer wieder wegschiebt, siehe deine Emetophobie.

Wenn wir Paniker uns anschauen haben wir mehr oder weniger alle die gleichen Probleme, nämlich eine Angst sich lächerlich zu machen, negativ aufzufallen und mal krass ausgedrückt, ständig die Klappe halten zu müssen, könnte ja Konsequenzen haben. Gleichzeitig sind wir aufs Funktionieren geprägt, wollen es recht und richtig machen und übernehmen uns ohne Ende.

Da zu Beginn die Symtome überwiegen, man mit Angst nimmer logisch denken kann, wird es natürlich schwierig, hier mal Ruhe reinzubringen, denn man hat Angst vor der Angst.

Deine Psychiaterin hat dir ein Antidepressivum mit sedierender Eigenschaft verschrieben. Manchmal muss man auch andere Antidepressiva ausprobieren, die einem helfen können, aber das bespreche mit dem Arzt.

Angst muss man verstehen lernen, und es gibt viele Möglichkeiten, damit umzugehen. Die gute Nachricht, du stirbst definitiv nicht daran, aber heftig ist es schon. Versuche so wenig wie möglich zu vermeiden, denn Vermeidung hilft gar nichts.

Und noch eine gute Nachricht, Angst bekommt man nur, wenn man sich hilflos fühlt, ist ja genau dieser Zustand, den du jetzt fühlst. Allerdings ist diese Hilflosigkeit in dir schon lange drin, kommt eben jetzt zum Ausbruch. Dagegen hilft nur Erkennen und Handeln. Allerdings gelingt das nicht über Nacht, da muss man richtig an sich arbeiten.

Lese hier viel im Forum, da findest du viele Anregungen.

x 3 #245


Thomass

An einem Party Abend gingen die Angstzustände los

Hallo,
Ich leider seit 10 Jahren und panischen Angst zustanden.
Ich erzähl mal von Anfang an. Es begann alles an einem Party Abend den wir mit vielen Bekannten verbraucht haben. Ich muss dazu sagen das ich zu der Zeit Dro. genommen haben wie Speed. Ich bin morgens wach geworden und mir war richtig schwindelig. Dachte mir nichts dabei und bin nach Hause gefahren da habe ich noch bei meinen Eltern gewohnt. Leider wurde es von Tag zu Tag schlimmer und die Ärzte haben mich von links nach rechts geschickt und nichts. Ich war wirklich überall. Ohne wirkliches Ergebnis habe ich mich Jahre rumgetrieben. Ich weiß nicht wie oft ich in der Not Aufnahme war es war immer alles gut. Ich habe einfach versucht damit irgendwie zu leben. Hat ne Zeit lang auch funktioniert so das ich meine jetzige Frau kennengelernt habe und vor 5 Jahren auch mein Sohn zur Welt gekommen ist. Kurz nach der Geburt ist alles wieder zusammen gebrochen. Ich hatte das Gefühl ich muss sterben Herzinfarkt also ab Krankenhaus und direkt intensiv Station da ich so durch gedreht bin. Die haben mein Herz auf den Kopf gestellt sogar eine herzkathter Untersuchung gemacht nichts. Bin dann zum Neurologen gekommen und wurde mit Tabletten eingestellt und in eine Tages Klinik überwiesen. Darmals habe ich 88kg geworden war nicht dünn aber normal mit diesen Tabletten habe ich mega zugenommen mittlerweile 120kg. Was ich noch festgestellt habe das ich keine Freude mehr habe und auch keine Emotionen mehr. Bin richtig Gefühls kalt geworden.
Leider ist immoment die Situation wieder schlimmer wenn mir die Seite weh tut denke ich direkt ans Herz das ist so verankert in meinem Kopf das ich es nicht loswerde. Ich fahre rum Sodas mich auf jeden Fall einer findet wenn was ist.
Leider hat mich dieser ganze misst auch schon mehre Jobs gekostet da ich immer wenn ich was habe wie ein flucht verhalten an den Tag lege.
Vielleicht gehts ja jemanden wie mir. Würde mich freuen mit Leuten hier die mich verstehen zu sprechen. So langsam zweifle ich an meinen Verstand. Gruß Thomas

#246


Larry67
Hallo Thomas,
willkommen hier im Forum.
Sicherlich wirst du herumsuchen in den einzelnen Themen und feststellen, dass du nicht allein bist. Irgendwann wirst du dein Thema und deine Gruppe finden mit denen du dich austauschen kannst. Sei geduldig auch wenn es schwerfällt.
Zumindest bist du medizinisch abgecheckt und du musst dir im klaren sein, dass nach heutiger med. Sicht du nichts organisches hast.
Informiere dich, wie das geht mit dem Angstkreislauf, wie der Körper reagiert bei Angst. Körperliche Symptome sind völlig normale Reaktionen. Die können alles Mögliche auslösen und das dumme daran ist, man fühlt es real und ist auch messbar! Trotzdem sind viele Dinge nur durch " Denken und das Unterbewußtsein " ausgelöst. Das zu beherrschen erfordert viel sehr viel Übung und Beherrschung.
Lernen wie der Körper reagiert ist mit das Wichtigste zum Erfolg. Pures sachliches Wissen hilft die emotionale ängstliche Seite zu beherrschen.
Das erstmal zum Anfang
Drück dir die Daumen
Larry

#247


Thomass
Danke freue mich drauf hier Leute kennen zu lernen denn es genau so geht.
Vielleicht bekommt man viele gutes Tips.

#248


Larry67
Tips bekommst du sicherlich aber du musst für dich die richtigen herausfiltern denn einen goldenen Weg gibt es nicht.
Verinnerliche für dich, dass der menschliche Körper ein verdammt robustes Ding ist welches nicht so schnell kaputt geht. Vertraue deinem Körper erst einmal

#249






Prof. Dr. Heuser-Collier
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