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Wie @petrus57 schon schreibt. Du kannst die Symptome durchaus damit auslösen.
Dann mag es sich für dich anfühlen, als hättest du die Erkrankung, aber es ist reversibel.
Gehen werden die Beschwerden nicht von allein. Erst wenn du die Angst davor verlierst und nicht mehr den Fokus darauf setzt,
verschwinden die Symptome allmählich. Je länger du dich darauf konzentriert hast, desto länger dauert es auch, bis es wieder verschwindet.
Mein längstes durchgehendes Symptom, an das ich durchgehend denken musste, waren starke Gleichgewichtsstörungen für über ein Jahr
und das war auch mein schlimmstes Symptom bisher. Sie waren immer da. Im liegen, sitzen, stehen, beim laufen, beim einschlafen und direkt wenn ich wach wurde. Alles hat sich gedreht und bewegt,
ich kann nicht mal sagen,dass es ein Drehschwindel oder so war..es war gefühlt alles. Beim laufen dachte ich in Löcher zu fallen.
Damit gingen einige andere Beschwerden einher. Ich hab auch Probleme mit den Ohren und Augen gehabt. Konnte Geräusche nicht richtig orten, Gegenstände haben vor meinen Augen geflimmert,
oder sind mir entgegen gekommen. Zeitweilig bin ich gelaufen, als sei ich schwer betrunken. Irgendwann sagte ich mir "nimm doch einfach mal an, dass du nicht krank bist. Was hast du mit diesen Gedanken schon zu verlieren" und so langsam ging es dann weg.
Auch heute kommen diese Gleichgewichtsstörungen gerne wieder, wenn es mir allgemein nicht gut geht, aber heute weiß ich, dass ich keine Angst davor haben brauche
und dann verschwinden sie auch relativ schnell wieder.
Eines hab ich mit den Jahren gelernt.
Dein Körper hat eine Art Gedächtnis. Du trainierst dir die Beschwerden an. Ursprünglich war womöglich wirklich einmal eine kurzzeitige Störung vorhanden
und durch deine Gedanken hat sich das manifestiert. Aber ich hab auch gelernt, dass diese Beschwerden wieder weg gehen.
Wenn ich mich durch meine Gedanken krank machen kann, dann kann das genauso umgekehrt funktionieren, indem ich positiv denke und mir aus Überzeugung sage,
dass alles wieder gut wird. Genauso ist es wichtig, keine Angst vor Rückschlägen zu haben. Die Beschwerden gehen nicht nach einem bestimmten Schema wieder weg.
Manchmal kommen sie wieder, wenn du gerade überhaupt nicht damit rechnest. Dann ist es wichtig nicht aufzugeben und seinem Körper auch einmal zu erlauben, für eine Zeit lang schwach zu sein.
Meine derzeitigen Beschwerden sind ziemlich ähnlich wie deine und machen mir momentan auch noch Angst, weil sie neu und ungewohnt sind.
Ich kann also glaube ich ein bisschen verstehen, wie du dich momentan fühlst.