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Munzi
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Hallo,
Ich beginne demnächst mit einem Achtsamkeitskurs (MBSR). 2021-2024 habe ich eine KVT gemacht, wegen einer somatoformen Störung und bin nun nahezu beschwerdefrei. Allerdings habe ich nach wie vor Angst, wenn ich tatsächlich somatisch krank bin (z. B. bei Fieber oder - wie Moment bei Übelkeit) - auch wenn ich nicht genau sagen kann, wovor ich Angst habe - wahrscheinlich ist es dann die Hilflosigkeit. Gefühle kann ich leider fast nur an Körperreaktionen ableiten. Ein wenig zur Ablenkung verfasse ich auch ehrlich gesagt gerade diesen Beitrag, da ich ein Völlegefühl im Hals habe und dann gesehen habe, dass ich einen seit 8 Tagen abgelaufenen Joghurt gegessen habe.

Damals habe ich Meditation, TEK-Training und PMR ausprobiert, aber da ich noch starke psychosomatische Symptome hatte, haben die Körpereahrnehmungsübungen den Fokus auf die Symptome und damit diese selbst eher verstärkt. Aufmerksamkeit nach außen zu lenken - besonders mit soziale Kontakten - half mir hingegen mehr - insbesondere da ich sehr introvertiert bin.

Nun frage ich mich, ob ein Achtsamkeitskurs - der ja gerade auf bewusste Wahrnehmung des Körpers abzielt - überhaupt helfen kann. Ich bin ja eigentlich genervt von der starken Fixierung auf meinen Körper und dessen "Symptome". Allerdings habe ich viel Gutes gelesen und erhoffe mir vor allem auch eine Verbesserung meiner Gefühlswahrnehmung, weniger häufigeren Tinitus und mehr Fokus auf das Hier und Jetzt und meine Umgebung.
Habt ihr da Erfahrungen?

27.02.2026 #1


2 Antworten ↓


Schlaflose
Zitat von Munzi:
Nun frage ich mich, ob ein Achtsamkeitskurs - der ja gerade auf bewusste Wahrnehmung des Körpers abzielt

Ich hatte in meiner Reha Achtsamkeitstraining. Da ging es aber genau umgekehrt darum, seine Achtsamkeit nach außen zu richten z.B. beim Spazierengehen auf die Natur und Geräusche, Gerüche zu achten usw.

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S
Zitat von Munzi:
Nun frage ich mich, ob ein Achtsamkeitskurs - der ja gerade auf bewusste Wahrnehmung des Körpers abzielt - überhaupt helfen kann.

Achtsamkeit kann sich ja auf vieles beziehen, nicht nur auf den Körper. Es geht bei der Achtsamkeit darum sich für eine bestimmte Zeit auf "etwas" zu konzentrieren und wenn sich Gedanken einschleichen (was sie tun werden) sich immer wieder auf dieses "etwas" zu konzentrieren. Dadurch lernst du deinen Geist zu beruhigen und aus Gedankenkarussellen auszusteigen. Ich habe bereits zwei mal einen MBSR Kurs gemacht und profitiere da immer noch von, kann dir also sehr empfehlen dich darauf einzulassen. Schwierigkeiten mit den Übungen werden intensiv in der Gruppe besprochen, du wirst damit also nicht alleine gelassen.

#3





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Dr. Matthias Nagel
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