Ursachen und RisikofaktorenDie Ursachen einer Gastritis hängen davon ab, ob es sich um eine akute oder chronische Form handelt. Bei einer akuten Gastritis spielen vor allem Alk., Lebensmittelvergiftungen oder auch ein übermäßiger Medikamentengebrauch eine Rolle. Bei der chronischen Gastritis stehen dagegen eher Autoimmunprozesse und bakterielle Infektionen im Vordergrund.
Akute GastritisEine akute Gastritis entsteht häufig durch chemisch-toxische Reize. Dazu gehören zum Beispiel starker Alk., Lebensmittelvergiftungen oder die übermäßige Einnahme von NSAR wie Acetylsalicylsäure. Auch starke körperliche Belastungen können die Magenschleimhaut stark reizen, etwa bei Verbrennungen, schweren Verletzungen, Operationen oder intensivem Leistungssport. In manchen Fällen kann auch eine Infektion mit Helicobacter pylori zunächst als akute Gastritis auftreten und später in eine chronische Form übergehen.
Chronische GastritisTyp A: AutoimmungastritisBei der Autoimmungastritis richtet sich das Immunsystem gegen die eigenen Belegzellen der Magenschleimhaut. Dadurch kommt es zu einer anhaltenden Entzündungsreaktion. Zusätzlich kann auch bei dieser Form in vielen Fällen gleichzeitig eine Infektion mit Helicobacter pylori vorliegen.
Typ B: Bakterielle GastritisDie bakterielle Gastritis wird häufig durch eine Infektion mit Helicobacter pylori verursacht. Bei manchen Betroffenen löst dieses Bakterium eine Immunreaktion aus, die mit Entzündungsprozessen verbunden ist. Die Übertragung erfolgt wahrscheinlich fäkal-oral, also über verunreinigte Lebensmittel oder Trinkwasser. Deshalb treten Infektionen in Regionen mit guten Hygienebedingungen seltener auf. Außerdem gibt es Unterschiede zwischen ländlichen und städtischen Gebieten. Auch persönliche Faktoren wie ein geschwächtes Immunsystem oder eine genetische Veranlagung können beeinflussen, wie
stark die Immunreaktion ausfällt.
Typ C: Chemisch-toxische GastritisBei dieser Form wird die Magenschleimhaut durch bestimmte Stoffe geschädigt oder die Magensäureproduktion zu stark angeregt. Dazu zählen unter anderem:
Bestandteile der Gallenflüssigkeit bei Gallenrückfluss in den Magen, zum Beispiel nach einer Magenresektion
nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), da sie die Bildung schützender Prostaglandine hemmen
chronischer Alk. und/oder Nikotinkonsum
Pilzgifte wie Aflatoxin
https://fet-ev.eu/gastritis-ernaehrungstherapie/Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET)