Zitat von faktum:Der Betroffene handelt in diesem Fall natürlich "egoman" - kann aber nicht anders - es ist nun mal eine Zwangshandlung!
Das sehe ich etwas anders. Zwar nicht etliche Jahre, aber ich litt auch länger an einer Herzphobie und in wirklich schlimmer Form, mit 2-3 mal die Woche Notarzt über Monate. Auch das volle Programm, also 24h Blutdruck, etliche EKG, 24h EKG und dann sogar nicht nur deswegen 4 Tage Krankenhaus wegen verschiedener Untersuchungen, bis hin zu Herz Ultraschall und sogar Herzkatheter.
Und was kam raus? Nichts! Herz 100% super, auch mit 40 und obwohl ich lange stark rauchte (seit 1,5 Jahre nicht mehr), nicht die geringste Verkalkung irgendwo an Herzgefäßen. Die Kardiologin sagte im OP, selbst bei 40 jährigen Nichtrauchern wäre es ok, wenn da eine Miniverkalkung wäre, aber bei mir nichts, was super ist.
Trotzdem, gegen dieses Gespenst im Kopf hat es kaum geholfen. Und das Schlimmste was man machen kann und ich hab das zu der Zeit auch fas auf null runtergefahren, sich damit noch ständig im Netz befassen, googleln etc. Das macht es nur schlimmer! Zumindest sollte man sich so gut es geht gedanklich ablenken und nicht noch Romane in Foren darüber schreibe. Und JEDER Psychologe oder Psychiater würde das so sagen, 100 pro. Informieren, ok, kein Problem, auch hier nicht.
Man MUSS was tun. Untersuchungen, von Arzt zu Arzt rennen, Pillen, Therapie, ja, irgendwo kann alles helfen, wobei manchen nichts hilft. Machen muss man selbst was. Wenn deine Beziehung (etc.) ok ist, du mit dir zufrieden bist, deine Arbeit ok ist und sich dann vielleicht noch eine vernünftige Freizeitbeschäftigung suchen, Sport etc., dann hilft das i.d.R. schon sehr.
Zu sagen "ja, ist halt ne psychische Krankheit, man kann nicht anders", ist mir zu einfach. Das klingt mir zu sehr so, als würde man die Verantwortung wegschieben und sich auf der Diagnose psych. Krankheit ausruhen.