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Hazy
Hallo ihr Lieben,

momentan hab ich irgendwie nen "Run" was Krankheitsängste angeht und es tut mir leid, dass ich schon wieder was neues habe. Das mal vorweg.

Eben habe ich hier ein wenig aufgeräumt und als ich später auf der Couch war, wollte ich mir dickere Socken anziehen. Da ist mir aufgefallen, dass mein linker, großer Zeh vorne rechts an der Spitze ganz taub ist. Also nicht nur oberflächlich, sondern als hätte mir da jemand ne Betäubungsspritze reingehauen. Jetzt kann ich nicht die Finger davon lassen.

Zu enges Schuhwerk habe ich nicht getragen und ungewohnte Bewegungen gab es auch nicht. Eigentlich sagt mir mein rationalen Denken: "Das kommt von nem Nerv, vielleicht hast du nur doof gesessen und es geht morgen wieder weg." Aber dann kommt die hypochondrische Seite und sagt: "Was, wenn es vom Hirn ausgeht und das ein Vorzeichen für einen Schlaganfall ist, denk mal drüber nach!"

Und nun bin ich wieder im Panik-Modus

Hat jemand ein paar tröstende Worte für mich?

08.01.2017 19:21 • 08.01.2017 #1


21 Antworten ↓


Hotin
Hallo hazyhue,
Zitat:

Und nun bin ich wieder im Panik-Modus


Ich lese es, aber warum bist Du wieder im Panik-Modus?

Dein Unterbewusstsein erzählt Dir seit Jahren.
"Alles was ich nicht erklären kann, ist lebensgefährlich."

Frage doch mal Dein Bewusstsein!
Wann hast Du gehört oder gelesen, das eine taube Zehenspitze eine
Vorwarnung für einen Schlaganfall sein kann?
Jetzt sage bloß nicht, das ist Deine eigene Erfindung!

Gruß Bernhard

08.01.2017 19:36 • x 1 #2



Dicker Zeh teilweise taub - will nicht googeln

x 3


Hazy
Von tauben Zehenspitzen im Speziellen habe ich noch nichts gehört, nur von Taubheitsgefühlen im Allgemeinen.
Und natürlich habe ich das im Internet gelesen.

08.01.2017 19:38 • x 1 #3


Wenn du dir unsicher bist dann geh doch mal zu nem Osteopathen

08.01.2017 19:41 • x 1 #4


Hazy
Zitat von MissPanicRoom:
Wenn du dir unsicher bist dann geh doch mal zu nem Osteopathen


Eine gute Idee. Nur jetzt gerade muss ich erst mal wieder von dem Tödlichkeits-Gedanken weg kommen. Jemand Tipps?

08.01.2017 19:45 • #5


Bei mir war es mal der rechte große Onkel bis zum Spann hoch.

Keine Ahnung, was das war. Wahrscheinlich Durchblutungsstörungen, ist nach ca. einem halben Jahr von alleine wieder weggegangen.

Wenn es dir hilft, hol dir was mit rotem Weinlaub zum einreiben, das soll bei D.-Störungen helfen.

Habe aber selber keine Erfahrung damit.

Entweder Arzt oder Apotheker fragen, wenn es länger anhält und dir Angst macht.

08.01.2017 19:45 • x 1 #6


Zitat von hazyhue:
Zitat von MissPanicRoom:
Wenn du dir unsicher bist dann geh doch mal zu nem Osteopathen


Eine gute Idee. Nur jetzt gerade muss ich erst mal wieder von dem Tödlichkeits-Gedanken weg kommen. Jemand Tipps?


Brauchst du nicht habe

Bei mir kribbelts auch manchmal oder es schläft was ein. Manchmal macht man halt komische Bewegungen oder stößt sich den Zeh an. Und dann knackst es hier und knackst es da Nicht immer gleich nachgooglen. Es ist alles gut. Wie gesagt nen Osteopath richtet wieder wenn was nicht funktioniert
Oder eine ganz gute Erfahrung hat ich mit einer Physio Mass. Therapie. Da hab ich erstmal wieder gemerkt was ich alles für Knochen hab im Körper

08.01.2017 19:49 • x 1 #7


Hazy
Zitat von MissPanicRoom:
Oder eine ganz gute Erfahrung hat ich mit einer Physio Mass. Therapie. Da hab ich erstmal wieder gemerkt was ich alles für Knochen hab im Körper


Was genau ist das für eine Therapie?

08.01.2017 19:51 • #8


enten
Zitat von hazyhue:
Nur jetzt gerade muss ich erst mal wieder von dem Tödlichkeits-Gedanken weg kommen. Jemand Tipps?


Na aber sicher...

Zitat von Kathi 1970:
Bei mir war es mal der rechte große Onkel


Hieß der nicht "Kleiner Onkel" und war das Pferd von Pippi Langstrumpf?

Der hatte auch keinen Schlaganfall in den Hufen

08.01.2017 20:01 • x 3 #9


Zitat von hazyhue:
Zitat von MissPanicRoom:
Oder eine ganz gute Erfahrung hat ich mit einer Physio Mass. Therapie. Da hab ich erstmal wieder gemerkt was ich alles für Knochen hab im Körper


Was genau ist das für eine Therapie?


Weiß nicht wie das in Deutschland ist oder was es da bei euch gibt. Das sind Mass. die vom Physiotherapeuten ausgeführt werden um Blockaden zu lösen. Er hatte auch Erfahrungen in Akupunktur hat er gleich mitgemacht. Fand das super. Ich hatte gute drei Jahre nichts. Jetzt müsst ich mich mal wieder kneten lassen

08.01.2017 20:02 • #10


Hotin
Hallo hazyhue,
Zitat:
Nur jetzt gerade muss ich erst mal wieder von dem Tödlichkeits-Gedanken weg kommen. Jemand Tipps?


Ich glaube, der Zusammenhang ist da etwas anders.
Du schreibst hier von einem "Tödlichkeits-Gedanken". In Wirklichkeit meinst Du aber etwas völlig anderes.
Du möchtest Sicherheit für Dich.
Deswegen fragst Du uns. Wir sollen Dir Sicherheit geben, also Dich beruhigen.
Das können wir versuchen. Es funktioniert aber immer nur sehr kurze Zeit.
Genau so lange, bis aus Deinem Unterbewusstsein wieder eine Frage kommt,
die Du selbst mit Deinen Bewusstsein nicht beruhigend beantworten willst.
Dann beginnst Du wieder uns, also den Foren-Usern, Deine Verantwortung rüber zu schieben.
Du nennst das beruhigen.

Ist das verständlich?
Die Lösung für Dich, liegt wie bei allen, die Angst vor Krankheiten haben dort.
Du musst selbst für Dich und das was Du denkst die Verantwortung übernehmen.
Dann lässt das nach.


Gruß Bernhard

08.01.2017 20:09 • x 1 #11


Es ist reine Kopfsache, denk nicht weiter drüber nach, dass gibt sich wieder

08.01.2017 20:11 • x 1 #12


Hazy
Zitat von Hotin:
Hallo hazyhue,
Zitat:
Nur jetzt gerade muss ich erst mal wieder von dem Tödlichkeits-Gedanken weg kommen. Jemand Tipps?


Ich glaube, der Zusammenhang ist da etwas anders.
Du schreibst hier von einem "Tödlichkeits-Gedanken". In Wirklichkeit meinst Du aber etwas völlig anderes.
Du möchtest Sicherheit für Dich.
Deswegen fragst Du uns. Wir sollen Dir Sicherheit geben, also Dich beruhigen.
Das können wir versuchen. Es funktioniert aber immer nur sehr kurze Zeit.
Genau so lange, bis aus Deinem Unterbewusstsein wieder eine Frage kommt,
die Du selbst mit Deinen Bewusstsein nicht beruhigend beantworten willst.
Dann beginnst Du wieder uns, also den Foren-Usern, Deine Verantwortung rüber zu schieben.
Du nennst das beruhigen.

Ist das verständlich?
Die Lösung für Dich, liegt wie bei allen, die Angst vor Krankheiten haben dort.
Du musst selbst für Dich und das was Du denkst die Verantwortung übernehmen.
Dann lässt das nach.


Gruß Bernhard


Lieber Bernhard,

vielen Dank, du beschreibst es ganz richtig. Ich kann mich selbst absolut nicht beruhigen und habe kein Vertrauen in mich ube meinen Körper.

Aber wie schaffe ich das:
Du musst selbst für Dich und das was Du denkst die Verantwortung übernehmen.

Gibt es da Taktiken, Tipps, Hilfen, irgendwas? Ich bin mit meinem Latein am Ende und auch therapeutisch konnte ich mir bisher kaum helfen.

08.01.2017 20:14 • #13


HAllo hazyhoe,

genau das ist auch mein Problem, ich bin da vor ein paar Monaten drauf gestoßen. Ich sollte auch endlich die Verantwortung für mein Denken, meine Handlungen, mein Leben übernehmen.
Das ist sehr schwer, ich habe das in den letzten 51 Jahren nicht geschafft, aber ok, ich habe es auch nie versucht. Dieses Manko ist mir ja jetzt erst klar geworden. Wie das funktioniert, weiß ich auch nicht. In besseren Phasen erinnere ich mich an alles, was ich schon geschafft habe, das hilft. Aber in schlechten Phasen schaffe ich das nicht gut.

Die Angst vor dem Tod hat sich bei mir allerdings etwas gelegt. Ich bin etwas spirituell geworden, nenn es esoterisch oder gläubig oder so. Naja, da habe ich gehört, dass nur die Hülle stirbt, der Rest bleibt. Ist doch beruhigend. Mich beruhigt es jedenfalls...

08.01.2017 20:30 • x 1 #14


Icefalki
Hazy, wenn dein Zeh taub ist, ist er taub. Warum das so ist, kann dir ein Arzt sagen. Das wäre ok.

Aber Panik zu bekommen, dass das tödlich enden könnte, das ist hypochondrisch. Und hier beginnt alles.

Bernhard hat schon recht. Unsere Beruhigungsmöglichkeit sind eigentlich schlechter, weil keiner Arzt ist, ergo, wäre für dich zu überdenken, warum du die Verantwortung an eine Laiengemeinschaft abgeben möchtest, die eigentlich null Plan hat.

Denk mal darüber nach. Fand ich jetzt hochinteressant.

Drück dich trotzdem, du kleiner Dickzehenangsthase.

08.01.2017 20:34 • x 3 #15


Hotin
Hallo hazyhue,
Zitat:
Gibt es da Taktiken, Tipps, Hilfen, irgendwas?


Ja sicher, für fast alles gibt es Tipps. Du solltest nur immer die richtigen Fragen stellen. Schau mal. Ich lese Deine
Texte zur Angst vor Krankheiten schon viele, viele Monate. Es muss meistens immer erst ein Punkt kommen,
an dem Du offen wirst für bestimmte Argumente. Heute könnte so ein Tag sein.
Ich schicke Dir gleich mal etwas über Private Nachricht, weil ich hier keine Bilder veröffentlichen kann.
Zitat:
und auch therapeutisch konnte ich mir bisher kaum helfen.


Natürlich nicht. Auch bei allem, was Dir in einer Therapie erzählt wird,
musst Du entscheiden, also Verantwortung übernehmen.
Das baue ich bei mir ein. Das baue ich aber nicht in meine Gedanken ein.
Dies Verantwortung willst Du aber nicht übernehmen, noch nicht.
Erklärt man Dir in einer Therapie nicht, wie das gehen kann, ist das Risiko groß,
das Du ohne Erfolg wieder zurück kommst.


Gruß Bernhard

08.01.2017 20:51 • x 2 #16


Zitat:


Erklärt man Dir in einer Therapie nicht, wie das gehen kann, ist das Risiko groß,
das Du ohne Erfolg wieder zurück kommst.



Das kann einem tatsächlich erklärt werden? Die Erklärung brauche ich auch. Ich weiß ja um mein Problem, die Verantwortung für mein Leben abzugeben. Aber wie das zu ändern ist, weiß ich nicht. Meine Therapien (da ging es auch nie um die Veantwortung) haben zwar etwas geholfen, aber nie für lange...

LG
Moni

08.01.2017 20:55 • x 1 #17


Ich halte nicht viel von dem Erklärungsmodell, jemand wolle durch das Schildern seiner Probleme und Ängste die Verantwortung für sein Denken an andere deligieren.

Was hazyhue hier macht und was wohl die meisten hier im Forum machen, nennt sich Selbstregulation.
Die Fähigkeit zur Selbstregulation entsteht in den ersten drei Lebensjahren und ist maßgeblich durch die Qualität der Beziehung zur Mutter geprägt.
Fühlt sich das Kind unwohl,nimmt es Kontakt zur Mutter auf.

Als Erwachsene nutzen wir die Fähigkeit und nehmen Kontakt zu anderen Menschen auf,wenn uns Émotionen,Ängste oder ähnliches aus der Bahn werfen.Fehlen enge Vertraute,müssen anonyme Internetbekanntschaften diesen Zweck erfüllen.Natürlich fehlen dann die Möglichkeiten,mal in den Arm genommen zu werden,was eine enormen Beruhigungseffekt haben kann.

Wir Menschen brauchen halt andere Menschen,was soll´s?
Ich kann da nichts Bedenkliches drin sehen.

Mit "Verantwortung für das eigene Denken/Leben abgeben" hat das aus meiner Sicht nichts zu tun.(Klingt mir auch viel zu sehr nach "Anonyme Alk.".........)

08.01.2017 21:02 • x 2 #18


Also bei mir ist es tatsächlich so, ich mag/kann nicht Verantwortung für mich übernehmen. Ich habe mich immer an Menschen geklammert, nur um nicht alleine zu sein, alleine zu entscheiden usw. Das hat auch zu einer unguten Ehe geführt, zu dem Kontakt mit "Freunden", die mir nicht gut tun.

08.01.2017 21:05 • #19


Hazy
Zitat von Icefalki:
Hazy, wenn dein Zeh taub ist, ist er taub. Warum das so ist, kann dir ein Arzt sagen. Das wäre ok.

Aber Panik zu bekommen, dass das tödlich enden könnte, das ist hypochondrisch. Und hier beginnt alles.

Bernhard hat schon recht. Unsere Beruhigungsmöglichkeit sind eigentlich schlechter, weil keiner Arzt ist, ergo, wäre für dich zu überdenken, warum du die Verantwortung an eine Laiengemeinschaft abgeben möchtest, die eigentlich null Plan hat.

Denk mal darüber nach. Fand ich jetzt hochinteressant.

Drück dich trotzdem, du kleiner Dickzehenangsthase.



Ach manno, jetzt sitze ich hier und heule, weil ich mir selbst zu viel bin und kotzen könnte.

Warum ich die "Laiengemeinschaft" frage ist allerdings eher leicht für mich zu beantworten. Ich habe zwar Freunde und Familie, aber ich kann nicht so offen mit denen reden, wie ich es hier kann.

1. Sind hier viele Betroffene, so wie ich, die mich zumindest teilweise gut verstehen können.
2. Kann ich hier schreiben, wie ich wirklich denke und fühle, ohne Angst zu haben, dass ich ausgelacht werde.
3. Ist es tatsächlich ein Drang zur Rückversicherung. Ich habe dann so ein "will auf den Arm Gefühl" was mir das Forum zumindest teilweise wirklich gibt.

08.01.2017 21:15 • #20



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