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Ratespiel82
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Hallo ihr Lieben!
Ich leide schon lange an Krankheitsängsten, genauer gesagt an der Angst vor ALS, 2011/2012 war meine erste Phase, danach war es 12 Jahre lang gut und seit Oktober 2024 habe ich neue Symptome, die immer wieder kommen, das Jahr 2025 war eigentlich wieder ok bis vor ca. einem Monat. Seitdem bin ich in der schlimmsten Angstspirale gefangen, die ich bisher kannte. Ich kann nicht schlafen, nicht essen, nicht funktionieren. Ich habe solche Angst, dass ich nie wieder „normal“ werde.
Ich würde mir hier ausdrücklich keinen Austausch über Symptome wünschen, sondern einen Austausch mit Menschen, die es aus der Angst herausgeschafft haben und mit welchen Mitteln und Wegen. Ich weiß, dass sich hier natürlich vorwiegen Leute tummeln, die selber Probleme habe, aber ein Verusch ist es wert. Kann mir jemand Mut und Hoffnung machen, dass mein Leben nicht vorbei ist?
Vielen Dank!

11.09.2026 #1


3 Antworten ↓

alles_roger
@Ratespiel82
Hey,
Ja, diese Gedankenspirale der Hypochondrie ist schon echt fies. Das ist unglaublich erschöpfend, aber die gute Nachricht ist: Du bist dem nicht hilflos ausgeliefert, und du kannst dein Gehirn auch wieder auf „Entwarnung“ umprogrammieren. Der erste und wichtigste Schritt führt ironischerweise weg vom Bildschirm. Dr. Google ist bei Krankheitsangst dein absolut größter Feind. Jede Suchanfrage füttert die Angst mit neuen Horrorszenarien und hält das Stresslevel oben. Probier stattdessen mal einen „digitalen Entzug“ und widerstehe dem Drang, Symptome zu recherchieren. Genauso verhält es sich mit dem ständigen Kontrollieren des eigenen Körpers – das sogenannte „Checking“. Je öfter du tastest, misst oder in den Spiegel schaust, desto mehr Fokus lenkst du auf normale Körperprozesse, die dein Gehirn dann fälschlicherweise als Gefahr einstuft. Um da rauszukommen, hilft es, den Fokus radikal nach außen zu lenken. Wenn die Angst hochschießt, bring dich sanft zurück in die Realität: Geh laufen, triff Freunde, mach Sport oder konzentriere dich ganz bewusst auf deine Atmung. Mit der Zeit lernt dein Nervensystem so, dass das unwohle Gefühl im Körper vorbeigeht, auch ohne dass du in Panik ausbrichst. Eine Verhaltenstherapie kann hier Wunder wirken, um den fiesen Mechanismen der Angst auf die Spur zu kommen und zu verstehen, was eigentlich hinter der Sorge um die Gesundheit steckt – oft sind das nämlich ganz andere ungelöste Stressfaktoren im Leben. Sei geduldig mit dir, nimm die Angst an, anstatt sie wütend zu bekämpfen, und geh Schritt für Schritt zurück in ein unbeschwertes Leben. Alles Liebe!

#2


A


Auswege aus der Hypochondrie

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Kruemel_68
Zitat von Ratespiel82:
Hallo ihr Lieben! Ich leide schon lange an Krankheitsängsten, genauer gesagt an der Angst vor ALS, 2011/2012 war meine erste Phase, danach war es 12 ...

Hier steht eigentlich alles wissenswerte drin. Stöber da mal durch.

agoraphobie-panikattacken-f4/raus-aus-der-angst-so-schaffst-du-es-t133396.html

x 1 #3


P
Zitat von Ratespiel82:
einen Austausch mit Menschen, die es aus der Angst herausgeschafft haben

Neben "Themen aufarbeiten/lösen" , die Ängste und Depression auslösen oder verstärken und den Umfang mit Stress erlernen (ich kann dazu einen Stressmanagementkurs empfehlen, war eine immense Hilfe bei meiner Heilung), Nährstoffmängel aufdecken und angehen (ebenfalls bei mir eine ganz wichtige Säule),
hilft es ganz simpel, einen gesunden Körper und Lebensstil zu schaffen.

Mens sana in corpore sano >> ein gesunder Geist in einem gesunden Körper. Wie man "gesund lebt" bzw wird, kann man heutzutage überall nachlesen.

#4





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