Hallo, ich lese hier schon länger mit. Ich habe eine generalisierter Angststörung mit starker Krankheitsangst (Krebs. ).Meine Psychotherapie hat vor kurzem geendet. Letztes Jahr habe ich Sertralin nach etwas mehr als einem Jahr der Einnahme ausgeschlichen (maximale Dosis lag bei 75mg). Allerdings geht mein Psychiater davon aus, dass ich weiter 50mg einnehme. Dieses Jahr war für mich extrem anstrengend und psychisch herausfordernd, ich hatte einen ungewollten Schwangerschaftsabbruch ( mein Mann wollte auf keinen Fall ein weiteres, dann 5. Kind), seitdem liegt meine Beziehung am Boden, vor ein paar Wochen erhielt meine Tochter eine Epilepsie-Diagnose und auf unserer Station (ich bin Krankenschwester auf der Inneren) betreuen wir nun auch täglich Frauen mit Brustkrebs und anderen gynäkologischen Krebserkrankungen. Das alles hat mich veranlasst wieder zum Psychiater zu gehen und vor 4 Wochen langsam mit Sertralin zu starten. Der Psychiater geht allerdings davon aus ich erhöhe auf 75 mg. Vor 14 Tagen, also auch 14 Tage nach der regelmäßigen Einnahme von 25mg Sertralin begannen bei mir Albträume und sehr intensive Träume (mehrere pro Nacht), damit verbunden im Anschluss aufschrecken und Schauer, wie ich die von Panikattacken kenne mit vermehrten Schwitzen ab dem Dekolleté aufwärts und Hautbrennen. In aller Regel wache ich zunächst auf, dann klopft mein Herz und dann beginne ich im wachen Zustand zu schwitzen, allerdings nie so, dass ich mich umziehen müsste oder Kleidung und Laken nass sind. Etwas nass sind allenfalls die Achseln, aber meist auch nicht. Manchmal kann ich den Schauer und das Schwitzen auch verhindern indem ich beruhigend mit mir spreche. Das passiert nun fast jede Nacht und mehrmals in der Nacht. Ich war nach der 2. Nacht so verängstigt auch durch viel nachrecherchieren, googeln usw. mit massiver Krebsangst, dass ich Sertralin auf 12,5 mg reduziert habe. Ich könnte auch 6 Tage fast gar nicht schlafen, da ich bereits aus Panik vor der Nacht und evtl. erneuten Schwitzen nicht einschlafen konnte. Nach 1 Woche der Reduktion wurden die Träume vom Inhalt harmloser und nicht mehr ganz so häufig in der Nacht. 2 Tage habe ich auch ganz gut geschlafen und nicht geschwitzt. Seit 2 Tagen, habe ich die 12,5 mg Sertralin erneut halbiert (das geht natürlich nur grob) und seit dem ich das gemacht habe, habe ich wieder häufige anstrengende Träume und das Schwitzen. Außerdem mache ich seit Wochen immer wieder diverse Krebserkrankungen durch mit intensivsten Abtasten der Brust wegen Brustkrebs, intensive Stuhlbeobachtung, weil einmal (!) der Durchmesser klein war und ich mich direkt viel mit Bleistiftstuhl und Darmkrebs beschäftigt habe, Abzählen der ausgekämmten Haare aus Angst vor Haarausfall und eben immer wiederholt die panische Angst vor Nachtschweiß als Symptom von Krebs. Fieber habe ich nicht und sehr guten Appetit. Auch tagsüber meine ich deutlich mehr zu schwitzen, als sonst, besonders auf der Arbeit und bei Stress und ich komme mit dem Kalt-Warm-Wechsel gerade nicht gut zurecht. Das Hautbrennen hatte ich bereits in der längeren Vergangenheit schonmal stark als psychosomatisches Symptom. Ich traue mich nicht dem Psychiater die Wahrheit zu sagen und frage mich in Dauerschleife, ob das alles vom Sertralin (bei so niedriger Dosis und erst 14 Tage nach Einnahme) von meinen Ängsten oder doch vom vermeintlichen Krebs kommt. Ich weiß auch nicht, ob ich doch wieder mehr Sertralin nehmen sollte. Beim letzten Mal hatte ich nur Übelkeit und Aufstoßen als Nebenwirkungen und auch längere Zeit wirre Träume, die mich aber nicht groß störten oder zum Schwitzen brachten.
Ich bin ziemlich verzweifelt, muss mich aber auch um meine 4 Kinder kümmern und arbeiten gehen. Vielleicht könnt ihr mir mit Euren Erfahrungen weiterhelfen?
Hallo,ich habe deinen Beitrag eben gelesen und dachte dabei sofort : dein Körper ist völlig durcheinander,durch dieses hoch und runter dosieren von dem Medikament ?! Das hört sich an,als wenn Dein Stoffwechsel total durcheinander ist und Dein Körper versucht irgendetwas zu entgiften ? Zusätzlich die Angst und Dein ganzes anderes Paket,was Du da zu schleppen hast Das ist ja nicht ohne ! Wenn Du Deinem Psychiater nicht alles erzählen kannst,was soll das dann bringen.Wenn nicht ihm,wem sonst.Er möchte ja für Dich da sein und hat wahrscheinlich die beste Erfahrung ? Keine Ahnung ob das so ist.
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Albträume/nächtl Schwitzen seit 2 Wochen Sertralin?
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Ich wünschte mir, ich könnte meinen Psychiater dies alles erzählen, habe aber Angst, dass er mich als Patientin ablehnt, weil ich ihn angelogen und das Sertralin ausgeschlichen habe anstatt die 50 mg weiter zu nehmen. Rezepte habe ich ja regelmäßig geholt, ohne es noch zu nehmen.
Dann ist das Gleichgewicht aber ja nicht so gut zwischen Euch.Gibts ja nur zwei Lösungen - oder mehr - entweder Du sagst es ihm und guckst wie er reagiert.Oder Du suchst Dir jemand anders und machst es da anders.Oder Du tust so,als wenn nie irgendetwas gewesen ist,obwohl ich glaube,das das generell nicht gut tut - so zu tun ,als ob.