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201206.07




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bei berlin
hallo!

ich leide jetzt seit einem jahr an wiederkehrende gedanken und seit 10 jahren an angst und panik. vor 8 jahren hatte ich für vorübergehend einen waschzwang, der aber wie von geisterhand eines tages plötzlich weg war und seitdem auch nicht mehr wiederkam.
zurück zum eigentlichen; alles begann vor einem jahr, als ich wegen eines vermuteten herzinfarktes in kh kam und vom arzt unter anderem auch gefragt wurde, ob ich asthma hätte. das war ein wort, welches sich sofort verankert hatte. seither beobachte ich jeden tag meine atmung und hab den drang tieeef einatmen zu müssen. ich habe jeden tag angst davor, keine luft mehr bekommen zu können. jeden morgen wenn ich aufwache, ist der erste gedanke, hoffentlich bekomme ich heut gut luft, hoffentlich passiert mir nichts und schon geht es los das ich den ganzen tag über auf meine atmung konzentriert bin. ich habe keinen normalen tagesablauf mehr, weil dieser gedanke mich so einnimmt und mich in vielem hemmt, oder stoppt und ich somit teilweise ganz normale sachen nicht mehr tun kann. das fängt schon bei gespräche, meiner mitmenschen an. ich kann mich dann nicht mehr auf das gespräch konzentrieren, da die gedanken schlimmer und beängstigender werden und ich dann flüchte. ich verlasse vor lauter angst schon seit einem jahr die stadt nicht mehr, da ich immer ein krankenhaus in der nähe brauche. ich weiss nicht, ob es ein zwanggedanke ist und wie ich mich davon wegdenken kann. ich weiss nicht mehr weiter.

viele grüße



  12.07.2012 11:51  
Hallo funnycosmo,

das erste, was ich Dir empfehlen möchte, ist eine ambulante Psychotherapie. Du solltest nicht weiter versuchen, Deine Probleme alleine zu stemmen. Es ist wichtig, nachzuprüfen, woher Deine Ängste kommen und gespeist werden. Das, was Du im Moment schilderst, würde ich als körperbezogene oder Krankheitsangst bezeichnen. Gleichzeitig sprichst Du von einem Waschzwang, der plötzlich wieder verschwand. Ein solcher Symptomwechsel und Zwänge als Korrekturversuch bei Angst sprechen ebenfalls dafür, dass es "eine gemeinsame Klammer", eine gemeinsame Quelle geben muss, aus der Deine Ängste "gespeist" werden. Da musst Du ran - mit Hilfe !

Was Du bis zu einer Therapie selbst tun kannst, ist folgendes:

- beschäftige Dich intensiver mit "Angst im Allgemeinen", um die mechanismen dahinter verstehen zu lernen, z.B. mit dem Buch von D.Wolf, Ängste verstehen und überwinden, PAL Verlag.
- hier erfährst Du mehr über Krankheitsängste:

http://www.expertenrat.info/angst-vor-krankheiten.html

Selbsthilfematerial dazu:

http://www.expertenrat.info/ratgeber-angst-vor-krankheiten.html

Schau mal, wie weit Du damit kommst und ob das ein Weg für Dich sein kann, Deine Probleme zu bewältigen.

Alles Gute für Dich

Bernd Remelius

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