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F
Hallo,

mich beschäftigt seit einiger Zeit, daß ich an einem Waschzwang leide und zwar hatte ich es bisher immer versucht, das geheim zu halten. Dennoch fühle ich mich dadurch beeinträchtigt und hätte gern mal gewusst, welche Therapiemöglichkeiten es gibt diesbezüglich, wie solch ein Waschzwang entsteht (ich dusche und bade mehrmals am Tag), wasche mir öfters die Hände. Wie schafft man es, einen solchen Waschzwang am Besten abzubauen?

Herzliche Grüße

15.09.2011 02:01 • 29.09.2011 #1


1 Antwort ↓

B
Hallo Finja,

Zwänge sind grob gesagt in der Regel untaugliche Bewältigungs- und Lösungsversuche bei Ängsten, durch Rituelle Handlungen wieder Sicherheit zu gewinnen. Problematisch ist gerade bei Zwängen, dass sie sich verselbsständigen können und stabil und hartnäckig sind. Du solltest Dich auf jeden Fall deshalb in Behandlung begeben. Dabei rate ich Dir zu einer psychiatrischen Ambulanz einer Uniklinik oder einer ambulanten Verhaltenstherapie. Auf der Suche nach einem ambulanten Therapieplatz solltest Du aber unbedingt erfragen, ob der Therapeut/die Therapeutin Erfahrung mit der Behandlung von Zwängen hat.
Die Behandlung besteht in der Regel in der gedanklichen Bearbeitung der zugrunde liegenden Ängste sowie der anschließenden, vom Therapeuten unterstützten Konfrontation mit angstauslösenden Situationen bei Unterbindung der Zwangshandlungen - also ähnlich einer Angstkonfrontationstherapie. Darüber hinaus sollten weitere Ursachen, die zu den Ängsten führen natürlich auch behandelt werden.

Zur Information würede ich Dir empfehlen: Nicolas Hoffmann, Wenn Zwänge das Leben einengen, PAL Verlag sowie Erfolgreich gegen Zwangsstörungen: Metakognitives Training - Denkfallen erkennen und entschärfen von Steffen Moritz.
Die Bücher dienen der ersten Information, ersetzen aber keine Therapie !

Ich wünsche Dir alles Gute und grüße Dich herzlich

Bernd Remelius

29.09.2011 17:08 • #2





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