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201217.06




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30
nrw
Hallo liebes Expertenteam,

ich bin ganz schön verzweifelt. Ich habe immer wiederkehrende Phasen von Ängsten und Depressionen. Immer wenn ich denke so jetzt hast du es geschafft , dir geht es gut , taucht irgendwann wieder so etwas auf.
Ich hab angst das es ein schlimmes Ende mit mir nimmt und ich nie mein Leben genießen kann. Ich hab seit dem ich ein Kind war solche Phasen.
Ich bin auch in psychologischer Behandlung, nur nicht mehr so häufig weil es lange Zeit gut ging. Die Verhaltenstherapie hab ich angefangen wegen einer Angoraphobie und Panikstörung. Was sich eigentlich auch sehr verbessert hat. Nur in letzter Zeit läufts wieder schwer.
Meist tritt sowas auf wenn sich in meinem Leben etwas ändert.
Ich habe im Internet jetzt von einer Dysthymie gelesen und hab sorge das ich an soetwas leide. Kann man soetwas haben und dem hilflos ausgeliefert sein? Also das man da nichts mental entgegensetzen kann? Ich fühl mich in solchen Phasen wie eine verrückte die an etwas ganz schlimmen leidet.
Ich möchte nicht schon wieder Antidepressiva nehmen , weil ich dabei immer das Gefühl habe , ich könnts nicht alleine schaffen.

Ein Rat von Ihnen wäre schön.

Lieben Gruß

Lala



  21.06.2012 10:03  
Hallo lala22,

eine Dythymie bedeutet eigentlich nichts anderes, als dass Du unter einer depressiven Entwicklung leidest, die weniger biologisch, als vielmehr durch Deine Lebenserfahrungen und Deine Lerngeschichte bedingt ist.
Es kann sein, dass Du mit einem depressiven Anteil Deiner Persönlichkeit leben musst, aber sehr wohl lernen kannst, damit besser umzugehen.

Du solltest Dir folgende Möglichkeiten überlegen:
ganz wichtig: wenn Dir in der Vergangenheit Antidepressiva geholfen haben, dann solltest Du - wenn nötig auch lebenslang - auf ihre positive Wirkung nicht aus falschem Stolz verzichten ! Du leidest nicht unter depressiven Phasen, weil Du Dir das ausgesucht hättest. Das ist eine Krankheit, die es gilt anzunehmen und nicht noch die Schuld bei sich selbst zu suchen. Oder würde jemand mit einer Zuckerkrankheit sich nicht spritzen, "weil er dann das Gefühl hätte, es nicht alleine zu schaffen"? Denk mal drüber nach.
Kläre mit Deinem Therapeuten oder Deiner Therapeutin, was jetzt zu tun ist - eventuell wieder eine intensivere Therapiephase einlegen?
Gab es bei Dir eine stationäre Therapie in einer Fachklinik? - wenn nein, wäre dies eventuell eine Option, wo Du über einen längeren Zeitraum noch einmal intensiver an Dir arbeiten könntest - sei es an einer Veränderung, sei es an der Akzeptanz und dem besseren Umgang mit dieser Seite an Dir.

Hierfür einige Adressen von Kliniken, von denen uns Patienten häufig Gutes berichtet haben:

Klinik Berus.Orannastr.55.66802 Überherm-Berus

Psychosomatische Klinik Windach-Ammersee,Schützenstr.16,86949 Windach

AHG Klinik für Psychosomatik,Kurbrunnenstr.12, 67098 Bad Dürkheim

Vogelsbergklinik,Jean Berlit Str.3l, 36355 Grebenhain

Klinik Roseneck.Am Roseneck 6. 83209 Prien

Psychosomatische Fachklinik Bad Pyrmont,Bombergallee 10,31812 Bad
Pyrmont

Hardtwaldklinik I , Hardtstraße 31, 34596 Bad Zwesten, kostenfreies Service-Telefon 0800 8528870

Empfehlen würde ich Dir gerne noch ein Buch:

"Endlich frei«: Schritte aus der Depression" (Beltz Taschenbuch)
Josef Giger-Bütler (Autor)

Ich wünsche Dir alles Gute und bin überzeugt, dass Du DEINEN Weg finden kannst, damit es Dir auf Dauer besser mit Dir selbst geht.

Liebe Grüße

Bernd Remelius

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