Zitat von SweetAppelPie123: Ist ja an sich ein gutes Zeichen, wenn der Geist die Emotionen verarbeiten möchte.
Jepp.. denke ich auch. Und "Bilder" kann zumindest ich z.B. auch besser mit Emotionen verknüpfen und man muss nicht groß "grübeln", man ist einfach Betrachter.. am besten wohl auch relativ "neutraler" Betrachter
Zitat von SweetAppelPie123: Und gleichzeitig kann ich nicht weiter von meinem Trauma heilen, weil ich mich so sehr auf die Enge fokussiere, was Stress auslöst.
Genau da sagst du ja im Grunde schon, wo dein Problem dabei liegt. Du konzentrierst dich auf die "Enge". Atemübungen haben ja auch etwas "meditatives".. evtl. würde auch hier und da eine Meditation helfen, um auch den Geist etwas zu lockern.. nicht nur den Körper. Evtl. hilft es dir, dir z.B. statt Enge.. logischerweise eine "Weite" vorzustellen.. für mich ist z.B. das Universum und die Verbundenheit aller Dinge... Sterne, Planeten, aber auch Lebewesen und kleinste Teilchen.. etwas, das mir ein Gefühl von "Weite" schenkt. Kann aber auch ein beruhigender Sonnenuntergang, oder -aufgang, am Meer sein.. oder der Blick von einem Gipfel über die Täler.. oder der aus einem Flugzeug auf die Wolken, oder die Erde. Auch eine weite Ebene, eine Wiese, ein Blumenmeer. Im Grunde sind da ja keine Grenzen gesetzt.
Und wenn du etwas gefunden hast, dass dieses Gefühl von "Weite" in dir auslösen kann.. dann evtl. mal versuchen, diese "Weite" bei der Atemübung "einzuatmen".. auch dir selbst mal sagen, dass bei jedem Atemzug die Weite an "Freiheit" gewinnt, sich vergrößert.. und auch die Luft nicht nur in der Lunge strömt.. sondern durch sie hindurch.. in den Körper.. und auch aus dem Körper in den "Raum".
Eine Form von Meditation eben. Im Grunde machst du das ja schon.. halbwegs unbewusst und automatisiert.. allerdings mit der "Enge". Die solltest du evtl. "auflösen".

Ob du da ganz tief atmest, also "laut".. oder nur sanft, aber tiefer oder länger einatmest.. ist eigentlich nebensächlich, wie ich finde. Hauptsache locker und entspannt.. und das klappt ja evtl. auch nicht so gut, wenn man sich auf eine Atmung konzentriert, die evtl. gerade noch anstrengend für einen selbst wirkt.
Zitat von SweetAppelPie123: Des Weiteren erschöpft mich Muskeltraining oder das Dehnen wirklich extrem. Ich habe das Gefühl, dass das für meinen Körper größter „Stress“ ist, dass ich das durchziehe, selbst wenn es nur 20-30 Minuten sind.
20-30 Minuten können auch viel sein. Wenn es täglich ist, und der Körper die Belastung evtl. lange nicht gewohnt war.. sowieso. Und wenn du da evtl. hier und da Muskelkater hast.. oder sich was dehnt, was eben evtl. wirklich etwas "eingerostet" war.. kann das ja auch mal schmerzen.. und wenn man sich dann darauf konzentriert, während man sowas ruhiges machen möchte, wo man im Grunde jedes Detail im Körper wahrnehmen könnte.. lenkt das natürlich auch wieder etwas ab. Also hier und da erholen, bis nichts mehr zwickt und zwackt.. schadet oftmals auch nicht
Zitat von SweetAppelPie123: Danach fühle ich mich so unglaublich erschöpft. Und am nächsten Tag neige ich dazu in destruktive Muster zu verfallen, wie beispielsweise Heißhunger, Schokolade, also alles was Dopamin gibt. Warum ist das so?
Ja.. wenn man was durchzieht, was man im Grunde evtl. gerade auch gar nicht machen möchte.. kostet es oft auch mehr Energie. Nicht nur die körperliche, sondern dann auch den mentalen "Gegenspieler".. den "inneren Schweinehund".. den man überwindet

Also Heißhunger nach Anstrengung ist ja z.B. hier und da normal. Und wenn man destruktive Muster bei sich erkennt.. ne Art von "Belohnung", um sich wieder besser zu fühlen.
Stimme @Cbrastreifen ansonsten auch zu

Aber ich denke auch, dass du schon relativ weit bist, was "Genesung" angeht, wenn du Bilder.. und Emotionen dazu "betrachtest". Weil es wie gesagt aus meiner Sicht "schneller" geht, als groß Denken. Wenn du jetzt noch die Gefühle zur "Betrachtung" verändern kannst, ist aus meiner Sicht schon vieles in eine positive Richtung getan. Hat ja anscheinend auch ne ganze Zeit gut funktioniert, bezüglich der Atmung. Mir persönlich ist bei einigem auch aufgefallen.. dass eine zu lange gleichbleibende Ansicht.. bei manchem "einengend" wirken kann.
Hab z.B. lange gedacht und gefühlt.. "Heimat ist im Herzen".. um mich überall wieder angstfrei fühlen zu können. Das engte aber irgendwann gefühlt mein Herz ein, weil ich es auf mein Herz bezog. Also wurde daraus "Heimat ist überall". Nur ein Beispiel, aber vom Prinzip her eben ähnlich.. wie die "Enge" beim Atmen.. die ja anscheinend schonmal eine "Weite" war.. da du ja schon entspannen konntest. Evtl. auch da mal versuchen, dich an das zu erinnern, was du da fühltest.. und den Fokus weg bekommen von der Enge.