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Darf ich mal fragen vor was ihr Angst habt und mit welchen sym. Ihr zu kämpfen habt?

28.08.2012 18:24 • 12.09.2012 #1


11 Antworten ↓


Ich habe am meißten Angst vor der Angst. Das wieder eine Attacke kommen könnte.
Werde dann sehr unruhig, bekomme nasse Hände, Herzrasen Beinschmerzen,Schwindel.
Reagiere dann sehr stark auf Geräusche in meiner Umgebung. Kann Lärm jeglicher Art dann nicht ertragen und muß mich dem entziehen.

fenn

28.08.2012 18:27 • #2



Welche sym. habt ihr?

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schwitzen, derealisation, herzrasen, schwindel, trockener mund, durst, atemnot, unruhe, nervosität,...

28.08.2012 18:31 • #3


hallo,
ich denke, das am schwierigsten zu verarbeitende ist die Angst vor der Angst. Denn wenn
man die Angst mal gespürt hat, ist es eigentlich sch...egal, woher sie kommt,man will sie
nicht mehr spüren. Meine ursprünglichen Ursachen, die wohl in meiner Kindheit liegen,
machen mir längst keine Probleme mehr, die jetzige Phase, die seit Mitte April anhält, wurde
durch den blöden Kommentar einer ehemals depressiven Bekannten ausgelöst, die meinte,
dass meine damaligen wetterbedingten Probleme wie Müdigkeit und Kopfweh, auch ein
Hinweis auf Depressionen sein könnten. Ich habe in mich reinghehört, Depressionen gesucht
und Angst gefunden. Mein größtes Problem dabei wurden die Schlafschwierigkeiten, von
denen ich glaubte, sie würden mich noch in den Wahnsinn treiben. Es ist brutal, wenn man
irgendwann mal glaubt, nie wieder richtig schlafen zu können. Habe ja schon einiges dazu
geschrieben, mittlerweile geht es einigermaßen, teilweise sehr gut, manchmal aber immer
noch sehr schwierig. Brauche manchmal bis zu 3 oder 4 Stunden, bis ich einschlafe, weil
ich dann einfach das Gedankenkarussell nicht stoppen kann. Steigt dann auch noch der Puls,
dann dauert es natürlich auch nochmal, schliesslich schafft man es nicht immer, völlig cool
und emotionslos zu bleiben, ganz normal. Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich bisher weder Tabletten genommen, noch eine Therapie gemacht habe. Magenprobleme,
Appetitlosigkeit, depressive Verstimmung habe ich überwunden, vom vielen Nachdenken
habe ich aber manchmal noch Kopfschmerzen. Geht aber alles soweit, je weniger man
den körperlichen Beschwerden Beachtung schenkt, desto weniger machen sie Trouble

28.08.2012 19:04 • #4


Hallo Eddi,

geht mir auch manchmal so das Leute irgend ne Äußerung machen und mein Körper dann darauf reagiert.
Ich empfinde die Angst vor der Angst als deswegen so schrecklich weil ich mich damit in die Vermeidungstaktik begebe.
Hatte eine Attacke beim Autofahren, jetzt bin ich seit 6 Wochen !! nicht selbst gefahren und das wo ich sonst täglich gefahren bin. Mein ganzes Vertrauen ist im Ar.......

28.08.2012 19:11 • #5


hallo, fennek
man hat nur eine einzige Chance: Man muss sich immer wieder seinen Ängsten stellen
und lernen zu akzeptieren. Das ist nicht immer einfach, manchmal auch sauschwer und
frustrierend, aber es muss einfach im Unterbewußtsein ankommen, dass alle Ängste völlig
unrealistisch und überzogen sind. Das kommt aber nur an, wenn man es sich immer wieder
aufs Neue beweist. Je mehr man der Angst ausweicht, desto stärker wird sie. Je öfter man
sie überwunden hat, umso mehr merkt man, dass es ja doch klappt

29.08.2012 08:25 • #6


Hallo eddie,

ich weiß ja das Du recht hast, ich muß mich dem stellen. Versuche es im Moment mit kleinen Fahrten in meinem Ort und mache mir bewußt das alles was ich empfinde Kopfsache ist.

Ich danke Dir

Gruß fenn

31.08.2012 23:53 • #7


Zitat von fennek:
Hallo eddie,

ich weiß ja das Du recht hast, ich muß mich dem stellen. Versuche es im Moment mit kleinen Fahrten in meinem Ort und mache mir bewußt das alles was ich empfinde Kopfsache ist.

Ich danke Dir

Gruß fenn



hallo fenn,
genauso ist es...es ist reine kopfsache!
ich habe angefangen meinem körper wieder mehr zu vertrauen.. hatte mich anfangs abgesichert damit, falls die pa aufkommt, das ich jemanden telefonisch erreichen kann.
ich bin nun nach wochen wieder das erste mal arbeiten .. diese woche hat mich immer mehr und mehr gestärkt. es sind täglich 4 x 15 km zum arbeitsplatz und wieder zurück die ich überwinden musste.
seit ich nun weiß, wie die pa zustande kommt, seit dem tag weiß ich auch, das ich die angst wieder loswerden kann.
es ist noch ein weiter weg...aber nun weiß ich zumindest, es liegt einzig und allein an mir, diese angst loszuwerden.
ich saß vor ein paar wochen auch da, konnte nicht mal mehr alleine vor die haustüre... geschweige denn autofahren oder einkaufen ... ich habe mir nichts mehr zugetraut... und genau das ist der fehler...das vertrauen in sich selbst verschwindet... man verkriecht sich mit seiner angst und hofft, das man zuhause am sichersten ist.

du musst dein selbstvertrauen wieder gewinnen... den ersten schritt hast du ja bereits schon unternommen, indem du in deinem ort schon kleine fahrten unternimmst... geh es langsam an in kleinen schritten...
wir angst und pa patienten haben das vertrauen in uns selbst durch die angst verloren... es wieder zurückgewinnen ist schwer...aber es klappt wenn man sich und seinem körper wieder mehr zutraut.

01.09.2012 04:41 • #8


hallo bawü,

hast recht, ich danke Dir für Deine Worte. Ich werde jetzt dranbleiben , ich habe nämlich keine Lust eine Gefangene meiner Angst zu werden !!

Mir ist im Übrigen mal aufgefallen : Wo Wut ist ist kein Platz für Angst.. und so langsam werd ich böse auf meine Angst. Es stinkt mir nämlich mich von ihr so gängeln zu lassen.

Manche sagen die Angst ist ein gutes Empfinden es schützt uns vor Gefahren und macht uns an den richtigen Stellen vorsichtig.

Ich finde die Angst ist der Feind des Menschen und kann ein echter Fluch sein.

Ich denke mir dann : O.K. , sterb ich eben früher weil ich vielleicht an der falschen Stelle nicht vorsichtig war, aber wenigsten hätte ich bis dahin GELEBT und mich nicht permanent gefürchtet, oder ??

LG Fenn

01.09.2012 16:12 • #9


Ich habe hyperventiliert (Atemnot, Herzrasen, verkrampfte Hände und Mund, weiß im Gesicht) und nachdem ich das ein Paarmal bekam und nicht wusste was ich in dieser Situation tun soll bekam ich auch die Angst vor der Angst. Mein früherer Hausarzt hatte mich damals allerdings nicht richtig über meinen Zustand aufgeklärt, dieser Idiot meinte damals, dass ich eine genetische Disposition für psychische Krankheiten aufgrund der Suchterkrankung meiner Eltern habe. Ich bekam daraufhin Suizidgedanken, denn ich wollte niemals mein Leben so führen wie meine Eltern. Gott sei Dank bin ich einmal im Krankenhaus gelandet, wo mich eine Ärztin über meine Zustand aufklärte und mir sagte was ich tun sollte, wenn es wieder passiert (Tüte atmen, Bauchatmung üben) Dadurch hatte ich nicht mehr soviel Angst, denn ich wusste wie ich relativ schnell Herr über die Situation werden konnte und ich wusste auch, dass ich an einem Panikanfall nicht sterben und durchdrehen werden. Ich habe mich nie vor irgendetwas gedrückt, wo ich wusste, dass ich wieder einen Anfall kriege, ich kann jedem nur raten dies genauso zu tun, denn dadurch verschwinden die Panikattacken sehr schnell wieder.

Stressbacke

06.09.2012 12:10 • #10


Hallo Stressbacke ( Komm mir vor als wenn ich Dich beleidige)

ich kenne das hyperventilieren auch, ist ein schreckliches Gefühl. Bei mir zog sich auch der Mund ganz spitz zusammen und meine Finger waren ganz verkrampft. Das atmen in eine Tüte hilft wirklich ist also gut wenn Du immer eine kleinen Gefrierbeutel oder sowas einstecken hast.

Bleib stark auch wenn es schwer fällt und ich denke das Dir dieses Forum sehr helfen kann, weil Du mit der Zeit merken wirst das wir nicht todkrank sind und alles nur von unseren Gedanken gesteuert wird.

Eine Therapie wäre in diesem Fall vielleicht auch nicht schlecht ( kognitive Verhaltenstherapie).

Alles Gute und liebe Grüße Fenn

10.09.2012 14:08 • #11


Sind schon ein paar zusammen gekommen ist hier jmd der speziell herzangst hst?

12.09.2012 17:41 • #12



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Dr. Reinhard Pichler