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Schmatzinsel
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seit 10 tagen Vegetative Hyperaktivität / Hyperarousal: bleibt das für immer?

Hat jemand von euch damit Erfahrung?

• • 21.08.2026 x 1 #1


11 Antworten ↓

G
Zitat von Schmatzinsel:
bleibt das für immer?

Nein, es ist gut behandelbar.


Hyperarousal, auch als Übererregung des Nervensystems bekannt, beschreibt einen Zustand anhaltender innerer Anspannung und Alarmbereitschaft.
Betroffene fühlen sich, als wäre ihr Körper in ständiger Alarmbereitschaft– selbst in völlig sicheren Situationen.
Das autonome Nervensystem bleibt dauerhaft aktiviert, was nicht nur psychische, sondern auch körperliche Symptome hervorruft.
Hyperarousal tritt häufig im Zusammenhang mit psychischen Belastungen wie Stress, Traumafolgestörungen oder der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) auf und ist ein ernstzunehmendes Symptom mit erheblicher Auswirkung auf die Lebensqualität.

Behandlung von Hyperarousal – Wege zurück zur Ruhe

Ein dauerhaft übererregtes Nervensystem kann den Alltag erheblich belasten. Wer unter Hyperarousal leidet, fühlt sich ständig angespannt, reizbar oder erschöpft. Zum Glück gibt es bewährte psychotherapeutische Ansätze, die helfen können, innere Ruhe wiederzufinden.

Therapiemöglichkeiten
Eine besonders wirkungsvolle Methode ist EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing). Ursprünglich zur Verarbeitung traumatischer Erlebnisse entwickelt, kann EMDR dazu beitragen, belastende Erinnerungen neu zu verarbeiten und emotionale Anspannung zu reduzieren.
Auch die kognitive Verhaltenstherapie (CBT) hat sich bewährt, um Stressmuster zu durchbrechen. Sie hilft dabei, automatische Gedanken und Reaktionsmuster zu erkennen, die das Nervensystem in Alarmbereitschaft halten.
Durch gezielte Übungen können Betroffene lernen, ihr Verhalten bewusst zu steuern und neue, entspannende Gewohnheiten zu entwickeln.
Ein weiterer wichtiger Baustein sind achtsamkeitsbasierte Methoden. Techniken wie Meditation, Atemübungen oder progressive Muskelentspannung fördern die Selbstregulation des Nervensystems. Sie helfen, den Körper aus dem Stressmodus zu holen und Momente der Ruhe bewusst wahrzunehmen.

Die Kombination dieser Ansätze kann individuell angepasst werden, um langfristig mehr Gelassenheit und Stabilität zu gewinnen. Wer sich Unterstützung holt, macht den ersten Schritt in Richtung inneres Gleichgewicht.

Medikamentöse Therapie
In schweren Fällen können Medikamente helfen, das übererregte Nervensystem zu stabilisieren und Symptome wie Schlafstörungen, innere Unruhe und Reizbarkeit zu lindern. Besonders bei anhaltendem Hyperarousal, etwa bei PTBS oder Angststörungen, kann eine gezielte medikamentöse Behandlung die Balance der Neurotransmitter und Stresshormone regulieren.
Langfristige Verbesserungen werden meist durch eine Kombination aus psychotherapeutischen Maßnahmen, gezieltem Stressmanagement und gegebenenfalls einer temporären pharmakologischen Unterstützung erreicht. Eine individuelle Anpassung der Medikation durch Fachärzt:innen ist essenziell, um Wirksamkeit und Verträglichkeit zu optimieren.

Quelle: https://www.betagenese.de/hyperarousal/...behandlung
Symptome, Ursachen, Behandlung

• x 1 #2


A


Vegetative Hyperaktivität / Hyperarousal

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arthur1995
Jaa ich denke das ich da auch drinnen stecke seit mehreren Monaten. Am schlimmsten ist es auf der Arbeit oder beim einkaufen. 🥴
Das schlimmste ist die Benommenheit und die innere Unruhe als wenn man ständig von irgendwas weg läuft und Angst hätte. Aber es kommen zusätzlich noch andere Symptome dazu die wahrscheinlich auch dazu gehören.

• x 4 #3


S
Und was hast du schon dagegen unternommen?

• #4


arthur1995
@Schmatzinsel also ich bin jetzt bei einem Psychotherapeuten in Behandlung. Also es sind noch die Vorgespräche die Haupt Behandlung beginnt nach der 7 Sitzung, und dann schaue ich mal weiter. Enspannungs Übungen die ich zuhause mache oder halt auf der Arbeit aufm Klo wenn es garnicht mehr geht es kommt ja noch Schwankschwindel dazu muskelverspannungen Benommenheit die ich ja bereits erwähnt habe. Jaa Lichtemfindlichkeit. Rücken schmerzen. Unter anderem mal gesichtsschmerzen. War im Krankenhaus da haben die sämtliche Test gemacht wie mrt und ct vom Kopf Nervenwasser Entnahme großes Blutbild, ekg ,Kipp Tisch Untersuchung. War beim hno also so alles abgecheckt. Aber die Symptome sind halt da und beeinträchtigen mich enorm im
Alltag und auf der Arbeit. Der Auslöser war wahrscheinlich vermute ich mal viel Stress, Panik Attacken.
Wie kommst du damit klar und was hast du für Symptome?

• x 1 #5


S
Ich komm damit gar nicht klar. Starke innere Unruhe, nur am hin und her laufen, druck in der brust, schlaflos, druck im kopf, Hitze und unaufhörlich der gedanke das es wahrscheinlich so bleiben wird

• #6


Z
Hey kenne das auch. Hatte es mal sehr schlimm. Ich bin dann wirklich sehr viel und regelmäßig spazieren gegangen bzw gelaufen... Meine Ärztin hat mir gesagt, dass das Nervensystem nach 20 min intensiven Gehens automatisch etwas runter fährt. Ganz weg gegangen ist es erst allerdings, als ich Medikamente genommen habe... AD und neuroleptikum..

• #7


arthur1995
@Schmatzinsel denn Gedanken habe ich oder hatte ich verstärkt auch es ist schwer dran zu glauben das es besser wird. Am Anfang wo es bei mir anfing kam ich garnicht drauf klar es war so schlimm das ich dachte das ich sterbe und kam so ins Krankenhaus. Als die mich da aufm Kopf gestellt haben und nichts lebensbedrohliches gefunden haben. War die Panik erst mal etwas abgeklungen trotzdem gibt es Tage wo es sehr intensiv ist und wiederum Tage wo es etwas abklingt. Ich vermute man sollte sich da professionelle Hilfe holen wie ich es jetzt auch tue ob das was bringt kann ich aktuell noch nicht sagen da ich noch mitten drin bin. Ich habe auch hier und da mal Gelesen das manche damit über Jahre hinweg mit rum laufen das ist auch schwer nachzuvollziehen weil allein der Gedanke damit immer jetzt zu leben ist echt belastend da es im
Alltag so schwer ist damit das man am liebsten garnichts mehr machen will.

• x 1 #8


S
@Zita welches Antidepressiva und welches antiepileptikum? Und wie lang hat es bei dir angehalten?

• #9


Z
Hm, lange her... Ich weiß die Präparate im einzelnen nicht mehr. Habe aber zur eindosierung noch Tavor bekommen, damit bin ich sehr runter gekommen.

Es war ein neuroleptikum und kein antiepileptikum...

• x 1 #10


S
@Zita war es venlafaxin und pregabalin? Und wann hast du tavor eingenommen? Zum schlafen? Und vor allem wie lang?

• #11


Z
Nein, es war bestimmt nicht Venlafaxin und Pregabalin.

An das AD kann ich mich wirklich nicht erinnern, als neuroleptikum habe ich damals Olanzapin bekommen, meine ich.

Tavor habe ich zu der Zeit mal morgens und abends genommen, über einen kurzen Zeitraum, schätze 10 Tage.. danach für eine längere Zeit Tavor nur abends..

• #12


A


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