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Liebe Community
Ich bin zurzeit an der Abschlussarbeit für mein Masterstudium beschäftigt. Ich habe dafür rund vier Monate Zeit. Nun ist es so, dass sich bei mir bereits nach der zweiten Woche ein extremes Stressgefühl entwickelt hat. Ich nehme an, dass es daran liegt, dass ich mich selber sehr unter Druck setze, weil ich eine gute Arbeit leisten will. Von aussen, Professoren und Betreuer gibt es keinen Druck. Mehr als die Hälfte ist schon durch, und den ersten Teil habe ich auch bestanden. Das Stressgefühl hat sich aber mittlerweile so entwickelt, dass ich mehrmals täglich eine kleinere Panikattacke durchlebe, in der mein Herz rast, meine Hände zittern, mein Hirn nicht mehr funktioniert, ich in Tränen ausbreche und ich alles was ich bis jetzt erarbeitet habe hinterfrage. Somit ist eine Weiterentwicklung meiner Arbeit enorm schwer, Betreuer und Professoren sind mir auch keine Hilfe. Ich nehme pflanzliche Beruhigungs-tabletten und -tee, die mir teilweise auch helfen, die Symptome zu lindern. Bauchschmerzen, Übelkeit, Enorme Zweifel bleiben aber und begleiten mich ständig. Kennt jemand so eine Situation und kann mir helfen?

Vor 6 Stunden • 24.11.2021 #1


1 Antworten ↓

Schlaflose
Zitat von salison:
Kennt jemand so eine Situation und kann mir helfen?

O ja, genau in dieser Situation haben damals meine Panikattacken angefangen. Es war in den Weihnachtsferien und ich habe gerade angefangen, meine 1. Staatsexamensarbeit zu schreiben. Ich hatte schon das ganze Studium über Angst vor dieser Arbeit und als ich loslegen wollte, überkam mich das erste Mal eine Attacke mit dem Hauptsymptom Schwindel und das Gefühl in Ohnmacht zu fallen oder zu sterben. Danach ereilten mich die Attacken mehrmals überall, auch zuhause. Ich habe aber trotzdem alles gemacht, bin zur Uni gefahren, die Veranstaltungen besucht, meine Arbeit gemacht (ich hatte einen Hiwijob) usw. Das einzige, was ich damals genommen habe, waren Corodin Kreislauftropfen, weil mein Hausarzt zuerst dachte, das alles käme von meinem extrem niedrigen Blutdruck. Im Laufe der Zeit (und in dem Maße wie ich mit der Arbeit vorankam) wurden die Attacken seltener und weniger schlimm. Nachdem ich die Arbeit abgegeben habe, war alles weg.
Ich kann dir nur raten, die Zähne zusammenzubeißen und durchzuhalten. Es ist ja nur für eine begrenzte Zeit.

Vor 19 Minuten • #2




Dr. Christina Wiesemann