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L

lisali
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Hallo,

Ich leide unter einer generalisierten Angststörung die ich schon mal mit Sertralin 50 mg sehr gut im Griff hatte. Nun bin ich zum 2. mal Mama geworden und merke wie auch damals an meinem Hund, dass die Ängste wieder überhand nehmen.

Ja richtig durch die Sorgen um meinen Hund. Ich muss kurz ausholen- mein Vater hatte eine sehr ausgeprägte verlustangst und Depressionen die er aber nie behandeln ließ. Also lief meine Kindheit so ab war er glücklich war alles super war er down war alles richtig schrecklich. Ganz besonders schlimm war es immer wenn geliebte Haustiere von uns gestorben sind. Er konnte mit diesem Schmerz überhaupt nicht umgehen und ist wirklich richtig durchgedreht, hat meiner Mutter die Schuld dafür gegeben wenn die Katzen überfahren wurden etc. Er hat wirklich alles so viel schlimmer gemacht, dadurch habe ich vermutlich irgendwie nie gelernt mit Verlust umzugehen.
Als ich von zuhause auszog habe ich mir einen lang ersehnten Wunsch erfüllt und mir einen Hund geholt, mittlerweile ist sie seit 9 1/2 Jahren an meiner Seite.
Und auch schon als die Angsterkrankung sich zum ersten Mal bemerkbar gemacht hat wie auch jetzt merke ich das an den übertriebenen Sorgen um meinen Hund.
Ich streichle den Hund merke eine Unebenheit und möchte sofort zum TA, ich habe sofort die schlimmsten Befürchtungen und kann’s überhaupt nicht kontrollieren. Ich habe panische Angst davor, dass mein hund mal stirbt- und ich glaube eigentlich habe ich panische Angst davor wie mein Vater reagiert.
Ich bin mittlerweile 29 und unabhängig von ihm aber trotzdem habe ich so extreme Angst. Ich war mir total im klaren dass ein Haustier mal krank werden kann, dass irgendwann der Tag X kommt. Aber trotzdem kann ich es beim hund nicht kontrollieren.
Bei meinen Kindern die ich natürlich noch mal ganz anders liebe- kann ich Rational denken, beim Hund nicht. Woran kann das liegen ? Ein Trauma aus der Kindheit ?
Ich bin in Therapie- hab das auch dort schon angesprochen merke aber dass ich darüber trotzdem noch redebedarf habe. habt ihr Ideen wie ich lerne mit dieser Angst umzugehen ?
Danke 🥰

20.03.2026 x 3 #1


3 Antworten ↓

Minime
Hallo und herzlich Willkommen hier,

vorweg, ich kann deine Sorge rund um den Hund so gut verstehen. Ich bin auch so eine Überbesorgte, die mit jedem Pickel am Hund zum TA rennt. Aber weißt du was, wir haben leider wenig Kontrolle über die Lebenserwartung unserer Lieblinge. Wir können sie so gut hegen und pflegen wie möglich, sie medizinisch versorgen lassen aber mehr liegt nicht in unserer Macht. Es ist schon mal gut, dass du einen Therapieplatz hast und so nicht alleine mit den Ängsten da stehst.

Ich versuche mir dann immer klar zu machen, dass unsere guten Zeiten zusammen genau jetzt und hier sind. Jetzt und hier können wir zusammen Spaß haben, was erleben, tolle Hundedinge tun. Und irgendwann kommt eben der Tag. Wir können ihn nicht aufhalten, ob wir uns die Zeit vorher mit Sorgen verdunkeln oder nicht. Ich drück dich mal, wenn ich darf....ich verstehe dich so gut. Ich fürchte diesen einen Tag auch ungemein, man kann keinem der keinen Hund hat erklären, wie stark das Band zwischen einem selbst und einem Hund ist.

Und ich habe, auch wenn das schräg klingt, schon mal für mich festgelegt, wie es weiter gehen soll, wenn es passiert ist. Ich möchte dann nicht dastehen und nicht wissen, wie es weitergehen soll. Hier steht schon mal fest, welcher Tierbestatter was machen soll. Nicht weil ich es so toll fand, mich damit zu befassen (hab geheult wie sonst was), aber weil ich weiß, ich werde in der Situation vollkommen neben mir stehen und das ist schlecht so Entscheidungen treffen zu müssen.

Was genau sind denn deine Befürchtungen bezüglich deines Vaters? Dass er dir die Schuld gibt? Dass er es selbst gesundheitlich nicht gut verkraftet.

#2


A


Panische Angst dass Hund stirbt durch Vater ?

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@Minime
danke für deine lieben Worte 🤍

ja ich denke mir dann in Momenten wo ich quasi rational denken kann, dass ich die Zeit mit meiner Maus doch genießen will und nicht ständig Angst davor haben kann was heute Morgen oder vielleicht doch erst in 2 Jahren is. Komischerweise denke ich ja bei meiner geliebten Oma auch nicht ständig an ihr Ende. Ich find das immer so eigenartig, dass ich eben bei meinem Hund so extrem bin..

und bezüglich meines Vaters weiß ich nicht ob es die Angst davor is, dass er den Schmerz eben nicht verkraften kann oder obs doch eher die Angst ist vor seiner Reaktion- er hat für mich den Verlust unserer früheren Haustiere immer noch viel schlimmer gemacht mit seinen Reaktionen, als die alleinige Tatsache des Verlustes schon war.. Ich hoff das war jetzt irgendwie verständlich erklärt 🫣🫣

x 1 #3


Minime
Das weiß ich auch nicht, ist aber bei mir genau so. Vielleicht weil für komplett für ein Wesen verantwortlich sind, dass uns eben irgendwann verlassen wird.

Verstehe, ist nicht ganz leicht mit deinem Vater. Schade, dass er sich nie hat behandeln lassen. Er konnte dich bei dem Verlust nicht auffangen, als Kind ist das alles ja doch etwas anders. Da hättest du vielleicht seine Unterstützung gebraucht wenn ein Haustier gestorben ist. Vielleicht will Trauer und loslassen gelernt sein, keine Ahnung. Was sagt den dein Therapeut dazu? Ist schon eher ein Thema für eine Therapie. Wenn das Kind sozusagen alleine da stand mit der Trauer und auch noch die Erwachsenen als Stütze nicht da sein konnten.

#4





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Dr. Christina Wiesemann
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