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georg999
Könnt ihr euch noch an die Zeit erinnern? An die Zeit, in der ihr keinen blassen Schimmer davon hattet, dass es so etwas gibt was euch heute mehr oder weniger im Leben so sehr beeinträchtigt!? In der ihr so unbeschwert durchs Leben gegangen seid und alles Schöne was ihr heute vielleicht gar nicht mehr macht (oder machen könnt) so selbstverständlich war, wie das morgens die Sonne aufgeht. Wo ihr noch den ganzen Tag an die Liebe, die Hobbies, die Arbeit oder die Schule gedacht habt, statt nur an euch selbst und die eigene Gesundheit. Als ihr noch, total unbewusst, das wart wofür ihr heute andere beneidet. Schlecht hat man sich höchstens während der jährlichen Erkältungszeit gefühlt oder wenn man mal zu tief ins Glas geschaut hatte. Angst und Panik war noch das lustige kleine kribbeln im Bauch, das man hatte wenn man sich einen Horrorfilm anschaute. Man regte sich teilweise über Dinge auf, über die man heute nur noch schmunzeln kann. Nein, dankbar dafür waren wir nicht, wir kannten ja nichts anderes. Und was damals schlechte Laune oder Traurigkeit war, wäre heute fast schon Glück. Was langweiliger Alltag war, wäre heute ein toller erfolgreicher Tag. Und ein Tag wie heute wäre undenkbar gewesen.


Ich wünsche euch allen das Gefühl dieser Zeit zurück, auch wenn man das bereits Erlebte so schnell nicht vergessen kann…

… aber wenn ihr es schafft werdet ihr bessere Menschen sein als ihr es vielleicht vorher jemals gewesen seid…

Georg

26.07.2009 14:49 • 19.09.2009 #1


23 Antworten ↓


Sunray
Hey Georg!

Als ich mir eben alle deine Berichte durchgelesen habe, sind mir tatsächlich Tränen in die Augen gestoßen. Ich sehe mich in all dem was du schreibst wieder...

Ich war früher auch so ein Partymensch wie du, war bei vielen beliebt, jeder wollte mit mir weggehen und alle mochten mich wegen meinem immer strahlenden Lächeln. Ich hab mich immer für alles und alle eingesetzt, habe überall migemacht wo ich nur mitmachen konnte...und nun...fast all meine Bekannten haben mich, wie es scheint, einfach vergessen. Aber auch nur, weil sie es einfach nicht wissen, den wahren Grund, warum ich sie immer und immer wieder versetzt habe...

Und nun, wenn ich mir diesen Beitrag von dir so durchlese...ich kann mich nur sehr wage daran zurückerinnern.

Aber eins weiß ich noch ganz genau: Damals, als ich frühs im Sommer aufgewacht bin und die Sonne in mein Zimmer geblinzelt hat, habe ich mich wie ein Honigkuchenpferd gefreut, dass schönes Wetter ist und ich meine tollen Sommerklamotten anziehen konnte und viele schöne Sachen unternehmen konnte.

Und was ist jetzt: Jetzt schaue ich jeden Tag in den Wetterbericht und sobald ich Temperaturen über 25 Grad erblicke kommt sie wieder...die Angst...die Gedanken ans ohnmächtig werden, benommen sein oder Schwindelgefühle...

Ich versteh es einfach auch nicht...es könnte doch so einfach sein...es sind doch unsere eigenen Gedanken, die uns unser Leben so zur Hölle machen...

Ich wünsche mir wirklich genauso sehr wie du, dass ich wieder so unbeschwert leben könnte, wie zuvor...

04.08.2009 16:06 • #2



Erinnert Ihr euch noch? An Alle1

x 3


Ich hielt es für unmöglich, aber Ihr beide sprecht mir aus der Seele........wirklich.............alle beide.........und in jedem einzelnen Wort..............

Bin sehr froh, dass es nicht nur mir so geht, aber andererseits tut es mir leid, dass es Euch auch so mies wie mir geht...........

Wir müssen uns beruhigen....

Entspannungsübungen....
Progressive Muskelentspannung.............
Ablenken (lesen, Musik hören, die Natur beochachten, riechen und berühren usw.............)

Und KÄMPFEN!

Lasst uns einfach kämpfen gegen diese nutzlose und erniedrigende, einschränkende und ruinöse Angst!!

Wir müssen zusammen halten, anders geht das nicht.........bzw. anders geht es auch, aber wenn wir zusammen halten, geht es einfacher....

Halten wir uns an den Händen..................................

vlg, redfox

05.08.2009 02:59 • #3


Oh ja, ich kann mich noch sehr gut erinnern und das ist ja das schlimmste an der ganzen Geschichte. Ich werde z.B. diesen Sommer nicht in den Urlaub fliegen, denn allein schon die Vorstellung vom Fliegen bringt mich in die nächste Attacke. Früher war es normale Flugangst, also so ein zittriges Gefühl im Bauch und schwitzigen Händen, aber doch keine Attacken, bei denen ich Angst habe entweder verrückt zu werden oder zu streben und bei denen ich es nie und nimmer in einem kleinen, engen Flugzeug aushalten würde!
Wir haben echt die A*Karte gezogen und ich bin nur froh, dass wir uns hier irgendwo ein bisschen Halt geben können!
Gruß
Bella

05.08.2009 08:45 • #4


georg999
Schön das es doch noch ein Paar Leute gibt, die genauso fühlen wie ich. Nach zwei Wochen ohne Antwort dachte ich schon ich gehöre hier garnicht hin.

Danke für Eure Antworten, vielen Dank

Georg

05.08.2009 11:38 • #5


Schade, dass Ihr alle so weit weg wohnt.
Ich kann mir gut vorstellen, dass wir uns gegenseitig helfen könnten...
Z. B. wenn bei einem die Angst aufkommt, kann ihm der Andere sagen: Spanne Deine Muskeln kurz dann und danach entspannst Dich. Die ganzen Symptome wie Zittern, Herzrasen usw.... können Dir nichts anhaben, sie sind völlig ungefährlich. Dieser böse Geist hat absolut keine Chance gegen Dich! Er kann Dir nichts tun! Was glaubt denn der eigentlich, wer er ist! Schimpfen wir ihn!

So ein Zuspruch hilft wahnsinnig gut!

Heute hatte ich wieder eine Attacke. Das macht mich total fertig, wenngleich ich es geschafft habe (durch viele Ratgeberbücher, die ich gelesen habe und von denen ich immer eins dabei habe, um mich zu stärken, wenn die Angst kommt...), ohne Tablette (Temesta) wieder raus
zu kommen. Hätte keine nehmen dürfen, da ich ein Kleinkind habe und ich war alleine mit ihm.......kann mir da nicht leisten, einzuschlafen....

Ich weiß einen Grund, warum die heute kam: Weil ich gestern den ganzen Tag das Haus nicht verlassen hatte....

Hatte mir vorgenommen, jeden, wirklich JEDEN Tag raus zu gehen.... denn das stärkt....und macht stolz..........und baut auf..............

Werde heute wohl wieder sehr viel B. trinken.......

vlg, redfox

05.08.2009 16:33 • #6


Ich finde deinen Post sehr schön. Ich habe ihn kopiert und ausgedruckt und werde ihn ,an meine Wand hängen , brauch nur noch einen schönen Bilderrahmen. Du hast es wirklich geschafft, das in Worte zu fassen was man fühlt. Vielen Dank dafür! Es gibt mir so undendlich viel Kraft, nicht alleine zu mit diesen Problemen zu sein.

05.08.2009 20:40 • #7


auch ich bin sehr berührt davon, was du schreibst..
ich habe vor ein paar tagen darüber nachgedacht wie es war, aber ich kann die zeit damals kaum noch nachvollziehen..aber ich weiß dass ich gelebt hab, und nicht ums überleben gekämpt. ich war frei und alles war so unbeschwert..
wie schön wäre es...

07.08.2009 07:40 • #8


HAllo Georg ,
Du sprichst mir mit Deinen Worten original aus der Seele!
GENAUSO geht es mir auch und ich habe auch schon versucht das in Worte zu fassen, aber so toll wie Dir ist es mir nie gelungen!
MAn kann es sich garnicht mehr vorstellen wie es wäre wenn man so unbeschwert und ohne irgendwelche Ängste und vor allem ohne diese schrecklichen Symptome wäre und man den TAg geniessen könnte....und wenn es warm ist sich auf den Tag am See etc zu freuen!
Und auch mich haben die ganzen Freunde etc verlassen. Ich war früher auch immer super drauf, hatte viele Freunde, habe immer was unternommen und war für jeden schei. zu haben....ich hätte nie dran gedacht, nur mal wegen Kopfschmerzen nicht weg zu gehen....NIE!
Und jetzt?? Oh man, wenn andere uns doch mal verstehen würden. Niemand, der das nicht hat, weiß wie wir uns fühlen und wie schlimm das für uns ist!

07.08.2009 19:09 • #9


ich könnte echt heulen, weil ich bis vor vier monaten noch total normal war. ich war extrem lebensfreudig und fröhlich und immer optimistisch...hab in meiner dramatischen bunten teenager-welt gelebt...ich kann immernoch nicht realisieren dass das nie wieder so wird. ich ertrag den gedanken nicht

25.08.2009 23:13 • #10


Silvermoon
Oh manno,

ja, an diese Zeit kann ich mich auch noch erinnern.
Hoppla hier komme ich, nichts und niemand kann mir etwas anhaben...

Und jetzt???

Es ist wirklich so. Damals hat man morgens beim Wetterbericht gedacht: Super, es wird wunderbar warm, ab in die Sonneeeeee! Und jetzt: Ui, es werden über dreißig Grad?!?! Du musst arbeiten?!?!? Wie kriegst du bloß diesen Tag rum ohne Kreislaufprobleme (die ich trotzdem noch nicht wirklich hatte).....

Oder man wacht morgens auf und der erste Gedanke ist: Krieg ich heute wieder Herzstolpern oder ne Angst- bzw. Panikattacke?

Party? Wo und wann, ich bin dabei!
Heute? Ach ne, hab keine Lust. Man könnte ja in dem Gedränge umkippen. Und diese laute Musik.... Dann kommt bestimmt mein Herz aus dem Takt....

Krankheit? Was war das?
Und jetzt? Krebs? Herzinfarkt? Und und und.... Mein bester Freund, der Hausarzt.....

Einerseits macht es micht traurig, aber andererseits auch wütend.
Warum ist das so?
Okay, lasst uns noch dankbar sein, dass wir nicht wirklich schwer krank sind...

Aber ich denke auch, dass wir dadurch bessere Menschen werden oder wurden.


Ich danke euch allen, dass ihr hier seid. Fühle mich dadurch wirklich nicht so alleine mit diesen Problemen.

Lasst uns versuchen, wenn wir in gaaaaaaaaanz ferner Zukunft irgendwann den letzten Gang gehen, sagen zu können: Okay, da war mal ein Problem, aber dadurch bin ich sensibler auch anderen Menschen gegenüber geworden.

Anstatt: Toll, mein ganzen Leben Sorgen gemacht und wofür? Für nichts, dafür dass ich jetzt STEINALT dem Leben goodbye sage.....

Ich wünsche uns allen die Kraft, dass wir es alle schaffen, über unsere Ängste zu stehen...

LG von mir

26.08.2009 06:59 • #11


Ich kann mich echt nur meinen Vorredner anschließen. Ich möchte einfach mein altes Leben zurück.

Früher habe ich mich über z.B. Regen geärgert heute habe ich mich über mich selbst. Ich habe Angst vor allem und jedem und bin mit der kleinsten Anstrengung direkt überfordert.

Keiner konnte mir was hab eigentlich immer nach dem Motto Carpe diem gelebt und war echt Glücklich. Heute weis ich manchmal garnicht wie ich den tag überstehen soll.

Aber das es manchen Menschen genau so ergeht und die immer ein paar liebe Worte für einen übrig haben beruhigt mich manchmal schon ein bischen.

Wir müssen kämpfen egal wie schwer es uns fällt.

LG

26.08.2009 09:09 • #12


Hallo zusammen,

ja, ich kann euch allen nur zustimmen. Die große weite Welt stand offen: Nach New York wollte ich mal - nicht weil ich die Stadt so schön finde, sondern weil mich das Große fasziniert hat. Vor allem aber nach Ägypten, das faszinierte mich noch mehr, und fasziniert mich immer noch. Oder mal in eine große Stadt ziehen, da ist immer was los

Ich habe mich oft mit Freunden getroffen, die Nächte durchgetanzt und getrunken, und ja, am nächsten Tag bin ich mit nem Kater aufgewacht, habe mich mies gefühlt, aber am Abend ging es schon zur nächsten Party. Das Geld, das ich nicht wirklich hatte, hab ich mit beiden Händen ausgegeben, war oft einkaufen, ständig beim Friseur. Ich hatte spontan ein Date ... und das auch noch am Bodensee auf irgendeinem Campingplatz. Spontan - welch ein Wort.

Aber bei alldem merke ich, dass die Angst mich deutlich reifer gemacht hat. Sie hat, so schrecklich das klingt, auch ihre guten Seiten: Mein Konto hat sich wieder erholt, meine Leber bestimmt auch. Ja, ich bin nachdenklicher geworden, plane nun alles sehr genau. Zu genau, klar. Aber durch die Angst habe ich eben das gelernt was hier teilweise als schlecht dargestellt wird: Gerade das spontane Date: Damals bin ich mit wildfremden Menschen an einen wildfremden Ort gegangen. Wer weiß was da hätte passieren können. Oder wie oben schon erwähnt: Was damals ein großes Problem war, das wäre heute schön. Es war schrecklich einen Kater zu haben, es war schrecklich wenn mal schlechtes Wetter war, es war so vieles schrecklich ... Und heute ... heute kann man drüber lachen.

Seht das positiv: Diese Angst ist eine ganz unschöne und wirklich mal schreckliche Phase, ja. Aber eben eine Phase, die irgendwann mal aufhören wird. Vielleicht nicht komplett, vielleicht schon. Aber es wird sich ändern. Und dann freuen wir uns wenn wir einen Kater haben, denn der zeigt uns, dass wir wieder weggehen konnten. Dann freuen wir uns, dass es regnet, denn wir wissen, dass der Regen nun wirklich auch seine guten Seiten hat. Wir merken jetzt schon, und wir werden immer öfter merken, dass es so viele schöne Dinge gibt, die das Leben lebenswert machen. Das konnten wir früher nicht, oder nicht so intensiv. Ihr kennt das doch bestimmt auch: Man war einkaufen, kommt heim und ist glücklich, dass alles so problemlos geklappt hat. Gab es soetwas etwa früher? Ist damals jemand von euch heim gekommen und hat gesagt Juhu, ich war einkaufen, mir ist nicht schlecht geworden, ich habe alles gefunden, es war keine Schlange an der Kasse, das Autofahren hat prima geklappt? Ich jedenfalls nicht. Heute weiß ich wie schön diese Einkaufserlebnisse sein können, ich weiß auch diese kleinen Dinge - die für alle anderen schon normal sind - zu schätzen. Natürlich wäre es schön wenn das alles wieder Routine wäre, aber ist es nicht auch schön bei einer Routinesache mal ein Glückserlebnis zu haben?

Daher: Freuen wir uns! Freuen wir uns auf die Zeit, die kommen wird, die sich gerade langsam anbahnt. Freuen wir uns, dass früher alles so schön war. Aber trauern wir der Zeit nicht nach, denn die Zukunft werden wir als noch schöner empfinden sobald sie angekommen ist.

26.08.2009 21:55 • #13


Ich bin wahnsinnig beeindruckt.........

Ja, das sind Worte............

Da ist was Wahres dran, auf alle Fälle........

Jede Krankheit - ob körperlich oder psychisch - möchte uns etwas mitteilen....
Irgendwas machen wir scheinbar (noch!) falsch..........

Wenn man die Botschaft erkennt und sein Leben umstellt, wird auch die Krankheit schwinden...........
Ich rede aus Erfahrung. Bei mir wurde das mit der Agoraphobie und den Panikattacken besser, als ich mein Leben umgestellt hatte (vorher wurde mein Leben durch Dauerarbeit und -stress bestimmt......).
Ganz weg ist diese Krankheit noch nicht, aber ich freue mich immer sooo sehr, wenn ich mal wieder was geschafft habe...z. B. einkaufen gehen.......

Gestern war ich sogar in einer großen Dro. (Müllermarkt). Da ist das Licht extrem grell - das packe ich normalerweise gar nicht......aber es hat geklappt und ich bin wahnsinnig stolz auf mich.
Früher war ich nie stolz auf mich. Hunderte Leute hätten meine Arbeiten (bin Fotomodell und Fotokünstlerin bzw. Fotografin - alles selbst beigebracht) loben können - aber ICH - ich war nie zufrieden...............
Wahnsinnig hat mich mein Perfektionismus gemacht, nahezu im wahrsten Sinne des Wortes...........

Ich danke für den tollen Beitrag meines Vorschreibers...............

Lasst uns lernen, die Krankheit nicht als Feind, sondern als Botschaft des Himmels zu sehen.........................glaubt mir - dann wird alles besser.........

Ein Buch, welches mir SEHR geholfen hat und welches mich vor vielen Panikattacken bewahrt hat:

ENGEL BEGLEITEN UNS von PETRA SCHNEIDER und GERHARD K. PIEROTH.

Bitte kauft es Euch und GLAUBT! Der Glaube versetzt wirklich Berge.....

Würde mich sehr über Rückmeldungen freuen, sowohl in Bezug auf meine Nachricht hier, als auch in Bezug auf dieses Wunderbuch....

Alles, alles Gute uns allen..............................es kann nur besser werden, Kopf hoch! Wir schaffen alles!

glg, redfox

27.08.2009 00:45 • #14


georg999
Und nach dem Abendessen sagte er,
laß mich noch eben Zig. holen geh'n,
sie rief ihm nach nimm Dir die Schlüssel mit,
ich werd inzwischen nach der Kleinen seh'n,

er zog die Tür zu, ging stumm hinaus,
ins neon-helle Treppenhaus,
es roch nach Bohnerwachs und Spießigkeit.
und auf der Treppe dachte er, wie wenn das jetzt ein Aufbruch wär,
ich müßte einfach geh'n für alle Zeit,
für alle Zeit...

Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals auf Hawaii,
ging nie durch San Franzisko in zerriss'nen Jeans,
Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals richtig frei,
einmal verrückt sein und aus allen Zwängen flieh'n.

Und als er draussen auf der Straße stand,
fiel ihm ein, daß er fast alles bei sich trug,
den Paß, die Eurochecks und etwas Geld,
vielleicht ging heute abend noch ein Flug.

Er könnt' ein Taxi nehmen dort am Eck oder Autostop und einfach weg,
die Sehnsucht in ihm wurde wieder wach,
nach einmal voll von Träumen sein, sich aus der Enge hier befrei'n,
er dachte über seinen Aufbruch nach,seinen Aufbruch nach...

Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals auf Hawaii,
ging nie durch San Franzisko in zerriss'nen Jeans,
Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals richtig frei,
einmal verrückt sein und aus allen Zwängen flieh'n.

Dann steckte er die Zig. ein und ging wie selbstverständlich heim,
durchs Treppenhaus mit Bohnerwachs und Spießigkeit,
die Frau rief Mann, wo bleibst Du bloß, Dalli-Dalli geht gleich los,
sie fragte War was? - Nein, was soll schon sein.

Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals auf Hawaii,
ging nie durch San Franzisko in zerriss'nen Jeans,
Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals richtig frei,
einmal verrückt sein und aus allen Zwängen flieh'n.

08.09.2009 13:17 • #15


Ich wünsche euch allen so sehr, dass ihr Erfolgserlebnisse haben werdet.

Bei jedem einzigen werdet ihr wachsen, wachsen und wachsen. Jeder Schritt führt euch zu eurem alten Leben zurück.

Ich habe es am eigenen Körper gespürt wie es ist, wieder die Alte zu werden. Ich genieße jeden Erfolg und bin unendlich stolz, leider kann ich diesen Stolz eigentlich nur mit mir alleine feiern, aber egal letztendlich macht man es ja sowieso nur alles für sich selbst. Nach 7 Jahren werde ich langsam müde, immer immer Angst zu haben. In den 7 Jahren ist nie etwas schlimmes passiert und selbst wenn, es hätte mich nicht umgehauen. Ich habe Ziele: Ich möchte Kinder haben, ich möchte für diese Kinder eine gute Mutter sein, ich möchte wieder reisen und nicht dumm bleiben indem ich nur mein näheres Umfeld sehe, diese Ziele geben mir Kraft. Aber dabei kommt es an dass ich dieses für mich will und für niemanden anders.

Tröstende Grüße

Tina

08.09.2009 23:12 • #16


krümelmonster
Vielen, vielen Dank an Alle und dir Georg für dein Post.

Ich könnte losheulen, auf der Stelle

Mit 25 hat mein Leben, so wie ich es kannte aufgehört. Diese unbeschwerte Leichtigkeit, diese selbstverständliche Fröhlichkeit, das am-Leben-teilnehmen und nicht daneben stehen, diese Spontaneität im leben was machen zu können, ohne sich ständig überlegen zu müssen, ob ich das bewältigen kann.

Das sind jetzt 13 Jahre, mal bessere mal schlechtere, aber insgesamt alle mit dem Gespenst der Angst im Nacken!

13 Jahre meines Lebens, die ich hätte sinnvoller einsetzen können!

Ich will mein altes Leben wieder zurück!

09.09.2009 11:22 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

hi alle zusammen,

ich muss mich euch allen anschließen... ich möchte auch gern mein altes leben wiederhaben!!

die zeit läuft einem davon, getieben von ängsten, panik, depressionen... grübeln und negative gedanken, beeinflussen unser leben.

das alles verdorben einem alles! ich selbst habe meine freundin vor 3 wochen verloren, sie hat schluss gemacht, da sie wieder eine rückfall erlitten hat, sich zurückzoh und den kontakt abbrach. ich komme nicht mehr an sie ran auch andere nicht. Angst, panik, depris usw.

ich werde den kampf gegen meine Krankheit weiter führen und ich werde auch den Kampf aufnehmen und meine freundin nicht an die Krankheit verlieren! ich gebe nicht auf

Lg JoJo

09.09.2009 14:43 • #18


Klar kann ich mich an diese Zeit erinnern, damals man vor Monstern in Kinofilmen Angst hatte und es dann war.
Als man sich als kleiner Junge nach einem Gruselfilm die Decke über den Kopf gezogen hat und man froh war das der Hund am Bett und die Katze im Bett schlief.
Wenn man heute daran denkt dann kann man nur schmunzeln darüber.
Aber das Schöne an heute ist, das wir nicht aufgeben, das wir uns hier im Forum Mut machen, Mut machen weiterzumachen.
Ich war vorhin draußen, habe meinen Spaziergang gemacht und anschließend einkaufen.
Vor ein paar Monaten noch fast unmöglich. Heute fehlt mir etwas wenn ich das nicht mache.
Also, lasst uns den kopf nicht hängen lassen, egal was passiert und kommt.

Glückauf

Thomas

09.09.2009 15:10 • #19


Sunray
Eigentlich wäre es wirklich toll, wenn wir uns alle einmal irgendwo treffen könnten. Machen wir doch unsere eigene Party, so wie früher..

Ich denke wirklich, wenn man sich mal mir Gleichgesinnten Auge zu Auge unterhalten könnte, würde es uns allen viel leichter fallen...

09.09.2009 20:08 • #20



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Dr. Hans Morschitzky