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Skaikru

Skaikru
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Ich habe das Gefühl dass mein nervensystem seit Wochen oder besser gesagt Monaten komplett überreizt ist ich hatte September 25 zum ersten Mal einen vollzeitjob bekommen sogar aus Eigeninitiative der mir auch wirklich Spaß gemacht hat. Habe mich da selbst recht unter Druck gesetzt möglichst viele nicht zu wiederholen und alles schnell zu lernen etc. Meine Kollegen haben mir direkt eigentlich keinen Druck gemacht, haben mir sogar gesagt ich soll mir selbst keinen machen, rückblickend ist mir aber mindestens eine Situation eingefallen in der mein Vorgesetzte mir indirekt vorgemacht hat wo er meinte "aber das weißt du ja" ich: "nein" er: "na klaaar weißt du das" ich: "Nein!" . Das mag eine Kleinigkeit gewesen sein aber dennoch zeigt das ja dass er von mir Sachen erwartet die ich noch gar nicht konnte, könnte sein dass es noch einige andere ähnliche Situationen gab.
Jedenfalls wurde ich Ende Januar von heute auf morgen sehr unerwartet in der Probezeit gekündigt bzw direkt freigestellt, ironischerweise hat mein Vorgesetzter mir im Dezember noch gesagt ich soll mir keine Gedanken machen, auch nach der Probezeit nicht und selbst wenn es wegen der wirtschaftlichen Lage schwieriger wird gibt's ja immer noch teilzeit, im Januar hatte ich mich dann endlich soweit dass ich mir weniger Sorgen gemacht habe und mich sicherer gefühlt habe. Um dann gekündigt zu werden.

Und anschließend bzw rückblickend schon während der Arbeit , habe ich das Gefühl dass mein nervensystem zunehmend unter Stress steht, einiges bewusst aber obwohl ich sehr reflektiert bin spielt sich dennoch vieles auch unterbewusst ab, es sind grundsätzlich keine großen Sachen also jetzt natürlich die Kündigung die tatsächlich immer noch ein wenig an mir nagt, aber so diese ganzen großen und kleinen Kleinigkeiten.

In meinem Fall eine
- zwar relativ kleine, aber dennoch OP die ich machen soll
- das Amt im Nacken weil ich mich ja bewerben muss obwohl passende Stellen mangelware sind und ich eigentlich auch nur teilzeit machen will weil ich nicht weiß wie ich vollzeit momentan energietechnisch schaffen soll
- allgemein verlustängste und Sorgen um Geliebte Menschen/Tiere
- haufenweise kleine Entscheidungen ob ich irgendetwas kaufen soll oder nicht, schmeiße ich etwas weg oder nicht, ich habe haufenweise Kram in meiner Wohnung der mir tierisch auf den Zeiger geht aber vieles lässt sich nicht verkaufen aber zum wegschmeißen ist es auch zu schade aber es zu behalten Stress auch 😵‍💫
- fehlende soziale Kontakte sind grundsätzlich auch schon immer ein großer Punkt (allgemein Freundschaften oder wenigstens Menschen mit denen man sich mal austauschen kann und die einen verstehen und nicht verurteilen oder es runter spielen)
.

Ich habe einfach mega viel im Kopf, kleine Sachen, große Sachen, ich versuche Dinge aufzuschreiben was manchmal auch hilft um sie aus dem Kopf zu bekommen.
all das sorgt in der Summe aber auch dafür dass mein nervensystem völlig überreizt ist und das gefühlt seit Monaten was ich seit meiner Kündigung oder wahrscheinlich auch schon vorher auch in allen möglichen psychosomatischen Beschwerden auswirkt

Geht es jemanden ähnlich bzw hat jemand Erfahrung damit?

(Sorry ich Merke gerade der Text ist viel länger geworden als geplant 🙈)

13.05.2026 x 1 #1


18 Antworten ↓

Nick21
Zitat von Skaikru:
Ich habe das Gefühl dass mein nervensystem seit Wochen oder besser gesagt Monaten komplett überreizt ist ich hatte September 25 zum ersten Mal ...

Gut du hast ja einiges durchgemacht und aktuell noch eine schwierige Gesammtsituation.

Da ist es völlig verständlich das dein Nervensystem hochfährt.

Ich habe durch die Erlebnisse in meiner Kindheit ein Nervensystem was auch ohne äußere Trigger permanent am limit läuft. Mir hilft es dann immer ungemein wenn ich mir Ruhe gönne, es einfach akzeptiere, Atemachtsamkeit und verschiedene Übungen von meinem Körpertherapeuten.

Schau mal ob du etwas findest was deinem Nervensystem hilft sich zu regulieren.

x 3 #2


A


Dauerhaft überreiztes Nervensystem

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NeonPixie
Zitat von Skaikru:
Ich habe das Gefühl dass mein nervensystem seit Wochen oder besser gesagt Monaten komplett überreizt ist ich hatte September 25 zum ersten Mal einen vollzeitjob bekommen sogar aus Eigeninitiative der mir auch wirklich Spaß gemacht hat. Habe mich da selbst recht unter Druck gesetzt möglichst viele nicht zu ...


Hey.

Das klingt nach einem sehr erschöpften Nervensystem, das seit Monaten ohne echte Erholungsphasen läuft, wegen vieler kleinerer und größerer Sachen.

Was hilft, ist nicht alles auf einmal zu lösen (zu wollen), sondern das Nervensystem lernen zu lassen, dass es kurze Pausen geben darf. Eine Sache pro Tag, die du absichtlich abschließt oder entscheidest, auch wenn die Entscheidung klein ist.

Bist du gerade in irgendeiner Begleitung?

x 2 #3


Skaikru
Hallo @Nick21 , kannst du mir vielleicht ein paar Anleitungen für Übungen geben? Bisher mache ich leider hauptsächlich nur diese 4 - 7 - 8 Atemübung

#4


Skaikru
@NeonPixie meinst du Begleitung im Sinne von Therapeut oder sowas? Nein, weder habe ich wirkliche gesprächspartner (außer meiner Schwester aber die weiß auch nicht immer was ich sagen soll und auch nicht immer die Nerven dafür, kennt sich damit auch nicht aus und ist nicht selbst betroffen (jedenfalls nicht bewusst😶)). Ich habe gestern über die Website von 116117 schon für morgen einen Termin bei einer Therapeutin bekommen aber muss mal schauen ob sie sich dem annimmt

x 1 #5


NeonPixie
Zitat von Skaikru:
Hallo @Nick21 , kannst du mir vielleicht ein paar Anleitungen für Übungen geben? Bisher mache ich leider hauptsächlich nur diese 4 - 7 - 8 Atemübung


Die 4-7-8-Übung ist gut.

Auch helfen kann:

Kaltes Wasser ins Gesicht oder Handgelenke kalt abspülen. Das aktiviert den Vagusnerv sehr direkt und unterbricht den Stresszustand innerhalb von Sekunden.

5 Dinge, die du siehst, 4, die du fühlst, 3, die du hörst, 2, die du riechst, 1, das du schmeckst. Zieht das Nervensystem in den gegenwärtigen Moment zurück, wenn der Kopf zu viel kreist.

Im Rhythmus der Schritte beim Spazieren einatmen auf 4, ausatmen auf 8. Bewegung und verlängertes Ausatmen kombiniert beruhigt das vegetative Nervensystem sehr effektiv.

x 2 #6


Skaikru
@NeonPixie vielen lieben Dank, ja jetzt wo du es sagst fällt mir das auch wieder ein, das mit dem kalten Wasser habe ich schon mehrfach gelesen aber noch nicht gemacht aber die Übung mit den 5 Sinnen habe ich schon paar mal gemacht.
Ich sag's ja, ich vergesse jetzt alles mögliche obwohl ich es eigentlich weiß weil ich so viel im Kopf ist, ich versuche schon Sachen aufzuschreiben aber das ist dann eben auch so viel dass da dann auch wieder vieles untergeht... 😵‍💫😅 Vielen Dank auf jeden Fall für die Tipps

x 1 #7


NeonPixie
Zitat von Skaikru:
@NeonPixie vielen lieben Dank, ja jetzt wo du es sagst fällt mir das auch wieder ein, das mit dem kalten Wasser habe ich schon mehrfach gelesen aber noch nicht gemacht aber die Übung mit den 5 Sinnen habe ich schon paar mal gemacht. Ich sag's ja, ich vergesse jetzt alles mögliche obwohl ich es eigentlich weiß weil ...


Schreib es dir doch auf.

x 1 #8


Skaikru
@NeonPixie habe ich bereits, vermutlich sogar mehrfach 🙈

#9


Nick21
Zitat von Skaikru:
Hallo @Nick21 , kannst du mir vielleicht ein paar Anleitungen für Übungen geben? Bisher mache ich leider hauptsächlich nur diese 4 - 7 - 8 ...

PMR, Erdungsübung (den Boden unter dir spühren und merken wie er dich trägt), Atemachtsamkeit (einfach nur Atmen es gibt kein richtig und Falsch so wie es halt gerade ist ist es), TRE, somatic Pendel aus Somatic Experiencing, traumasensitives Yoga, leichte Dehnübungen, Akkupressur, Allgemein Übungen für den Vagusnerv und manchmal auch einfach paar Minuten nichts machen (dem Nervensystem mal eine Pause geben um zur Ruhe zu kommen).

x 1 #10


MilanRuhe
@Skaikru
Das mit dem dauerhaft überreizten Nervensystem und diesem Gefühl ständig „unter Strom“ zu stehen kennen tatsächlich sehr viele mit Angststörungen.
Vor allem dieses Gedankenkreisen, die innere Anspannung und dass selbst kleine Dinge irgendwann zu viel werden.
Du wirkst auf mich ehrlich gesagt einfach extrem erschöpft vom dauerhaften Stress der letzten Monate.

x 1 #11


Skaikru
@MilanRuhe ja genau so fühle ich mich auch, ich habe morgen einen Termin bei meiner allgemeinärztin da werde ich das mit ansprechen und mal schauen was sie dazu sagt, weiß nicht ob man bei sowas auch krankgeschrieben wird damit ich den Druck vom Jobcenter erstmal nicht habe? bzw auch wie schnell ich einen therapieplatz bekommen kann

#12


MilanRuhe
@Skaikru
Das kann auf jeden Fall sinnvoll sein, erstmal etwas Druck rauszunehmen und mit der Hausärztin offen darüber zu sprechen. Gerade wenn das Nervensystem über längere Zeit unter Dauerstress steht, reagieren viele Menschen irgendwann körperlich und mental komplett erschöpft.

Wegen Therapieplätzen lohnt es sich leider oft, sich parallel bei mehreren Stellen zu melden, weil die Wartezeiten teilweise ziemlich lang sein können. Aber wichtig ist erstmal, dass du dir überhaupt Hilfe holst und das ernst nimmst. Alleine mit sowas herumzulaufen macht es meistens nur schwerer.

#13


Skaikru
@MilanRuhe ja dass ich psychosomatische Probleme habe weiß meine Ärztin sogar schon... Jedenfalls meinte sie bei meinen Wehwehchen die ich immer mal hatte bzw habe es wäre psychosomatisch.
Eine Therapeutin hat ja bereits schon eine Therapie und vorübergehend auch Antidepressiva befürwortet, allerdings hat sie selbst keine therapieplatz frei. Aber das sind ja auf jeden Fall schon mehrere Argumente die das festigen. Ja ich habe auch schon bei mehreren angefragt, bei einer gewissen Anzahl von Absagen übernimmt die AOK ja angeblich auch eine privatzahler Therapeut also mal schauen... Aber danke für das Verständnis und den Zuspruch

#14


MilanRuhe
@Skaikru Das klingt tatsächlich schon danach, als ob mehrere Fachpersonen die Beschwerden eher im Zusammenhang mit Dauerstress, innerer Anspannung und dem Nervensystem sehen. Gerade wenn man über längere Zeit unter Strom steht, kann sich das leider extrem körperlich äußern und sich trotzdem jedes Mal wieder „echt“ oder bedrohlich anfühlen.
Dass die Therapeutin sowohl eine Therapie als auch vorübergehend Antidepressiva befürwortet hat, spricht ja auch dafür, dass deine Symptome ernst genommen werden und nicht einfach „eingebildet“ sind.
Und wegen der AOK bzw. Kostenerstattung: Soweit ich weiß gibt es da keine feste Zahl wie „genau 5 Absagen“, sondern das wird oft individuell geprüft. Aber viele dokumentieren wohl einfach jede Praxisanfrage mit:
Datum
Name der Praxis
Wartezeit oder Absage
ob Aufnahmestopp besteht
Teilweise reichen wohl schon einige dokumentierte Absagen plus lange Wartezeiten aus, damit man einen Antrag auf Kostenerstattung für eine Privatpraxis stellen kann. Gerade wenn bereits eine Therapie empfohlen wurde, scheint das nochmal wichtiger zu sein.
Deshalb ist es wahrscheinlich wirklich sinnvoll, wenn du alle Anfragen irgendwo notierst oder Screenshots/Mails sammelst. (Therapie.de)

x 1 #15


Skaikru
@MilanRuhe ja genau, kommt vielleicht auch auf die Dringlichkeit und den Wohnort an schätze ich, ich Frage sowieso überall per E-Mail an, da habe ich es praktischerweise sowieso schon schwarz auf weiß. Naja mal schauen was meine Hausärztin morgen sagt bzw heute 🥴 ich sollte endlich schlafen 😵... Diese indisziplin 🙈

#16


Skaikru
Update: war gerade bei meiner allgemeinärztin und habe auch wegen einer Krankschreibung gefragt nachdem ich alle möglichen Symptome der Überlastung aufgelistet habe und auch mehrfach gesagt habe dass man Nervensystem schon länger komplett überlastet ist aber sie meinte genau das wollen wir ja nicht Weil das meine hypochondrische Störungen ja noch verstärken würde, das verstehe ich ja sogar aber wie ich mit überlasteten Nervensystem ständig Bewerbungen schreiben oder gar an einem 8 Stunden Job arbeiten soll ist mir auch komplett unklar... Wenn ich dann die hypochondrische Störung austherapiert habe kann ich dann quasi direkt zur nächsten Therapie wegen Burnout oder wie 🙄

#17

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Feuerschale
@Skaikru Arbeit kann auch strukturieren und ablenken, ginge finanziell auch Teilzeit?

#18


Skaikru
Ja aber ich vergesse sowieso schon alles und bin gestresst wegen allen möglichen Kleinigkeiten, und ich hatte im September schon einen neuen Job angefangen und weiß wie anstrengend das war weil ich mich so darauf konzentriert habe. Naja je nachdem wie viel ich verdiene müsste ich halt aufstocken, das wäre ja machbar
Aber es ist ohnehin schwer eine passende Stelle zu finden von daher

#19


A


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