Bereits im Jahr 2025 hatte ich über mehrere Monate ein Druck- bzw. Engegefühl in der Brust sowie das Gefühl, nicht richtig tief einatmen zu können. Damals erfolgte eine Lungenfachärztliche Abklärung, die unauffällig war. Nach etwa drei Monaten verschwanden die Beschwerden vollständig, sodass ich lange Zeit überhaupt nicht mehr daran gedacht habe. Das war eine riesen Erleichterung für mich damals weil es doch meinen Alltag eingeschränkt hat. Beruflich arbeite ich überwiegend im Sitzen und verbringe einen Großteil des Tages am Schreibtisch.
Dieses Jahr traten ahnliche Beschwerden erneut auf. Aus heiterem Himmel begann es wieder mit einem Druck- bzw. Engegefühl in der Brust und hinter dem Brustbein beim sitzen in der Arbeit. Am anfangs dachte ich mir nur kurz, dass es besser wird und es wurde immer schlimmer. Fälschlicherweise interpretierte ich diese Symptomatik als einen Herzinfarkt und ging direkt in die Notaufnahme. Dort wurden die üblichen Untersuchungen gemacht und alles natürlich ohne Befund. Aufgrund dieser Beschwerden war ich dann beim Kardiologen. Es wurden ein Herz-CT, ein Herzultraschall sowie ein EKG durchgeführt, alle Untersuchungen waren unauffällig.
Nach dem Kardiologen, als er mir grünes Licht gab das alles in Ordnung sei, bekam ich andere Symptome - mein Gesicht wurde halb taub und ich dachte sofort an einen Schlaganfall (Google hat sehr viel dazu beigetragen). Nach paar tagen war das wieder weg, und ich bekam dann an anderen Körperstellen kribbeln. Meine Sicht wurde schlechter (bei Anstrengung, z.B. Sport sah ich immer einen weißen Schleier). Ich war bei zwei Augenärzten und sie versicherten mir, das alles in Ordnung ist. Ich fühlte mich zu diesem Zeitpunkt wirklich hoffnungslos, keiner wollte mir zuhören und keiner hat mich ernst genommen. Ich litt täglich an Panikattacken weil ich einfach Symptome hatte die für mich unerklärbar waren.
Im weiteren Verlauf kamen Magen- und Verdauungsbeschwerden hinzu, gefolgt von erneutem Druckgefühl in der Brust. Danach entwickelte ich Kribbeln an verschiedenen Körperstellen, teilweise am ganzen Körper, sowie ein kaltes, stechendes Gefühl in den Beinen. Blutuntersuchungen waren alle unauffallig. Aufgrund der neurologischen Beschwerden wurde vor einigen Wochen zudem ein CT des Kopfes durchgeführt, ebenfalls ohne auffalligen Befund.
Zusätzlich hatte ich zeitweise wieder das Gefühl, nicht richtig tief einatmen zu können. Dann hat mich mein Neurologe zum Mrt geschickt und dort wurden Kopf, Hws, Bws untersucht. Nach den Befunden wurde ich von Neurologen einfach weiter verwiesen, weil jetzt Verdacht auf MS besteht. Ich habe mich sofort behandeln lassen, Lumbalpunktion, 5 weitere Besuche im KH in der Neurologie und es kam heraus, dass ich ziemlich sicher MS habe.
Am Anfang war ich einfach nur geschockt, ich wusste nicht wirklich was ich tun soll und wie ich mit diesen Informationen umgehen soll. Anscheinend wurde MS zufällig gefunden. Zurzeit bin ich in Behandlung was Ms angeht und stehe kurz davor mich für eine Therapie zu entscheiden, obwohl ich keinerlei Ms Symptome habe usw. Die Ärzte meinten, dass das einzig typische Symptom, welches ich hatte, das Schleier sehen war.
Worauf ich eigentlich hinaus wollte, ich weiss nicht woher meine Brustschmerzen kommen, kein Arzt hat mir da etwas sagen können. Alle meinen, dass es mittlerweile psychisch ist. Mich macht es einfach schon mittlerweile so fertig, ich komme einfach nicht zur Ruhe, ich arbeite, ich versuche aktiv zu bleiben, bin noch vor ca. 3 Wochen 400 km mit dem Fahrrad nach Italien gefahren, weil ich mich ablenken wollte. Aber die Brustschmerzen sind täglich da und das geht jetzt schon 5 Monate so, mal mehr mal weniger. Manchmal habe ich noch Panikattacken die so schlimm sind, dass ich immer noch glaube, dass mein Herz nicht gesund wäre einfach weil sich diese Ankündigung von der PA so bedrohlich anfühlt und ich nicht unterscheiden kann ob es mein Herz ist oder nicht, obwohl ich die wichtigsten kardiologischen Untersuchungen hinter mir habe. mir geht es einfach jeder Tag schlecht, ich fühle mich einfach nicht fit mehr und ich weiss nicht mehr was ich tun soll. Ich fühle mich zusätzlich benommen, alles fühlt sich falsch an, innere Unruhe usw.
Ich entschuldige mich für diesen sehr langen Text, ich bin einfach so am Ende schon, dass jeder Tipp oder Ratschlag geschätzt wird was die Brustschmerzen angeht und wie ihr mit Stress und (Psychosomatischen Symptomen) umgeht. Ich bin auch schon in Psychotherapeutischer Behandlung.
Es wird schon psychosomatische Ursachen haben. Möglicherweise brauchst du Ruhe. Du solltest ihn dich gehen und dich fragen, was dich unter Druck setzt. Das kann man im Beitrag nicht herauslesen.