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Baki
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Hallo zusammen,
ich brauche mal eure Einschätzung zu einem Verlauf, der mich gerade ziemlich belastet. Hier ist die Situation

Vorgeschichte: Vor etwa drei Wochen war ich krank (Infekt) für 1 1/2 Wochen. Am Donnerstag darauf fühlte ich mich zu 95 % wieder fit und bin zum Training gegangen. Es lief anfangs gut, ich war nur etwas schwach durch die Pause und war auch am fasten. Mitten im Training (nach schwerem Schulterdrücken mit Kurzhanteln) bekam ich plötzlich massive Atemnot und einen rasenden Puls. Ich kam nicht zur Ruhe, hatte Schluckblockade und ein Ohnmachtsgefühl. Ich habe das Training sofort abgebrochen. Auf dem Weg nach Hause wurde es erst besser, dann wieder schlimmer.

Kurz darauf war ich beim Arzt: Blutdruck gut, Blutbild unauffällig, Ruhe-EKG sauber. Ich habe daraufhin eine Woche komplett mit Sport ausgesetzt.

Nach der Woche Pause habe ich wieder angefangen, musste aber nach 5 Minuten wegen Atemnot abbrechen. Während dieser war ich immer noch angeschlagen meist aber nur unter Belastung und hatte über den Alltag wahrscheinlich wegen Dehydrierung starken Schwindel. Gestern (Sonntag), drei Tage nach Ende von Fasten, war ich wieder beim Sport. Ich war gut hydriert und hatte genug Nährstoffe intus. Es ging erst etwas besser, aber nach 5 Minuten fing es wieder an: Atemnot bei jedem Satz. Ich habe kurze Pausen gemacht und versucht, es zu überwinden, aber beim letzten Satz ging es nicht mehr: Massive Atemnot, Schwindel, das Gefühl, ohnmächtig zu werden.
Nachdem ich das Gym verlassen hatte, wurde es an der frischen Luft kurz besser. Auf dem Weg zum Bahnhof kam der totale Einbruch: Extrem schlechter Zustand, Todesangst, Gefühl eines Herzinfarkts, ich dachte, ich sterbe auf der Stelle der Stunden anhielt. Danach folgte ein extremer "Crash" zu Hause: Erst eiskalt mit Zitteranfällen und hohem Puls, dann plötzlich extrem warm, ruhiger Puls und eine bleierne Müdigkeit, bis ich einschlief. Seitdem hab ich auch in Ruhe probleme.

Ich war heute wieder beim Arzt und wollte eine Überweisung zum Kardiologen für ein Belastungs-EKG. Der Arzt meinte jedoch, das sei nicht nötig. Er hat mich nur abgehört, Blutdruck gemessen und gesagt, es könne nichts Strukturelles sein. Ich habe seit gestern durchgehend Brustschmerzen und Druck auf der Brust. Das Kuriose: Wenn ich mich am PC ablenke, spüre ich fast nichts. Sobald ich mich bewege (schnelles Gehen/Treppen) oder zur Ruhe komme oder nur stehe durch die Wohnung laufe, ist das Unwohlsein wieder da. Atemabhängiges Stechen beim tiefen Ein und Ausatmen hatte ich gestern auch das wiederum ist heute nicht mehr der Fall.

Meine Fragen an euch

Ich hatte vor Jahren Panikattacken, war aber lange Zeit symptomfrei. Klingt das für euch nach einem Rückfall der Psyche oder eher nach einer organischen Folge des Infekts (z. B. Herz oder Lunge)?

Wie schätzt ihr die Reaktion des Arztes ein? Sollte ich auf ein Belastungs-EKG oder ein Herz-Echo bestehen oder wie weiter vorgehen und was ist generell eure Meinung dazu?

23.03.2026 #1


1 Antwort ↓

slaeinaeli
Ich würde sagen, dass dein autonomes Nervensystem (über)reagiert. Der Infekt hat bereits eine gewisse Regung & Abwehr ausgelöst und dein Körper bzw dein Nervensystem zeigt dir hier an : "Stopp, du sollst noch nicht! Ich brauche noch Ruhe" dh ich würde deinem Körper eher dankbar Vertrauen schenken, denn er kommuniziert mit dir. Dein Kopf (Wille) scheint mehr zu wollen als dein Körper grade schaffen kann. Geh dein Training behutsam und langsam wieder an. Achte auf deine Belastungsgrenzen bei Wiederaufnahme des Trainings und respektiere sie. Ich denke also nein, das ist kein organisches Leiden deines Körpers, im Gegenteil - dieser Schutzmechanismus bewahrt dich sogar davon, es nach dem Infekt zu früh wieder zu übertreiben, was viel eher dann eine Folgeschädigung von Organen mit sich bringen könnte. lachen

#2





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Dr. Christina Wiesemann
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