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Simba1302

Simba1302
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Hi,
Ich dachte ich wende mich Mal mit einem Thema an euch , worum es geht, steht ja im Titel.
Erstmal zu mir, ich bin chronisch krank , habe Migräne mit Aura und im Monat 1-2 Anfälle . Wenn diese auf einen Arbeitstag fallen, muss ich mich krank melden, da ich neurologische Ausfälle habe. Dann habe ich noch meine PTBS.
Vor allem durch die Migräne mit Aura, kommt es immer wieder mal zu einem Ausfall , letzten Monat zB und diesen auch.
Wenn es dazu kommt, schiebe ich Panik mich krank zu melden. Ich hab total Angst vor Reaktion der Kollegen , und fühle mich unfassbar schlecht damit.
Manchmal, wenn ich durch die PTBS sehr getriggert wurde, muss ich mich auch krank melden (arbeite im Gesundheitswesen und trage Verantwortung für Patienten ) .
Meine Therapeutin verbucht dies unter Selbstfürsorge. Und dennoch geht es mir jedes Mal total schlecht damit . Ich habe furchtbare Angst, irgendwann gekündigt zu werden oder ähnliches.
Heute ist auch so ein Tag. Ich hatte nach langer Zeit einen heftigen Trigger und trotz Techniken ist die PTBS aktiv, mit Flashbacks und vor allem Schmerzen. Also musste ich mich krank melden heute. Und auch wenn es nicht rational ist , fühle ich mich super schlecht damit .
Geht es jemanden genauso ? 🥺
Meine Kollegen sind ansich super lieb , aber ja, es ist nicht auszuschließen das hinter dem Rücken geredet wird. .
Habt ihr Tipps zur Abgrenzung oder wie ich das ganz ablegen kann?

11.06.2026 #1


10 Antworten ↓

Gaulin
@Simba1302 weit verbreitet dieses Phänomen. Aber lass auch dir gesagt sein: Gesundheit ist das Wichtigste überhaupt, nicht Geld, nicht Arbeit, nicht andere Menschen usw. Wie schnell ist man doch ersetzt, wenn man ernsteres hat und länger ausfällt. Niemandem interessiert es dann, wie es einem geht. Von daher, versuche nicht so viel auf das Gerede anderer zu geben (falls das überhaupt der Fall ist). Wenn es dir nicht gut geht, hast du sehrwohl das Recht zum Arzt zu gehen und auch dich mal krankschreiben zu lassen. Was nützt es, wenn du noch länger ausfällst, weil deine Psyche am Ende darunter leidet und nach und nach in Richtung "es geht wirklich nicht mehr" rutscht? Alles schon erlebt und ich weiß wie es ist und sich anfühlt. War auch immer im Überfunktionalmodus, bis es gar nicht mehr funktionierte. Dadurch denke ich mittlerweile anders und achte mehr auf mich. Tut unheimlich gut!

x 5 #2


A


Angst vor dem krank melden

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Simba1302
@Gaulin danke für deine Antwort .. ich habe halt sehr Angst, da ich durch meine chronische Erkrankung, Migräne mit Aura immer wieder ausfalle, dass kann ich auch nicht verhindern. Hab das meiner Leitung aber auch offen kommuniziert, mit der Migräne. Er ist da auch sehr wohlwollend. Und trotzdem, versetzt es mich jedesmal in totale Panik , ich mache mir viele Gedanken um Fehlzeiten etc. Ein Teufelskreis..

x 2 #3


Schlaflose
Zitat von Simba1302:
. ich habe halt sehr Angst, da ich durch meine chronische Erkrankung, Migräne mit Aura immer wieder ausfalle, dass kann ich auch nicht verhindern. Hab das meiner Leitung aber auch offen kommuniziert, mit der Migräne. Er ist da auch sehr wohlwollend

Du kannst einen Antrag auf Schwerbehinderung stellen. Wenn man einen Behinderungsgrad hat hat, ist man davor geschützt, wegen krankheitsbedingte Fehlzeiten entlassen zu werden.

x 4 #4


Sonja77
Ich kenne es selbst,ich leide unter schwerer chronischer Migräne seit ich 8 Jahre alt bin so schlimm das ich auch schon bei extremen Anfällen bewusstlos geworden bin oder mich dauernd übergeben muss

Genauso mein Sohn der heute 15 ist,auch er leidet seit Jahren an schwerer chronischer Migräne bei ihm eine Folge von sehr extremen Mobbing in der Schule über 6 Jahre lang Tag für Tag

Auch er hat seit ein paar Jahren aufgrund dessen also aufgrund des Mobbings die Diagnosen
Somatoforme Schmerzstörung
Und eine kPTBS

Ich habe auch beide diese Diagnosen,aus anderen Gründen und dazu noch ein paar mehr dazu

Ich musste mich auch immer wieder mal für einen oder 2 Tage krankschreiben lassen wegen den ganz schweren Migräne Anfällen aber zum Glück hatte ich immer sehr gute Vorgesetzte und es war nie ein Problem
Nicht mal bei meiner letzten Arbeit wo ich eine leitende Stelle hatte,ich hatte es von Anfang an gesagt und gut war es

Mach dich nicht verrückt du kannst nichts dafür und machst es nicht mit Absicht
Deine Gesundheit geht vor und auf die musst du Acht geben so gut es geht,du kannst mit deinem Arbeitgeber offen sprechen wenn du möchtest so weis er Bescheid und gut ist..natürlich nur wenn du das willst und was die Kollegen sagen sollte dir egal sein
Die finden immer etwas worüber sie tuscheln und lästern können ganz egal ob man sich krank meldet oder nicht
Darauf solltest du nicht so einen großen Wert legen
Die denken ja auch nicht an dich wie es dir geht also wieso musst du an sie denken?

Ich lebe in der Schweiz,hier ist es etwas anders als in Deutschland hier könnte man niemals einen Antrag auf schwerbehinderung stellen wegen so etwas,da gilt man hier noch als vollkommen gesund (Migräne)meine ich

Und auch wegen der Psyche,ich bin zwar seit Jahren unbefristet zu 100%berentet aber niemals würde ich als Schwerbehindert durchgehen hier…

Ich musste mich sogar fast jeden Monat 2 bis 3 Tage krankmelden wegen meiner mens da ich sie so extrem stark hab das ich die ersten 3 Tage nicht aus dem Haus kann und Windeln tragen muss

Alles Gute 🍀 und gute Besserung 💐

x 2 #5


P
Gesundheit ist das wichtigste umd wer krank ist, ist krank.

Aber wer krank ist, arbeitet nicht und belastet damit die Payroll des Arbeitgebers und die Ressourcen der Kollegen, verärgert uU Kunden.
Dies ist die andere Seite des persönlichen Ausfall.

Es ist also deswegen möglichst zu vermeiden krank zu sein. Ist bei chronischen Erkrankungen nicht einfach, da sie nicht weg gehen. Manchmal hat man aber Ansatzpunkte, das Aufflammen der Krankheit zu verhindern oder zu mildern. Migräne hat oft Auslöser, die vermieden werden können und man kann einiges tun, sich körperlich so stark zu machen, dass der Körper mit der Krankheit besser klar kommt. Und es gibt Medikamente, die einem im Schub arbeitsfähig halten.

Psychische Erkrankungen profitieren ebenfalls von einer gesunden Lebensweise und natürlich von Therapie.

Machst du etwas in die Richtung?

#6


Simba1302
@Sonja77 danke für deine ausführliche Antwort 🙏 ich muss mich Mal mit dem Thema Schwerbehinderung hier in DE befassen. Ich hatte etwas Angst vor den Anträgen. Wäre vielleicht sinnvoll. Über meine Migräne weiß mein Vorgesetzter Bescheid, er ist sehr verständnisvoll. Leider ist es der "Führungsebene" über meinem Chef "egal" die wollen nur Leistung sehen leider.

#7


Simba1302
@Pauline333 mh, ich finde die Aussage etwas verwirrend , mit man sollte möglichst vermeiden krank zu sein / sich krank zu melden? Aber das ist ja genau mein Dilemma 😅 ich würde es ja gerne nicht tun müssen.
Und zum Thema Migräne , Sie hat bei mir Auslöser, gegen die ich eben nichts aktiv machen kann , zB Hormone, Zyklusphase, Wetter. Und leider sind die neurologischen Ausfälle so stark, dass ich nicht arbeitsfähig bin oder ein Triptan das auf die schnelle "heilt" , zumindest in meinem Job geht das nicht .
Und ja, ich bin in Therapie und mache hier schon sehr viel

x 1 #8


Simba1302
@Schlaflose danke für den Tipp! Ich muss mich darüber mal informieren. Ich hatte bisher "Angst" davor

#9


Sonja77
Zitat von Simba1302:
@Sonja77 danke für deine ausführliche Antwort 🙏 ich muss mich Mal mit dem Thema Schwerbehinderung hier in DE befassen. Ich hatte etwas ...

Ja das ist leider immer häufiger so das ist die traurige Realität
entweder man funktioniert oder man wird ersetzt

und wer sagt das man gegen Migräne immer was tun kann,der hatte entweder noch nie eine echte Migräne oder ich weis auch nicht

es gibt Auslöser da kann man gar nichts tun und wenn es chronisch ist sowieso nicht denn sonst wäre es nicht chronisch

du hast starke Neurologische Ausfälle
ich werde immer mal wieder bewusstlos deswegen und lande mit dem RTW im KH im Not CCT
ich denke kaum das man da arbeiten kann darf soll oder muss

Triptane darf ich nicht nehmen,Novalgin Tropfen darf ich nicht nehmen,IBU darf ich nicht nehmen
andere Tabletten oder Spritzen wirken leider nicht

bewegen tue ich mich mehr als genug
essen tue ich ausgewogen

mehr kann man da auch nicht tun

#10


P
Zitat von Simba1302:
@Pauline333 mh, ich finde die Aussage etwas verwirrend , mit man sollte möglichst vermeiden krank zu sein / sich krank zu melden? Aber das ist ja ...

Es ging darum, dass man als Arbeitnehmer schon schauen sollte nicht (oft) krank zu werden. Ein Mensch z.B. der sich super ungesund verhält und deswegen sehr oft krank ist und mit seinem Verhalten dann auch dem Arbeitsumfeld schadet, über den wäre ich als Kollege oder Chef z.B. auch sauer. Vielleicht würde ich als Chef auch wünschen, ihn nicht mehr im Team zu haben oder ihm den Vertrag nicht zu verlängern oder ihn sogar zu kündigen.

Wenn du aber tatsächlich nicht mehr tun kannst, deine Ausfälle zu verhindern, als du ohnehin schon tust, fällst du ja nicht in die Kategorie "selbst schuld". Von daher kannst du dich mit ruhigem Gewissen krank melden.

#11


A


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