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Berlin20262026

Berlin20262026
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Hallo zusammen,
ich schreibe hier, weil mich das Thema seit langer Zeit belastet und ich langsam nicht mehr weiterweiß.
Seit etwa 10–15 Jahren habe ich immer wieder plötzliches starkes Herzrasen gehabt. Damals war mir nicht klar, was es ist, später habe ich verstanden, dass es sich um Panikattacken gehandelt hat. Diese kamen mal häufiger, mal wochenlang gar nicht, waren aber über Jahre ein ständiger Begleiter.
Vor etwa einem Jahr hat sich das Ganze verändert:
Das Herzrasen ist verschwunden, dafür habe ich nun fast dauerhaft Herzstolpern. Es fühlt sich an wie einzelne Aussetzer oder zusätzliche Schläge, teilweise minütlich. Immer wenn ich meinen Puls spüre, ist es da. Mir geht es ansonsten körperlich gut, ich habe keine Schmerzen, keine Luftnot, keinen Schwindel.
Anfang 2025 war ich beim Arzt, es wurde ein EKG gemacht – alles unauffällig, die Stolperer sollen harmlos sein. Der Betablocker wurde gewechselt, aber geändert hat sich bis heute nichts.
Was mich besonders verwirrt:
Wenn ich jogge (auf dem Laufband), verschwindet das Herzstolpern komplett. Während der Belastung schlägt das Herz ganz normal schnell, ohne Stolpern. Danach habe ich oft sogar mehrere Stunden Ruhe, bis es wiederkommt. Genau das macht mich unsicher – einerseits beruhigend, andererseits beängstigend, weil es danach wieder da ist.
Ich weiß rational, dass es wahrscheinlich harmlos ist:
Ich kann Sport machen
Das EKG war unauffällig
Das Problem besteht schon lange
Trotzdem kreisen meine Gedanken ständig darum, und das belastet mich sehr.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich 3–5 Tassen Kaffee täglich trinke, weiß aber nicht, ob das wirklich der Auslöser ist oder nur ein Verstärker.
Meine Fragen an euch:
Kennt jemand dauerhaftes Herzstolpern, das bei Bewegung besser wird?
Hattet ihr Extrasystolen in Verbindung mit Angst oder Panik?
Was hat euch wirklich geholfen (medizinisch oder mental)?
Ich bin dankbar für jede ehrliche Erfahrung oder Rückmeldung.
Danke fürs Lesen.

03.01.2026 x 1 #1


1 Antwort ↓

Mupfl
@Berlin20262026
Hallo,
ich habe mich in vielem wiedererkannt. Ich hatte über längere Zeit ebenfalls Herzstolpern und Herzrhythmusstörungen, die sich im Nachhinein klar als stress- und angstbedingt herausgestellt haben.
Was bei mir fast identisch war: In Ruhe habe ich das Stolpern stark wahrgenommen, bei Bewegung – besonders beim Joggen – wurde es deutlich besser oder war ganz weg. Während der Belastung schlug das Herz ruhig und gleichmäßig, was mich später eher beruhigt hat. Medizinisch war bei mir ebenfalls alles unauffällig. Mit der Zeit habe ich gelernt, dass Stress und ein sensibles Nervensystem das Herzgefühl enorm beeinflussen können – auch wenn organisch alles in Ordnung ist.

Ich wollte dir einfach sagen: Du bist damit nicht allein, und das, was du beschreibst, habe ich sehr ähnlich erlebt. Bei mir ist es mit mehr Ruhe und Vertrauen nach und nach abgeklungen.

Alles Gute für dich.

#2





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Dr. Christina Wiesemann
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