So muss mich mal rein lesen. Hatte gestern leider keine Zeit mehr. Kind wollte Asterix schauen und danach war ich zu faul nochmal aufzustehen
Zitat von Hotin:
Wenn ich Dich richtig verstehe, hat das mit Emetophobie wenig zu tun.
Die Angst davor, Dich angesteckt zu haben und Deine Angst vor anderen Krankheiten
sind also das Einzige, was da noch übrig bleibt.
Und dazu passt auch Dein Zwang etwas zu desinfizieren.
Es scheint also nur eine Sache zu sein, welche Dich wirklich belastet.
Doch per Definition muss bei der Emetophobie nicht unbedingt das eigene Erbrechen im Fokus stehen.
Zitat:Bei der Emetophobie handelt es sich um eine übermäßig ausgeprägte, irrationale Angst vor dem Erbrechen, die von Außenstehenden oft als "übertrieben" erlebt wird. Sie äußert sich in:
Panik davor, sich selbst zu übergeben, unabhängig davon, ob alleine oder in der Anwesenheit anderer.
Panik davor, miterleben zu müssen wie andere Personen und/oder Tiere sich übergeben.
Panik vor/bei jeglicher Konfrontation mit dem Thema (z.B. durch Medien, Gespräche, Erbrochenes, eigene Gedanken).
Nicht alle drei Dimensionen müssen gleichermaßen vorliegen, um von Emetophobie zu sprechen.
Zitat:Die Mediziner können aber nichts finden. Sehe ich das richtig? Falls ja, bleibt nur übrig, dass
Du Dir eine starke Angst aus der Kindheit vermutlich nie bewusst gemacht hast und nicht bearbeitet hast.
Dann weißt Du doch, wo es herkommt. Kannst Du hier darüber reden?
Oder rede darüber mit Deinem Therapeuten.
Danach sollte es langsam besser werden.
Ja, davon gehe ich auch aus. Das warum wieso weshalb hat ihn bis jetzt nicht wirklich interessiert. Er hat da seine Themen auf denen er immer wieder rum reitet. Den Zwang zu desinfizieren und die Arbeit. Ich habe ihm auch gesagt, dass ein weiterer Zwang das Thema Essen ist. Keine Reaktion.
Zitat von TomTomson:Also hatten deine Eltern kein Verständnis dafür wenn du krank warst? Kann mir schon vorstellen, dass dies zu einer Angst vor dem Krank sein führt. Denn es war für dich dann ja auch viel schlimmer krank zu sein, da du ja trotzdem funktionieren musstest, aber das geht nunmal nicht wenn man krank ist. Ich meine es gehört nunmal zum krank sein dazu, dass man dem ausgeliefert ist und nicht weiss wann es einem besser geht, sprich man kann nichts anderes als geduldig mit sich sein und abwarten bis es einem besser geht. Aber wenn man gleichzeitig gezwungen wird zu funktionieren muss das ja ein unglaublicher Stress für dich gewesen sein.
Ich denke wenn meine Eltern so reagiert hätten, hätte ich wohl auch eine Angst vor dem krank sein entwickelt. Denn dann verbindet man ständig diese Erinnerungen damit und erlaubt es sich dann selber nicht mehr krank zu werden, weil man es als sehr schmerzhaft in Erinnerung hat und gar nie richtig gelernt hat damit umzugehen.
Ich muss dazu sagen, dass meine Mutter selbst keine sehr fürsorgliche Mutter hatte und meine Mutter auch sehr oft krank zur Schule musste. Wir durften nur zu Hause bleiben,wenn wir Fieber hatten. Ich war leider ein Kind, dass sehr selten Fieber hatte, aber wie wir wissen verlaufen viele Infekte auch ohne Fieber und mies fühlt man sich ja trotzdem.
Dieses Gefühl immer funktionieren zu müssen habe ich immer noch und es ist schrecklich. Ich erlaube mir nicht mich auszuruhen, selbst jetzt wo ich AU bin - ich denke dann immer NEIN, wenn du arbeitest kannst du dich auch nicht ausruhen....oder ich kann jetzt nicht nix tun -Kind ist zu Hause.
Zitat von abirel:
Wenn du gegen diese eigentliche Angst kämpfst, dann kämpfst du gegen dich selbst. Wie soll das gut ausgehen?
Sieht man ja jetzt. Körperlicher Totalabsturz!
Zitat von kopfloseshuhn:Ich sehe hier vor allem die Angst vor dem Kontrollverlust.
Die fehlende Kontrolle um Ansteckung, die fehlende Kontrolle darüber, wie lange ein Krankheitsgefühl (Übelkeit) anhalten wird.
Das versuchst du mit einem Zwang zu kompensieren. Versuchst zu kontrollieren, was du halt kontrollieren kannst.
Desinfizieren bedeutet für dich alsp Kontrolle darüber zu haben. Zumindest ein Stück weit.
Zumindest gaukelst du dir das so vor.
Fakt ist jedoch, dass dir trotzdem übel ist, verstehe ich das richtig?
dahinter kann aber auch die Angst selbst stecken. Die Angst vor Übelkeit macht dann Übelkeit.
hier wäre es dummerweise angebracht, die Übelkeit so hinzunehmen und zu sehen, wie kann ich mir in der Zeit selbst helfen?
Was hilft?
Ist es ein Tee? Sind es vieleicht Iberogast Tropfen (rein Pflanzlich, schadet also nicht). Ist es Ruhe die ich mir geben muss?
LG
Ja ich denke, da hast du Recht. Kontrollverlust ist ein großes Problem bei mir. Ich kann auch nichts abgeben. Ich muss immer alles selbst machen.
Ich kenne schon Dinge, die mir das ganze erleichtern. Aber es ist ein Drahtseilakt. Gegen den Magendruck hilft nichts, der ist immer da, es gibt aber Dinge, die ich machen kann, um es besser aushalten zu können. Das Blöde ist nur, dass sich diese Dinge in einem normalen Alltag kaum einbauen lassen. Alternativen habe ich noch keine gefunden.