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3

unihoc93

unihoc93
Mitglied

Beiträge:
23
Themen:
1
Mitglied seit:
Hallo Zusammen
Ich will euch mit diesem Post keine Angst machen, sondern suche Personen die Ähnliches erlebt haben..
Seit einigen Wochen befinde ich mich in einem Grübel-Teufelskreis. Ich bin praktisch tagein, tagaus mit grübeln über irgendwelche Dinge beschäftigt.
Was mich fertig macht: man liest ja immer Psyche und Körper seien eine Einheit usw. Ich habe Angst, dass durch das viele negative, zwanghafte Denken mein Körper (insb. mein Herz) krank werden könnte.
Es läuft daher oft so ab: Grübeln über eine Situation-- Angst dass grübeln Stresshormone ausschüttet und mein Körper Schaden nehmen könnte- erneutes Grübeln über diese Angst, ob mein Körper wirklich krank werden könnte.
Ich kann dadurch gar nicht mehr klar denken, den ganzen Tag verbringe ich mit erneutem Grübeln, was meine Angst natürlich immer mer verstärkt..

Ich bin verzweifelt.
Was meint ihr dazu?

05.03.2019 #1


30 Antworten ↓
F

Fay
Gast

Hallo,
deine ständigen Ängste, nicht zu genügen und verlassen zu werden könnte auf ein Trauma aus der Kindheit zurückgehen.
Bei mir war das so. Ich habe auch erst vor kurzem heraus gefunden, woher das kommt.
Wenn man z.B. als Kind immer wieder zu hören kriegt, dass man nicht geliebt wird (wenn auch unterschwellig, wenn man "ich hab dich lieb" einfach nicht gesagt bekommt), die Eltern einem kein liebevolles Interesse beibringen etc., dann brennt sich das ein.
Auch wenn diese Situationen schon lange der Vergangenheit angehören, war ich immer noch unterbewusst davon überzeugt, dass alle Menschen um mich herum genau so über mich denken müssen wie meine Eltern. Erst als ich diese Situationen angefangen habe, mit anderen zu besprechen (was ich mich damals nie getraut habe), und sie aufzuarbeiten, konnte ich wirklich verstehen und annehmen, dass meine Eltern psychisch krank waren und ich als kleines Kind nicht schuld war an ihrem Verhalten.
Wenn du auch eine unschöne Kindheit hattest, schätze ich, dass daher auch dein Grübeln kommt (da war ich auch ganz vorne mit dabei). Ich hab ständig versucht, herauszufinden (durch Hinweise, Vergleiche etc.), ob jemand mich auch wirklich gern hat oder mich nur ausnutzen will oder ich für jemanden nur ein Zeitvertreib bin (wovon ich immer ausgegangen bin, weil ich mich mit den Augen meiner Eltern gesehen habe), und hab versucht, mich für den ohnehin eintretenden Verlust schon mal mental zu wappnen.
Das führt meist zu unbewusst ablehnendem Verhalten anderen gegenüber, weil man es ihnen übel nimmt, dass sie einen planen, fallen zu lassen oder einen nur benutzen. Oftmals führt das dann erst zu wirklichen Problemen in der (partnerschaftlichen) Beziehung.

05.03.2019 18:18 • #28


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Macht zwanghaftes Grübeln krank?

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F

Fay
Gast

Ich denke, du hast das selber schon ganz gut erkannt Wink
"Vielleicht fast etwas zu liebevoll (was vielleicht eine Angst ausgelöst hat, nicht alleine sein zu können)"
Du schreibst viel von Unsicherheiten, Ungewissheiten, dass du dir hundertprozentige Sicherheit wünschst (in der Beziehung).
Ich spekulier nochmal drauflos:
Vielleicht hast du als Kind nie gelernt, auf eigenen Beinen stehen zu können (oder zu dürfen)? Nun da du erwachsen bist und eigene Entscheidungen treffen kannst und musst, weißt du nicht recht, was zu tun. Warscheinlich ist deine Freundin jetzt die Person, an der du dich immer orientierst.Das Kind in dir ist immer noch der Meinung, es braucht ein Elternteil oder eine Freundin, damit es überleben kann.
Daher kommt warscheinlich diese immens große Angst, deine Freundin zu verlieren.
Denn wenn du einmal rational darüber nachdenkst, was passieren würde, wenn das eintreffen würde, erkennst du, das das zwar sehr traurig wäre, aber kein Weltuntergang. Du bist erwachsen und in der Lage, für sich selbst zu sorgen.
Aber das ist nur meine Vermutung, ich bin kein Fachmann. Wenn du das Gefühl hast, dass sich dauerhaft rund um die Uhr alles nur um diese Ängste geht, würde ich dir raten, dir professionelle Hilfe zu suchen.
LG

05.03.2019 19:14 • #30


Zum Beitrag im Thema ↓


la2la2
Hey,
worüber grübelst du denn? Über Sachen, die dich wirklich belasten im Leben oder irgendwelchen belanglosen Mist?
Hast du noch erholsame 6-8h Schlaf?

Wie stehts mit Puls und Blutdruck? Sind die erhöht?

Zitat von unihoc93:
Ich habe Angst, dass durch das viele negative, zwanghafte Denken mein Körper (insb. mein Herz) krank werden könnte.

Es gibt nichts gesünderes als Ausdauersport fürs Herz. Also ab sofort täglich mindestens 30 min. Bewegung und 2-3x pro Woche 1-2h wirklich intensiv Sport machen (Schwimmen, Joggen, Radfahren,....). Und bei Stress verbraucht der Körper viel Magnesium - also ruhig Magnesium nehmen. Wink

#2


sevr
Hey,

ich glaube, zwanghaftes Grübeln selbst ist schon krank Smile ...ich mache das auch. Ich stehe morgens grübelnd auf und schlafe abends grübelnd ein. Die meisten Gedanken sind ängstlich oder negativ. Ich lebe so seit über zehn Jahren und meine Organe sind in guter Verfassung. Ich mache vier mal die Woche Sport, muss ich allerdings dazu sagen. Trotzdem muss man das natürlich ernst nehmen... ich denke, dass sich solche Gedanken auf Dauer negativ auswirken, durch Verspannungen zum Beispiel, die wiederum irgendwann ernsthafte Probleme machen können (ich hatte tatsächlich mal Darm-Probleme wegen einer sehr starken Verspannung).

Also, so schnell wird man an Gedanken nicht sterben. Aber gesund sind sie, vor allem für die Seele, sicher nicht.

Wenn du Lust hast, probier es mal mit Kampfsport. Das sind die einzigen Momente, in denen mein Kopf Pause macht. Wenn man da nicht aufpasst, hat man nämlich eine hängen. Da grübelt man plötzlich nicht mehr Smile ...mir hilft das total.

#3


M
Ich kenne solche Grübel-Teufelskreise schon seit der Kindheit.
Dass es organische Schäden anrichtet kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, aber es ist auf jeden Fall total belastend. :/

x 1 #4


S
Also gesund sind Stress, Ängste und Depressionen nicht. Aber krank wirst du meist erst nach Jahrzehnten. Vor allem, wenn du jung bist.

Allerdings sollte man was dagegen tun.

#5


Sells1234
Ich grübele von morgens bis Abends bekomme dadurch nichts mehr auf die Reihe. Schlafe nur zwei Stunden dann geht alles von vorne los. Körperliche Beschwerden denke ich bekommt man nur im Reifen alter wie ich es bin.denke ich. LG.

#6


Linus42
Hallo Ihr Lieben,

ich schließe mich Euch allen an. Ich grübel, bis mir schwindelig wird. Ob es krank macht? Befürchte ich, ja. Wer mein als letztes geöffnete Thema liest, weiß, wie mies es mir im Moment geht.

Ich gehe auch viermal die Woche ins Fitness-Center, Kraftsport. Das hat mir bisher immer geholfen. Man kann noch so miesgelaunt und grübelnd hingehen, ich komme immer gut drauf wieder da raus! Nur im Moment mache ich eine sehr sehr schwere Zeit durch. Ich war gestern mal an den Hanteln - es hat dieses Mal NICHTS geholfen. Schlimmer noch: Ich fing sogar während des Trainings an zu grübeln. Das hatte ich noch nie. So nach dem Motto: "Ich bin nervlich so belastet, wenn ich jetzt noch körperlich anstrengend was mache, krieg ich vielleicht nocht einen Schlaganfall?" Ihr seht, diese Grübelei hört einfach nicht auf.

Auch ich habe leider kein Rezept dagegen. Ein Teufelskreis. Nun ja, wie ich sehe, sind wir alle nicht allein..... Was macht IHR denn so gegen das Grübeln?

Viele Grüße

#7


sevr
Zitat von Linus42:
Hallo Ihr Lieben,

ich schließe mich Euch allen an. Ich grübel, bis mir schwindelig wird. Ob es krank macht? Befürchte ich, ja. Wer mein als letztes geöffnete Thema liest, weiß, wie mies es mir im Moment geht.

Ich gehe auch viermal die Woche ins Fitness-Center, Kraftsport. Das hat mir bisher immer geholfen. Man kann noch so miesgelaunt und grübelnd hingehen, ich komme immer gut drauf wieder da raus! Nur im Moment mache ich eine sehr sehr schwere Zeit durch. Ich war gestern mal an den Hanteln - es hat dieses Mal NICHTS geholfen. Schlimmer noch: Ich fing sogar während des Trainings an zu grübeln. Das hatte ich noch nie. So nach dem Motto: "Ich bin nervlich so belastet, wenn ich jetzt noch körperlich anstrengend was mache, krieg ich vielleicht nocht einen Schlaganfall?" Ihr seht, diese Grübelei hört einfach nicht auf.

Auch ich habe leider kein Rezept dagegen. Ein Teufelskreis. Nun ja, wie ich sehe, sind wir alle nicht allein..... Was macht IHR denn so gegen das Grübeln?

Viele Grüße



Probier vielleicht mal Ausdauersport. Reines Krafttraining hilft mir auch nicht leider. Joggen ist da weitaus besser, und Kickboxen lässt dich komplett abschalten. Wie gesagt... kannst dabei ja mal grübeln, man bekommt schnell die Quittung Very Happy Fitnessboxen reicht auch schon, muss jetzt gar nicht direkt in die Vollen gehen.

#8


S
Medis helfen auch

#9


petrus57
Kommt vielleicht darauf an worüber man grübelt.

Ich denke bei mir hat das ständige Grübeln zu Depressionen geführt.

x 1 #10


S
Meistens führt eher die Depression zu ständigem grübeln Wink

Und wie ungesund Depressionen sind , kann man ja überall nachlesen. Leider auch organisch.

x 1 #11


M
Bei mir ist ja z.Bsp. der Puls immerzu zu hoch. War am 06.02. zum Echo, da gab es aber keine Auffälligkeiten, außer dem schnellen Herzschlag. Die Auswertung vom Langzeit-EKG (das hatte ich am 14.02.) muss ich noch abwarten, habe da am 27.02. einen Termin zur Besprechung bei der Ärztin.
Die meinte auch, dass mein Puls runtergeht, wenn ich ausatme und das für Angst-Puls sprechen würde. verwirrt
Mein Blutbild war aber auch auffällig im Vergleich zum letzten, obwohl ich mir einen gesünderen Lebensstil angewöhnt habe. Da kann ja aber kaum die Psyche so einen Einfluss drauf haben...

#12


sevr
@Miyako Wie hoch ist dein Puls denn im Ruhezustand?

Ich habe auch gelesen, dass zu flache Atmung den Puls erhöht.

#13


M
Mein Puls ist fast immer im 3-stelligen Bereich, deswegen hatte mein Ex-Hausarzt auch die Diagnose Tachykardie gestellt. Sollte über gewisse Zeit immer messen, da kamen im Ruhezustand schon immer Werte wie 110, 112, 119,... morgens direkt nach dem Aufwachen, vor dem aufstehen auch immer schon im 80er-Bereich und beim Arzt komme ich bei den Messungen auf 130, 140, 143,...

#14


D
Ja, es macht krank.

#15


S
Also mein puls ist auch nicht der kleinste mit um die 80 häufiger, aber ständig über 100 ist schon echt viel.

Mein Arzt hatte mir schon Betablocker verschrieben, damit war das deutlich besser.

Über 100 finde ich jetzt schon echt hoch. Das hab ich selbst bei extremer Panik nur selten.

#16


sevr
Oh, okay... das klingt wirklich hoch. Wenn deine Ärztin von einem Angstpuls spricht... hast du nachts mal gemessen? Nachts funktioniert bei mir alles, was am Tag nicht funktioniert. Atmen geht wunderbar und mein Puls geht runter auf 40/44. Wenn du schläfst, dürftest du ja auch keine Angst haben und dein Puls könnte entsprechend niedrig sein. Vielleicht würde dich das beruhigen. Mich beruhigt die Nacht immer, weil ich dann sehe, dass ich nicht von dem habe, was ich mir tagsüber einbilde.

Nachtrag zum Kommentar von Serthralinn:
Wenn ich Panik habe, geht mein Puls auf bis zu 130 hoch. Unter 100 bei Panikattacken habe ich tatsächlich nie.

#17

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S
Zitat von Dani2107:
Ja, es macht krank.

Toller Beitrag Ironie

#18


M
Ja, ich verstehe das einfach nicht mit dem Puls. Hatte beim Arzt mal eine Tavor bekommen, da war der Puls dann von 140 auf 120 runter, was ja aber immer noch viel zu viel ist.
Die Arzthelferin wollte sogar den Lungenfunktionstest nicht machen wegen dem Puls, der musste erst runter.

Dazu kommt ja, dass ich eine Schilddrüsenunterfunktion habe, wo der Stoffwechsel typischerweise ja verlangsamt ist. Die Ärzte hier meinten auch, dass ich da eher einen langsamen Puls haben müsste.
Ebenso habe ich das Gegenteil von Gewichtszunahme, also ich verliere Gewicht und kann kaum ein Gewicht halten, das passt ja auch alles irgendwie nicht zusammen. :/
Bei der letzten Sono wurde jetzt auch ein Knoten an der Schilddrüse gefunden.

#19


sevr
Gesund ist ein hoher Puls auf Dauer nicht, aber so schnell passiert da auch nichts. Was das Thema Herz angeht, habe ich auch fast alles durch. Das war meine Angst früher, bevor ich zur Erstickungsangst übergegangen bin. Damals dreht sich alles um Herz, heute interessiert mich das null. Allein daran sieht man, was Gedanken anrichten können. Daher würde ich dir echt mal empfehlen, den Puls nachts zu messen. Wenn der runter geht, beruhigt dich das vielleicht. Und wenn du beruhigter bist, erledigt sich der Rest vielleicht von selbst. Nur eine Idee... wirklich wissen kann man es nie. Dafür sind aber ja auch Ärzte da.

Übrigens... wenn ich Tavor nehme, geht mein Puls hoch Wink

#20


A


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