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S
Und dir hat bisher keiner Betablocker verschrieben?

So hoch kann der puls doch nicht bleiben

#21


D
Zitat von Serthralinn:
Toller Beitrag Ironie


Ich habe nur die Frage beantwortet und danke, dass du den Ironiesmiley dazu geschrieben hast, sonst würde ich denken, man fände meinen Beitrag wirklich toll.

#22


A


Macht zwanghaftes Grübeln krank?

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M
Doch ich bekam erstmal einen Betablocker und sollte zur weiteren Abklärung. Mit den Betablockern kam ich irgendwie nicht klar, habe v.a. morgens auch einen so niedrigen Blutduck und fühl mich dahingerafft.
Zur weiteren Abklärung kam es erstmal nicht damals (2016), mit den Fachärzten war es der Horror in meiner alten Heimat und dann stand mein Umzug an.
Die Untersuchungen wurden jetzt alle nachgeholt.

2009/2010 hatte ich schon mal ein Echo und Langzeit-EKG, da war mein Puls noch total ok. Weiß echt nicht wann und warum das anfing.

#23


petrus57
Zitat von Miyako:
Bei der letzten Sono wurde jetzt auch ein Knoten an der Schilddrüse gefunden.


Habe ich auch. Wo er festgestellt wurde war er 1cm groß, ein Jahr später schon 1,4 cm. Mein Arzt meinte aber das sei nicht weiter beunruhigend.

#24


M
Ich weiß zu dem Knoten noch gar nix weiter, denke mal das kommt dann auch bei der Besprechung.
Normalerweise sollte ich halt immer alle 6 Monate zur Sono, weil ich vorbelastet bin, weil ja meine Mutter einen Knoten hatte, der am entarten war.
Habe ich früher auch immer brav so gemacht, dann lange Zeit nicht mehr

#25


unihoc93
Ich grüble eigentlich immer über sehr belanglose Dinge. Es ist in meinen Augen eher ein Zwang zu grübeln. Ich denke ich leide an einer Zwangsstörung, welche sich in Form von zwanghaftem grübeln manifestiert.
Mein Puls und Blutdruck sind nicht speziell erhöht. Ich mache ebenfalls viel Sport, kann jedoch auch währenddem nicht vollkommen abstellen. Es drängen sich einfach immer wieder Gedanken auf, welche ich dann nicht einfach ignorieren kann. Ich lasse mich immer wieder auf sie ein..

#26


unihoc93

Gedanken, Verlustangst, Angst generell

Hallo Zusammen

Ich wollte euch einmal von meiner Leidensgeschichte erzählen und fragen wie ihr das diagnostizieren würdet.

Ich leide schon seit vielen Jahren daran, dass ich mir über alles zu viele Gedanken mache. Meist kann ich gut damit leben und meine reflektierte und rücksichtsvolle Art hat mich im Leben bereits weit gebracht und verhilft mir zu grosser Beliebtheit.

Nun ja, alles gut. Aber es gibt leider auch immer wieder Phasen in welchen mich das ständige Nachdenken fast umbringt. Oft befinde ich mich im Januar, Februar, in einer solchen Phase, da ich dann Prüfungsstress habe, die Wintermonate zusätzlich auf die Psyche schlagen..

Ich hatte schon diverse Ängste: Angst vor Krankheiten, Angst von der Freundin verlassen zu werden (Eifersucht), Angst nicht zu genügen, Angst was andere von mir denken.

Ich habe seit einigen Monaten eine neue Freundin. Wie es kommen musste drehen sich die Gedanken momentan alle nur noch um sie. Wir haben eigentlich eine sehr harmonische und tiefe Beziehung aufgebaut in dieser kurzen Zeit. Sie gibt mir enorm viel Liebe, wir treffen uns oft und auf dem Papier läuft eigentlich alles gut. Nur in meinem Kopf nicht. Nach einigen Wochen (ich merke, diese Frau bedeutet mir sehr viel) Gedanken: bin ich gut genug im Bett, bin ich generell gut genug, liebt sie mich wirklich so fest usw usw.

Jetzt auch erste Erlebnisse im Zusammenhang mit Eifersucht. Sie spricht oft mit einem Freund von mir, der eben sehr gut aussieht. Los gehts, was wenn sie auf einmal was von ihm will, bin ich genug gut usw. Es löst in mir einen unglaublichen Stress aus, trotzdem will ich aber "souverän wirken" und meine Eifersucht möglich wenig preis geben, da ich weiss, dass mich solches Verhalten nicht attraktiv macht und Gift für eine Beziehung ist. Mir fehlt die Kontrolle. Ich hasse Unsicherheit. Und versuche den ganzen Tag über mir diese Sicherheit irgendwie durch Gedanken zu holen. Ich weiss eigentlich, dass es nicht klappt. Aber ja, sonst fühle ich mich einfach schlecht und total unsicher.


Ich bin echt verzweifelt. Mir fehlt das Vertrauen in mich und in sie und in die Welt, dass schon alles gut kommt, dass ich genug gut bin für sie (obwohl ich sehr viel von mir halte und sie mir eigentlich auch sagt, dass sie nur mich will und nicht weiss wie sie mich verdient hat usw..).


Ich hoffe ihr versteht mein Dilemma. Das Leben ist so anstrengend so. Andere Leute in meiner Situation wären die glücklichsten Menschen auf der Erde. Aber durch mein ständiges Denken baue ich mir eine riesen Krise in meinem Kopf auf, welche sich so real anfühlt.

Grüsse..

#27


F
Hallo,
deine ständigen Ängste, nicht zu genügen und verlassen zu werden könnte auf ein Trauma aus der Kindheit zurückgehen.
Bei mir war das so. Ich habe auch erst vor kurzem heraus gefunden, woher das kommt.
Wenn man z.B. als Kind immer wieder zu hören kriegt, dass man nicht geliebt wird (wenn auch unterschwellig, wenn man "ich hab dich lieb" einfach nicht gesagt bekommt), die Eltern einem kein liebevolles Interesse beibringen etc., dann brennt sich das ein.
Auch wenn diese Situationen schon lange der Vergangenheit angehören, war ich immer noch unterbewusst davon überzeugt, dass alle Menschen um mich herum genau so über mich denken müssen wie meine Eltern. Erst als ich diese Situationen angefangen habe, mit anderen zu besprechen (was ich mich damals nie getraut habe), und sie aufzuarbeiten, konnte ich wirklich verstehen und annehmen, dass meine Eltern psychisch krank waren und ich als kleines Kind nicht schuld war an ihrem Verhalten.
Wenn du auch eine unschöne Kindheit hattest, schätze ich, dass daher auch dein Grübeln kommt (da war ich auch ganz vorne mit dabei). Ich hab ständig versucht, herauszufinden (durch Hinweise, Vergleiche etc.), ob jemand mich auch wirklich gern hat oder mich nur ausnutzen will oder ich für jemanden nur ein Zeitvertreib bin (wovon ich immer ausgegangen bin, weil ich mich mit den Augen meiner Eltern gesehen habe), und hab versucht, mich für den ohnehin eintretenden Verlust schon mal mental zu wappnen.
Das führt meist zu unbewusst ablehnendem Verhalten anderen gegenüber, weil man es ihnen übel nimmt, dass sie einen planen, fallen zu lassen oder einen nur benutzen. Oftmals führt das dann erst zu wirklichen Problemen in der (partnerschaftlichen) Beziehung.

#28


unihoc93
Hallo Smile
Danke für deine Antwort.

Ich hatte ehrlich gesagt eine sehr liebevolle Kindheit. Vielleicht fast etwas zu liebevoll (was vielleicht eine Angst ausgelöst hat, nicht alleine sein zu können).

Meine Gedanken drehen sich oft um irgendwelche Unsicherheiten, fehlende Kontrolle, die Angst etwas nicht zu wissen, die Angst nicht zu genügen, die Angst verlassen zu werden.

Daher ist die Beziehung mit einer Frau gerade zu Beginn oft sehr anstrengend und für mich teils eine Qual.
Nun stelle ich mir ständig die Frage, soll ich meine Freundin darauf ansprechen und meine Eifersucht und meine Angst kundtun (obwohl ich weiss, dass mir das auch nicht die totale Sicherheit gibt und ich zudem weiss, dass solche Sachen anzusprechen einer Beziehung nicht gerade gut tut). Trotzdem plagen mich so viele Ungewissheiten. Ich weiss nicht, wass meine Freundin mit ihrer Freundin über mich besprochen hat, weiss nicht ob sie sich Gedanken über andere Männer macht, weiss nicht ob sie mich wirklich zu 100% liebt und nur mich im Kopf hat...

Wie kann ich trotzdem damit umgehen? Ich weiss, dass ich durch Fragen an sie diese Sicherheit nicht erhalten kann, wenn dann nur kurzfristig, bis wieder eine andere Situation entstand, welche mich erneut zweifeln lässt. Schlussendlich fragt man dann nur noch nach, was der Liebe und der Beziehung dann wirklich schadet. Mir fehlt einfach der Mut und die Souveränität mit dieser Unsicherheit zu leben, nur das anzuschauen was zwischen uns ist (und alles was vielleicht zu hinterfragen wäre usw. usw. auszublenden)...

#29


F
Ich denke, du hast das selber schon ganz gut erkannt Wink
"Vielleicht fast etwas zu liebevoll (was vielleicht eine Angst ausgelöst hat, nicht alleine sein zu können)"
Du schreibst viel von Unsicherheiten, Ungewissheiten, dass du dir hundertprozentige Sicherheit wünschst (in der Beziehung).
Ich spekulier nochmal drauflos:
Vielleicht hast du als Kind nie gelernt, auf eigenen Beinen stehen zu können (oder zu dürfen)? Nun da du erwachsen bist und eigene Entscheidungen treffen kannst und musst, weißt du nicht recht, was zu tun. Warscheinlich ist deine Freundin jetzt die Person, an der du dich immer orientierst.Das Kind in dir ist immer noch der Meinung, es braucht ein Elternteil oder eine Freundin, damit es überleben kann.
Daher kommt warscheinlich diese immens große Angst, deine Freundin zu verlieren.
Denn wenn du einmal rational darüber nachdenkst, was passieren würde, wenn das eintreffen würde, erkennst du, das das zwar sehr traurig wäre, aber kein Weltuntergang. Du bist erwachsen und in der Lage, für sich selbst zu sorgen.
Aber das ist nur meine Vermutung, ich bin kein Fachmann. Wenn du das Gefühl hast, dass sich dauerhaft rund um die Uhr alles nur um diese Ängste geht, würde ich dir raten, dir professionelle Hilfe zu suchen.
LG

#30


BBrecht
Nabend unihoc93,

irgendwie kenne ich das gut, was Du scheibst, auch wenn ich (falls dein geburtsdatum 1993 ist) viel älter bin als Du.
Ja, diese angst vor Verlust der Kontrolle über eine Situation, die macht auch mich wahnsinnig,
wenn auch aktuell auf einem vollkommen anderen zwischenmenschlichen Gebiet. (Bei mir reisen Frauund Kind 11.000 weit weg in ein relativ abgeschiedenes Gebiet in die Heimat meiner Frau, China).Man steht sich da absolut selbst im Weg, versucht den Alltag wie gewohnt aufrechtzuerhalten.

Ich kann Dir keine Lösung anbieten, weil ich selber unter furchtbarer Verlustangst leide, aber ich schreibe, damit Du weisst, Andere kennen das Gefühl dieser Hilflosigkeit.

#31


A


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