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B

beside
Mitglied

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Kennt jemand dieses Gefühl, in einen Abgrund zu blicken?

Es fühlt sich ähnlich an wie ein Gefühl zwischen ohnmächtig werden und starke Depressionsattacke. Da ist auf einmal alles schwarz in den Gedanken. Es tut sich ein Abgrund auf und mit ihm eine Angst vor dem was für ein Gedanken als nächstes kommt. Das ist Horror pur für gefühlt einige Sekunden, aber vermutlich nur Bruchteile einer Sekunde. Wie ein Alptraum in einem Tagtraum. Als wenn die Welt und alles mit ihr stehen blieb. Am beängstigsten ist dabei der noch unbekannte nächste Gedanke. Er wird als extrem angsteinflößend angekündigt.

In der Phase meiner schweren Depression kam dieses Schwarze Nichts von hinten über mich. Es war so schlimm, dass ich beim Autofahren rechts rann fahren musste. So als wenn mich etwas von hinten überkommt und mich vereinnahmen will. Aber jetzt ist es vor mir und ich blicke direkt hinein wie in eine Zukunft ohne Ausweg. Angst, pure Angst.

12.02.2026 #1


3 Antworten ↓


Feuerschale
Klar kenn ich das, wenn bei mir Depression, Angst und dann Psychose Horror Hand in Hand gingen, waren das keine Sekunden sondern Stunden Tage Wochen und am Ende unerträglich.

Diese Überwältigung kenn ich auch, beim spazieren Beine weg geknickt, schwerer Schwindel usw.
Das Gefühl man muss unausweichlich sterben oder ist in einer Welt wo das unter dem Druck dann auch am besten ist, ganz anders als Wehen z b. Das lädt sich auch nicht ein und wartet auf herein sondern die Depression drängt sich unaufgefordert in alles rein.

Warum fragst du, suchst du einen Ausweg?

x 1 #2


A


In den Abgrund blicken

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Feuerschale
Zitat von beside:
Aber jetzt ist es vor mir und ich blicke direkt hinein wie in eine Zukunft ohne Ausweg. Angst, pure Angst.

Würde vielleicht schauen , ist es Angst, dann geht's auch vorbei.
Ist es real dann musst du gucken was passiert.

Ein Bekannter sagte mir mal, da hab ich noch gestern dran gedacht, warum soll ich Angst vor dem Tod haben, was passiert passiert, kommt ein Wolf und will dich fressen, dann Pech was willste machen.
Angst fügt dem Leben nix hinzu.

Außerdem denk ich mir oft lass die Angst hampeln wie sie will, entweder gibt es einen nächsten Atemzug oder nicht, das war bei mir in der Psychose vor 5 Jahren und in der vor paar Monaten immer Thema

Wenn's denn halt doch weitergeht und die Psyche schränkt zu sehr ein , helfen auch Medis um die Reaktionen zu dämpfen.
Es sei denn man hat Angst wegen einem konkreten Problem, dann löst sich viel, wenn man's mal beim Schopf greifen und angehen kann.

#3


Burn
Ja kenn ich ! Eine Freundin von mir hatte dann gesagt, ich soll mal nicht immer nur nach unten schauen, wo geht’s runter! Sondern mal rauf bzw. wo geht’s denn hin!
Und sie hat immer gemeint, ich bin nicht am Abgrund.

Hat mich zuerst kolossal aufgeregt aber ich habe den Satz dann fast mantra artig mit mir mitgezogen. Hat mir irgendwie dann immer geholfen und sei es auch noch so minimal

x 2 #4






Mira Weyer
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