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201811.02




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HEy! Ich kann Dir nur sagen: Ich bin so froh, dass ich drei JAhre Therapie gemacht habe... Das kann mir keiner mehr wegnehmen... Und jetzt merke ich, wie krank meine Geschwister immer noch sind... die das noch vor sich haben...
Das ist auf jeden Fall etwas, was einem helfen kann. Und ausserdem geht das niemandem etwas an. Niemand wird es erfahren... USW...

LG und toitoitoi, einfach überwinden!

Auf das Thema antworten




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  12.02.2018 08:29  
Der Schlüssel zur Krankheitsangst ?

Mein Großvater hat mit uns im Haus gelebt und wie sollte es sein er war Arzt, somit mussten wir bis zu seinem Tote eigentlich nie zu irgend einer ärztliche Kontrolle oder Behandlung. Die Vertrauensperson war also IMMER im Haus.
Ich kann mich erinnern das ich mit den Medikamenten Schachteln, wovon reichlich im Hause war, kleine Burgen und Türme gebaut habe so wie Legosteine.

1985 ist er an Darmkrebs gestorben, ich hatte kein schlechtes aber auch kein enges Verhältnis zu ihm. Klar war ich traurig Beerdigungen sind immer schei. aber hey ich war 17 und ich war eigentlich schnell drüber hinweg... glaubte ich zumindest... denn komischerweise begannen genau nach seinem Tod meine Krankheitsängste was mir natürlich mit 17 nicht klar war.
Ob das alles nun die Gründe für mein Krankheitsbild sind weis ich nicht aber ich denke es liegt alles eng bei einander. Man sagt nicht um sonst das Hypochonder meist überbrühtet aufgewachsen sind.

Nachfolgend kann man sagen das ich eigentlich eine tolle und unbeschwerte Kindheit gehabt habe an die ich mich gerne erinnere, also nix mit Missbrauch Gewalt oder sonstiges.
Manchmal wünsche ich mir ich könnte Zeitreisen und ich würde mich einfach zurück in die 70iger Beamen.
Ich würde auch nicht wollen das ich mit meinem Erwachsenen wissen und Erfahrungen dort zurück reisen könnte....NEIN ..... ich möchte genau so unbeschwert und unerfahren zurück und mir nur über Kleinigkeiten sorgen machen und genau diese Erfahrungen machen und erlebe. Wie damals es war schön...

Klar jede Zeit hat ihren reizt aber ich finde die Highlights im Alter werden immer weniger. Manchmal möchte man halt alles anders machen aber leider fehlt einem der Mut dies zu tun.

Danke2xDanke


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Bärlin Spandow
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  12.02.2018 08:49  
Ich empfinde Therapien auch als ein zweischneidiges Schwert. Als ich 5 Wochen in der Psychiatrie war, hatte ich ja auch Gesprächstherapien. Die haben mir wohl eher geschadet als genutzt. Hatte da ja voll mit meinen aggressiven Zwangsgedanken zu tun. Da fragte mich die Therapeutin ob ich schon mal daran gedacht hätte, jemanden vor die Bahn zu stoßen. Das hat mich dann doch ganz schön getriggert. Der Gedanke war mir davor gar nicht gekommen.

Ich denke ich war damals auch gar nicht richtig in der Lage für eine Therapie.





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  12.02.2018 11:01  
So nun steh ich da mit meiner Lebensgeschichte, meinem Reizdarm und meinen Ängsten und jetzt Therapie in einer Tagesklinik stationär? Viele Fragen die mich beschäftigen, hilft es mir ? Ich habe nur Angst das, so doof sich das anhört, die Therapeutin mir nicht gewachsen ist, da ich mich schon sehr viel mit mir selber beschäftigt habe und mir dort nichts Neues erzählt wird und ich dann zu mache.
Wovon ich mir viel verspreche ist der Kontakt mit Menschen die ein ähnliches Problem haben um sich auszutauschen und endlich wieder in einen geregelten Tagesablauf zu finden.
Ich bin auf nächste Woche Mittwoch gespannt dann ist ja der erste Termin.

Ich will wieder zurück ins Leben und ich muss das schaffen...... ich werde berichten.... vielleicht schaffe ich es wieder und diesmal ohne Alk., und mein Wunsch ist es das ich diesen Thread mal in 3 oder 4 Jahren lese und ich froh bin das ich es geschafft habe.


Therapie ? Na klar geh ich da hin......


......to be continued.......

Danke2xDanke


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Bergisches Land :)
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  12.02.2018 11:16  
Hoschi69 hat geschrieben:
Ich habe nur Angst das, so doof sich das anhört, die Therapeutin mir nicht gewachsen ist, da ich mich schon sehr viel mit mir selber beschäftigt habe und mir dort nichts Neues erzählt wird und ich dann zu mache


......to be continued.......



Tja, du Joschi ... Deine Königsdisziplin scheint Loslassen und Vertrauen zu sein. Nicht gleich kognitiv auf die Therapeutin "losgehen" ... Lass dich erstmal ein! Auch wenn dir das megaschwer fallen sollte. Mein geliebter Ex war auch so ein Kontrollfreak und allen intellektuell überlegen. Was für eine Krux! Erst als er bereit war loszulassen und sich auf den Therapeuten einlassen konnte, kam er auch endlich mal an die Gefühle dahinter. Nun, er hat auch was gebraucht ;) ... Ist inzwischen 59. Außerdem hast Du ja auch die Möglichkeit einen Therapeuten zu finden, der dir liegt. Das ist halt sehr wichtig.

Danke2xDanke


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Bergisches Land :)
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  12.02.2018 11:24  
Ach ja, noch was: wissen heißt nicht begreifen ...

Selbst wenn du sooooo viel von dir weißt ... An der Umsetzung hapert es ja scheinbar. Ich kenne das auch zur genüge. Bin mit medizinischer und psychologischer Bildung "gesegnet". Mein Intellekt erfasst die Probleme. Aber dann habe ich es nur kognitiv verstanden. Der Prozeß des "Verdauens" und tatsächlichen Begreifens der Abläufe schaffe ich meist erst mit professioneller Hilfe, da es emotional viel schwieriger ist - meine Güte, haben wir eine Übung darin uns selbst zu bescheißen ;) ... Denke es kann helfen einen Kontakt zum Inneren Kind zu bekommen. Da muß man schon ein wenig die Kontrolle beiseite legen.
Wünsch dir Glück und Freude auf dem Weg. Selbsterkenntnis ist ein spannendes Abenteuer

Danke1xDanke




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  12.02.2018 11:38  
Hallo sülchen,
Kontrolle ..... ja das scheint auch mir das Stichwort zunsein.
Kontrolle über das Leben
Kontrolle über seinen Körper

Selbst in meinem Fall Kontrolle über den täglichen Stuhlgang, wenn er mal nicht um 18:00 Uhr ist, nicht in Panik zu verfallen und an nichts anderes mehr zu denken.

Loslassen ..... aber wie ? Wie kann man loslassen ? seine Gedanken kontrolieren ? Ist das nicht auch Kontrolle?

Versuchen wir nicht alle unser Leben zu kontrollieren ? Wir machen zum Teil Jobs die uns keinen Spaß machen nur um unsern Verpflichtungen nach zugehen , Auto, Haus, Kredit etc. Viele und auch ich sind gefangen im System und müssen Dinge kontrollieren damit alle kleinen Bälle in der Luft sind und bleiben.

Bin ich ein kontrollfreak ..? Ja ganz klar das bin ich...

Im Moment komme ich mir vor wie ein Autist.. 8:30 Frühstück 12:00 Mittagessen 17:30 Abendessen 14:00-16:00 Roller Fähen mich ablenken 21:30 ins Bett

Klappt das alles nicht werde ich unruhig.... mich kotz das so sehr an. Ich bin im Moment gefangen in meinen Zwängen um den Tag zu überstehen..

Gruß hoschi



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Bergisches Land :)
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  12.02.2018 11:50  
Natürlich kontrollieren wir alle. Ganz platt gesagt: haben wir ausreichend Urvertrauen, können wir auch mal fünfe gerade sein lassen.

Es geht hierbei aber nicht um die Kontrolle aller in der Luft befindlichen Spielbälle. Ich wünsche dir, daß du in der Therapie lernen wirst Kontakt zu deinen wahren Bedürfnissen zu bekommen. Du wirst auch weiterhin die notwendigen Dinge des Lebens kontrollieren "dürfen". Aber in dir drin ist jemand, den du mit deinen Zwängen einknastest. Es gilt herauszufinden warum. Dafür solltest Du dich Überwinden dich auf einen Therapeuten einzulassen. Nicht mehr weglaufen.

Ich finde es so schön, daß du eine Frau hast, die allem Anschein nach den Menschen hinter der Fassade sieht und liebt. Dann sollte dir das mit Hilfe auch gelingen!

Danke1xDanke




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  12.02.2018 12:23  
Ziele in meinem Leben ?
Ziele sollen ja bekanntlich nicht zu hoch und erreichbar sein, nun ja,
habe ich im Moment welche ? Ja die hab ich, ich möchte endlich wieder schmerzfrei sein, meine Ängste besiegen, wieder zurück in meinen Job, meine Frau wieder bei allem Unterstützen, nicht in selbst Mitleid untergehen, frei von Medikamenten sein, meinen Sohn ins Berufsleben führen, loslassen, frei sein, ich möchte wieder ein Hobby finden das mir Spaß macht und mich ablenkt.

Lustiger Weise habe ich mir gestern einen Karton Lego gekauft um mit meinem Sohn mal was zu basteln, leider liegt der Karton immer noch ungeöffnet in der Ecke, irgendwie kann ich mich nicht aufraffen, dieser Reizdarm macht mich fertig immer wieder schmerzen mal mehr mal weniger.

Ich muss diese Schmerzen ignorieren aber wie ? Helfen tut leider nichts dagegen,ich versuche Glutenfreie Kost, Tee, keine Kohlensäure, Pfefferminz Kapseln gegen Krämpfe aber nichts hilft wirklich, wahrscheinlich nur Ablenkung aber wie ?

Ich sage mir immer es gibt Menschen dir wirklich schlimm krank sind und denen es beschissen geht Krebs oder was weis ich, was müssen diese Menschen alles durchstehen und kämpfen, wie machen die das.? Was Treib sie an immer weiter zu machen und nicht aufzugeben. Wie stark müssen diese Menschen sein um all dies zu ertragen.

Ein guter Freund ist 2014 an Hautkrebs gestorben... kein Jammern , kein Selbstmitleid, kein sich dem eigen Schicksal ergeben. Nur kämpfen bis zum letzten Atemzug. Um dann doch zu verlieren. Mein Respekt und Anerkennung diesen Menschen die diese Bürde tragen müssen......

Manchmal habe ich auch den Wunsch sozial etwas zu machen, mein Job macht mir nicht wirklich Spaß, im Grunde hasse ich ihn, was mich zu dem Gedanken führt ...

Hatte ich in meinem Leben je einen Job der mir wirklich Spaß gemacht hat ?

Nein den hatte ich nicht, ich gehöre nicht zu denen die wirklich in ihrem Job aufgeben, ich habe meine Jobs immer nur als lästige Ohnmacht gesehen die man wohl oder über ausüben muss um im System mit Zuspielen, oder mit zu halten, mein Haus mein Auto mein Pferd.

Was kann ich also tun ? Alles aufgeben? Alles hin schmeisen ? Nein das kann ich nicht da fehlt mir der Mut dies zu tun. Aber ich denke im Moment fast jeden Tag daran nicht wieder diesen Job zu machen... ich habe auch panische Angst im Moment wieder anzufangen zu arbeiten, ob ich das 9 Stunden schaffe ?

Wenn sich so darüber nachdenke hätte ich gerne etwas mit Menschen gemacht.. aber mit 49 Jahren noch mal von vorne anfangen ?





......to be continued.......

Danke1xDanke




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  12.02.2018 12:37  
Ich glaube ich werde mal meine Thread verschieben lassen in die Rubrik Tagebücher vielleicht ist er da besser aufgehoben .....

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