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P
Ich schreibe dauernd Bewerbungen, abra. Aber mich will eh keiner haben. Ziele hab ich keine mehr. Meine Ausbildung war umsonst. Jetzt bin ich nach all den Jahren endlich ganz Unten angekommen. Aber ehe ich mich weiter schikanieren und rum schubsen lasse, geh ich lieber putzen oder pfandflaschen sammeln.

#2261


N
Zitat von pumuckl:
Jetzt bin ich nach all den Jahren endlich ganz Unten angekommen.


Moin Pumuckl *gäähn.. und streck*,

Du bist ganz unten angekommen? Hmm... ich schätze, Du hast keine besonders gute Vorstellung von "ganz unten". Schau mal, ich gehe davon aus, dass Du heute Nacht in einem warmen Bett geschlafen hast. Als Du heute Morgen raus bist, gab es mit sicherheit ein Bad, in dem Du Dir die Zähne geputzt und gewaschen hast. Eine Küche, in der Du Dir einen Kaffee oder Tee machen konntest. Was gabs zum Frühstück? Schnitte Brot mit Belag? Dann sitzt Du garantiert gerade in einer Form von Wohnzimmer an einem Notebook oder vor dem PC, mit dem Du eventuell Mails abrufst; sicherlich jedoch Deinen täglichen Besuch hier im Forum absolvierst und Deine Beiträge schreibst. Weiterhin gehe ich davon aus, dass Deine Kleidung sauber ist und Du einen Schrank besitzt, in dem noch genügend Wäsche liegt. Und wenn sie dreckig ist, besitzt Du eine Waschmaschine.
Auch wenn Du den Tag "irgendwie" rumkriegen musst, so bezweifle ich, dass Du gezwungen bist dies unter freiem Himmel tun zu müssen oder Dir einen Platz im Bahnhof oder sonstiger öffentlicher Einrichtung suchen musst. Ihr besitzt doch ein ein Auto, oder? Wie siehts mit dem Essen aus? Musst Du heute noch zu irgendeiner sozialen Einrichtung, bei der Du Dich in einer Schlange anstellen musst um eine warme Mahlzeit zu erhalten? Kommt was gutes im Fernseher heute, oder hast Du keinen?

Wenn das meiste, was ich gerade in Kürze dargestellt habe, zutrifft, dann schätze Dich glücklich. Denn wenn Du durch die Großstädte gehst und mal die Augen aufmachst, dann wirst Du Menschen sehen, die "ganz unten" angekommen sind. Deren Leben Morgens unter einer Brücke und einem Billigschnaps beginnt. Sie müssen wirklich Pfandflaschen sammeln um wenigstens paar Euros in der Tasche zu haben um sich vielleicht mal in einem Waschsalon die Kleider waschen zu können oder sonst irgendwas zu leisten, was sie sonst gar nicht erhalten. Die meisten von denen waschen sich an öffentlichen Brunnen oder Bahnhofstoiletten und sind froh, wenn es karitative Einrichtungen gibt, bei denen sie ein mal am Tag was warmes in den Bauch bekommen. Sie haben zum großen Teil nichts ausser das, was in einen Einkaufswagen passt. Von Handys, Notebooks und PCs ganz zu schweigen. Deren Leben ist auf der Straße und - so kenne ich es aus Köln - wenn es nicht soziale Einrichtungen gäbe, deren Mitarbeiter in dieser Jahreszeit Nachts Streife fahren, würden einige von denen Morgens nicht mehr aufwachen, da sie bei den Temperaturen steifgefroren entschlafen sind.

Ja, es ist frustrierend zu merken, dass man keinen "Wert" mehr besitzt und gezwungen ist, sich vor den Ämtern *beep* auszuziehen, nur um paar Hundert Euros Stütze zu erhalten. Es ist erniedrigend und kratzt am Selbstbild. Umsonst wird Deine Ausbildung, wenn Du nicht einen Funken der Kompetenz versuchst an den Mann zu bringen. Und so lange Du noch jemand an der Seite hast, der Dich - zumindest seelisch - auffangen kann, gehts Dir gut. Natürlich kann das Leben immer "besser" sein, als es im Moment ist.

In diesem Sinne... habe einen angenehmen Sonntag und danke wem auch immer, dass Du eben noch nicht "ganz unten" angekommen bist.
No_Smile

x 2 #2262


Kuntergrau
Zitat von pumuckl:
Mir geht's total beschissen. Morgen soll ich bei dem Arbeitsamt-Verein antreten. Die ab dann mit mir verfahren können, wie die wollen. Ich konnte diese Nacht schon nicht schlafen und jetzt habe ich Herzrasen. Wenn ich mich abmelde, muss ich mich erst um die Krankenversicherung kümmern. Ich will einfach nur noch meine Ruhe haben. Und wenn ich mir dann nix mehr kaufen kann und nur noch zu Hause sitze. Ist mir langsam auch egal.

Hast du Angst vor Zwangsmaßnahmen? Ansonsten machen die doch nicht viel außer dich alle 3 Monate zu bestellen und dir Stellen aus der Jobbörse zuzuschicken. Wenn du da halbwegs vernünftig auftrittst, lassen die dich eigentlich auch in Ruhe. Selbstständiges Bewerben vorausgesetzt.

Meine Krankschreibung ist vor 1 Woche ausgelaufen, aber seit Weihnachten gehts mir wieder total schlecht mit dem vollen Programm (Schlaflosigkeit, Alpträume, starke depressive Episoden, Antriebslosigkeit, Angstzustände ...). Dabei fange ich bald eine Fortbildung an Rolling Eyes

#2263


Schlaflose
Zitat von pumuckl:
Meine Ausbildung war umsonst.


Das ist bei mir doch genauso. Was ich seit 3 Jahren mache, entspricht auch nicht meiner Ausbildung. Dafür hätte ich noch nicht einmal Abitur gebraucht, geschweige denn ein Studium. Aber mir ist das egal, Hauptsache die Arbeit macht mich nicht krank und ich verdiene mein Geld.
Heutzutage machen viele leute zwangsläufig beruflich etwas ganz anderes als sie ursprünglich gelernt haben. Ich würde an deiner Stelle diese Maßnahme als eine Abwechslung im Leben betrachten. Du kommst mal raus, triffst andere Leute und bist in der Zeit mit etwas anderem beschäftigt als mit Haushalt. Du wirst warhscheinlich auch einiges Neues lernen in Bezug auf Computerprogramme. Seit du aus dem Beruf raus bist, hat sich eine Menge geändert.

#2264


Fantasy
@pumuckl: knuddeln Ich kann verstehen, dass es dir mies geht. Auch wenn die Definition von "ganz unten angekommen" von No_Smile jetzt sicher eine andere ist als deine, kann ich dein Empfinden durchaus nachvollziehen... Ich kann mich noch gut dran erinnern, als ich meine über 250 Bewerbungen geschrieben habe und nichts als Absagen kassiert habe... stirnrunzeln Hab mich auch gefragt, wofür ich mein Studium eigentlich gemacht habe.... verwirrt Und jetzt bin ich Diplom-Grundsicherungs- und Erwerbsminderungsrenten-Empfängerin... floeten Wenn das nicht mal 'ne Karriere ist... Nee, mal Spaß beiseite... Ich wünsch dir alles Gute und dass sich irgendwie eine Lösung für dich finden lässt, mit der du gut leben kannst. Trost


Ich bin heute Morgen netterweise von einem fiesen Wadenkrampf wachgeworden... seufzen Mir tut immer noch der ganze Unterschenkel weh. Sad
Heute steht hier Großreinigungsaktion im Mäuseheim an und das ist ja immer ein ziemlicher Aufwand bei dem Riesenteil. Rolling Eyes Leider ist meine Motivation gerade absolut im Keller... Sad Muss aber leider mal wieder gemacht werden, also muss ich mir wohl mal wieder selbst einen Tritt in den Allerwertesten verpassen, damit das hier was wird... Keule

#2265


I
@Pumuckl: Du bist doch familienversichert, wenn du verheiratet bist und kein Einkommen hast. Und du wärst nicht die einzige, die einer Arbeit nachgehen muss, für die sich überqualifiziert ist. Mein Mann hat einen Hochschulabschluss, mit dem er aufgrund seiner Krankheit nichts mehr anfangen kann. Sicher ist das zunächst frustrierend, aber es gibt immer Wege aus der Misere. Du hast das große "Glück", dass dein Mann ja Geld verdient. Anders sähe es aus, wenn du alleine wärst. ich weiß ja nicht, wieviel dein Mann verdient, aber reicht das nicht für euch beide?
Wichtig ist aber dennoch, dass du herausfindest, was dir gut tut!

#2266


P
Ich bin nicht familienversichert. Das lief ja durch meine lange Krankschreibung alles übers Arbeitsamt. Das müsste ich erstmal in die Wege leiten. Wenn ich mich auf Jobs bewerbe, für die ich überqualifiziert bin, kommt immer: Danke für ihre Bewerbung. Aber sie sind überqualifiziert und bleiben ja dann eh nicht lange...
Zur Zeit ist es so, dass in der Umgebung (und da spreche ich von einem Radius von 200 km) KEINE EINZIGE Bürostelle angeboten wird. Weder Voll-, noch Teilzeit, noch sonstwas. Vielleicht liegt das an den Feiertagen. Aber auch vorher war das eher die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Der Bürobereich liegt völlig am Boden. Gesucht werden allerhöchstens Altenpfleger und Erzieher. Aber damit kann ich nun mal nicht dienen. Und nachdem es jetzt den Mindestlohn gibt, hat sich die Lage natürlich noch weiter verschärft. Die Arbeitgeber sind eh schon sauer, dass sie den Angestellten nun mehr bezahlen müssen und stellen deshalb erst recht keine neuen Leute mehr ein.
Das Geld reicht irgendwie. Aber wer hat schon Lust, sich auf unbestimmte Zeit Tag für Tag einzuschränken. Wir bezahlen zwar keine Miete, aber so ein Haus bringt ja trotzdem Kosten mit sich.

#2267


P
Mit ganz Unten angekommen meine ich auch nicht, dass ich kein Dach über dem Kopf habe. Oder nicht genug zu Essen. Ich habe auch noch Ersparnisse. Aber an die möchte ich unter gar keinen Umstänen ran gehen. Man weiß schließlich nicht, was einem im Leben noch alles widerfährt.
Ganz Unten angekommen im Sinne von: Fünf Jahre Ausbildung und nur gute Noten und trotzdem keine Chance.
Und es ist ja noch nicht einmal so, dass ich vorübergehend was anderes finden könnte. Es gibt einfach nichts zur Zeit. Ich schaue täglich in die Stellenanzeigen. Gesucht werden allenfalls Handwerker über Zeitarbeitsfirmen. Das Arbeitsamt hat mir in der ganzen Zeit, ich glaube, 4 Stellen vorgeschlagen. Aber auf die hatte ich mich von selbst schon längst beworben. Beim letzten Termin hat die Tante mich ruckzuck abgefertigt. Nun bin ich ja quasi aus der Statistik raus.
Und das ist keine Maßnahme, wie man sie von früher kennt. Wo man einen Monat lang Bewerbungen schreibt etc. Das ist eine Unternehmensberatung, die "rein zufällig" an allen Orten, wo das Arbeitsamt Sitze hat, Filialen hat. Mit laufendem Beginn. Also man fällt aus der Statistik und ist denen komplett zugeteilt. Die bestimmen komplett über einen. Dem Arbeitsamt muss ich nur monatlich meine Bewerbungen nachweisen. Termine habe ich da erstmal keine mehr. Und diese Leute können einen hin und her schicken und Sachen anordnen, wie es ihnen beliebt. Alles aufgelistet in einem mehrseitigen Schreiben. Und da man sich denken kann, dass das Arbeitsamt nicht ohne Weiteres Arbeitslosengeld UND diese Firma bezahlt, kann man sich leicht ausrechnen, was einen da erwartet.
Zuerst bekommt man private Arbeitsvermittler an den Hals. Wenn das nichts bringt, landet man bei dieser Unternehmensberatung und DIE werden schon dafür sorgen, dass man resigniert. Das ist ja das, was alle immer wollten. Ob es die Krankenkasse oder das Arbeitsamt war. Als Verheiratete soll man sich über seinen Mann versichern, der soll alles bezahlen und Ende. Ich hab jetzt noch 8 Monate vor mir, was mir schätzungsweise 4500 Euro einbringen würde. Aber ob es mir das wert ist, weiß ich noch nicht. Ich hab keine Lust, nach ein paar Wochen wieder auf der Nase zu liegen.
Ein Job von 10-12 Stunden die Woche würde mir schon ausreichen. Es ist ja nicht so, dass ich es toll finde, den ganzen Tag zu Hause zu sein, obwohl ich mich nie langweile. Wenn ich putzen gehen würde, würde ich es ohnehin keinem sagen.
Aber schließlich bin ich in diese Lage nur gekommen, weil mein letzter Chef mich dermaßen fertig gemacht hat und ich anschließend so krank geworden bin. Ich könnte mich heute in den Ar. treten, dass ich nicht studiert habe.

#2268


N
Zitat von pumuckl:
Aber wer hat schon Lust, sich auf unbestimmte Zeit Tag für Tag einzuschränken.


Niemand, deshalb stehen in Deutschland ca. 2 Mio. Menschen jeden Tag auf und schreiben die nächsten 50 Bewerbungen, rennen ins Amt und versuchen trotz der Aussichtslosigkeit immer und immer wieder in ein Arbeitsverhältnis zu gelangen. Weil sie eben keine Lust zur Einschränkung haben, nehmen sie jede Möglichkeit wahr um zu "arbeiten", denn es gibt ihnen scheinbar immer noch ein besseres Gefühl, als resigniert in der Wohnung zu hocken und dem Leben hinterher zu jaulen. Weil sie eben keine Lust zur Einschränkung haben, nehmen sie jeden Tag bis zu 200 Km pendeln in Kauf. Weil sie eben keine Lust zur Einschränkung haben, reißen sie sich jeden Tag wieder und wieder zusammen.

Die einen nennen sie "Idioten", weil sie sich angeblich dem System beugen und zum "Skla." degradieren lassen. Ich ziehe vor solchen Menschen den Hut und bin froh, dass ich - trotz meiner eigenen existenziellen Probleme - nicht in diesem Kreislauf bin. Und wie ich mich anstellen würde, kann ich nicht sagen. Das wird sich zeigen, wenn ich jemals in die Situation geraten werde.

x 1 #2269


P
Ich finde es immer nur wieder blöd, wenn behauptet wird, jeder könne Arbeit finden. Das sehe ich gar nicht so. In bestimmten Berufen bestimmt. Aber im Bürobereich ist das leichter gesagt, als getan. Ich war 2003/2004 schon mal arbeitslos und da habe ich 1,5 Jahre gebraucht, um wieder einen 400 Euro-Stelle zu finden. Da habe ich hunderte Bewerbungen geschrieben, obwohl ich nur gute Noten hatte. Und derzeit ist der Arbeitsmarkt noch angespannter als damals. Das merkt man ja am Stellenangebot.
Ich glaube auch nicht, dass wir nur etwas mehr als 2 Mio. Arbeitslose haben. Ein großer Teil ist einfach "aussortiert". In Maßnahmen usw. Wenn man dann über (habe ich gelesen) 6 Mio. ALG II-Empfänger dazu rechnet, die ALG I-Arbeitslosen erhöht, Kinder, Studierende und Rentner abzieht und Hausfrauen, merkt man, wie es wirklich aussieht.
Wenn man in einer Großstadt lebt, findet man sicher eher noch einen 400 Euro-Job in irgendeinem Geschäft. Aber deshalb kann ich nicht ein mietfreies Haus samt meinem Mann, der eine feste Arbeitsstelle hat, zurück lassen. Das stünde ja in keinem Verhältnis. Wenn ich dazu verdiene, muss auch nach Abzug der Fahrkosten was hängen bleiben. Ich kann schlecht für 450 Euro jeden Tag 200km fahren. Und da wir Steuerklasse III/V haben, kann ich, ohne dass wir nachzahlen müssen, eh nicht so viel verdienen. Und dazu, auf IV / IV zu gehen, wird es nie kommen. Denn mein Mann wird immer weitaus mehr verdienen als ich in einem Büro, da er einen viel höheren Stundenlohn und Schichtzulagen hat. Was sich im ersten Moment viel anhört. Aber wenn man die Abrechnung sieht und die Stunden, die er pro Monat arbeitet, ist es ein Trauerspiel, was die Abzüge angeht.

#2270


I
Verdient denn dein Mann so wenig, dass ihr davon zumindest eine zeitlang nicht leben könntet? Du wärst nicht die erste Ehefrau, die kein eigenes Einkommen hat (auch wenn ich diesen Zustand für eine junge Frau nicht gut für ihren Selbstwert finde).
Aber dennoch, du kannst dich sofort, wenn du aus dem Arbeitsamt "fällst" bei deinem Mann kostenlos mitversichern lassen. Eine kurzfristige Option wäre das schon.
Ist es nicht so, dass ihr euer Geld sowieso teilt?

#2271


N
Ich bin immer wieder erstaunt wie weit manchmal Vorstellungen an der Realität vorbei gehen. 10-12 Std. wöchentlich arbeiten wollen und dann aber mehr als 400€ verdienen. Plus bitte Wohnortnah und der Qualifikation entsprechend, in nettem Umfeld nur von freundlichen Gesichtern umgeben und bitte ohne Publikum möglichst ohne Kollegen.

Ja ich hätte auch gerne ein rosa Einhorn das Regenbögen kotzt wird aber vermutlich genau so realisierbar sein wie solche Jobwünsche.
Welcher Arbeitgeber sollte jemanden in qualifizierter Position für 2 max. 2,5 Std täglich einstellen. Nicht einmal das Arbeitsamt würde für diese Anzahl der Stunden zahlen. Ja du hattest mal tolle Noten und einen super Abschluss aber die hast für die Zeit deiner beruflichen Laufbahn auch riesige Lücken im Lebenslauf. Hast du die Zeit deiner Arbeitslosigkeit genutzt um dich in irgendeiner Form weiterzubilden ? Wenn nein warum
nicht? DAS sind Dinge die potentielle Arbeitgeber interessieren nicht mit welcher Note du irgendwann mal deine Ausbildung abgeschlossen hast.

#2272


N
Zitat von pumuckl:
Mit ganz Unten angekommen meine ich auch nicht, dass ich kein Dach über dem Kopf habe. Oder nicht genug zu Essen. Ich habe auch noch Ersparnisse. Aber an die möchte ich unter gar keinen Umstänen ran gehen. Man weiß schließlich nicht, was einem im Leben noch alles widerfährt.
Ganz Unten angekommen im Sinne von: Fünf Jahre Ausbildung und nur gute Noten und trotzdem keine Chance.

Habe ich ja schon gesagt, dass Du keine Vorstellung von "ganz unten" hast. Noch nicht mal in Deinem Sinne ist das "ganz unten". Bekomme bitte wieder einen Blick für Relationen.

Zitat von pumuckl:
Und es ist ja noch nicht einmal so, dass ich vorübergehend was anderes finden könnte. Es gibt einfach nichts zur Zeit. Ich schaue täglich in die Stellenanzeigen. Gesucht werden allenfalls Handwerker über Zeitarbeitsfirmen. Das Arbeitsamt hat mir in der ganzen Zeit, ich glaube, 4 Stellen vorgeschlagen. Aber auf die hatte ich mich von selbst schon längst beworben. Beim letzten Termin hat die Tante mich ruckzuck abgefertigt. Nun bin ich ja quasi aus der Statistik raus.

Ja, so ist es. Und jetzt? Ich kenne min. eine Handvoll denen es nicht anders geht und sie machen trotzdem weiter.

Zitat von pumuckl:
Und das ist keine Maßnahme, wie man sie von früher kennt. Wo man einen Monat lang Bewerbungen schreibt etc. Das ist eine Unternehmensberatung, die "rein zufällig" an allen Orten, wo das Arbeitsamt Sitze hat, Filialen hat. Mit laufendem Beginn. Also man fällt aus der Statistik und ist denen komplett zugeteilt. Die bestimmen komplett über einen. Dem Arbeitsamt muss ich nur monatlich meine Bewerbungen nachweisen. Termine habe ich da erstmal keine mehr. Und diese Leute können einen hin und her schicken und Sachen anordnen, wie es ihnen beliebt. Alles aufgelistet in einem mehrseitigen Schreiben. Und da man sich denken kann, dass das Arbeitsamt nicht ohne Weiteres Arbeitslosengeld UND diese Firma bezahlt, kann man sich leicht ausrechnen, was einen da erwartet.

Siehst Du irgendwo eine Illegalität oder eine ungerechte Behandlungsweise? Auch dann wirst Du es durch "schreiben" nicht ändern. Auch hier müsstest Du tätig werden. Darüber hinaus auch noch für einen sinnvollen und guten Zweck um eventuell andere vor solchen Systemen zu schützen. Ja, wird ein irrsinniger Kampf, aber einer der sich vielleicht lohnt. Natürlich nicht für Dich, denn Du wirst nicht mehr davon profitieren, aber irgendeiner muss ja anfangen die Dinge zu "ändern".

Zitat von pumuckl:
Zuerst bekommt man private Arbeitsvermittler an den Hals. Wenn das nichts bringt, landet man bei dieser Unternehmensberatung und DIE werden schon dafür sorgen, dass man resigniert. Das ist ja das, was alle immer wollten. Ob es die Krankenkasse oder das Arbeitsamt war.

Na klar ist es das was sie wollen. Solche Institutionen lieben es, Menschen mit voller Absicht in den Ruin zu treiben. Dafür stellen die extra Menschen ein, die sich Morgens nach dem Frühstück schon darauf freuen, die nächste Existenz in den Boden zu rammen. Mit Sicherheit haben die interne Wettbüros, bei dem der gewinnt, der am Monatsende die meisten "Hilfebedürftigen" geplättet hat. Böse Zungen behaupten, dass die Mitarbeiter des Arbeitsamts jedes Mal eine Prämie kassieren, wenn sie den Klienten nicht nur das Leben erschweren, sondern das ganze auch noch mit geringschätzigem Blickk und kaltem Ton hinbekommen.
Bye the way... seit wann ist das Arbeitsamt ein gewinnorientiertes Unternehmen?

Zitat von pumuckl:
Als Verheiratete soll man sich über seinen Mann versichern, der soll alles bezahlen und Ende. Ich hab jetzt noch 8 Monate vor mir, was mir schätzungsweise 4500 Euro einbringen würde. Aber ob es mir das wert ist, weiß ich noch nicht. Ich hab keine Lust, nach ein paar Wochen wieder auf der Nase zu liegen.

Na wenn Du keine Lust mehr hast, dann mache es nicht. Aber bitte höre auch auf, hier in resigniertem Selbstmitleid zu baden. Denn wenn Du keine Lust mehr hast, dann ist das ganz alleine DEINE Entscheidung. Keiner zwingt Dich.

Zitat von pumuckl:
Ein Job von 10-12 Stunden die Woche würde mir schon ausreichen. Es ist ja nicht so, dass ich es toll finde, den ganzen Tag zu Hause zu sein, obwohl ich mich nie langweile. Wenn ich putzen gehen würde, würde ich es ohnehin keinem sagen.

Ah.. also zudem auch noch Schwarzarbeit, die dem Steuerzahler - also sprich derjenige der jeden Tag Arbeiten geht - auch noch zu schaden. Deine Egozentrik ist bemerkenswert. Eine sehr gute Freundin von mir war in einer etwas schlimmeren Situation als Du und die hat sich irgendwann dazu entschlossen in den E. zu gehen. Alle haben sie geächtet und mit dem Finger auf sie gezeigt. Wie könne sie sich nur so billig verkaufen. Sie ist ja nichts anderes als eine miese N.u.t.t.e. Heute hat sie ein Monatseinkommen, von dem viele hier nur träumen würden. Sie kann sich eine sehr gute Krankenversicherung leisten und arbeitet max. 12 STunden die Woche. Sie hat schicke Kleider, eine schöne Wohnung und lacht sich über alle tot, die sie damals wegen dem "Anschaffen" verurteilt hat. Heute sagt sie, es war die beste Entscheidung ihres Lebens.
Du siehst.. also auch eine Möglichkeit. Was hindert Dich.. die Moral? Ist nur ein Beispiel zu was jemand in der Lage ist, dem es wirklich an die Existenz geht. Du hast sogar noch Ersparnisse. Schätze Dich glücklich.

Zitat von pumuckl:
Aber schließlich bin ich in diese Lage nur gekommen, weil mein letzter Chef mich dermaßen fertig gemacht hat und ich anschließend so krank geworden bin. Ich könnte mich heute in den Ar... treten, dass ich nicht studiert habe.

Naja... hier solltest Du aber auch ein wenig auf Dich selber schauen. Du zeigst hier so eine Resignationsstärke: Alle können Dich mal, hast keine Lust, lässt Dir nichts sagen, etc.. etc.. etc. Wo war das alles, als Dein Chef Dich drangsaliert hat? Dass Du krank geworden bist ist bedauerlich und schlimm. Aber jetzt hast Du die Möglichkeit es wieder mit aller zur Verfügung stehenden Mitteln neu anzugehen.
Und was das studieren betrifft: Du glaubst wirklich, dass ein Studium heute ein Garant für einen Job ist? Träume weiter, denn das gilt nur in den Bereichen der Natur - und Wirtschaftswissenschaften und da muss man zu den Topabsolventen gehören um die Jobs zu kriegen, wofür man extra studiert hat.

x 2 #2273


G
Zitat:
Wenn ich putzen gehen würde, würde ich es ohnehin keinem sagen.


Um Himmelswillen pumuckl, was ist am Putzen so schlimm, dass du dich schämen musst?
Es ist eine ganz normal Arbeit in meinen Augen. Das Geld das du dabei verdienst stinkt auch nicht..

Zitat:
Ich finde es immer nur wieder blöd, wenn behauptet wird, jeder könne Arbeit finden


...leider stimmt das aber schon, aber dann muss man halt Putzen oder "minderwertige" Tätigkeiten machen.
Ich habe den HTBL Abschluss und habe Praxis und darf den Ing. Titel tragen, aber ich war mir vor 12 Jahren nicht zu schade, dass ich halt übergangsmäßig Portierdienst gemacht habe, und das mit erhobenen Hauptes, ich bezog kein Arbeitslosengeld, obwohl es gleich viel ausgemacht hätte, wie mein damaliger Portierdienst.

x 1 #2274


J
Putzen ist eine ehrbare Tätigkeit, ich weiß nicht was daran schlimm sein soll. Und vor Allem ist es deutlicht besser und ehrbarer als sich das komplette Leben von der Allgemeinheit fnanzieren zu lassen.

Und wer in diesem Land wirklich einen Job möchte, der bekommt auch einen. Das man nach jahrelangem Nixtun nicht als Direktor anfängt sollte allerdings auch einleuchten.

x 1 #2275


A
Zitat von pumuckl:
Ich schreibe dauernd Bewerbungen, abra. Aber mich will eh keiner haben. Ziele hab ich keine mehr. Meine Ausbildung war umsonst. Jetzt bin ich nach all den Jahren endlich ganz Unten angekommen. Aber ehe ich mich weiter schikanieren und rum schubsen lasse, geh ich lieber putzen oder pfandflaschen sammeln.


pumuckl, du bist viel zu jung um keine ziele mehr zu haben. setze dir welche und arbeite daran sie zu erreichen (unabhängig von anderen). es läuft nicht immer alles gerade, aber das ist kein grund zu resignieren und auf alles und jeden zu schimpfen. dadurch kommt man nicht weiter. du bist die einzige, die sich aus deiner situation rausholen kann. wenn der geplante weg nicht funktioniert, dann muss man halt einen anderen einschlagen und nicht abwarten, dass alles wieder so wird wie es einmal war.

du ärgerst dich, dass du nicht studiert hast? wäre doch eine option: mach es heute, es ist nie zu spät. an der fu kannst du dich bis ende januar fürs sommersemester einschreiben lassen.

#2276


Fantasy
Passt zwar nicht zur laufenden Diskussion, aber egal... Laughing Ich hab jetzt inzwischen die große Putzaktion bei meinen Mausis erfolgreich hinter mich gebracht. Daumen hoch Hat mal wieder ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen und ich bin froh, dass ich es jetzt hinter mir habe... yawn
Jetzt erkunden sie neugierig alles und räumen schon wieder nach ihren Vorstellungen alles um - echt süß. Herz

Bin heute den ganzen Tag alleine, weil mein Freund unterwegs ist... Mal gucken, was ich mit dem Rest des Tages nun noch anfange... Rolling Eyes

#2277

Mitglied werden - kostenlos & anonym

G
Zitat:
pumuckl, du bist viel zu jung um keine ziele mehr zu haben. setze dir welche und arbeite daran sie zu erreichen (unabhängig von anderen). es läuft nicht immer alles gerade, aber das ist kein grund zu resignieren und auf alles und jeden zu schimpfen. dadurch kommt man nicht weiter. du bist die einzige, die sich aus deiner situation rausholen kann. wenn der geplante weg nicht funktioniert, dann muss man halt einen anderen einschlagen und nicht abwarten, dass alles wieder so wird wie es einmal war.


Daumen hoch

Zitat:
du ärgerst dich, dass du nicht studiert hast? wäre doch eine option: mach es heute, es ist nie zu spät. an der fu kannst du dich bis ende januar fürs sommersemester einschreiben lassen.


stirnrunzeln

Gerade studierte Personen gibts wie Sand am mehr, heute sind gute Arbeitskräfte wie Facharbeiter gefragt

#2278


G
@ Fantasy

Zitat:
Bin heute den ganzen Tag alleine, weil mein Freund unterwegs ist... Mal gucken, was ich mit dem Rest des Tages nun noch anfange


Raus an die Luft, Bewegung....

#2279


P
Wer hat geschrieben, dass ich 2.5 Stunden am Tag arbeiten will? Da es ab 1.1. den Mindestlohn gibt, muss man nun mal für 450 maximal 12 Stunden die Woche arbeiten! Und wie die sich dann verteilen (also ob 3x4 Stunden oder 4x3 Stunden), ist doch egal und Verhandlungssache. Und bei diesen 12 Stunden die Woche ist man gerade mal bei einem Stundenlohn von gut 8,70 Euro! Also ich denke nicht, dass das dann zuviel verlangt ist. Für jemanden mit einer abgeschlossenen Ausbildung viel zu wenig! Aber mir ist auch klar, dass das von vielen Arbeitgebern und auch Arbeitnehmern torpediert wird. Obwohl darauf eine Strafe von bis zu 500.000 Euro steht.
Ihr könnt einem das Wort echt im Munde herum drehen! Dann lest bitte richtig, was ich geschrieben habe. Ich habe auch nicht behauptet, dass ich schwar arbeiten gehen würde! Wenn ich allerdings putzen gehen würde, würde ich es manchen Leuten schlichtweg nicht erzählen. Muss man ja auch nicht, oder? Mir langt es schon, dauernd darauf angesprochen zu werden (bevorzugt von Leuten, die mit viel Glück gute Stellen gefunden haben - oder mit Beziehungen), ob und was ich arbeite!
Und du willst mir doch nicht ernsthaft vorschlagen, anschaffen zu gehen, no_smile? Was denkst du denn von mir? Sowas würde mir im Leben nicht einfallen. Und wenn ich nur noch trockenes Brot und Wasser essen würde. Ganz egal, ob man damit gutes Geld verdienen kann. Wenn man Single in einer Großstadt ist und ohne jegliche Moral, kann man das ja vielleicht machen. Aber bestimmt nicht als verheiratete Frau! Sollte es etwa Männer geben, die ihre Ehefrauen anschaffen schicken? Naja - wahrscheinlich gibt es die wirklich. Mein Mann würde mir die Fresse polieren auf gut Deutsch gesagt und sich scheiden lassen.

#2280


A


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