Zitat von MrsAngst:Es kotzt mich einfach an, ich weiß nicht wie ich das momentan alles schaffen soll...
Leider nur durch harte, und leider auch egoistische, Maßnahme.
Als meine Beziehung damals in diesem Stadium war und ich das ganze nicht mehr halten konnte, entschied ich mich für meine Gesundheit und meinem Seelenheil. Zudem hatten wir Morgen des Heilig Abend auch noch einen Todesfall, der mir ziemlich zu schaffen machte. Den ganzen Tag über war meine Lebensgefährtin am mosern und rummotzen, dass ich dies nicht mache und das ja bald die Kinder kommen und noch das Essen, etc.. etc.. etc. Irgendwann schaute ich sie nur an und meinte, dass ich das nicht mehr aushalte und auch nicht mehr mitmachen will. Ich bot ihr an, noch das Geschirr aus dem Schrank zu heben und empfahl mich.
Ich tankte mein Auto voll, buchte mir in einem Wellnesshotel ein Zimmer für drei Tage, packte paar Sachen ein und fuhr weg.
Zuhause ging die Welt für meine LG unter, aber es war mir nicht mehr möglich dafür auch nur ein Funken Mitleid aufzubringen. Es ging um mich und es war die beste Entscheidung meines Lebens. Es war auch das letzte Weihnachten mit meiner LG, denn wir trennten uns zwei Monate später.
Wenn es Dir zu viel wird und Du merkst, wie Du körperlich, wie seelisch darunter leidest, dann entscheide auch mal gegen die Vernunft und Konvention. Natürlich sind es auch die Konsequenzen einer solchen Maßnahme die einem zusätzliche Ängste einbringen und die man vielleicht nicht abwägen kann, aber ich bleibe dabei, dass es grundsätzlich mein Leben ist, was ich ertragen muss und entsprechend habe ich auch die Verantwortung für mich selbst so stabil wie möglich zu sein. Es ist eine radikale Entscheidung, die Last des anderen nicht mehr tragen zu wollen, aber manchmal die harte, aber auch befreiende Entscheidung.