Hallo Dela,
Zitat von Dela: Seit der zweiten Psychose sind jetzt ein paar Monate vergangen und ich fühle mich elendig. Meine Konzentration hat nachgelassen, ich fühle mich traurig und habe meine Begeisterung für die Universität verloren.
Zitat:In Gesellschaft fühle ich mich total blockiert, sodass ich kaum ein Wort von mir geben kann. Ich zweifle an mir und meinen Entscheidungen, die ich bisher im Leben getroffen haben. Zusätzlich begleitet mich eine schwere Hoffnungslosigkeit.
kenne ich auch so, das Gehirn war maximal auf Hochstrom incl Depression, die bei mir auch schon dabei war und danach ist erstmal Leere und als hätte sich einiges aufgelöst an Ich-Konstrukten (die man für den Alltag aber in der Regel braucht,
zur Arbeit, zur Kommunikation).
In der Psychose lösen sich ja auch die Grenzen auf und bgzl. der Interpretation wird alles auf sich selbst oder Ideen bezogen und da man da oft falsch lag oder absurder Kram rauskam, ist das Selbstvertrauen da auch wirklich im Keller.
Und das mit der Erholungszeit, was der Psychiater sagte, kann ich auch bestätigen....gerade weil das Hirn ja da im Dauerfeuer/Hochfunktion war...
Mein Therapeut meint, manche Psychosen kommen auch in einer sehr starken Belastung / Depression...
also ich hatte das zweimal und es hieß für mich immer ca 1 Jahr Scherben aufkehren...den Alltag irgendwie versuchen/durchbringen, auch wenn da kaum Freude/Sinn ist.
Hast du vielleicht mal über eine Tagesklinik nachgedacht? Etwas Struktur und Kontakte, wo du ggf. auch so sein kannst, wie du derzeit bist und nichts vorspielen musst?
Große Entscheidungen wie Uni abbrechen würde ich in deiner Situation nicht treffen, weil das ja hoffentlich kein Dauerzustand ist und es dir wieder besser gehen wird.
Kennst du sonst Skills, woraus du für dich auch eine Tagesstruktur machen kannst und die dich ent-stressen, erden?
Regelmäßigen Schlaf finde ich besonders in solchen Phasen auch immens wichtig und regenerativ.