App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

6

S

SunAndFun
Mitglied

Beiträge:
3
Themen:
1
Mitglied seit:
Mich beschäftigt derzeit eine kulturhistorische und soziologische Frage: Wie hat sich die Disziplinierung in elitären Kreisen seit 1914 transformiert?

Wir beobachten historisch einen Übergang: Wo früher die Religion und das Sakrament der Beichte als Werkzeug dienten, um das Individuum an den standesgemäßen Habitus auszurichten, haben wir heute hochpreisige, exklusive Rückzugsorte. Die Therapie fungiert hier meiner Analyse nach als moderne Liturgie.
Besonders spannend (und diskussionswürdig) finde ich dabei drei Punkte:

Die Sakramentenfolge: Die Transformation von der Sündenvergebung hin zur systemimmanenten ‚Funktionswiederherstellung‘.

Die ökonomische Barriere: Bei Kosten, die für eine Intensivtherapie in diesem Setting oft in den hohen fünf- oder sechsstelligen Bereich pro Monat gehen, stellt sich die Frage: Kauft man hier echte Heilung oder exklusive Diskretion und die professionelle Wahrung der dynastischen Fassade?

Das Disziplinierungstheater: Wird hier eine Heilung vollzogen, oder findet nur eine Entzauberung des ‚Dämons‘ statt, um das Individuum wieder in den dynastischen Betrieb zu integrieren?

Mich würde eure Einschätzung interessieren: Sehen wir hier eine echte medizinische Entwicklung oder nur eine Umdeutung alter Machtmechanismen?

26.06.2026 #1


5 Antworten ↓

Schlaflose
Ich verstehe nur Bahnhof und Abfahrt. Dabei habe ich studiert (Anglistik und Romanistik) und erstes und zweites Staatsexamen abgelegt.
Von was für einer Elite und Machtmechanismen redest du überhaupt?
Meinst du nicht, dass du solch eine Diskussion besser in einem Forum für philosophische und soziologische Fragen anstoßen solltest?

x 4 #2


A


Ist die moderne Eliten-Therapie nur die Säkularisierung

x 3


YellowFerrum
Therapien sind keine Ersetzung kirchlicher Rituale. Es gibt keine Transformation, es sind zwei getrennte Bereiche. Der Zuspruch zur Kirche nimmt ab. Ein Grund mag sein, dass sie nicht mehr notwendig ist für örtliche Identifikation, da Menschen sich global orientieren durch Reisen, Informationen und hoffentlich auch ein bisschen Naturwissenschaft. Ein Grund für die Zunahme von Therapien ist, dass es wohl erst seit der Gründerzeit Forschungen dazu gibt, während erst seit wenigen Jahrzehnten Mittel zur Verfügung stehen für die massenhafte Behandlung. Früher ging man kaum wegen psychischer Probleme zum Arzt, das war verpönt.

#3


H
Es wird keine Heilung vollzogen und keine Heilung gekauft. Es ist eine Begleitung, und die Schritte zur Heilung muss man selbst gehen. Was Heilung für den Einzelnen ist, ist nicht detailliert vorgegeben.

Insofern ist der Vergleich Therapie und Vorgehen in der Kirche etc für mich überhaupt nicht passend.

x 2 #4


CosmicPancake
Das klingt wie r/Ichbin40undSchwurbler

#5


Feuerschale
@SunAndFun ich kenne so ne Art von Therapie gar nicht wo man so hohe Beträge zahlt ect...ist das wie ein Retreat?

Kenn halt so Seminare für paar Hundert Euro für paar Tage...ist tw dann auch schon ne kleine Welt für sich, wo man eine gewisse Ordnung erlebt, Leitung, Gruppendynamik und in dieser Blase ggf. auch positive Erfahrungen schafft.

Für den Alltag brauchts dann aber mehr Verbindung zwischen Alltags Ich und den Erkenntnissen.
Religion ist ja anscheinend auch nützlicher, wenn man sie täglich lebt und nicht sonntags nur mal in ner Rolle ein Event besucht.

#6





App im Playstore