App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

74

N

Nf1115
Gast

Sammelthema
Hallo liebe Leute (:
Kurz zu mir: ich bin weiblich, 18 Jahre alt, seit ca. 8 Monaten leide ich unter Zwangsgedanken bzgl. meinem Partner.

Nun zum Hauptproblem:
seit dem die ZG (Zwangsgedanken) angefangen haben, merkte ich, dass ich plötzlich auch Angst vor Krankheiten habe... Dementsprechend "hatte" ich schon -Brustrkebs, Lungenkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Hautkrebs, Thrombose, Probleme mit dem Herz-, bin vom einem Arzt zum anderen gerannt, weil die Gedanken, dass ich z.B. Krebs habe, nicht aufhörten, ich dem Arzt nicht glaubte wenn er sagt "Alles ist gut, Ihnen fehlt nichts" etc. und ich mir einfach sicher war "Doch, ich habe Krebs."..

Nun ist es so, dass ich Angst davor habe, Schizophren zu sein/zu werden stirnrunzeln Sad .
Ich hatte etwas darüber gelesen gehabt vor einer Woche und dachte mir "Was, wenn du es auch hast?!".
Dann ging es los mit dem googlen, stuuundenlang... habe mir Symptome eingebildet (oder auch nicht? Sad), heftige Panikattacken, heftige Ängste. Ich fing an, mich immer mehr und mehr zu beobachten, meine Gedanken zu beobachten, auf Geräusche zu achten. Bei jedem Geräusch frage ich meine Mitmenschen "hast du das auch gehört?!" weil ich Angst habe, dass NUR ICH das gehört habe (dem war jedoch nicht so...).
Ich weiß nicht mehr weiter, ich habe so eine extreme Angst und Panik davor, dass ich Schizophrenie haben könnte. Ich meide Dunkelheit oder Orte, wo ich alleine bin, weil ich dann immer Angst bekomme, dass dann die Schizophrenie "ausbrechen" könnte, ich vielleicht Stimmen hören könnte oder Wahnvorstellungen bekommen würde. Ich habe meine Therapeutin das alles erzählt und sie hat mir gesagt, dass das NUR die Angst vor einer Krankheit ist (typisch Hypochonder..), eine Schizophrenie jedoch nicht bei mir zutreffen würde, es würde sich "nur" um eine Angststörung handeln.

Die ganze zeit beobachte ich mich selber und überprüfe andauernd, ob ich mich vielleicht beobachtet fühle, Stimmen höre etc...

Was mich beunruhigt ist, dass ich, seit dem ich Angst habe an Schizophrenie zu erkranken, Schlafstörungen habe.. weil ich mich kaum traue, meine Augen zu schließen, in der Angst, dass ich dann Stimmen hören könnte und die Krankheit ausbrechen würde. Wenn ich meine Augen schließe und doch versuche zu schlafen, dann drehen sich sooo viele Gedanken in meinem Kopf (und ich beobachte diese auch um zu prüfe, ob es meine Gedanken oder "Stimmen" sind), ich hab viele Ohrwürmer von Liedern, und manchmal ploppen einfach Worte in meinem Kopf auf. Das macht mir ja so Angst, dass ich denke, ich bin verrückt, aber keiner merkt es! Wie kann das sein? Kommen diese vielen Gedanken vor dem einschlafen "nur", weil Angst und Panik verspüre, und mich total darauf fixiere und meine Gedanken nur noch beobachte in der Angst, es würden keine "normalen" Gedanken sein? Oh man weinen
Ich bekomme Angst, wenn ich mal vergesslich bin und denke mir dann "Oh Gott, das sind die Frühsymptome...".
Ich finde diese Krankheit so schrecklich, denn sie würde für mich bedeuten, dass ich meine Familie, Freunde, vor allem meinen Partner UND meine KONTROLLE über mich verlieren würde! ich stelle es mir extrem schlimm vor, wie ich "verrückt" bin, vielleicht andere Menschen oder mir schaden würde, in der Klapse landen würde und mein Leben dann völlig am Ende ist seufzen

So... genug gejammert! Sorry für den langen Text und danke an jedem, der sich die Zeit genommen und sich ihn durchgelesen hat, ich würde mich extrem über eure Antworten freuen...
Liebe Grüße! Herz

16.08.2024 #1


329 Antworten ↓
M

moo
Mitglied

Beiträge:
5878
Themen:
27
Danke erhalten:
12142
Mitglied seit:
Zitat von Feuerschale:
Meine Frage ist, wenn es ein aktives Geschehen gibt / gab, wenn auch unbewusst, ob dann manche Gedanken, die einen heute als Fremd-Gedanken quälen, nicht doch beeinflussen könnte oder an die Quelle des aktiven Gestaltens kommen könnte.

Tatsächlich ist es sowohl ein Nehmen (= Sinneskontakt mit einem Gedanken) als auch ein Geben (= aus diesen Gedanken heraus aktiv gestalten = Denken).
Dazu muss man berücksichtigen, dass das, was wir als "Ich" auffassen, ein Perpetuum mobile aus ständig ineinandergreifenden und sich gegenseitig bedingenden Faktoren ist: Sinneskontakt, Gefühl, Wahrnehmung, Gestaltung und Bewusstsein. Hierbei ist weder ein Anfang noch ein Ende erkennbar, also keine chronologische Abfolge und keine Verortung, also kein Innen und Außen (siehe oben, Punkt 3).

Um Deine Frage zu beantworten: Sofern wir nicht achtsam sind, stellen die von Dir so bezeichneten Fremd-Gedanken ein Futter für den Geist dar, mit dessen Energie munter weitergestaltet (= gedacht) wird. Dem ursprünglichen Gedanken wurde durch "neues" Denken etwas hinzugedacht - wenn auch nur in der Form, dass ihm durch die Repetation etwas mehr "Gewicht" verliehen wird. Dieser erschwerte Gedanke begegnet uns je nach Lebenssituation dann wieder und das Spiel beginnt von neuem.

Wenn Du Dir das hier aufmerksam anschaust, wirst Du vielleicht erkennen, dass das was Du "Quelle des aktiven Gestaltens" nennst, im Grunde ständig abläuft. Deshalb würde ich die Idee der Quelle bzw. des Schöpfers schlicht und ergreifend weglassen und akzeptieren: Aktives Gestalten findet (nahezu ständig) statt.

Wie oben (Punkt 1) dargestellt, sind Gedanken weder gut noch schlecht. Es sind einfach nur Gedanken, ebenso wie sämtliche anderen Sinneserfahrungen: Rot ist Rot, nicht gut oder schlecht - "Rot" ist einfach nur so. Rot als etwas Schönes zu interpretieren, bedarf einem Gefühl (hier: angenehm). Dass Rot ein angenehmes Gefühl erzeugt, ist eine unendlich lange "komponierte" Symphonie des o. g. Quintetts aus Sinneskontakt, Gefühl, Wahrnehmung, Gestaltung und Bewusstsein. Es ist kein Schöpfer da, der dies vornahm.

Wenn nun von positivem Denken oder Transformation der Gedanken die Rede ist, begeht man aus meiner Sicht denselben Fehler wie mit jeder Interpretation: Man vertraut der Bewertung und dabei entsteht Anhaftung. Diese Anhaftung ist zwar etwas anders "gefärbt" (hier: postiv anstatt negativ), aber die Anhaftung (des Geistes an den Sinnesdingen) besteht exakt so weiter wie bisher. Die Dualisierung, die "Vervielheitung" in Ich und Welt bleibt bestehen. Und in der Folge die Angst davor, die "neu geschaffene", "positive Welt" durch Unachtsamkeit wieder zu "verlieren"...

Zitat von Feuerschale:
Darum dachte ich, der Buddhismus bzw du kennst ggf. einen Weg, wie man das aktive geistige Gestalten - auch aktiv tun kann und dann neu gestalten, tiefgreifender.

Ich hoffe, nach dem bisher Gesagten erahnst Du vielleicht einen "Fehler" in dieser Fragestellung. Trotzdem weiß ich natürlich, was Du damit meinst... zwinkern

Eine Antwort wäre in etwa:

Es geht nicht um ein Umdenken, sondern eher um ein "Entdenken". (Deshalb ist Meditation auch so effektiv, wenn man es richtig anstellt).

Es geht nicht um "neu gestalten" oder "umgestalten", sondern um "Entstalten".
Es geht nicht um "anders machen" sondern um lassen.
Was lassen? Ja, genau - was denn lassen?
Es gibt nichts zu ergreifen (und ich behaupte: und keinen der greift).

... Das wirklich zu verstehen, zu sehen, wäre in der Tat tiefgreifend. Alles andere ist Herumexperimentieren mit den üblichen Chemikalien in lediglich etwas veränderten Verhältnissen. Das ist legitim und kann zeitweise Erleichterung immitieren, aber die Grundproblematik wird fortbestehen und somit immer die Unwägbarkeit und somit das Leiden.

29.08.2021 09:16 • x 3 #293


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Angst vor Psychose / Schizophrenie!

x 3


M

moo
Mitglied

Beiträge:
5878
Themen:
27
Danke erhalten:
12142
Mitglied seit:
Hallo und willkommen @Coffee1999,

ich kann Dich schon mal beruhigen: Du wirst weder verrückt noch schizophren o. ä., denn wer sich um seine psychische Gesundheit sorgt, ist genau davor gefeit (lt. Viktor Frankl).

Deine Beschäftigung mit Denken und Zwangsgedanken etc. war vielleicht einfach etwas zu oberflächlich um Dir Beruhigung zu schaffen. Deshalb ein paar (hoffentlich) klärende Anmerkungen hierzu:

1. Gedanken und Denken sind zwei verschiedene Dinge!

Gedanken sind im Geist gespeicherte Sinneseindrücke, die aus bereits stattgefundenen Sinneskontakten (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten) entstanden. Der Unterschied zu den Sinneskontakten ist lediglich, dass sie von "innen" (aus dem Geist) kommen.

Denken ist aktives geistiges Gestalten und findet in aller Regel unbewusst statt. Unbewusst bedeutet hier, dass Denken nicht bewusst erlebt und schon gar nicht beobachtet werden kann. Nur sehr weit fortgeschrittene Meditierende sind in der Lage, den Beginn und das Ende des geistigen Gestaltens zu erkennen, doch ich schätze, das ist bei keinem hier im Forum der Fall zwinkern

Daraus folgt, dass das was Du oben beschreibst, lediglich ein Beobachten von Gedanken darstellt.

2. Weshalb die Angst?

Einer der Gründe, weshalb uns "wirre" Gedanken ängstigen, ist der (vermeintliche!) Kontrollverlust. In Wahrheit ist es aber kein Verlust von Kontrolle, sondern Unwissenheit über Punkt 1 (s.o.).

Da wir glauben, Gedanken seien gleichbedeutend mit Denken beziehen wir die Gedanken auf uns! Es fühlt sich so an, als hätten wir etwas mit unseren Gedanken gemeinsam, währen dafür verantwortlich, ja sogar manchmal schuld daran...

Niemals würden wir so über die anderen Sinneseindrücke (Gesehenes, Gehörtes, Gerochenes etc.) denken! Weshalb ist das so? Weil diese Sinneseindrücke (vermeintlich!) von außen kommen, Gedanken jedoch, wie oben beschrieben, von innen. Der unachtsame Geist meint deshalb, er wäre der Schöpfer derselben.

Ich glaube, soweit ist das relativ gut verständlich?

3. Aus Sinneskontakten entstehen Wahrnehmungen.

Das Phänomen der Wahrnehmung stellt nun das gefühlte "Innen und Außen" in Frage: Ein Sinneskontakt bedarf immer dreierlei: a) Sinnesorgan (z. B. Auge), b) Sinnesobjekt (z. B. Farbe, Form) und c) Sinnesbewusstsein (z. B. Sehbewusstsein). Nur wenn alle diese drei Faktoren zusammenkommen entsteht Sinneskontakt.

Das geistige Erfassen des Sinnesobjekts nennt man Wahrnehmung. Ich verwende gerne die Begriffe "Interpretation" oder "Vermeinung" (von zu "meinem" machen). Beispiel: Die gesehene Farbe und Form wird als "Eimer" wahrgenommen. Eimer ist ein Begriff (von Er-Greifen), ein Zugriff, eine Bezeichnung meinerseits. Ein Eimer ist also bereits "Ich-gefärbt", sobald er wahrgenommen wird. Ohne Wahrnehmung wäre ein Eimer lediglich Farbe und Form, ja, letztlich nicht mal das, sondern nur "genau so"... zwinkern

Die letzten beiden Absätze sind wichtig für das Verständnis, dass letztlich sämtliche Wahrnehmung (und damit sowohl "Ich" als auch "Welt") vom Geist ausgehen! Es ist also keine Frage von "Innen und Außen". Deshalb haben auch sämtliche Erscheinungen keine Wertigkeit, sie sind leer.

Dass wir im alltäglichen Umgang diese Wahrnehmung benötigen und richtigerweise auch nutzen (müssen), tut der o. g. geschilderten Einsicht jedoch keinen Abbruch.

Das soll nun erstmal reichen und ich hoffe, es bringt Dir etwas Übersicht. Anfangs mögen derlei Hypothesen krass erscheinen. Das ist normal. Wir klammern uns nämlich an die Ich-Illusion (= Anhaftung) und benötigen für deren Aufrechterhaltung regelmäßig "Nahrung" in Form von Kontrolle: Kontrolle über Gedanken, die Menschen um uns rum, unseren Körper etc.

Die dem Menschsein inhärente Angst ist die (meist unbewusste) Ahnung, dass Kontrolle (richtigerweise) nie vorlag...und das stellt automatisch unser Selbst-Verständnis in Frage.

27.08.2021 10:46 • x 3 #285


Zum Beitrag im Thema ↓


Perle
Hallo,

ich finde es gut, dass Du in therapeutischer Behandlung bist. Hast Du schon mal daran gedacht, ein Antidepressivum zu nehmen? Es muss ja nicht dauerhaft sein aber es kann Dir eine sinnvolle Unterstützung sein.

Es gibt ein Schlüsselwort, das Du erwähntest: KONTROLLE !
So lange Du versuchst, in jeglicher Hinsicht die Kontrolle über Dein Leben und Dein Umfeld zu behalten, so lange werden Dich Angst und Hypochondertum im Griff haben. Erst wenn Du die Kontrolle aufgibst, also loslässt und "geschehen lässt" erst dann verliert die Kontrolle ihre Grundlage und damit ihre Macht über Dich. Lerne, ins Vertrauen zu gehen.

Alles Gute für Dich!

LG, Martina

x 2 #2


N
Hallo, danke für deine Antwort!
Nein ich nehme keine Medikamente und habe das auch nicht vor... Würde es gerne ohne versuchen.

Kennst du das denn auch? Angst verrückt zu werden, das die Gedanken laut werden vor dem einschlafen? Ich habe wirklich sehr große Angst Schizophren zu sein... Das will ich nicht seufzen

#3


Gin
Zitat von Perle:
Hallo,

ich finde es gut, dass Du in therapeutischer Behandlung bist. Hast Du schon mal daran gedacht, ein Antidepressivum zu nehmen? Es muss ja nicht dauerhaft sein aber es kann Dir eine sinnvolle Unterstützung sein.

Es gibt ein Schlüsselwort, das Du erwähntest: KONTROLLE !
So lange Du versuchst, in jeglicher Hinsicht die Kontrolle über Dein Leben und Dein Umfeld zu behalten, so lange werden Dich Angst und Hypochondertum im Griff haben. Erst wenn Du die Kontrolle aufgibst, also loslässt und "geschehen lässt" erst dann verliert die Kontrolle ihre Grundlage und damit ihre Macht über Dich. Lerne, ins Vertrauen zu gehen.

Alles Gute für Dich!

LG, Martina


Aber wenn man die Kontrolle ganz abgibt, dann übergibt man sie doch eigentlich der Angst, oder?
Das klingt ja wie sich aufgeben?

x 2 #4


Perle
Liebe Gin, es gibt im Leben keine komplette Kontrolle - das wäre Utopie. Menschen, die das erreichen möchten, setzen sich einem derartig enormen Druck aus, der der Körper gar nicht anders kann, als darauf mit Überforderung und dann mit Angst und Zwang zu reagieren.

Es geht bei diesem Thema nicht um aufgeben, sondern um loslassen. Erst wenn Du die Kontrolle loslässt, wirst Du innerlich frei sein und das ist m.E. eine Grundvoraussetzung, um eine Angststörung bzw. Zwangsgedanken auf Dauer loszuwerden.

Liebe Nf1115, und ob ich das kenne, die Angst vor dem "verrückt werden". Wenn ich das alles nicht kennen würde, dann würde ich nicht so "dreist" sein und hier meine Gedanken aufschreiben. Es sind Erfahrungswerte und sie sollen zum Nachdenken anregen, mehr nicht.

LG, Martina

#5


Gin
Eine gewisse Kontrolle im Leben zu haben ist schon wichtig...
Das gehört einfach dazu
Die Kontrolle komplett aufzugeben fände ich falsch
Wir können nicht alles kontrollieren, aber man darf auch nicht naiv durchs Leben wandern und alles dem Zufall überlassen

x 1 #6


Perle
Gin, da hast Du Recht. Aber von einer totalen Aufgabe der Kontrolle habe ich auch nicht geschrieben.

Alles Gute, LG Martina

#7


N
Martina, wenn du das alles kennst, willst du mir vielleicht sagen wie du mit der Angst vor einer Psychose umgegangen bist? Das wäre echt lieb... Liebe Grüße

#8


R
Hi

Mir geht es gerade genau so .. wie ist es mittlerweile bei dir ?

Liebe Grüße

#9


M
Das war definitv nix Psychotisches. Und klar hat man Angst vor einer Psychose. Wer nicht? Es ist aber auch kein Weltuntergang, wenn sowas mal passiert. Das haben gar nicht so wenige einmal im Laufe des Lebens. Jedenfalls habt ihr da ziemlich sicher keine Schizophrenie.

#10


N
Hey! Mir geht es heute sehr gut, ich bin diese Angst losgeworden und habe auch keine Psychose/ Schizophrenie Wink es sind nur zwangsgedanken gewesen und es ist sehr sehr krass, wie meine Psyche mit mir gespielt hat... ich kann gerne Tipps geben wenn ihr welche braucht, schreibt mich einfach an! Liebe Grüße

x 3 #11


Alessio98x

Angst vor Schizophrenie

Hey Leute kann mir jemand sagen zu wie viel % Schizophrenie erblich ist? bzw in Deutschland leiden c.a 800.000 Menschen an Schizophrenie und bei wie vielen von den 800.000 Menschen ist es erblich gewesen? und bei wie vielen wegen schlimmen Traumas und bei wie vielen einfach so wegen Stress etc. ?
Hab mir Dokus darüber angeschaut ( größte Fehler meines Lebens) und alle möglichen Symtome durch gelesen und jetzt hab ich echt Angst dass auch zu haben Das schlimme ist in den Dokus wurde dass alles noch genauso nachgespielt, also da wurde quasi die Stimme reingesetzt die Der Schizophrene hört und die Hat dann immer sowas gesagt wie "die reden über dich lass dir dass nicht gefallen töte sie , du willst es doch auch." Ganz Ganz schlimm und mir tut jeder Mensch so sehr leid der darunter leiden muss ( für mich mit Abstand die schlimmste Krankheit der Welt). Das schlimme ist seitdem hab ich diese Gedanken in meinem Kopf sowie die Stimme , du willst es doch auch die reden über dich töte sie bla bla. bitte versteht mich nicht falsch ich weiß ganz genau dass niemand über mich redet oder dass ich jemand töten will . Um gottes Willen.Aber diese Gedanken nerven total. Vorallem muss ich mir dass auch noch immer in dieser Teufelstimmen vorstellen sowie eben in den Dokus. Wenn ich abgelenkt bin ist es in der Regel komplett weg diese Gedanken.. war am Wochende Feiern und Fußball spielen, da war es kaum präsent diese Gedanken. hab natürlich soviel Test gemacht und mit meinen Eltern und Freunden und so darüber gesprochen. Jeder meinte es sei nur Angst, ( was ich ja insgeheim auch weiß aber irgendwie geht mir das nicht mehr aus dem Kopf.Wenn man mal logisch denkt vor 3 Wochen wusste ich noch nicht mal was dass ist und da waren auch nicht so Gedanken da.. Wisst ihr was ich meine?) aber es muss ja irgendwie wieder weggehen Sad(. War sogar jetzt schon bei meinem Hausarzt deswegen, weil ich auch seit paar Wochen so schwarzes Flimmern hab und schlechter sehe ( Augenarzt meinte ich brauch ne Brille). Naja aufjeden Fall werd ich im April mich mal vom Neurologen durch checken lassen und evtl. Mal ne Therapie machen lassen.. Angstzustände hab ich ganz leicht seit meiner ersten Panikattacke im Januar, damals dachte ich ich hätte nen schlimmen Herzfehler oder sogar nen Gehirntumor oder skelrose ( wegen dem schlechter sehen). Würd gerne die Methode von Klaus Bernhardt Anwenden. Weiß jmd. ob die hilfreich ist?

Lg

#12


Alessio98x
Bitte Leute sagt mir keine weitere Symtome oder Sachen wie so schlimm ist es nicht, dass ist gut behandelbar etc. Das bringt bei mir gar nix.

#13


A
Habe dir eine PN geschrieben, würde mich sehr über eine Antwort freuen...

#14


F
Hallo ihr lieben ich drehe hier gleich durch.
Ich steiger mich derzeit so stark in dieses Thema der Psychose bzw Schizophrenie hinein das es nicht mehr schlimmer geht.
Habe so Angst das es "klack" macht und ich psychotisch werde...
Kann ich durch die Angst soetwas entwickeln.
Muss dazu sagen das ich in letzter Zeit vermehrt Angst habe und dadurch DP habe bzw keine klaren Gedanken fassen kann. Liegt das an der Angststörung oder sind dies Vorzeichen der beginnenden Krankheit.
Ich bitte um Hilfe...

x 1 #15


Eleria7
Hey,
zunächst einmal möchte ich dir sagen- ich kenne das. Ich habe/hatte die gleichen Ängste, wie du!
Ich habe auch angst gehabt, jeden Moment durchzudrehen, konnte an nichts anderes mehr denken. Ich sah mich schon i.wo eingesperrt in einer Anstalt sitzen. Ich habe ewig versucht zu analysieren woher das kommt, warum, was es ist. Das hat alles nur schlimmer gemacht. Ich war mir nicht mal sicher, ob es Hypochondrie ist. Ich hatte nie typische Panikattacken mit Herzrasen oder feuchten Händen- einzig und allein die DP/DR.
Ich denke schon, dass es alles von der Angst kommt. Meine Psychologin und Psychiaterin haben mir mehrfach bestätigt, dass nichts mit mir falsch ist.
Tip Nummer 1, den man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen muss, und der trotzdem schwer zu verinnerlichen ist: Menschen mit Schizophrenie merken nicht, dass etwas mit ihnen nicht stimmt. Sie hinterfragen das auch gar nicht. Du könntest es also selbst gar nicht merken. Das ist ja genau das Prinzip.
Ich will nicht lügen, manchmal kommen die Ängste, dass bei mir i.was nicht okay ist mental, auch ab und zu hoch. Ich versuche dann einfach diese Angst beiseite zuschieben und mir Bestätigung im Alltag zu suchen. Ich habe in einer Phase, in der es mir sehr schlecht ging und ich davon überzeugt war, an i.einer unentdeckten psychischen Krankheit zu leiden, dennoch ein super Abi gemacht- das wäre bei etwas schwerwiegendem wie einer Psychose nicht möglich. Mir hat noch nie jemand gesagt, dass ich mich seltsam benehme. etc..
Vor allem aber darf man sich nicht selbst zu sehr beobachten und analysieren. Dadurch gerät man nur tiefer rein. Ich glaube auch, dass dieser Drang, für alles einen Grund und eine Erklärung haben zu wollen, mich da erst reingebracht hat.


Du hast nur Angst. Smile
LG! Trost

x 1 #16


F
Hey.
Danke für die aufbauenden Worte. Das hilft schon etwas..
Ich steiger mich da nur total rein. Ich horche in mich hinein ob ich stimmen höre oder meine Umgebung eben verändert wahrnehme..
Total ätzend. Ich bin jetzt Mitte 20 glücklich in einer Beziehung. Arbeit läuft auch gut. Mein soziales Umfeld ist auch gut hab viele feste Freunde und gut zu tun am Wochende. Aber die Angst geht immer mit. Das kam plötzlich. Hatte davor Angst Krebs zu haben oder iwas anderes. Jetzt sinds eben diese psychotischen krankheitsbilder. Echt zum kotzen... Aber schwer vorzustellen das nur "angst" dafür verantwortlich sein soll

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

Eleria7
Ja , genauso ist es bei mir auch. Angefangen hat es als ich 18 war, glücklich vergeben, tolles Umfeld, alles läuft wie geschmiert. Ich habe halt schon viel negatives in meinem Umfeld mitbekommen, was mit psychischen Krankheiten zusammenhängt. Für mich war (und ist) so eine Krankheit immer gleichbedeutend mit: dein Leben ist vorbei, Psych. kranke Werden weggesperrt oder bringen sich i.wann um.
Das mit der Angst sStimmen zu hören hatte ich auch. Musste mich immer vergewissern , dass andere ein Geräusch auch gehört haben, oder woher es kam.
Es ist krass, wie sehr die Angst einen täuschen kann, man ist gefangen in seinem Kopf und sucht nach einer vermeintdlichen Lösung, was aber alles noch schlimmer macht.
Dass du vorher Angst vor Krebs hattest ist sehr typisch für eine Angststörung. Deine Angst hat sich lediglich ein anderes Ziel gesucht. Krebs kann man ja durch einfache untersuchungeb eindeutig ausschließen. Bei psychischen Krankheiten ist das nicht so einfach, da man ja niemanden hinter die Stirn schauen kann. Ist ganz klar, das sich dein Gehirn, das du darauf trainiert hast Unsicherheiten nicht zu akzeptieren und zu beseitigen, nun eine noch größere Unsicherheit gesucht hat.

Schau dir mal die youtube Channel : Bossimkopf an- da bekommst du super Tipps. Falls du wieder Angst haben solltest, dann lies mal hier nach:
http://www.ocdaction.org.uk/forum/ocd-a ... ed-my-mind

Ist zwar englisch, aber die gleiche Angst.

#18


B
Ist es normal das man mit 16 (männlich) extrem wirre Gedanken hat...es fühlt sich so an als ob alle möglichen Gedanken gleichzeitig durch mein Gehirn jagen aber ich kann nichts davon wirklich "greifen". Es sind oft auch nur Wörter oder Sätze, komplett zusammenhangslos mit komischen Inhalten z.b. denke ich einfach "Landrover" und wiederhole das in Gedanken oder irgendwelche anderen Wörter, was mir ziemlich Angst macht (kann aber komischerweise ziemlich normal sprechen, außer einer gewissen Verwirrtheit). Außerdem fühle ich mich irgendwie dümmer, verstehe oft nicht direkt wenn mir jemand etwas sagt und muss dann länger überlegen bei bestimmten Personen bevor mir eine Antwort einfällt. Habe starke Konzentrationsprobleme und komischerweise oft Zuckungen im Gesicht. Es fühlt sich an als müsste ich lachen oder anders diese Anspannung loswerden obwohl ich nichts wirklich witzig finde (ich lache aber auch nicht einfach vor mich hin wie n irrer). Außerdem bin ich innerrlich extrem angsepannt und irgendwie stehe ich oft neben mir. Ist das ein Anzeichen für eine Psychose/Schizophrenie oder villeicht AD(H)S? Habe aber keine Wahnvorstellungen oder Hallus oder so. Das ist so seit ca. 1-2 Jahren glaube ich. Habe mich auch sozial ziemlich zurückgezogen und bin irgendwie aggressiver geworden..kann das auch vom *beep* sein? Kann ich mir sowas einreden und dadurch wirklich paychotisch werden :/ ? Habe bisher 3 mal gras geraucht. Beim 3. Mal badtrip mit tinnitus..
Ich will doch einfach nur wieder normal denken können..
Danke im vorraus fürs lesen und konstruktive Antworten.

#19


Aduril
Hallo.

Bist du den in Ärztlicher Betreuung?

Grüße

#20


A


x 4


Pfeil rechts



App im Playstore